DMV-Zweitakt-Trophy-Doppel für Adrian Hähle

Adrian Hähle bei der DMV-Zweitakt-Trophy zur Sachsenring Classic 2018
Foto: rop

Adrian Hähle hat nun auch äußerst erfolgreich an den nächsten Rennen, zwei Wertungsläufen zur DMV-Zweitakt-Trophy teilgenommen. Diese fanden am vergangenen Wochenende im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic 2018 statt.

Nach einem eher ernüchternden ersten Zeittraining bei Nässe lief es dann im zweiten Zeittraining auf abtrocknender Strecke besser. Es reichte dennoch nur für den achten Startplatz.
Wertvolle Tipps fürs Rennen erhielt Adrian Hähle dann vom früheren DDR-Spitzenfahrer und Lokalmatador Frank Wendler:
„Bei den Asphaltbedingungen auf dem Sachsenring kannst Du fast bremsen wie im Trocknen. Du musst auf der Maschine nur geschmeidig sein wie eine Katze.“

Adrian Hähle bei der DMV-Zweitakt-Trophy zur Sachsenring Classic 2018
Foto: Friedemann Dommenz / Hähle Racing
Die Rennen von Adrian Hähle zusammengefasst

Die Ratschläge von Frank Wendler konnte Adi im ersten Rennen am Samstag gut umsetzen. Auf nasser Strecke führte er für mehrere Runden das aus 49 Fahrern bestehende Starterfeld an. Im Laufe des Rennens schmolz der Vorsprung durch unglückliche Überrundungsmanöver jedoch wieder und er verlor seinen ersten Gesamtrang. Adrian Hähle kam schließlich als Dritter der Gesamtwertung und damit auf Platz 2 der GP 125 ins Ziel.

Am Sonntag im zweiten Rennen übernahm Lokalmatador Patrick Unger schnell die Führung. Fahrerisch überlegen konnte sich Adi in diesem zweiten Lauf lange Zeit gegen Marcel Becker auf der leistungsstärkeren Yamaha TZ 250 behaupten, der sich aber am Ende auf trockener Strecke allerdings doch noch durchsetzen konnte. Adrian Hähle kam schließlich wiederum auf Platz 3, hinter Marcel Becker und Patrick Unger, ins Ziel, was erneut den 2. Platz in der 125er-Wertung bedeutete.

Adrian Hähle bei der DMV-Zwitakt-Trophy zur Sachsenring Classic 2018
Foto: rop

Jetzt am Wochenende wird Adrian Hähle erneut auf dem Sachsenring an den Start gehen, Diesmal jedoch in der IG Königsklasse, der internationalen Zweitakt-Meisterschaft.

Aktuelle Informationen findet ihr natürlich wie immer auf der Team-Webseite und auf der Facebook-Fanseite des Teams.

Der Sachsenring – 90 Jahre und kein bisschen leise

MV Agusta am Sachsenring 2017
Die Traditionsmarke MV Agusta glänzte mit ihren historischen Rennern. Foto: rop

Am letzten Wochenende, vom 16. bis 18.06.2017, fand die ADAC Sachsenring Classic statt, die im Zeichen des 90. Geburtstags der legendären Rennstrecke stand.
Noch größere Legenden hatten sich als Gäste und Fahrer angekündigt: Giacomo Agostini, Phil Read, Dieter Braun, Marco Luchinelli, Steve Baker, Johnny Cecotto, Carlos Lavado, Carl Fogarty, Freddie Spencer, Kevin Schwantz, Peter Rubatto und und und. Allesamt Helden meiner Jugend und zum Großteil in meiner Kindheit oder gar in der meiner Eltern schon Legenden.

Giacomo Agostini und Freddie Spencer in der Startaufstellung der LOUIS CLASSIC KINGS am Sachsenring 2017
Giacomo Agostini #1 und Freddie Spencer #19 in der Startaufstellung der LOUIS CLASSIC KINGS. Foto: rop

Viele Größen des ostdeutschen Motorradrennsports wie Heinz Rosner und Stefan Tennstädt waren ebenfalls am Sachsenring am Start – und natürlich auch die Erben der DDR-Formel- und -Tourenwagen-Szene.

