Aufholjagd in der Moto3 Junior World Championship bleibt unbelohnt

Max Kappler hat am vergangenen Sonntag in Valencia einen Punkte-Rang nur knapp vepasst. Ganze 24 Tausendstel trennten ihn davon.
Von Platz 30 war er in das Rennen der FIM Repsol CEV Moto3 Junior World Championship gestartet, nachdem er im Training mit der Abstimmung und dem Gefühl zum Vorderrad haderte.

Moto3 Junior World Championship Max Kappler Valencia
Trotz der Schwierigkeiten im Qualifying zeigte der Oberlungwitzer Max Kappler bei seiner Aufholjagd in Valencia bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship eine achtbare Leistung. Fotos: KAPPLER-Motorsport

Max versuchte am Rennwochenende in den beiden Läufen zur Moto3 Junior-WM noch so viele Plätze wie möglich gutzumachen. Mit den Plätzen 16 und 17 gelang ihm dabei im Rennen eine unglaubliche Aufholjagd. Mehr noch: Max konnte im ersten Rennen sogar seine persönliche Bestzeit des Wochenendes fahren, die knapp eine Sekunde schneller als seine Zeit aus dem Qualifying war.
Zwar profitierte er auch von dem einen oder anderen Sturz der vor ihm fahrenden Konkurrenten, jedoch konnte durch seine konzentrierte Arbeit und die des Teams das Bike immer besser abgestimmt werden, sodass Max diese gute Renn-Pace hatte.

Moto3 Junior World Championship Max Kappler Valencia 2016
Max ist noch immer dabei, die für ihn neue KTM kennenzulernen. Sein Riding-Coach Alvaro Molina hilft ihm dabei, die richtige Abstimmung zu finden und gibt ihm auch fahrerische Tipps. Foto: KAPPLER-Motorsport

Das erste wie auch das zweite Rennen begann Max mit einem eher verhaltenen Start. Aber er fand den Anschluss an die große Gruppe der ersten 20 der insgesamt 36 Fahrer.
Im ersten Rennen entwickelte sich anschließend ein harter Kampf um den letzten Punkteplatz. Max wollte aus der letzten Kurve heraus aus dem Windschatten den auf Platz 15 liegenden Filippo Fuligni aus dem Team von Moto2-Weltmeisterschafts-Fahrer Alex Rins überholen. Durch einen kleinen Rutscher beim Herausbeschleunigen fehlten ihm auf der Ziellinie letztlich aber 0,024 Sekunden, um den ersten Meisterschaftspunkt einzufahren. „Schade, aber dennoch waren wir mit der Leistung mehr als zufrieden“, sagte Teamchefin Grit Kappler.

Moto3 Junior World Championship Max Kappler Valencia 2016
Durch einen kleinen Rutscher beim Herausbeschleunigen aus dem Windschatten fehlten auf der Ziellinie letztlich 0,024 Sekunden zum ersten Meisterschaftpunkt. Foto: KAPPLER-Motorsport

Im zweiten Rennen zur Moto3 Junior World Championship verlor Max zunächst auf Platz 19 liegend den Anschluss an die Gruppe vor ihm. Er fuhr sich jedoch Runde um Runde immer näher an die Gruppe vor ihm heran. Nach der sechsten Rennrunde hatte er den Anschluss geschafft und attackierte weiter. Bis auf Platz 16 fuhr er nach vorn, ehe er von nachlassenden Reifen und Chattering-Problemen von der Gruppe abreißen lassen musste.
„Letztlich beendete er das 2. Rennen zwar ebenfalls außerhalb der Punkteränge, dennoch zeigte er eine großartige Leistung und deutete an, was möglich ist“, resümerte Grit Kappler. „Zudem belegen die Rundenzeiten, dass die Spitze aufgrund des extremen Windes im zweiten Rennen rund eine Sekunde pro Runde langsamer fuhr. Max verlor dagegen nur 0,6 Sekunden. Also wieder eine Verbesserung von Max“, fügte sie als positives Fazit hinzu. „Alles in allem können wir festhalten, dass Max innerhalb des Wochenendes deutliche Schritte nach vorn gemacht hat. Das Problem des fehlenden Vertrauens ins Vorderrad, das ihn schon viel zu lange einbremst, wird schrittweise abgebaut. Dies sieht man sofort.“

