Schlangestehen bei der Autogrammstunde von PrüstelGP

Jakub Kornfeil - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Jakub Kornfeil signierte für Jung und Alt Poster und Autogrammkarten. – Foto: rop

Das sächsische Moto3-WM-Team PrüstelGP lud heute 14:00 Uhr ins Autohaus LUEG zur Autogrammstunde.
Im gläsernen Bau am Sachsenring gegenüber der Besico-Tribühne herrschte reges Treiben. Die Fans standen in Zweierreihe Schlange, um ein Autogramm ihrer Idole zu erhaschen.

Marco Bezzecchi - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Marco Bezzecchi taten vom vielen Schreiben sichtlich die Finger weh. – Foto: rop
Authentizität bei PrüstelGP großgeschrieben

Fan-nah und bodenständig, wie man die Callenberger Mannen der Team-Führung von PrüstelGP kennt, erfüllten auch der mit nur zwei Punkten Rückstand derzeit WM-Zweite Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil, aktuell WM-Achter, die Wünsche der zahlreichen Fans. Plakate, Autogrammkarten, T-Shirts und mehr wurden signiert.

PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Foto: rop

Neben den sportlichen Fragen der Fans waren auch sehr persönliche zu Familie und Heimat der Fahrer des Teams PrüstelGP zu vernehmen. Und selbstverständlich kam immer wieder der spektakuläre Sprung von Jakub Kornfeil beim Großen Preis von Frankreich in LeMans zur Sprache, den wohl niemand – weder die Fans noch Kornfeil selbst – jemals vergessen wird.

Marco Bezzecchi - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Foto: rop
PrüstelGP und die Zukunft

„Der Druck auf uns und die Fahrer ist schon enorm gewachsen und deutlich zu spüren“, sagte mir Teamchef Florian Prüstel auf meine Frage nach dem Umgang mit der unerwarteten Favoriten-Rolle. Das Team PrüstelGP mischt seit dem Wechsel zu KTM plötzlich dauerhaft in der Weltspitze der Moto3 mit.

Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Olaf Schöber, Geschäftsführer sowie Leiter Vertrieb Pkw und Nfz im Autohaus LUEG, zwischen Marco Bezzechi (li.) und Jakub Kornfeil (re.). Foto: rop

Ingo Prüstel, den Team-Eigner fragte ich, wie denn die Zukunft des Teams hinsichtlich ihres Top-Piloten Marco Bezzecchi aussehe. „Er hat mit uns einen bestehenden Vertrag bis 2019“, ließ er mich wissen. Er fügte aber hinzu: „Was wird, wenn Marco Weltmeister werden sollte, vermag aktuell noch niemand zu sagen. Es besteht ja dann auch noch die eventuelle Möglichkeit zum Aufstieg in die Moto2.“ Auch KTM mit dem Werksteam hat  natürlich selbst ein reges Interesse am Italiener. Und selbstverständlich hat auch noch die VR46 Academy ein Wörtchen mitzureden.
Es wird also definitv ein äußerst spannendes Jahr für und mit PrüstelGP in der Moto3-Weltmeisterschaft.

Florian Prüstel - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Teamchef Florian Prüstel im Gespräch mit Fans und Partnern. – Foto: rop

Lobend sprachen sowohl Florian als auch Ingo Prüstel von der hochprofessionellen Zusammenarbeit mit KTM und auch mit der VR46 Academy.

Auf meine Frage zur PrüstelGP Academy und der teaminternen Nachwuchsförderung (Ich schrieb bereits in einem früheren Artikel darüber.) erklärte mir Florian, dass sich auch dahingehend bald etwas zum Positiven ändern wird. Doch dazu in einem in Kürze folgenden Beitrag mehr.

