Julian Puffe und GERT56 wieder vereint

Julian mit seinem neuen Arbeitsgerät. – Foto: ©Julian Puffe/GERT56

Das Dream-Team Julian Puffe und Gert56 geht wieder gemeinsame Wege.
„Lange Zeit konnte ich nichts von mir hören lassen und ein weiteres mal war ich kurz davor, mit leeren Händen da zu stehen“ erklärt Julian Puffe in seiner aktuellen Pressemitteilung. „Heute darf ich aber verkünden, dass ich zusammen mit dem Team GERT56, BMW Motorrad und der MRS – Moto Racing School die Saison 2021 sowie 2022 in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft – IDM bestreiten werde“, fährt darin der Schleizer fort. „Es fühlt sich an, wie wenn man nach einer langen Auslandsreise zurückkehrt zur Familie. Zusammen mit dem Team GERT56 rund um Teamchef Karsten Wolf konnte ich mit dem Sieg beim 24h-EWC-Lauf in LeCastellet meinen bisher größten Erfolg verbuchen.“

Geplant sind mehrere Wildcard-Einsätze in der Saison 2021 sowie die Weiterentwicklung der neuen BMW M1000 RR“, fügt der erfahrene Racer hinzu. „2022 werde ich wieder als „Vollzeitrennfahrer“ bei der IDM mitmischen! Ich freue mich, mit einem starken Team im Background und konkurrenzfähigen Maschinen aus dem Hause BMW weiterhin meine Ziele zu verfolgen und auf der Strecke mein Bestes zu geben.“

Abschließend findet er Worte der Dankbarkeit: „Vielen Dank an all meine Sponsoren und Unterstützer, die mir auch in dieser komplizierten Zeit zur Seite stehen. In Kürze startet unser Testprogramm und somit die Saison 2021. Ich kann die ersten Meter auf der Rennstrecke kaum abwarten.“

Foto: ©Julian Puffe/GERT56

Die Pläne von Julian Puffe und GERT56

Auf der Webseite des Teams Gert56 ist nachzulesen: „Puffe hat nicht nur viele Fans, sondern auch Menschen, die an ihn glauben – darunter die Macher der Moto Racing School (MRS) mit Nicki Scharf und Andi Thümmler, die tief in dieses Projekt involviert sein werden. GERT56 und MRS werden Puffe nicht nur in die BMW Motorrad Motorsport Familie zurück holen, sondern ihm auch die Möglichkeit auf einen Neustart im Profisport bieten.“

Bereits Mitte Februar wurde in einem Online-Meeting zwischen Julian Puffe und GERT56 sowie MRS und RS Speedbikes der Plan besiegelt. „Der Schleizer wird 2021 mit einigen Wildcards an der IDM Superbike 1000 teilnehmen, ehe 2022 die Rückkehr zum Permanentstart erfolgt. „Nebenher“ wird Puffe bei MRS als prominenter Instruktor arbeiten und den Rennstrecken-Kunden zeigen und lernen, wie man das Superbike aus München auf der Rennstrecke artgerecht bewegt. Des Weiteren geht ein großer Dank an Julian Puffes persönliche Sponsoren und Gönner, die ihm in dieser schwierigen Phase seiner Karriere zur Stange halten“, heißt es auf der Teamseite von GERT56. 

Das Team führt weiter aus: „Puffe wird 2021 außerdem für GERT56 als Test- und Entwicklungsfahrer in die Vorbereitung der neuen BMW M 1000 RR involviert sein und steht als Reserve-Fahrer für „beide“ Mannschaften parat. Neben GERT56 (Glöckner, Finsterbusch) betreut das Team aus Pirna auch das Partnerteam der Fifty73 Academy / Werk 2 by MCA mit Cristof Höfer und Leon Langstädtler. Für die drei Wildcard-Einsätze, stellt übrigens Stammfahrer Toni Finsterbusch sein privates Spare-Bike für Puffe zur Verfügung.“

Foto: ©Julian Puffe/GERT56

Karsten Wolf – Team Manager

„Für mich sind die späten Absagen an die Fahrer kein guter Stil. Man weiß doch eigentlich nach dem Fallen der schwarzen-weißen Flagge beim letzten Saisonrennen, wie es gelaufen ist. Julian war kurz davor in ein tiefes Karriereloch zu fallen. Ich bin mit all meinen Fahrern in guten Kontakt, mit den Jüngeren insbesondere. Ich habe in jedem Gespräch die Verzweiflung und das Unverständnis über seine Situation herausgehört. Wie es bei uns zum guten Ton gehört, habe ich die Personalie Puffe vorher intern mit Lucy, Toni und den drei Crew-Chiefs besprochen, mir deren Meinung und Sichtweisen angehört.