Moto3 Junior World Championship
Max als Fahrer und die Mechaniker des Teams sowie der Riding-Coach arbeiteten das ganze Wochenende hart daran, das Bike besser abzustimmen und Max ein besserers Gefühl fürs Vorderrad zu geben. Foto: KAPPLER-Motorsport

„Daneben haben wir mit unserer Entscheidung, einen Riding-Coach zu verpflichten, richtig gelegen“, machte Grit Kappler weiter deutlich. Die Zusammenarbeit mit dem spanischen Riding-Coach Alvaro Molina, die erst bei dieser Veranstaltung der Moto3 Junior World Championship begonnen hat, zahlte sich bereits in Valencia bereits aus.
Alvaro Molina versteht seine Aufgabe viel umfassender, als nur fahrerische Tipps zu geben. Er betreut Max auch in den Zeiten zwischen den Trainingssitzungen und bespricht zudem intensiv die Abstimmung des Motorrades mit den Mechanikern.

Moto3 Junior World Championship
Die Entscheidung, einen Riding-Coach für Max zu verpflichten, stellte sich bei den ersten beiden Läufen am Wochenende in Valencia als richtig heraus. Foto: KAPPLER-Motorsport

Grit Kappler sagte zur Meisterschaft als solches: „Die Moto3 Junior World Championship mit ihren fast 40 Startern in Valencia wird immer mehr zu einer zweiten Weltmeisterschaft. Nicht weniger als 32 Werksmotorräder von KTM, Honda, Mahindra – hier sogar das 2016er Modell – und Husqvarna fahren um die Meisterschaftspunkte. Auch was sonst an Equipment aufgefahren wird, ist beachtlich.
Das Nachwuchsteam von Alex Rins tritt hier mit nicht weniger als fünf Fahrern an, das Asia Talent Team ebenfalls mit fünf Fahrern. Daher sind wir aktuell mit den beiden Rennergebnissen zufrieden, wissen aber, dass noch weitere Steigerungen notwendig sind. Die werden kommen. Da sind wir uns sicher.“

Moto3 Junior World Championship
Der Oberlungwitzer und sein Team sind mit den beiden Rennergebnissen zufrieden. Aber allen ist bewusst, dass das erst der Beginn der 2016er Saison war und eine Leistungssteigerung notwendig ist. Foto: KAPPLER-Motorsport

Nächste Station ist in drei Wochen in Le Mans im Rahmen des MotoGP-Wochenendes.

Peugeot MC SAXOPRINT und die Hitze in Argentinien

John McPhee Peugeot MC SAXOPRINT Moto3 Argentinien Fotos ©FGlaenzel
Recht geschafft und ratlos blickte John McPhee nach den ersten beiden Freien Trainings drein. Die heißen und feuchten Wetterbedingungen und die abseits der Ideallinie recht schmutzige Strecke vereinfachen nicht gerade die Gewöhnung an sein neues Arbeitsgerät von Peugeot/Mahindra. Foto: Team Peugeot Motocycles Saxoprint ©FGlaenzel

In der Pressemitteilung des Teams Peugeot Motorcycles SAXOPRINT heißt es, dass vor allem die heißen Temperaturen am Kurs in Argentinien den Fahrern zu schaffen machen.