Stefan Tennstädt am Sachsenring 2017
Stefan Tennstädt in der Klasse International Classic Grand Prix (ICGP). Foto: rop

Auch der Hohenstein-Ernstthaler Dirk Heidolf, ehemaliger 250er-WM-Pilot, fuhr eine Moto2-Maschine von MZ. Auf Anthony Wests Maschine, mit der der Australier 2010 in der Moto2-Weltmeisterschaft antrat, startete Dirk bei den Läufen der Klasse MZ-RE/HB-Sonderklasse. Peter Rubatto zirkelte ein WM-Motorrad der Zschopauer Kult-Marke um den Ring, mit dem Max Neukirchner 2011 sein Moto2-Debüt als Teamkollege von Anthony West bestritt.

Dirk Heidolf bei der ADAC Sachsenring Classic 2017
Mit Anthony Wests #13 startete Dirk Heidolf bei der ADAC Sachsenring Classic 2017. Foto: rop

Eine sensationelle Sound-Kulisse bot sich den Besuchern bei der Präsentation der legendären Marke MV Agusta in der Boxengasse. Da trugen selbst die gestandenen Helden von einst, die inzwischen gewiss nicht mehr die besten Ohren haben, einen Gehörschutz.

Gianfranco Bonera und Gilmo Paglini zur Sachsenring Classic 2017
Gianfranco Bonera (li.) und Gilmo Paglini (re.). Foto: rop

Tosender Jubel und gellende Pfiffe übertönten den ohrenbetäubenden Motorensound, als Giacomo Agostini, Phil Read, Marco Luchinelli und andere Größen auf den roten Schönheiten Platz nahmen, um ihre Runden auf dem so geschichtsträchtigen Jubilär zu drehen.
So nebenbei sei erwähnt, dass „Ago“ es vorzog, am Freitag sein ureigenes Jubiläum, seinen 75. Geburtstag, unter Rennfahrer-Freunden und -Kollegen am Sachsenring zu feiern statt daheim in Italien.

Giacomo Agostini am Sachsenring 2017
Giacomo „Ago“ Agostini feierte am Sachsenring seinen 75. Geburtstag. Foto: rop
Faszination Sachsenring bei Alt und Jung

Die immense Vielzahl an großen Namen, die Vielfalt der zweirädrigen und automobilen Renn-Serien und die unzähligen verschiedenen Fabrikaten machte es mir nahezu unmöglich, überall dort zu sein, wo es etwas zu sehen gab oder wo etwas passierte. (Da fällt es einem zur MotoGP schon wesentlich leichter, seine Faszination zu kanalisieren.)

Bo Granath zur ADAC Sachsenring Classic 2017
Wo hab ich nur mein Motorrad abgestellt? Und wo sind Helm und Kombi? Foto: rop

Und sicherheitshalber fotografierte man zu ADAC Sachsenring Classic besser jeden Senioren, der nicht offensichtlich wie ein Fan gekleidet war. Hinter jedem dieser vom Leben gezeichneten Gesichter konnte sich ja ein Name wie zum Beispiel Phil Read, Heinz Rosner oder Bosse „Bo“ Granath verbergen.

Bo Granath zur Sachsenring Classic 2017
Bosse „Bo“ Granath hat zum Glück noch alles rechtzeitig gefunden. Foto: rop

Die 2017er Sachsenring Classic war meines Erachtens eine durchweg gelungene Veranstaltung. Auch wenn man bei den Wetterkapriolen am Freitag noch die Befürchtungen haben musste, dass alles ins buchstäbliche Wasser fällt. Am Samstag zeigte sich Petrus bereits wesentlich wohlgesonnener und gab am Sonntag dann sein Bestes. Mehr als 50.000 Besucher kamen an diesem Wochenende zur Geburtstags-Sause an den Sachsenring, am Samstag 20.000 und am Sonntag 25.000 Besucher – so die offiziellen Zahlen.