Mir ist klar, dass wir technisch und von den Abläufen auf Sprintbetrieb umstellen müssen. Vom Werteprinzip und im Umgang werden wir immer Endurancer, also Teamplayer bleiben. Noch bevor ich Toni Finsterbusch nach der Bereitstellung des Bikes für Julian fragen konnte, hat er es von sich aus angeboten. Eine Geste neben der Strecke, die mir Mut macht im Umgang der beiden Freunde auf der Strecke.“

Voll fokussiert in der Startaufstellung: Julian Puffe.
Voll fokussiert in der Startaufstellung: Julian Puffe. – Foto: Roman Pfüller

Julian Puffe – Fahrer:

„Vor wenigen Wochen, sah meine Motorsportliche Zukunft nicht gerade rosig aus. Es ist wahnsinnig schwer in der jetzigen Zeit die immer steigenden Kosten für eine Rennsaison zusammen zu bekommen. Ich hatte das Glück auf meinem bisherigen Weg Menschen kennengelernt zu haben, die mir in solchen Situationen zur Seite stehen. Vielen Dank an meinen damaligen und heutigen Teamchef Karsten Wolf, der in kürzester Zeit in Zusammenarbeit mit der Moto Racing School einen Zwei-Jahres-Plan entworfen hat und mir die Möglichkeit bietet, an alte Erfolge anzuknüpfen. Es fühlt sich an wie wenn man nach einer langen Auslandsreise zurück zur Familie kehrt. Ich werde diese Saison Top vorbereitet bei den Rennen antreten, mein Bestes geben und somit den Grundstein für meine Rückkehr als Vollzeitrennfahrer für die Saison 2022 schaffen.

Zusammen mit dem Team GERT56 und BMW Motorrad konnte ich mit dem Sieg beim 24h-EWC-Lauf in Le Castellet 2018 meinen bisher größten Erfolg verbuchen. Mit einem starken Team im Background und konkurrenzfähigen Maschinen von BMW freue ich mich darauf, bei der IDM wieder mitzumischen und meine Ziele zu verfolgen. Ein großer Dank geht auch an all meine Sponsoren, die mich alle auch in dieser Zeit unterstützen und an meiner Seite sind. Ich kann die ersten Rennstrecken Meter kaum abwarten und würde am liebsten sofort loslegen!“

Den genauen Wortlaut der Veröffentlichung von Gert56 und weitere News könnt Ihr auch noch einmal auf der Team-Webseite nachlesen.

Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig formieren M32 Racing Team

Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig gehen 2021 in der IDM Supersport 600 einen gemeinsamen Weg. - Foto: ©IDM.de/Dino Eisele
Max Enderlein – Meister der IDM Supersport 2018 und 2019 – Foto: ©IDM.de/Dino Eisele
Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig fahren 2021 in der IDM Supersport 600 gemeinsamen im eigenen Team. - Foto: ©IDM.de/Dino Eisele
Jan-Ole Jähnig – Vizemeister 2020 der IDM Superstock 600 – Foto: ©IDM.de/Dino Eisele

Neuer Name – bekannte Gesichter: Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig formieren M32 Racing Team

Jetzt ist es offiziell, dass der 2018er und 2019er Meister der Klasse IDM Supersport 600, Max Enderlein, und der Vizemeister der vergangenen Saison in der Klasse IDM Superstock 600, Jan-Ole Jähnig, gemeinsam ein eigenes Team formieren.
Somit werden die beiden Freunde unter dem Namen M32 Racing Team 2021 zusammen in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in der Klasse IDM Supersport 600 um die Punkte kämpfen. Dabei werden Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig wieder auf die Power der Yamaha YZF-R6 setzen.

Beide Fahrer sind bisher lange Zeit mit der Unterstützung von Team Freudenberg angetreten. So fuhr Max Enderlein in der IDM SSP 600 für das Team von Michael und Carsten Freudenberg, während Jan-Ole Jähnig in der SSP-300-Weltmeisterschaft und nach deren Absage in der IDM STK 600 für Freudenbergs antrat.

Der neue Weg

Für die beiden eng befreundeten Rennfahrer bot sich in diesen aktuell sehr schwierigen Monaten die Chance, einen schon länger gehegten Traum zu verwirklichen. Die Zeit war sozusagen reif für eine Veränderung. Darum beschlossen Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig, ihre Kräfte zu bündeln und ein eigenes Team zu gründen. So wollen sie mit Motivation hoch zwei und ihrer nationalen und internationalen Rennerfahrung in der IDM Supersport 600 angreifen.
Dabei werden sie auch weiterhin von ihren langjährigen Partnern und Sponsoren unterstützt. Für dieses in sie gesetzte Vertrauen, für das Vertrauen in die Kraft und den Glauben an den Erfolg ihrer Vision bedanken sich die beiden Rennfahrer bei allen Beteiligten und Fans auf das Herzlichste.