Adrian Hähle mit dem nächsten Streich

Adrian Hähle in der IG Königsklasse am Sachsenring 2018
Foto: Jens Kaiser / Hähle Racing

Am vergangenen Sonntag ging Adrian Hähle bei strahlendem Sonnenschein erneut im Rahmen der Internationalen-Zweitakt-Meisterschaft am Sachsenring an den Start. Im Rennen der IG Königsklasse belegte Adrian den 2. Platz bei den 125ern hinter dem „Herrn am Ring“, Patrick Unger. Adi scheint aktuell ein Dauer-Abo aufs Podium zu haben.
„Neudeutsch Flatrate“, meinte Bertram Hähle und führte weiter aus; „Wir sind froh, dass es aktuell so gut für Adrian und uns läuft.“

Die Zuschauerzahl war jedoch trotz des Bombenwetters und des kostenfreien Eintritts erschreckend gering.

Adrian Hähle im Rennen

Mit neuer persönlicher Runden-Bestzeit sicherte sich Adrian Hähle den 4. Startplatz des gesamten Feldes. Das entsprach Startplatz 2 bei den 125ern, hinter dem Sachsenring-Dominator in dieser Klasse, Patrick Unger.

Nach dem Rennstart kam es zunächst zu einem Rennabbruch. Der Re-Start gelang Adrian gut und so sicherte er sich nach einem einsamen Rennen einen soliden 3. Platz hinter Patrick Unger und Luca Grünwald (Moto3) und damit Platz 2 in der Wertung der 125er.

Adrian Hähle führt die Gesamtwertung an

Adi führt nun nach der Hälfte der Saison in der Internationalen-Zweitakt-Meisterschaft die Klasse bis 125 ccm mit mehr als 40 Punkten Vorsprung an.

Aktuelle und weiterführende Informationen zu den Starts von Adrian Hähle könnt ihr auch auf der Team-Webseite und auf der Facebook-Fanseite von Adi verfolgen.

DMV-Zweitakt-Trophy-Doppel für Adrian Hähle

Adrian Hähle bei der DMV-Zweitakt-Trophy zur Sachsenring Classic 2018
Foto: rop

Adrian Hähle hat nun auch äußerst erfolgreich an den nächsten Rennen, zwei Wertungsläufen zur DMV-Zweitakt-Trophy teilgenommen. Diese fanden am vergangenen Wochenende im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic 2018 statt.

Nach einem eher ernüchternden ersten Zeittraining bei Nässe lief es dann im zweiten Zeittraining auf abtrocknender Strecke besser. Es reichte dennoch nur für den achten Startplatz.
Wertvolle Tipps fürs Rennen erhielt Adrian Hähle dann vom früheren DDR-Spitzenfahrer und Lokalmatador Frank Wendler:
„Bei den Asphaltbedingungen auf dem Sachsenring kannst Du fast bremsen wie im Trocknen. Du musst auf der Maschine nur geschmeidig sein wie eine Katze.“

Adrian Hähle bei der DMV-Zweitakt-Trophy zur Sachsenring Classic 2018
Foto: Friedemann Dommenz / Hähle Racing
Die Rennen von Adrian Hähle zusammengefasst

Die Ratschläge von Frank Wendler konnte Adi im ersten Rennen am Samstag gut umsetzen. Auf nasser Strecke führte er für mehrere Runden das aus 49 Fahrern bestehende Starterfeld an. Im Laufe des Rennens schmolz der Vorsprung durch unglückliche Überrundungsmanöver jedoch wieder und er verlor seinen ersten Gesamtrang. Adrian Hähle kam schließlich als Dritter der Gesamtwertung und damit auf Platz 2 der GP 125 ins Ziel.

Am Sonntag im zweiten Rennen übernahm Lokalmatador Patrick Unger schnell die Führung. Fahrerisch überlegen konnte sich Adi in diesem zweiten Lauf lange Zeit gegen Marcel Becker auf der leistungsstärkeren Yamaha TZ 250 behaupten, der sich aber am Ende auf trockener Strecke allerdings doch noch durchsetzen konnte. Adrian Hähle kam schließlich wiederum auf Platz 3, hinter Marcel Becker und Patrick Unger, ins Ziel, was erneut den 2. Platz in der 125er-Wertung bedeutete.

Adrian Hähle bei der DMV-Zwitakt-Trophy zur Sachsenring Classic 2018
Foto: rop

Jetzt am Wochenende wird Adrian Hähle erneut auf dem Sachsenring an den Start gehen, Diesmal jedoch in der IG Königsklasse, der internationalen Zweitakt-Meisterschaft.