International Classic Grand Prix (ICGP) zur Sachsenring Classic 2017
Der Start der Klasse International Classic Grand Prix (ICGP) am legendären Ring. Foto: rop

Außerhalb des Fahrerlagers 1 schien das Event irgendwie mehr eine Veranstaltung für die Fahrer als für die Besucher zu sein, hatte das alles dort in seiner Unordnung doch teilweise eher den Charakter eines großen Auto- oder Motorradtreffens als den einer Motorsport-Großveranstaltung. Das könnte man zumindest im Vergleich zum MotoGP-Zirkus oder zur WorldSBK so sehen.
Ich denke, es war eben mehr das Flair der Rennsportveranstaltungen, wie es wohl früher einmal gewesen sein muss. Man ist Kontrahent und trotzdem zugleich befreundet. Man sitzt neben diesen Freunden im Wohnwagen mit dem Pavillon und nicht im Motorhome, aus dem man zum Essen in die Hospitality geht. Aber gerade das alles machte für mich den Geist und den Charme dieser Veranstaltung aus.
Schade fand ich nur, dass am Sonntag schon weit vor Veranstaltungsende viele der Fahrer und Teams abgereist waren.

Vizeweltmeister August Hobl und Audi Tradition zur Sachsenring Classic

August Hobl
August „Gustl“ Hobl. Foto: Frank Bischoff

Auf August Hobl, einen der erfolgreichsten Motorradrennfahrer der deutschen Nachkriegsgeschichte, könnt ihr euch zur ADAC Sachsenring Classic 2017 freuen.
In seiner Motorsport-Karriere startete der heute 86-jährige „Gustl“, wie ihn seine Fans liebevoll nennen, bei 75 Rennen. Als Mitglied des DKW-Werksteams gewann Hobl in den Jahren 1954 bis 1956 mehrere deutsche Meistertitel. Neben dem 3. Platz, den er 1955 in der 350er-Klasse der Motorrad-WM erkämpfte, war der Vizeweltmeistertitel im darauffolgenden Jahr das Highlight seiner Karriere.
August Hobl errang 1955 auf einer 125er DKW und 1956 in der 350er-Klasse Laufsiege bei den internationalen Rennen am Sachsenring.

Ebenso wie „Gustl“ Hobl könnt ihr auch sein Motorrad, die DKW RM 350, am Sachsenring bestaunen. Diese Maschine wurde wegen ihrer hohen Drehzahlen und des damit verbundenen kreischenden Klangs auch liebevoll die „singende Säge“ genannt.

August Hobl
August Hobl auf der „Singenden Säge, der DKW 350. Foto:

Während der Präsentationsfahrten zur diesjährigen Sachsenring Classic wird die DKW RM 350 an allen drei Veranstaltungstagen noch einmal zum Leben erweckt. Dabei wird kein Geringerer als der zweifache Vizeweltmeister und 20-fache Grand-Prix-Sieger Ralf Waldmann die DKW auf dem Sachsenring pilotieren.

Audi Tradition nicht nur mit August Hobl und DKW am Sachsenring

Die DKW RM 350 ist nur eines von verschiedenen Exponaten, mit welchen sich Audi Tradition an der ADAC Sachsenring Classic vom 16. bis 18. Juni 2017 beteiligen wird.
Weiterhin könnt ihr euch auf folgende Exponate freuen:

– ein DKW Hartmann Formel Junior aus dem Jahr 1961,
– ein DKW F11, Baujahr 1963 und
– eine DKW UL 500, Baujahr 1937.

Noch mehr Infos zu Audi Tradition findet ihr auch auf der Facebook-Seite des Unternehmens.

GP-Legende Kevin Schwantz startet zur ADAC Sachsenring Classic 2017

Kevin Schwantz beim Grand Prix 1989 in Brünn
Kevin Schwantz beim Grand Prix 1989 in Brünn. Foto: Frank Bischoff

Die Weltmeister und Idole der 500er-Zweitakt-Ära, Kevin Schwantz und Freddie Spencer, werden 2017 ADAC Sachsenring Classic antreten.

Die  CLASSIC  KINGS  um  den  15-fachen  Serien-Weltmeister  Giacomo  Agostini werden zur ADAC Sachsenring Classic wieder die Hauptattraktion sein.
Mit  Kevin  Schwantz, der legendären Startnummer 34, hat nun ein weiterer einstiger Spitzenfahrer seine Teilnahme bestätigt. Der gebürtige Texaner wurde 1993 auf Suzuki Weltmeister in der 500-Kubikzentimeter-Klasse.