Die Team-Struktur

Teamintern setzt man auch auf technischer Seite auf Fachmänner mit langjähriger Erfahrung. Dahingehend wird es sich so gestalten, dass Christian Seidel der Crew-Chief von Jan-Ole Jähnig sein wird. Bei Max Enderlein hat William Fricke als Crew-Chief die Fäden in der Hand.
Und die Pressearbeit für das neu gestaltete Team werde ich übernehmen.
Damit ist das M32 Racing Team für die Rennen der IDM Supersport 600 bestens gerüstet.

Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig kämpfen 2021 in der IDM Supersport 600 im selben Team um die Punkte. - Foto: ©IDM.de/Dino Eisele
Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig brennen auf den Saisonstart am Lausitzring. – Foto: ©IDM.de/Dino Eisele

Die geplanten Renntermine von Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig für die Saison 2021

30.04. – 02.05.Lausitzring
20.05. – 23.05.Oschersleben (nur SBK1000, SSP/STK600, SSP300)
11.06. – 13.06.Most (Tschechien)
23.07. – 25.07.Schleizer Dreieck
13.08. – 15.08.Assen (Niederlande)
27.08. – 29.08.Red Bull Ring (Österreich)
24.09. – 26.09.Hockenheim

Das Team freut sich überaus, wenn in dieser Saison wieder die Möglichkeit dazu bestehen sollte, Partner, Unterstützer, Fans und Freunde an der Strecke und im Paddock begrüßen zu dürfen.

Die Stimmen von Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig

Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig fahren 2021 gemeinsam im M32 Racing Team. - Foto: ©IDM.de/Dino Eisele
Max Enderlein (#32) beim Saisonfinale 2020 am Hockenheimring – Foto: ©IDM.de/Dino Eisele

Max Enderlein: „Ich freue mich riesig auf die neue Saison, insbesondere auch auf diese neue Herausforderung durch das eigene Team mit Jan-Ole als tollen Teamkollegen und guten Kumpel. Wir hoffen natürlich alle, so bald wie möglich wieder Zuschauer an den Rennstrecken begrüßen zu dürfen. An dieser Stelle danke ich vorab schon einmal allen Partnern und Sponsoren, die mit an Bord sind und unser Projekt begleiten und unterstützen.
Ich denke, es wird eine großartige und spannende Saison, denn die Meisterschaft ist meines Erachtens sehr gut und hochkarätig besetzt. Es wird wahrscheinlich auch 2021 wieder nicht langweilig an der Spitze des Feldes werden. Mein Ziel für 2021 ist selbstverständlich mein dritter Meisterschaftstitel. Ich freue mich riesig darauf und kann es ehrlich gesagt kaum erwarten, endlich am Lausitzring in die Saison zu starten.“

Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig treten 2021 in der IDM SSP 600 gemeinsam im M32 Racing Team an. - Foto: ©IDM.de/Dino Eisele
Jan-Ole Jähnig (#41) in der Klasse IDM STK 600 am Lausitzring 2020 – Foto: ©IDM.de/Dino Eisele

 Jan-Ole Jähnig: „Nachdem ich 2020 in die 600er-Superstock-Klasse reinschnuppern konnte, freue ich mich mega auf die neue Herausforderung bei den 600er Supersportlern. Es ist natürlich klasse, dass ich das mit Max gemeinsam angehen kann, denn er hat in dieser Klasse sehr viel Erfahrung. Ich kann mir also gewiss etwas von ihm abschauen. 
Positiv an dieser neuen Team-Konstellation ist zudem, dass Max und ich gut befreundet sind und abseits der Strecke ebenfalls viel zusammen machen. Wir trainieren zum Beispiel häufig mit Toni (Finsterbusch) und Julian (Puffe).
Im eigenen Team ist es bestimmt auch hier und da etwas entspannter, da man sich viele Dinge selbst einteilen kann und eigene Pläne verfolgen kann. 
Ich freue mich einfach riesig darauf, hoffentlich planmäßig Ende April in die Saison zu starten. Mein Wunsch ist es natürlich auch, dass wir vorher hier in Deutschland noch ein wenig testen können, sodass wir gut gewappnet gemeinsam in die neue Saison gehen.“

Auf den Webseiten von Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig werdet ihr noch weiterführende Infos zu den Fahrern und deren Rennen finden und die Saison über auf dem Laufenden gehalten.