Aktuelle Informationen findet ihr natürlich wie immer auf der Team-Webseite und auf der Facebook-Fanseite des Teams.

Nur noch Last-Minute-Tickets für GRIP CARS & COFFEE

GRIP CARS & COFFEE
Foto: Nicolas Meiringer/Image Entertainment Drivestyle Events

Im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic gastiert am 24.06.2018 GRIP CARS & COFFEE am Sachsenring. Es gibt allerdings nur noch Last-Minute-Tickets für die Veranstaltung!
Bei dem Kult-Event für Auto-Enthusiasten können die Besucher Sportscars, US-Cars und Oldtimer bestaunen. Die Veranstaltung findet im Infield der Rennstrecke im alten Streckenabschnitt statt und ist über die Fußgängerbrücke erreichbar.

GRIP CARS & COFFEE
Foto: Nicolas Meiringer/Image Entertainment Drivestyle Events

Das vielseitige Rahmenprogramm mit den GRIP Moderatoren, unter anderem RTL2-Profi Det Müller, der großen Food- und Händlermeile, Hubschrauber-Rundflügen und vielem mehr, bietet allen Besuchern ein gelungenes Erlebnis am Sachsenring.

Für die Veranstaltung sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt alle Tickets für die Ausstellung der Fahrzeuge (Gearheads) ausverkauft. Dies betrifft ebenso die Besucher-Tickets für GRIP CARS & COFFEE (kein Zugang ins Fahrerlager und die restlichen Streckenabschnitte).

Wichtiger Hinweis:
Die Inhaber von Tickets für die ADAC Sachsenring Classic haben freien Zugang zu GRIP CARS & COFFEE.

GRIP CARS & COFFEE
Foto: Blax-tec Nico/Image Entertainment Drivestyle Events
Letzte Chance, am 24.06.2018 bei GRIP CARS & COFFEE dabei zu sein

„Die Veranstaltung ist ausverkauft. Komplett. Das Mega-Event im Epizentrum der ADAC Sachsenring Classic wird der Burner für alle, die schnell genug waren und sich registriert haben“, ist der Wortlaut der Pressemitteilung.
„Aber eine allerletzte Chance gibt es noch, vorausgesetzt, ihr habt einen echten Offroader mit ordentlich Bodenfreiheit“, heißt es dort weiter. „Wir bieten euch 100 Special-Heavy-Duty-Tickets für das Offroad-Gelände des Sachsenring Classic: Schotter, Steine, steiler Hang, ambitionierte Schräglage – was ganz Besonderes für echte Gearheads. Traut euch, es wird obercool: www. grip-carsandcoffee.de/tickets/.“

ADAC GT Masters gastiert am Sachsenring

ADAC GT Masters 2017 am Sachsenring
ADAC GT Masters – 3. und 4. Lauf 2016 – am Sachsenring. – Foto: Gruppe C GmbH

Das ADAC GT Masters ist seit 2007 inzwischen ein fester Bestandteil der Motorsportveranstaltungen am Sachsenring.
Vom 15. bis 17. September 2017 gehen dabei fünf Rennklassen an den Start. Die Besucher können sich bei der Veranstaltung, die vom ADAC Sachsen organisiert wird, auf gut gefüllte Startaufstellungen beim ADAC GT Masters, der Formel 4, der ADAC TCR Germany, dem Porsche Carrera Cup und der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) freuen.

Das ADAC GT Masters bietet vielseitigen Rennsport:

-elf packende Rennen mit dem Kampf um Meisterschaftspunkte,
– zuschauerfreund0liche Eintrittspreise,
– ein offenes Fahrerlager,
– samstags „Meet the Drivers“–Autogrammstunden,
– eine offene Boxengasse beim Pitwalk an Rennsamstag und –sonntag,
– gegen Aufpreis eine Videowand vor der Tribüne T6 sowie natürlich
– streckennahes Parken auf den offiziellen Parkplätzen.