Seine wichtigsten Erfolge:

1989: 4. Platz in der Klasse 500 cm³
1990: Vizeweltmeister in der Klasse 500 cm³
1991: 3. Platz in der Klasse 500 cm³
1992: 4. Platz in der Klasse 500 cm³
1993: Weltmeister in der Klasse 500 cm³
1994: 4. Platz in der Klasse 500 cm³.

Bei seinen 105 Grand-Prix-Starts fuhr Kevin Schwantz insgesamt 51 Podest-Plätze ein  und gewann davon 25 Grand Prix.

Treffen der Weltmeister: Freddie Spencer neben Kevin Schwantz

Bereits  im  letzten  Jahr  zu  Gast,  wird  es  darüber  hinaus ein  Wiedersehen mit dem dreifachen Motorradweltmeister Freddie Spencer aus den USA geben.

Freddie Spencer bei der ADAC Sachsenring Classic 2016
Freddie Spencer bei der ADAC Sachsenring Classic 2016. Foto: Andreas Kretzschel

Die wichtigsten Erfolge von „Fast Freddie“:

1983: Weltmeister in der Klasse 250 cm³
1983: Weltmeister in der Klasse 500 cm³
1985: Weltmeister in der Klasse 500 cm³.

Bei seinen 72 Grand-Prix-Starts errang Spencer insgesamt 27 Siege.

Die Formel 1 des Ostens auf dem Sachsenring

Ost-Tourenwagen am Sachsenring
ADAC Classic 2016. Foto: Veranstalter/Archiv

Die Formel 1 des Ostens – sie gehört zur Historie des Sachsenrings wie die zahlreichen waghalsigen Rennfahrer auf ihren Motorrädern.
Im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic können sich die Besucher auf Formel-Rennwagen wie Melkus MT77 und Estonia freuen. Die spektakulären Ost-Tourenwagen wie Zastava, Lada und Skoda werden zur „Classic“ ebenfalls Renn-Läufe fahren.

Die Formel 1 des Ostens - MT77
BRNO, Czech Republic – 04. Juli 2014: ADAC HAIGO Historic Formel Cup, Freies Training. Foto: Krause/motorphoto.de
Serie für historische Ost-Renner wie die Formel 1 des Ostens

2004 wurde extra zur Etablierung einer Rennserie mit historischen Rennwagen aus dem ehemaligen Ostblock die HAIGO (Historische Automobilrennsport Interessengemeinschaft Ostdeutschland) gegründet – mit Erfolg, denn seit 2013 ist die HAIGO eine von der FIA anerkannte historische Rennserie. Das bedeutet, dass dort Fahrzeuge wie die Formel 1 des Ostens mit beispielsweise dem MT 77 oder die Ost-Tourenwagen wie Lada, Zastava und Skoda im Original-Zustand antreten. Sie werden bei historischen Rennveranstaltungen so präsentiert, wie sie in ihrer aktiven Zeit bei internationalen und nationalen Rennen am Start waren.

Die Formel 1 des Ostens und Ost-Tourenwagen am Sachsenring
Werner Liebers, Zastava. Foto: Krause/motorphoto.de

In der Tourenwagen- und Formelklasse werden bis heute echte Rennen gefahren, die die Zuschauer immer wieder hellauf begeistern. Dabei stehlen sie selbst mancher aktuellen Renn-Serie die Show.
Dieses Jahr stehen zwölf Wertungsläufe – unter anderem in Most, Brno, Poznan und natürlich auf dem Sachsenring – auf dem Programm.
Im Rahmen des 90-jährigen Jubiläums der Strecke finden am Veranstaltungs-Wochenende (vom 16. bis 18. Juni 2017) je zwei Rennen der Formel- und Tourenwagen sowie die freien Trainings und die Zeittrainings statt.

 

Audi V8 und Audi 90 quattro IMSA GTO am Sachsenring

Audi V( in der DTM Foto: Audi Tradition
„Striezel“ Hans-Joachim Stuck begeisterte mit seinem bulligen Audi V8 in den Neunzigern die Motorsportfans an den Strecken in ganz Deutschland. Foto: Audi Tradition

Mit einigen Klassikern ist Audi Tradition zur ADAC Sachsenring Classic 2016 vom 10. bis 12. Juni auf dem Sachsenring vertreten.
Die Fans des automobilen Rennsports können sich im Grand-Prix-Fahrerlager unter anderem auf einen Audi 90 quattro IMSA GTO sowie einen Audi V8 DTM freuen.