Julian Puffe gast endlich wieder an!

Julian Puffe ließ es seit der vergangenen Woche beim Motocross- und Supermoto-Training endlich wieder fliegen. Gemeinsam mit Toni Finsterbusch, Max Enderlein und anderen Racern ging er auf die Pisten.

Julian Puffe kann endlich wieder auf dem Bike trainieren. - Foto: ©Julian Puffe
Julian Puffe endlich wieder beim Motocross-Training 2020 – Foto: ©Julian Puffe

„Nach dieser langen Zeit ohne motorisierte Zweiräder, ist nun endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, so Julian Puffe. Seit der vergangenen Woche haben einige Kart-Bahnen und Motocross-Strecken wieder ihre Tore geöffnet. „Zusammen mit meiner Trainingsgruppe stieg ich wieder ins Rundstrecken-Training ein und wir drehten etliche Meter auf verschieden Motocross- und Supermoto-Strecken“, frohlockte der Puffinator. „Ein Wahnsinns Gefühl endlich wieder am Gasgriff zu drehen!“

In sämtlichen Sozialen Medien waren verzweifelte Statements der ganzen Fahrverrückten aus allen Serien zu lesen. Jeder hatte und hat Hummeln im Hintern. Jedermann – Fahrer wie auch Fans – vermissen das Race-Feeling schmerzlich.

Julian Puffe beim Supermoto-Training 2020 - Foto: ©Julian Puffe
Der „Puffinator“ am vergangenen Wochenende am Erzgebirgsring beim Supermoto-Training. – Foto: ©Julian Puffe

„Die Winterpause nach einer Saison ist meist sehr lang. In dieser Zeit bereitet man sich akribisch auf das anstehende Rennjahr vor und kann es kaum erwarten, wieder aufs Bike zu steigen“, verlautbarte der lange Thüringer in seiner aktuellen Pressemitteilung. „Topfit und mit hohen Erwartungen flog ich zusammen mit meinem neuen Team HRP-Honda nach Spanien zum ersten Test. Nachdem alles super lief und ich endlich den Winterrost abschütteln konnte, kam der Lock-down durch die Corona-Krise. Kurz nachdem alles wieder begann wurde alles auf null gefahren.“

Wie es für Julian Puffe weiterging? „Ich hielt mich weiterhin mit körperlichen Training fit und fuhr etliche Kilometer auf dem Rennrad. In meinem E-Mail-Postfach bekam ich eine Nachricht nach der anderen, dass Rennveranstaltungen abgesagt werden.“

Julian Puffe und seine Rennfahrer-Kollegen haben sich's ordentlich gegeben! - Foto: ©Julian Puffe
Julian und seine Rennfahrer-Kollegen haben sich’s ordentlich gegeben! – Foto: ©Julian Puffe

Julian Puffe und die IDM

„Auch seitens der IDM Saison 2020 gibt es erste gute Anzeichen“, weiß der Schleizer zu berichten. „Der Promoter der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft plant, bis zu sechs Rennveranstaltungen noch in diesem Jahr durchzuführen. Zwei bis drei Veranstaltungen sind als Geister-Rennen in Planung die im Live-Stream übertragen werden sollen“, so Julian Puffe. „Nach der Aufhebung des Großveranstaltungs-Verbots sollen weitere Rennen unter normalen Voraussetzungen stattfinden.“

Der Neuling im Team Holzhauer Racing Promotion kann die nächsten Testkilometer auf der nagelneuen Fireblade kaum erwarten. „Bald werden auch die ersten Testfahrten auf der großen Rennstrecke wieder möglich sein. Dann können wir endlich unser Testprogramm mit der neuen Honda CBR 1000 RR-R fortführen“ teilt Julian Puffe freudig mit. „Bis dahin werde ich keine Trainingsgelegenheit verpassen, um bestens für den Saisonstart gerüstet zu sein!“

Mehr Infos findet Ihr auch stets auf der Webseite des Puffinators.

Julian Puffe im Interview

Julian gab schon zum Saisonstart am Lausitzring 2019 Vollgas. - Foto: Roman Pfüller
Julian gab schon zum Saisonstart am Lausitzring 2019 Vollgas. – Foto: Roman Pfüller

Nach dem spektakulären Aus für Julian Puffe beim Team alpha Racing-Van Zon-BMW, dem schon die überraschende Suspendierung beim BMW-Werksteam in der Endurance-WM vorausgegangen war, folgte kürzlich der der nächste Kracher für den Thüringer – diesmal zum Glück ein positiver Paukenschlag:
Julian Puffe startet 2020 an der Seite von Alex Polita bei Holzhauer Racing Promotion in der IDM Superbike.