Das Rennen auf dem sächsischen Traditionskurs ist das sechste Rennwochenende der laufenden GT-Masters-Saison, bevor eine Woche später das Finale in Hockenheim über die Bühne geht.

Plan zur ADAC Plan GT Masters 2017
Grafik: ADAC Sachsen e. V.

Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage des ADAC GT Maters.

Der Sachsenring – 90 Jahre und kein bisschen leise

MV Agusta am Sachsenring 2017
Die Traditionsmarke MV Agusta glänzte mit ihren historischen Rennern. Foto: rop

Am letzten Wochenende, vom 16. bis 18.06.2017, fand die ADAC Sachsenring Classic statt, die im Zeichen des 90. Geburtstags der legendären Rennstrecke stand.
Noch größere Legenden hatten sich als Gäste und Fahrer angekündigt: Giacomo Agostini, Phil Read, Dieter Braun, Marco Luchinelli, Steve Baker, Johnny Cecotto, Carlos Lavado, Carl Fogarty, Freddie Spencer, Kevin Schwantz, Peter Rubatto und und und. Allesamt Helden meiner Jugend und zum Großteil in meiner Kindheit oder gar in der meiner Eltern schon Legenden.

Giacomo Agostini und Freddie Spencer in der Startaufstellung der LOUIS CLASSIC KINGS am Sachsenring 2017
Giacomo Agostini #1 und Freddie Spencer #19 in der Startaufstellung der LOUIS CLASSIC KINGS. Foto: rop

Viele Größen des ostdeutschen Motorradrennsports wie Heinz Rosner und Stefan Tennstädt waren ebenfalls am Sachsenring am Start – und natürlich auch die Erben der DDR-Formel- und -Tourenwagen-Szene.

Stefan Tennstädt am Sachsenring 2017
Stefan Tennstädt in der Klasse International Classic Grand Prix (ICGP). Foto: rop

Auch der Hohenstein-Ernstthaler Dirk Heidolf, ehemaliger 250er-WM-Pilot, fuhr eine Moto2-Maschine von MZ. Auf Anthony Wests Maschine, mit der der Australier 2010 in der Moto2-Weltmeisterschaft antrat, startete Dirk bei den Läufen der Klasse MZ-RE/HB-Sonderklasse. Peter Rubatto zirkelte ein WM-Motorrad der Zschopauer Kult-Marke um den Ring, mit dem Max Neukirchner 2011 sein Moto2-Debüt als Teamkollege von Anthony West bestritt.

Dirk Heidolf bei der ADAC Sachsenring Classic 2017
Mit Anthony Wests #13 startete Dirk Heidolf bei der ADAC Sachsenring Classic 2017. Foto: rop

Eine sensationelle Sound-Kulisse bot sich den Besuchern bei der Präsentation der legendären Marke MV Agusta in der Boxengasse. Da trugen selbst die gestandenen Helden von einst, die inzwischen gewiss nicht mehr die besten Ohren haben, einen Gehörschutz.

Gianfranco Bonera und Gilmo Paglini zur Sachsenring Classic 2017
Gianfranco Bonera (li.) und Gilmo Paglini (re.). Foto: rop

Tosender Jubel und gellende Pfiffe übertönten den ohrenbetäubenden Motorensound, als Giacomo Agostini, Phil Read, Marco Luchinelli und andere Größen auf den roten Schönheiten Platz nahmen, um ihre Runden auf dem so geschichtsträchtigen Jubilär zu drehen.
So nebenbei sei erwähnt, dass „Ago“ es vorzog, am Freitag sein ureigenes Jubiläum, seinen 75. Geburtstag, unter Rennfahrer-Freunden und -Kollegen am Sachsenring zu feiern statt daheim in Italien.

Giacomo Agostini am Sachsenring 2017
Giacomo „Ago“ Agostini feierte am Sachsenring seinen 75. Geburtstag. Foto: rop
Faszination Sachsenring bei Alt und Jung

Die immense Vielzahl an großen Namen, die Vielfalt der zweirädrigen und automobilen Renn-Serien und die unzähligen verschiedenen Fabrikaten machte es mir nahezu unmöglich, überall dort zu sein, wo es etwas zu sehen gab oder wo etwas passierte. (Da fällt es einem zur MotoGP schon wesentlich leichter, seine Faszination zu kanalisieren.)