Die ADAC Sachsenring Classic wird zum dritten Mal in Folge ausgetragen.
Die Veranstaltung ist einzigartig in Deutschland, da sowohl historische
Rennmotorräder als auch Rennwagen an den Start gehen.
Neben MZ-Rennmotorrädern und 50-cm³-Rennmaschinen gehen ebenso
ehemalige DTM-Fahrzeuge wie auch Formelrennwagen
und Trabis, Ladas, Wartburg und so weiter an den Start.
Das diesjährige Highlight werden die Rennen der World-GP-Klasse sein, bei denen Grand-Prix-Fahrer und Weltmeister der Achtziger Jahre an den
Start gehen.

Freier Eintritt am Freitag und moderate Eintrittspreise sowie ein  für jeden offenes Fahrerlager – mit Boxengassen-Zugang, Interview-Runden und Autogrammstunden – garantieren Motorsport zum Anfassen.
Weiterführende Informationen gibt es auf der Webseite des Veranstalters unter www.sachsenring-classic.de.

Audi Tradition zur ADAC Sachsenring Classic
Audi 90 quattro IMSA GTO Foto: Nic Redhead/Flickr
Legendär ist der Audi 90 quattro IMSA GTO. Seine revolutionäre Bauweise war die Basis für seine Erfolge in den USA. Foto: Nic Redhead originally posted to Flickr by nic_r at http://flickr.com/photos/37256969@N08/14574155165 confirmed to be licensed under the terms of the cc-by-sa-2.0.

Der 310 km/h schnelle Audi 90 quattro IMSA GTO mit 2,2 Litern Hubraum und rund 720 PS wird dabei von der Rennsport-Legende Hans-Joachim Stuck pilotiert.
„Striezel“ Stuck ist ehemaliger Formel 1-Pilot, Sieger vieler Langstreckenrennen sowohl auf Sport- als auch auf Tourenwagen.
Stuck gewann 1990 auf einem Audi V8 die DTM.
„Striezel“ ist zudem seit dem 21. April 2012 Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB).

Audi Quattro IMSA GTO Foto: Brian Snelson
Audi stellte den Renner komplett neu als Gitterrohrrahmen-Konstruktion und in extremer Leichtbauweise auf die Räder. Foto: Brian Snelson – originally posted to Flickr as 1989 Audi Quattro IMSA GTO, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7286857

Audi hatte 1989 den reinrassigen Rennwagen komplett neu konstruiert, denn eine Serienkarosserie wäre mit den anfänglich 620 und später dann über 700 PS schnell an ihre physikalischen Grenzen gelangt. So entstand mit dem Audi 90 quattro IMSA GTO der erste Rennwagen von Audi mit Gitterrohrrahmen. Als Herzstück erhielt er einen Fünfzylinder-Vierventil-Turbomotor samt Getriebe, Fahrwerk und Aufhängung und natürlich den unverzichtbaren und bewährten Quattro-Antrieb.

Foto: Nic Redhead/Flickr
Zusatzgewichte mussten schwerpunktgerecht im zu leichten Wagen verteilt werden, dass er dem Regelement entsprach. Foto: Nic Redhead originally posted to Flickr by nic_r at http://flickr.com/photos/37256969@N08/14387544959 to be licensed under the terms of the cc-by-sa-2.0.

Die Karosserie-Teile sowie die Spoiler bestanden aus Hightech-Leichtbaumaterialien wie Karbon und Kevlar. So brachte der Renner letztlich 900 Kilogramm auf die Waage. Ganze 300 Kilogramm mussten zusätzlich verbaut und verteilt werden, um auf die laut  des IMSA-Reglement geforderten 1.200 Kilogramm zu kommen.