Für viele interessierte Beobachter und einige Insider war das der einzig logische Schritt. Es ist eine Win-Win-Situation für Teamchef Jens Holzhauer und auch für Julian. Mit seinen beiden Piloten hat Jens Holzhauer nun nicht nur Podiums- sondern auch Siegerkandidaten. Dem sollte zumindest so sein, wenn die 2020er Honda CBR 1000 RR-R das hält, was die technischen Daten sowie die ganzen Vorschusslorbeeren von Honda und deren (prominenten) Testern versprechen.

Julian Puffe 2020 bei HRP
Julian Puffe und Alex Polita starten 2020 in der IDM bei HRP. – Foto: © Team HRP

Julian Puffe stand mir bei einem kurzen Interview Rede und Antwort. Lest im Folgenden, was mir der Schleizer zur Saison 2019 und zur aktuellen Situation sagte.

2019 war mit dem Vizemeister-Titel deine bisher beste Saison in der IDM. Wie ist dein Resümee dazu?

JP: „Die ersten beiden Drittel der Saison liefen sehr gut. Ich konnte neben zwei Polepositions auch zwei Rennsiege feiern und war lange Zeit Tabellenführer. Das letzte Drittel war leider überschattet von Stürzen und einigen technischen Defekten. Aber ich weiß, woran ich in der kommenden Saison arbeiten muss und werde dann versuchen, alle Fehler meinerseits zu vermeiden.“

Wo lagen nach deiner Meinung die Schwierigkeiten in der zweiten Saisonhälfte bzw. am Saisonende?

JP: „Eigentlich begann alles in Most. Wir haben kein Set-up für das Bike hinbekommen. Dazu kamen technische Defekte sowie Stürze in beiden Rennen. Von da an war irgendwie der Wurm drin und nichts passte mehr zusammen. Aber das ist Rennsport. Es geht nicht immer nur bergauf. Daraus müssen wir lernen und stärker aus so einem Loch wieder rauskommen.“

Der "Puffinator" bei den für ihn schwierigen Rennen im Autodrom Most. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe bei den für ihn schwierigen Rennen im Autodrom Most. – Foto: Roman Pfüller

Wie hast du seitens des Teams erfahren, dass du in der EWC in Sepang nicht fahren wirst?
Geht es nur um das Rennen in Malaysia, wo du aussetzen wirst?

JP: „Das wurde mir gleich nach dem letzten IDM-Rennen in Hockenheim kommuniziert. Um ehrlich zu sein, hatte ich da schon so ein Gefühl, dass ich wohl gar nicht mehr fahren darf.“

Wie hast du erfahren, dass du nicht mehr für alpha Racing-Van Zon-BMW in der IDM fahren wirst?

JP: „Es ging am Ende ums Budget. Wir haben über eine Summe verhandelt die dann kurz vor Weihnachten verdoppelt wurde. Somit wurde ich schnell eliminiert.“

Was waren die genauen Gründe für das Aus bzw. wurden sie dir genannt?

JP: „Budget…“

Kennst Du Vladimir Leonov? Wie stark schätzt du ihn ein?

JP: „Vladimir ist schon damals SSP 600 gegen meinen Bruder gefahren. Er war eigentlich schon immer schnell unterwegs. Ich schätze ihn ziemlich stark ein.“

Wann fand das erste Gespräch mit HRP statt bzw. wann kam nach diesem Aus Jens Holzhauer auf dich zu?

JP: „Wenn wir uns im Fahrerlager begegnet sind haben wir uns schon des Öfteren unterhalten. Nach der Saison bestand kaum noch Kommunikation zu meinem alten Team. Irgendwann dachte ich mir, dass hier irgendwas nicht stimmt und dann habe ich mich auf die Suche nach etwas neuem gemacht.“

Welche anderen Optionen bzw. Anfragen gab es für dich?

JP: „Um ehrlich zu sein: nicht viel. Von da her bin ich froh, in so einem professionellen Team untergekommen zu sein.“

Julian Puffe im Tunnel - volle Konzentration in der Startaufstellung. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe im Tunnel – stets volle Konzentration in der Startaufstellung. – Foto: Roman Pfüller

Was traust du dir und dem Team mit der nagelneuen 2020er Fireblade zu? Honda und die Tester sind ja voll des Lobes über die radikale Fahrmaschine.