Bo Granath zur ADAC Sachsenring Classic 2017
Wo hab ich nur mein Motorrad abgestellt? Und wo sind Helm und Kombi? Foto: rop

Und sicherheitshalber fotografierte man zu ADAC Sachsenring Classic besser jeden Senioren, der nicht offensichtlich wie ein Fan gekleidet war. Hinter jedem dieser vom Leben gezeichneten Gesichter konnte sich ja ein Name wie zum Beispiel Phil Read, Heinz Rosner oder Bosse „Bo“ Granath verbergen.

Bo Granath zur Sachsenring Classic 2017
Bosse „Bo“ Granath hat zum Glück noch alles rechtzeitig gefunden. Foto: rop

Die 2017er Sachsenring Classic war meines Erachtens eine durchweg gelungene Veranstaltung. Auch wenn man bei den Wetterkapriolen am Freitag noch die Befürchtungen haben musste, dass alles ins buchstäbliche Wasser fällt. Am Samstag zeigte sich Petrus bereits wesentlich wohlgesonnener und gab am Sonntag dann sein Bestes. Mehr als 50.000 Besucher kamen an diesem Wochenende zur Geburtstags-Sause an den Sachsenring, am Samstag 20.000 und am Sonntag 25.000 Besucher – so die offiziellen Zahlen.

International Classic Grand Prix (ICGP) zur Sachsenring Classic 2017
Der Start der Klasse International Classic Grand Prix (ICGP) am legendären Ring. Foto: rop

Außerhalb des Fahrerlagers 1 schien das Event irgendwie mehr eine Veranstaltung für die Fahrer als für die Besucher zu sein, hatte das alles dort in seiner Unordnung doch teilweise eher den Charakter eines großen Auto- oder Motorradtreffens als den einer Motorsport-Großveranstaltung. Das könnte man zumindest im Vergleich zum MotoGP-Zirkus oder zur WorldSBK so sehen.
Ich denke, es war eben mehr das Flair der Rennsportveranstaltungen, wie es wohl früher einmal gewesen sein muss. Man ist Kontrahent und trotzdem zugleich befreundet. Man sitzt neben diesen Freunden im Wohnwagen mit dem Pavillon und nicht im Motorhome, aus dem man zum Essen in die Hospitality geht. Aber gerade das alles machte für mich den Geist und den Charme dieser Veranstaltung aus.
Schade fand ich nur, dass am Sonntag schon weit vor Veranstaltungsende viele der Fahrer und Teams abgereist waren.

Das „Who’s Who“ des Zweiradsports am Sachsenring

Es liest sich fast wie eine Zeitungs-Ente, wer alles zur Sachsenring Classic 2017 an den legendären Ring kommt. Unzählige Motorrad-Weltmeister erscheinen zum 90. Jubiläum der Rennstrecke, um das gemeinsam mit den Fans zu feiern.

Sachsenring 1972
1972 – Phil Read und Dieter Braun im 250-cm³-Rennen. Foto: Frank Bischoff
Die Besucher können sich am Sachsenring auf die folgenden Weltmeister freuen:

Giacomo Agostini: 15-facher Weltmeister (müßig, alle Jahre und Klassen seiner Erfolge aufzuzählen)

Phil Read: 8-facher Weltmeister (ebenfalls viel zu viele Jahreszahlen, aber einen seiner Titel gewann er in der Formula TT)

Carl Fogarty: 7-facher Weltmeister („King Carl“: 4x Superbike, 1x Endurance, 2x Formula TT)

Max Deubel: 4-facher Weltmeister (Seitenwagen, das legendäre Max-und-Moritz-Gespann)

Freddie Spencer: 3-facher Weltmeister (1983 Weltmeister in der Klasse 500 cm³, 1985 Doppelweltmeister in den Klassen bis 250 und bis 500 cm³)

Johnny Cecotto: 2-facher Weltmeister (1975 in der Klasse 350 cm³, 1978 in der Formel 750)