 

Audi V8 quattro DTM Foto: Audi Tradition
Als „Chauffeurs-Limousine mit Rennsitz“ wurden die bulligen Audis auch bezeichnet. Und ihr furioser V8-Sound begeisterte die Renn-Fans. Foto: Audi Tradition

Das Nachfolgemodell des Audi 90, der Audi V8 DTM, wird von
Frank Biela, ebenfalls einem ehemaligen DTM Gewinner, gefahren.
Frank Biela gewann 1991 den Titel in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft auf einem Audi V8. Außerdem wurde er 1993 französischer und 1996 britischer Tourenwagen-Meister. Biela war zudem Seriensieger bei den 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Audi V8 quattro DTM
Der schwere Audi V8 quattro DTM war trotz seines hohen Gewichts in der DTM mehr als nur konkurrenzfähig. Audi dominierte die Rennserie Anfang der Neunziger. Foto: Mieguy, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6007294

Nach Audis Erfolgen in der Rallye-WM sowie in den USA wollten die Ingolstädter auch in Deutschland demonstrieren, wie vorteilhaft der permanente Allradantrieb ist. Der bis zu 720 PS starke IMSA GTO-Renner war jedoch für die DTM übermotorisiert und entsprach zudem nicht den Regeln.

Audi V8 quattro DTM
So sah die Konkurrenz zumeist den Audi V8 quattro DTM: von hinten. Foto: Mieguy, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6007316

Die leichteren aber schwächer motorisierten Konkurrenten konnte man mit dem Audi V8, der 1990 für die DTM aufgebaut wurde, trotz seiner gut 1,2 Tonnen Gewicht bei 462 PS in Schach halten. Hans-Joachim Stuck gewann gleich im ersten Jahr die Meisterschaft.
Nach dem Entscheid der Obersten Nationalen Sportkommission für den Automobilsport in Deutschland GmbH (ONS) zum Protest von BMW, dass die die neue Kurbelwelle nicht regelkonform sei, zog sich Audi 1992 mit sofortiger Wirkung aus der DTM zurück.

Zweirad-Audi Tradition zur ADAC Sachsenring Classic

Für die Motorradfans werden der zweifache Vizemotorradweltmeister
und 20fache Grand Prix Sieger Ralf Waldmann und Oldtimer-Experte
Robert Mayerhöfer mit einer DKW UL 500 und einer NSU 500 Kompressor
vertreten sein.

Audi Tradition

Die faszinierende Geschichte der AUDI AG reicht sogar bis ins 19. Jahrhundert zurück. Im Fokus des Auftritts von Audi Tradition stehen dabei Raritäten aus der Unternehmensgeschichte der AUDI AG.

Letztes Wochenende, vom 6. bis 10. April 2016, fand in Essen auf der Old­timermesse „Techno Classica“ der traditionelle Auftakt des Jahresprogramms von Audi Tradition statt. Das ist die weltgrößte Aus­stellung für historische Automobile.
Audi Tradition wird auch wieder beim Goodwood Festival of Speed, vom 23. bis 26. Juni, in England und parallel bei der Donau Classic, vom 23. bis 25. Juni, rund um den Audi-Standort Ingolstadt dabei sein.
Auch bei der Heidelberg Historic, vom 21. bis 23. Juli, bei Neckarsulm ist Audi am Start. Der Auto Union Typ C startet außerdem am 16. und 17. Juli 2016 beim historischen Bergrennen Shelsley Walsh in England.
Vom 5. bis 7. August 2016 ist Audi Tradition bei den Classic Days auf Schloß Dyck bei Düsseldorf dabei.
Beim Eifel Rallye Festival in Daun, der größten Veranstaltung ihrer Art in Deutschland, vom 21. bis 23. Juli 2016, erwartet die Rallye-Fans ein weiteres Highlight. Audi Tradition zeigt dort den Audi Prototyp Gruppe S. In genau so einem Rallye-Boliden fährt Rallye-Weltmeister Walter Röhrl für Audi Tradition beim diesjährigen Roßfeld-Rennen vom 23. bis 25. September in Berchtesgaden.
Bei der Bodensee Klassik, vom 5. bis 7. Mai, der Kitzbüheler Alpenrallye, vom 1. bis 4. Juni, der Schloß Bensberg Classics, vom 1. bis 3. Juli, der Ennstal Classic, vom 27. bis 30. Juli, der Sachsen Classic, vom 18. bis 20. August, sowie beim Hamburger Stadtpark Revival, am 3. und 4. September, zeigt die Marke mit den vier Ringen ebenfalls Flagge.
Die Modellauto-Börsen in den Audi Foren Neckarsulm, am 6. November, und Ingolstadt, am 27. November, sind dann das Saison­finale für 2016.