JP: „Das werden wir bei ersten Rennen sehen. Ich glaube mein Team wird alles dafür geben, die Motorräder bis zum ersten Rennen konkurrenzfähig zu machen. Wir werden einfach unser bestes geben und schauen dann, wo wir rauskommen. Alles was man über das Motorrad hört und liest klingt gut. Das stimmt mich schon mal sehr positiv!“

Wann wirst du das erste Mal auf der 2020er Fireblade sitzen?

JP: „Wenn alles fertig wird bereits im Februar. Wahrscheinlicher ist aber Anfang März.“

Wie siehst du persönlich den Einstieg von Jonas Folger in die IDM?

JP: „Super gut für die Serie! Für mich ist es interessant, wo ich im Vergleich zu ihm stehe. Es wird eine interessante Geschichte.“

Welches Bike schätzt du in der IDM am stärksten ein? Kannst du eine Art persönliches Ranking nennen?

JP: „Schwer zu sagen – schon allein weil wir noch nicht genau wissen, wo wir uns mit der Honda einfinden. BMW, Yamaha, Kawasaki und Honda werden alle ein gutes Paket haben. Bei Suzuki bin ich mir nicht hundert Prozent sicher, ob sie mit ein paar Updates dazu stoßen können.“

Julian bei seinen starken Heimrennen am Schleizer Dreieck. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe bei seinen starken Heimrennen am Schleizer Dreieck. – Foto: Roman Pfüller

2020 wird die IDM mit den Superbikes im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic am Sachsenring gastieren. Bist du dort am Ring schon gefahren?

JP: „Ich kenne die Strecke noch aus den Jahren 2011 bis 2013. Auf dem Sachsenring konnte ich 2013 im Yamaha R6 Dunlop Cup meinen ersten Sieg feiern. Ich freue mich riesig auf den Kurs.“

Was sind deine Wünsche für das neue Jahr bzw. die neue Saison?

JP: „Ich hoffe, dass das Startformat mit dem „reverse grid“ wieder abgelegt wird. Ansonsten kann ich es einfach kaum erwarten, dass es endlich wieder los geht. Ich wünsche mir einfach, dass es schon März ist und ich wieder auf dem Bike sitzen kann.“

Herzlichen Dank für deine offenen und ehrlichen Antworten, Julian.
Ich wünsche dir für deinen neuen Karriere-Abschnitt alles Gute und maximalen Erfolg.

Weitere Infos zum „Puffinator“ findet ihr auch auf seiner Webseite.

IDM 2018: der Auftakt in Oschersleben – durchwachsen wie ein gutes Steak?

IDM 2018 Motorsportarena Oschersleben - Björn Stuppi - Team Bergau
Björn Stuppi vom Team Bergau. – Foto: rop

Gleich zuerst: Mein Kommentar zum Start der IDM in Oschersleben ist definitiv kein Verriss, kein Klagelied, kein Genörgel – aber eben auch keine Lobhudelei. Es ist die Darstellung meiner Sicht und Eindrücke auf die Eröffnungsveranstaltung in Oschersleben.

Trotz der späten offiziellen Entscheidung für die Durchführung und die kurzfristige Einbindung von Pirelli als Exklusiv-Reifenausstatter war das gesamte Feld der IDM voller alter Bekannter und Freunde. Sogar zahlreiche Neuzugänge sind zu verzeichnen.
Auch wenn der eine oder andere namhafte Fahrer leider nicht auf der Nennliste auftauchte, bürgten die verbrieften Teilnehmer wieder für hochqualitatives Racing.

IDM 2018 Motorsportarena Oschersleben - Lucy Glöckner - Kawasaki Schnock Team Motorex
Lucy Glöckner – Kawasaki Schnock Team Motorex. – Foto: rop

Was den Ablauf bzw. die Organisation der Veranstaltung anbetraf, sorgte manches bei Gästen und Teams für Verwunderung, Kopfschütteln oder gar resigniertes Abwinken.
Ein paar Beispiele – selbst erlebt oder von hundertprozentig glaubhaften Quellen zugetragen:

IDM – Internes Durcheinander-Medienzentrum

Ein kleiner Schmunzler gleich zu Beginn: Die Akkreditierungs-Unterlagen für die IDM gab‘s nicht dort, wo sie laut Ankündigung zu bekommen sein sollten. Machte aber weiter nix aus. Das Wetter war grandios und die Wege in der Motorsportarena Oschersleben sind recht kurz. Das Personal war zudem sehr auskunfts- und hilfsbereit.
Kurze Frage meinerseits beim Check der Dokumente: „Wo habt Ihr denn das Bändchen für das Ticket?“ Antwort: „Ähm, da sind irgendwie 3.000 Stück zu wenig gekommen.“ Ich: „3.000 Bändchen zu wenig bestellt oder zu wenig geliefert?“ Husten bei meinem Gegenüber.