Carlos Lavado: 2-facher Weltmeister (1983 und 1986 in der 250-cm³-Klasse)

Jan de Vries: 2-facher Weltmeister (1971 und 1973 in der 50-cm³-Klasse)

Dieter Braun: 2-facher Weltmeister (1970 in der 125-cm³- und 1973 in der 250-cm³-Klasse)

Kevin Schwantz: Weltmeister (1993 in der 500-cm³-Klasse)

Steve Baker: Weltmeister (1977 in der Formel 750)

Marco Lucchinelli: Weltmeister (1981 in der 500-cm³-Klasse)

Christian Sarron: Weltmeister (1984 in der 250-cm³-Klasse)

Jon Ekerold: Weltmeister (1980 in der Klasse bis 350 cm³).

Sachsenring 1968
Giacomo Agostini und Heinz Rosner 1968 am Ring. Foto: Frank Bischoff

Darüber hinaus kommen mit Ralf Waldmann, August Hobl, Gianfranco Bonera, Aalt Toersen und Rolf Blatter, der französische Vizeweltmeister Guy Bertin, der mehrfache Schweizer Vizeweltmeister Bruno Kneubühler zahlreiche Vizeweltmeister an den Sachsenring.
Der Deutsche 250-cm³-Straßenmeister und frühere GP-Teilnehmer Harald Merkl wird ebenfalls dabei sein.

Sachsenring 1972
Giacomo Agostini 1972 auf MV Agusta 350 cm³. Foto: Frank Bischoff
Stefan Tennstädt fährt am Sachsenring

Stefan Tennstädt, der 250-cm³-DDR-Meister von 1985 aus Rodewisch, geht als Lokalmatador an den Start.
„Wenn ich schon die Chance habe, im Rahmen dieser Veranstaltung am Sachsenring zu starten, dann tue ich das natürlich“, sagte er uns am vergangenen Wochenende zum ADMV Classic Cup in Zschopau. Dort war er erstmals nach seinem letztjährigen Sturz- und Verletzungspech wieder auf seine Rennmaschine gestiegen. „Ich freue mich wirklich riesig auf das Event am Sachsenring“, so Stefan Tennstädt.

Formel VAU zur ADAC Sachsenring Classic „90 Jahre Sachsenring“

Formel VAU startet zur ADAC Sachsenring Classic 2017
Hockenheim DMV-Rundstreckenrennen 1969. Foto: Formel VAU

Im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic geht die Formel VAU an den Start. Die einstmals weltweit größte Nachwuchsserie im Automobilrennsport macht 2017 bei dieser erfolgreichen Veranstaltung Station am Sachsenring.

Ursprünglich in den USA mit zuverlässiger VW-Käfer-Technik aus der Taufe gehoben und Anfang der 60er-Jahre nach Europa „exportiert“, war die Formel VAU die Einsteigerserie für zahlreiche spätere Formel-1-Weltmeister: Niki Lauda, Emerson Fittipaldi, Keke Rosberg und auch Nelson Piquet sammelten in dieser Klasse ihre ersten Rennsport-Erfahrungen.

Solide VW-Technik basierend auf einem Motor mit 1.200 cm³ und rund 50 PS, die Vorderachse, die Lenkung und das Getriebe nebst Differenzial verbaut zu einem Einsitzer-Rennwagen (Monoposto) wurden zu den Erfolgsgaranten für diese Serie.

Prof. Dr. Hahn, Einer der wichtigsten Wirtschaftsförderer der Region, der nach der Wende die ehemalige Automobilproduktionsstätten in Chemnitz und Zwickau wieder neu aufleben ließ, unterstützte als damaliger VW-Chef von „Volkswagen of America“ das Formel-VAU-Projekt.

ADAC Sachsenring Classic 2017
DerRennsport mit Käfer-Technik, die Formel VAU, wird auch am Sachsenring gastieren. Foto: Formel VAU

Zur ADAC Sachsenring Classic können sich die Besucher auf ein volles Starterfeld von etwa 40 Rennfahrzeugen freuen, die am 17. und 18. Juni ihre Läufe austragen.