„Bis zu 37 Grad und 49 Prozent Luftfeuchtigkeit sorgten für einen harten Eröffnungstag beim Gran Premio de la República Argentina.
Heisse und feuchte Wetterbedingungen hiessen Teams und Fahrer zur diesjährigen Runde in Südamerika willkommen. Besonders hart traf es Peugeot MC SAXOPRINT Pilot Alexis Masbou, der gestern Abend einen Tag verspätet in Argentinien anreiste.“

Aber wohl nicht nur wegen der schwierigen Wetterbedingungen lassen Leistungssteigerungen noch auf sich warten. Die wenigen Test-Kilometer mit den neuen Peugeot-Maschinen und daraus resultierend die noch fehlenden Daten machen es den Mannen um Teamchef Terrell Thien nicht gerade einfacher.
Auch die Umstrukturierungen und personellen Veränderungen im Team tragen sicher ihr Übriges dazu bei, dass einiges noch nicht rund läuft.
Bedenkt man jedoch, dass das Team bereits über entsprechende WM-Erfahrung verfügt, sollten sich wohl gerade die Verantwortlichen bemühen, Ruhe und Ordnung und vor allem die richtige Portion Motivation ins Boot zu bringen, bevor es (noch mehr) Schlagseite bekommt.
Zu wünschen ist es dem Team und den Fahrern allemal.

Peugeot MC SAXOPRINT Argentinien 2016 Fotos ©FGlaenzel
Derzeit fahren die beiden Piloten des Teams Peugeot MC SAXOPRINT der Spitze noch weit hinterher. Foto: Team Peugeot Motorcycles SAXOPRINT ©FGlaenzel

UnbefriedigenDes Qualifying für PEUGEOT MOtorcyles SAXOPRINT

Ein Qualifying, das sich von den Platzierungen her nahtlos an die Ergebnisse der Freien Trainings anschließt: Alexis Masbou kam trotz einer Steigerung – seine schnellste Runde war rund 0,8 Sekunden schneller als seine Zeit aus FP3 – nicht über einen Platz 23 hinaus.

John McPhee konnte sich nach seinem Sturz in FP3 im Qualifying zwar zeitenmäßig noch einmal enorm steigern. Seine 1’51.729 aus der Qualifikation war fast 1,5 Sekunden schneller als die  1´53.208 aus FP3. Allerdings reichte das in einem Feld, in dem drei Rookies – Pawi, Bulega und Mir – in die zweite Startreihe fuhren, trotzdem nicht zu mehr als einem 28. Startplatz.

Moto3™ Zeitenliste QP:

1 Brad BINDER / RSA / Red Bull KTM Ajo / KTM / 1´49.767
1 Romano FENATI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KTM / 1´50.091 +0.324

3 Jorge NAVARRO / SPA / Estrella Galicia 0,0 / Honda / 1´50.134 +0.367
23 Alexis MASBOU / FRA / Peugeot MC SAXOPRINT / Peugeot / 1’51.196 +1.429
28 John McPHEE / GBR / Peugeot MC SAXOPRINT / Peugeot / 1’51.729 +1.962

Die kompletten Ergebnisse des Moto3-Qualifyings gibt es hier nachzulesen.

Team Peugeot MC SAXOPRINT mit Wenig erfreulichem FP3

Moto3™ Zeitenliste FP3:

1 Romano FENATI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KTM / 1´49.994
2 Brad BINDER / RSA / Red Bull KTM Ajo / KTM / 1´50.263 +0.269
3 Nicolo BULEGA / ITA / SKY Racing Team VR46 / KTM / 1´50.405 +0.411
24 Alexis MASBOU / FRA / Peugeot MC SAXOPRINT / Peugeot / 1’52.009 +2.015
30 John McPHEE / GBR / Peugeot MC SAXOPRINT / Peugeot / 1´53.208 +3.214

Ein früher Sturz in Kurve 5 machte die Zeitenjagd von John McPhee im FP3 schnell zunichte. Der Schotte war gerade gestartet und musste schon zu Boden. Beim Sturz blieb er aber zum Glück unverletzt.
Trotz der stetigen Fortschritte bemängelten John und das Team in den vorangegangenen Trainings-Sessions vor allem den eklatanten Beschleunigungsnachteil der Mahindra-/Peugeot-Maschine. Auf der Webseite von John heißt es:

„Mark Keen of KRP says that John’s riding is looking good and the chassis is working better, although the rear is still a little unsettled, but the biggest problem is the massive lack of acceleration.“