IDM 2018 Motorsportarena Oschersleben - Bastien Mackels, - Wilbers-BMW-Racing
Bastien Mackels – Wilbers-BMW-Racing. Foto: rop

IDM – Internationale Deutsche(!) Motorradmeisterschaft

Verwunderlich war dann allerdings – sowohl für einige Teams als auch für mich – dass man zum Beispiel bei der Zeitnahme keine Auskunft über Sektorenzeiten bekommen konnte. Laut einiger Aussagen soll von den Verantwortlichen der IDM zu hören gewesen sein: „Wir sind doch hier nicht bei der WM!“
Über Umwege war es den Teams dann wohl letztlich doch irgendwie möglich, bei Bike Promotion, die für die IDM-Zeitnahme verantwortlich sind, entsprechende Daten über deren Webseite zu bekommen. Bei einer Rennserie mit dieser technischen Klasse hatte nicht bloß ich dafür nur Kopfschütteln übrig.
Man hätte die Teams ja zumindest vorab darüber informieren können, wie sich die genauen Modalitäten der Zeitnahme gestalten. So wäre man vielleicht auf Fragen oder Wünsche gestoßen.
Kommunikation miteinander(!) ist eben alles.

IDM 2018 Motorsportarena Oschersleben - Toni Finsterbusch - Team Suzuki Mayer
Toni Finsterbusch – Team Suzuki Mayer – und Julia Hämmer (Fa. Schwabenleder) als Schirm-Girl. – Foto: rop

IDM – Ist da Musik?

Erinnert sich noch jemand an den “Jingle“ der IDM? 2017 gab‘s sowas. Da gab es so ein dramaturgisches musikalisches Element, das vor jedem Rennen gespielt wurde. Jeder wusste: Achtung, gleich geht‘s los!
2018 muss nun anscheinend die Anmoderation ausreichen – zumindest war dem in der Motorsportarena so. Außer den (auch nicht immer korrekten) Nationalhymnen war nicht wirklich musikalische Untermalung zu vernehmen. „Vielleicht muss müssen die ja GEMA-Gebühren sparen“, war hier und da zu hören.

IDM 2018 Motorsportarena Oschersleben - Freudenberg WorldSSP Team
Das Freudenberg WorldSSP Team (Jan-Ole Jähnig, Max Enderlein, Max Kappler v. l. n. r.) bei der „Autogrammstunde“ zum Pitwalk. – Foto: rop

IDM – irrelevant: das Merchandising

Was war denn das in Oschersleben bitte für ein Pitwalk? Bis auf das Freudenberg WorldSSP Team schien es entweder niemand zu wissen oder man hatte es einfach insgesamt verpennt. Nur vor der Freudenberg-Box stand ein Tisch mit Autogrammkarten, Plakaten etc., an dem auch prompt die Fahrer Platz nahmen. Das Wilbers Racing Team wurde als nächstes wach. Dann folgten so langsam ein paar weitere Teams, nachdem auch mehr und mehr Zuschauer die Boxengasse bevölkerten.
Gefühlt dauerte der Pitwalk für die Zuschauer keine 20 Minuten. Dann kam ein(!) Verantwortlicher und machte mit wenig freundlichem Ton und einem sehr genervten Gesichtsausdruck alle in der Boxengasse Anwesenden darauf aufmerksam, dass man diese jetzt räume.
Auch hier wurde die Lautsprecheranlage der Arena weder für Hinweise noch für eine passende musikalische Untermalung genutzt.
„Hat irgendwie was von Totentanz“, hab ich jemanden sagen hören.

Liebe Veranstalter, das könnt ihr doch besser! Wir wissen es, weil wir es in der Vergangenheit schon erlebt haben.

Mal schauen, was die lange Pause von 10(!) Wochen (zumindest für die 300er, 600er und die Cups) der IDM gebracht hat. Die IDM Superbike im Rahmen der Speedweek blende ich hier mal bewusst aus.

IDM 2018 Motorsportarena Oschersleben - Suzuki GSX-R Cup Stefan Müller und Sascha Schoder
Der Suzuki GSX-R Cup (Stefan Müller #9 vor Sascha Schoder #2) wird im Rahmen der IDM ausgetragen. – Foto: rop

IDM – ist doch Motorradsport

Nichtsdestotrotz ist man überall froh – bei Teams, Fahrern und Zuschauern, dass die IDM auch 2018 wieder stattfindet. Sie gehört einfach in die (deutsche) Motorsport-Landschaft.
Man spürt trotz einiger Nickeligkeiten, die ja vielschichtige Ursachen (wie Lampenfieber, Kompetenzgerangel, Sparmaßnahmen etc.) haben können, ganz viel Motivation und Freude. Die Rennfahrer und Teams sind eh heiß drauf zu fahren.