Veranstaltungsformat der ADAC Sachsenring Classic

Die ADAC Sachsenring Classic ist eine Motorsportveranstaltung, die nun bereits zum vierten Mal in Folge auf dem Sachsenring stattfindet. In getrennten Klassen gehen klassische Rennautomobile sowie -motorräder an den Start. Auf dem Sachsenring-Grand-Prix-Kurs werden dabei Präsentationsfahrten und auch Rennen ausgetragen. Insgesamt starten an drei Veranstaltungstagen 15 verschiedene Klassen. Erwartet werden bis zu 700 Teilnehmer.

2017 steht die Veranstaltung unter der Überschrift 90 Jahre Sachsenring. Im Vorjahr kamen mehr als 30.000 Besucher zur ADAC Sachsenring Classic.
Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf auf der Webseite des Veranstalters oder direkt am Sachsenring. Mit der Eintrittskarte erhält man Zutritt zum Veranstaltungsgelände, zum Fahrerlager und je nach nach Verfügbarkeit auf die Tribüne T6.

Rekordteilnahme bei der 7. Rallyeshow am Sachsenring

7. Rallyeshow am Sachsenring 2017
Die Rennpappe made by VEB Sachsenring am Sachsenring. Foto: rop

Am Samstag, dem 25.02.2017, ging es zur 7. Rallyeshow am Sachsenring rund.
Petrus scheint ein Rallye-Fan zu sein, denn wie bereits im Vorjahr fanden sich bei strahlendem Sonnenschein – allerdings bei diesmal frühlingshaften Temperaturen – rund 60 Rallye-Teams am Sachsenring ein.
Die Besucher waren ebenfalls wieder zahlreich zu dem kostenfreien Event erschienen. Wie schon im Vorjahr verzeichneten die Veranstalter, das VSZ (Verkehrssicherheitszentrum am Sachsenring) zusammen mit dem Renn- und Sportförderverein Chemnitz e. V. (RSVC), über den Tag verteilt rund 6000 begeisterte Gäste.

7. Rallyeshow am Sachsenring
Dezentes Übersteuern – kontrollierte Kurvenfahrt. Foto: rop

„60 Teams zu 4 Gruppen à 15 Fahrzeuge aus Sachsen, aber auch viele aus den alten Bundesländern haben sich angemeldet. Noch in keinem Jahr hatten wir eine derartige Nachfrage“, sagte mir Hartmut Brunner, Vorsitzender des Renn- und Sportfördervereins Chemnitz e. V. „Bei den letzten Rallyeshow-Veranstaltungen waren es immer nur zwischen 45 und 56 Teams.“

7. Rallyeshow am Sachsenring
Ob Du wirklich richtig stehst… Foto: rop

Die Teams nutzten bei Kaiserwetter bis zum Nachmittag die Chance, ihre Fahrzeuge für den Start in die aktuelle Saison einzustellen. Währenddessen präsentierten sich zur 7. Rallyeshow am Sachsenring auch rund 20 Aussteller im Fahrerlager-Bereich: Vereine, Teams mit Fahrzeugen und Pokalen und viele mehr.

7. Rallyeshow am Sachsenring
Peter Corazza lässt’s fliegen. Foto: rop

Auf dem wieder teilweise bewässerten Sachsenring nutzten die Teams ebenfalls die Chance, bei den Einstellfahrten Gäste und Sponsoren mitzunehmen.
Peter Corazza und Ruben Zeltner drehten auch 2017 wieder mit den Renntaxis ihre Runden auf dem Ring, um willigen Adrenalin-Junkies ganz nach der Devise von Walter Röhrl „Fährste quer, siehste mehr!“ eine entsprechend bessere Aussicht und den erhofften Endorphin-Schub zu verschaffen.

7. Rallyeshow am Sachsenring 2017
Auch die schöne Rallye-Amazone Tina Wiegand war mit ihrem „Lupinchen“ wieder mit Start. Foto: rop
Fazit zur 7. Rallyeshow am Sachsenring

„Aus unserer Sicht war auch diese Veranstaltung wieder eine gelungene. Der Teilnehmer-Rekord mit dieser großen Anzahl an Teams aus den alten Bundesländern und das toller Wetter heute waren grandios“, resümierte Hartmut Brunner die Veranstaltung.