John McPhee Team Peugeot MC SAXOPRINT Argentinien 2016 Fotos ©FGlaenzel
Der junge Schotte John McPhee ist inzwischen ein erfahrener Moto3-Pilot. Derzeit hadert er aber noch mit seinem neuen Arbeitsgerät. Foto: Team Peugeot Motorcycles SAXOPRINT ©FGlaenzel

Zum Verlauf der ersten beiden Freien Trainings sagte John:

#17 John McPHEE (FP1: P28 – 1´55.362 (5/13) / FP2: P21 – 1´52.425 (9/15)):
“Insgesamt war es kein allzu schlechter Start, denn wir waren in der Lage, das Bike für das zweite Freie Training in Sachen Gasannahme, die heute Morgen auftauchten, stark zu verbessern. Ich war auch in der Lage, nicht allzu schlechte Rundenzeiten zu fahren, mit denen ich Schnellster aller Mahindra / Peugeot Fahrer wurde. Ich fühle mich ziemlich wohl, aber das grösste Problem ist, dass wir im Vergleich zu Honda und KTM noch zu viel Zeit mit dem Motor verlieren. Die neuen Teile zur Weiterentwicklung fühlen sich für mich gut an, aber wir wollen alle näher an der Spitze sein als heute.“

Alexis Masbou Peugeot MC SAXOPRINT Fotos ©FGlaenzel
Alexis Masbou, der Sieger des Auftaktrennens der Saison 2015, ist derzeit noch auf der Suche nach dem Gefühl für das neue Bike. Foto: Peugeot Motorcycles SAXOPRINT ©FGlaenzel

Sein Teamkollege, der Franzose Alexis Masbou fuhr im ersten und zweiten Freien Training jeweils auf Platz 27 und konnte sich nur in FP3 auf den 24. Rang verbessern.
Auch auf der Webseite on Alexis ist zu lesen, dass auch er die zu geringe Motorleistung des Bikes bemängelt:

„En course toutefois, son manque de puissance moteur le pénalisait en l’empêchant de remonter ses concurrents.“

Alexis Masbou Peugeot Motorcycles SAXOPRINT Moto3 Argentinien Fotos ©FGlaenzel
Alexis Masbou während der Freien Trainings auf dem Kurs in Argentinien. Foto: Team Peugeot Motorcycles SAXOPRINT ©FGlaenzel

Alexis Masbou äußerte sich hinsichtlich seiner Leistung in den Freien Trainings:

#10 Alex MASBOU (FP1: P27 – 1´55.355 (15/16) / FP2: P27 – 1´53.037 (10/14)):
“Das war wahrlich ein heisser erster Tag, nicht nur aufgrund der Hitze und Feuchtigkeit heute. Nach den ersten Sessions haben wir noch immer etwas Arbeit für Morgen vor uns, um konkurrenzfähiger und näher an der Spitze zu sein. Wir müssen heute Abend noch etwas finden, um uns zu verbessern und unser Niveau zeigen zu können. Aber ich bin bisher zuversichtlich. Natürlich habe nach meiner verspäteten Ankunft gestern Abend ich noch etwas Schlafmangel, aber das wird sich spätestens Morgen erledigt haben.“

Moto3™ Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:

1 Enea BASTIANINI / ITA / Gresini Racing Moto3 / Honda / 1´51.137
2 Romano FENATI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KTM / 1´51.242 +0.105
3 Andrea MIGNO / ITA / SKY Racing Team VR46 / KTM / 1´51.303 +0.166
21 John McPHEE / GBR / Peugeot MC SAXOPRINT / Peugeot / 1´52.425 +1.288
27 Alexis MASBOU / FRA / Peugeot MC SAXOPRINT / Peugeot / 1´53.037 +1.900

Peugeot MC SAXOPRINT Alexis Masbou Argentinien 2016 Fotos ©FGlaenzel
Bisher konnte das Team um die Piloten Alexis Masbou (Foto) und John McPhee noch nicht wieer an die früheren Erfolge anknüpfen. Die personellen und technischen Veränderungen kurz vor Saisonstart werfen Probleme auf, die es schnellstmöglich zu bewältigen gilt, wenn man wieder konkurrenzfähig sein will. Foto: Team Peugeot Motorcycle SAXOPRINT ©FGlaenzel

Die einhellige Meinung im Team ist allerdings auch, dass vor allen Beteiligten noch sehr viel Arbeit liegt.
Inzwischen hat das Team ja seitens Peugeot für den Grand Prix in Argentinien neu entwickelte Teile erhalten, und John wurde damit zweischnellster Mahindra-/Peugeot-Pilot im Feld.
Bleibt dem Team und den Fahrern nur zu hoffen, dass sich bald wirklich positive Ergebnisse zeigen, denn bereits der Verlauf der 2015er Saison zehrte sichtlich an der Substanz und der Motivation der Fahrer.
An den Nerven von Fans und Sponsoren zerrt so etwas extra noch.

„Aber der erfahrene Franzose und sein Teamkollege John McPhee konnten die ersten Freien Trainings gut hinter sich bringen und sich dabei auf das wichtige Qualifying am Samstag und das Rennen am Sonntag vorbereiten. Peugeot lieferte neue Entwicklungsteile für die Moto3 Maschine des Teams, was sich als Verbesserung herausstellte. McPhee wurde dadurch zweischnellster Pilot aller Mahindra und Peugeot Fahrer, während es Masbou noch immer an Gefühl für seine Maschine und die Streckenbedingungen mangelt, die am ersten Trainingstag enorm schmutzig waren“, heißt es in der Pressemitteilung des Teams.

 

Saisonstart für Max Kappler mit eigenem Team

Max Kappler SAXOPRINT RZT Racing beim Test
Bei den Vorsaison-Tests muss sich Max nun erst einmal an die KTM gewöhnen und das Bike auf seinen Fahrstil abstimmen. Foto: Team SAXOPRINT RZT Racing

Sachsenring/Oberlungwitz. Max Kappler wird auch 2016 in der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship wieder an den Start gehen.
„Das können wir nach intensiven Gesprächen mit unseren langjährigen Sponsoren mitteilen. In dieser Saison nehmen wir das Heft selbst in die Hand, gemeinsam mit RZT als unserem Partner für die technische Betreuung und Logisitik“, sagte Teamchefin Grit Kappler.
„Aufgrund der Möglichkeit von KTM ein Werks-Motorrad aus der Saison 2015 erwerben zu können, haben wir in den vergangenen Wochen umfangreiche Planungen und Gespräche geführt, um Max die Fortsetzung des Motorsports zu ermöglichen und dabei ein konkurrenzfähiges Technikpaket einzusetzen. Gemeinsam mit Heiko Reinhold, dem Chefmechaniker von Max aus der letzten Saison, werden wir die Saison 2016 in der Moto3 Junior World Championship beginnen.“

Max Kappler vom Team SAXOPRINT RZT Racing
Jetzt heißt es, das Bike optimal abzustimmen und dabei auch die ideale Sitzposition für Max zu finden. Foto: Team SAXOPRINT RZT Racing

Max Kappler wird 2016 im Team „SAXOPRINT RZT Racing“ um die wichtigen Meisterschaftspunkte kämpfen. Dabei wird Heiko Reinhold/RZT sowohl die technische Betreuung wie auch den logistischen Bereich abdecken. Die gesamte Organisation im Hintergrund übernimmt KAPPLER-Motorsport selbst.
„Hinzukommt noch der Wechsel der Technik. Max fuhr in den letzten Jahren eine FTR-Honda aus der Saison 2013 mit diversen technischen Updates am Motor. In dieser Saison geht er mit einer 2015er Werks-KTM aus dem Aki Ajo GP-Team an den Start“, so Grit Kappler.
Max will sich mit seinen sportlichen Leistungen für die Moto3-WM empfehlen, denn das erklärte Ziel ist 2017 die Teilnahme an der Moto3 World Championship.
„Wir sind optimistisch, dass Max in dieser Saison sein Ziele erreichen kann und sich für das kommende Jahr für die Moto3-WM empfehlen wird“, so Grit Kappler weiter.