7. Rallyeshow am Sachsenring
Es quietscht und zischt. Es sprüht die Gischt. Foto: rop

Auf der Webseite des RSVC heißt es: „Die 2017er Auflage der Rallyeshow lockte gut 80 Teams und über 6.000 Motorsportfans auf den Sachsenring. Wir als Organisatoren haben uns riesig gefreut, dass bei schönstem sonnigen Frühlingswetter so viele Teams mit ihren Fahrern, Beifahrern und Mechanikern und natürlich auch so viele Zuschauer wieder am Start waren.“

Max Kappler mit Wildcard auf dem Sachsenring

Max Kappler startet auch 2016 mit einer Wildcard am Sachsenring.
Max Kappler startet auch 2016 mit einer Wildcard am Sachsenring. Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Am Sachsenring, zum GoPro Motorrad Grand Prix von Deutschland am kommenden Wochenende, wird Max Kappler vom Team Saxoprint RZT mit einer Wildcard starten. Das wurde durch die DORNA und die IRTA bestätigt.
Somit ist Max auch auch in diesem Jahr der einzige sächsische Starter, der in der Motorrad-Weltmeisterschaft auf dem Sachsenring an den Start gehen wird. Damit geht für ihn erneut dieser große Wunsch in Erfüllung.

Max Kappler startet auch 2016 mit einer Wildcard am Sachsenring
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Max sagte dazu: „Ich freue mich auf mein Heimrennen und in der Motorrad-Weltmeisterschaft zu starten. Die Strecke ist nur 500 Meter Luftlinie von meinem Zuhause entfernt. Die Atmosphäre vor heimischem Publikum mit den mehr als 200.000 Rennfans ist einfach einzigartig. Die Zuschauer sind extrem nah an der Rennstrecke und wirkliche Rennsport-Fans. Das spürt man in jeder Runde.“

Nach dem bisher schwierigen Verlauf für Max in der Moto3 Junior World Championship mit seinem neuen Bike und zwischen all den jungen Heißspornen will er auf dem Sachsenring an die Leistungen der letzten beiden Jahre anknüpfen. Zudem wurde seit der letzten Veranstaltung in Albacete das Setup des Bikes weiter verbessert, sodass nunmehr eine solide Ausgangsbasis für das Bike geschaffen werden konnte.

Max Kappler startet auch 2016 mit einer Wildcard am Sachsenring
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

„Ich werde hier mein Bestes geben und versuchen, mir auch etwas den Frust aus der Moto3 Junior World Championship von der Seele zu fahren“, sagte der junge Oberlungwitzer.
„Ich möchte mich bei allen Sponsoren und Partnern bedanken“, fügte Max hinzu, „die mir diesen Gaststart in der Moto3-Weltmeisterschaft auch in diesem Jahr wieder ermöglichen und trotz der schwierigen Saison an mich glauben und mich weiter unterstützen.“

Heikle „Mickey-Maus-Strecke“ Sachsenring

Auch wenn der Sachsenring von einigen Fahrern als „Micky-Maus-Kurs“ bezeichnet wird und eher zu den langsameren Strecken im Rennkalender zählt, ist er mit seinen Bergauf- und Bergab-Passagen und seinen fahrerisch anspruchsvollen Kurven alles andere als einfach zu fahren. Interessant ist außerdem, dass beim GoPro Motorrad Grand Prix am Sachsenring die wahrscheinlich längste Linkskurve im WM-Kalender gefahren wird: Die Strecke führt von Kurve 4 bis Kurve 10 nur linksherum. Der Richtungswechsel auf rechts in Kurve 11 ist eine extreme Herausforderung für die Reifen und Fahrer.
Das größte deutsche Motorsport-Event findet vom 15. bis zum 17. Juli 2016 auf dem Sachsenring vor den Toren Hohenstein-Ernstthals statt. Auf der rund 3,7 km langen Strecke mit ihren zehn Links- und drei Rechtskurven ist spannende Rennaction garantiert.