Max Kappler KTM Team SAXOPRINT RZT Racing
So sieht die neue Maschine von Max für die Saison 2016 in der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship aus – eine Werks-KTM vom Team von Aki Ajo GP aus der 2015er Weltmeisterschaft. Foto: SAXOPRINT RZT Racing

„In dieser Saison liegt der Fokus des Teams auf der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship. Dort werden bei acht Veranstaltungen wieder zwölf Rennen gefahren. Parallel plant das Team um Max auch drei Gaststarts in der Moto3-Weltmeisterschaft, wobei neben dem Start zum Heimrennen auf dem Sachsenring auch wieder für den tschechischen Grand Prix in Brünn eine Wildcard beantragt werden soll“, erklärte Grit Kappler.
Als drittes Event wird sich das Team für den österreichischen Grand Prix auf dem Red Bull Ring in der Steiermark um eine Wildcard bewerben. Die Strecke dort kennt Max bereits aus seiner Zeit in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft und hat gute Erinnerungen daran.

Max Kappler bei KTM in Mattighofen
Max nimmt bei KTM in Mattighofen sein neues Arbeitsgerät, eine Vorjahres-Werks-KTM aus dem Aki Ajo GP-Team, in Empfang. Foto: Team SAXOPRINT RZT Racing

Unter diesen Voraussetzungen fuhr man am 10. Februar nach Mattighofen und holte dort eine letztjährige Werks-KTM für Max ab.
Seither gilt es, bei den insgesamt drei Vorsaison-Tests das neue Bike bestmöglich zu verstehen und auf Max anzupassen.
Für Max Kappler geht es nun darum, sich schnellstmöglich an das Bike zu gewöhnen und seiner Crew viele Informationen und Daten zu liefern.
Neben Heiko Reinhold als Chefmechaniker wird auch Angel Pina Garcia als Mechaniker wieder mit von der Partie sein. Neu im Technik-Trio ist Ruben Moreno, zuständig für die Datenauswertung und Datenanalyse mit Max.
„Derzeit sind wir noch auf der Suche nach einem Riding-Coach, der das Team aber spätestens zum letzten Test in Valencia vom 31. März bis 1. April 2016 verstärken wird“ sagte Grit Kappler.

Nach einem ersten Rollout in Cartagena Ende Februar stand an den vergangenen Tagen der zweite Test im Rahmen der Dunlop-Testtage in Albacete auf dem Plan.
Nach einem witterungsbedingt kurzen ersten Testtag konnte das Team am zweiten Tag ausreichend Kilometer fahren und zahlreiche Daten sammeln. Dabei gelang es dem Team immer besser, das Bike weiter auf Max abzustimmen. Aber auch Max versteht das Motorrad immer besser und nutzt die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten von Runde zu Runde mehr aus.

Los geht es in der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship am 14. April mit der ersten Veranstaltung auf dem Circuito Ricardo Tormo vor den Toren Valencias.

Termine für die Rennen von Max Kappler:

17. April  – Spanien – Circuit Ricardo Tormo, Valencia
8. Mai – Frankreich, Le Mans
22. Mai – Aragon, Motorland Aragón
12. Juni – Katalonien, Circuit de Catalunya
3. Juli – Spanien, Circuito de Albacete (geplanter Wildcard-Einsatz in der Moto3-WM)
17. Juli – Deutschland, Sachsenring (geplanter Wildcard-Einsatz in der Moto3-WM)
14. August – Österreich, Red Bull Ring (geplanter Wildcard-Einsatz in der Moto3-WM)
21. August – Tschechien, Brno
28. August – Portugal, Circuito do Algarve
2. Oktober – Spanien, Circuito de Jerez
20. November – Valencia, Circuit Ricardo Tormo Valencia