IDM 2018 Motorsportarena Oschersleben - Max Enderlein - Freudenberg WorldSSP Team
So sehen Sieger aus: Max Enderlein – Freudenberg WorldSSP Team. – Foto: rop

 

Auf der neuen, wunderbar einfach strukturierten Webseite der IDM erhält “Otto Normalverbraucher“ sehr schnell und übersichtlich Infos – von kurz und prägnant bis hin zu sehr ausführlichen Berichten. Tolles Bildmaterial zu Trainings und Rennen gibt‘s dort ebenso zügig zu sehen.

Abschließend lässt sich sagen:
Der Auftakt war an einigen Stellen ein wenig anders, aber dennoch gelungen.  Und die Rennen aller Klassen waren definitiv ein mehr als würdiger Start in die 2018er Saison, die bereits bei dieser Eröffnung in Oschersleben erstklassigen und aufregenden Motorradrennsport bot.

Arnaud Friedrich beim IDM-Saisonfinale zweimal in den Punkten

Arnaud Friedrich beim Saisonfinale der IDM in Hockenheim 2017
Foto: rop

Mit einem 15. Platz in Lauf eins und dem 13. Platz im zweiten Lauf beendete Arnaud Friedrich die IDM-Saison 2017. Damit konnte er am vergangenen Wochenende vor einer großartigen Kulisse am Hockenheimring noch einmal in beiden Rennen punkten. Mit seinen Leistungen trug er außerdem zum IDM-Team-Erfolg seines Van Zon – Remeha – Superbike Team bei.
Der Youngster aus Limbach-Oberfrohna landete am Ende auf dem 15. Rang der Gesamtwertung bei insgesamt 41 IDM-Startern. Zudem erntete er Anerkennung als „Rookie of the year“.

Arnaud Friedrich beim Saisonfinale der IDM in Hockenheim 2017
Foto: rop

Trotzdem war Arnaud mit den Ergebnissen des Wochenendes nicht wirklich zufrieden. Technische Widrigkeiten im ersten Rennen und Reifenprobleme im zweiten Rennen vereitelten bessere Platzierungen.„Das Wochenende war wieder einmal beispielhaft für die ganze Saison“, sagte der junge Limbach-Oberfrohnaer. „In Lauf eins hatte ich außer mit meinen Konkurrenten noch mit einer defekten Bremse zu kämpfen. Nach einem guten Start und dem guten Zug nach vorne ging mir in Lauf zwei der Reifen ein. Somit war auch hier schlussendlich nicht mehr drin.“ Weiter erklärte er: „Diese Dinge sind schon frustrierend, wenn du brennst und weißt, dass du in die Top 10 fahren könntest – noch dazu wenn man sieht, wie motiviert und professionell das ganze Team arbeitet. Naja, ich habe alles geben. Es hat halt nicht sein sollen.“

Arnaud Friedrich beim Saisonfinale der IDM in Hockenheim 2017
Foto: rop

Lob vom Teamchef für Arnaud Friedrich

Bei aller Enttäuschung Arnauds fand Teamchef Werner Daemen beim Team-Meeting Worte voll des Lobes für den motivierten jungen Fahrer. „Arnaud gibt stets sein Bestes. Er sitzt mit den Mechanikern, Reifentechnikern und Data-Recording-Jungs zusammen und lernt sehr viel, weil er immer besser werden will.“

Zum Saisonfinale ging Arnauds großer Dank noch einmal an alle Beteiligten: „Ich danke meinem Spitzen-Team, das die ganze Saison wirklich tolle Arbeit geleistet hat. Ich danke ganz herzlich allen Partnern, Sponsoren, Freunden und Fans, denn ohne euch funktioniert das alles nicht. Es war mir eine Ehre, die Saison vor so einer großartigen Kulisse und dem zahlreichen Publikum beenden zu dürfen.“

Arnaud Friedrich: Nochmal Vollgas am Hockenheimring!

Arnaud Friedrich in der IDM Superbike 2017
Foto: rop/Archiv

Arnaud Friedrich startet am kommenden Wochenende, vom 29.09. bis 01.10.2017, am Hockenheimring beim Saisonfinale der IDM. Er will dort an die guten Ergebnisse von Oschersleben anknüpfen und noch einmal alles geben. So könnte er in der Meisterschaft noch ein paar Punkte und Platzierungen gutmachen. Dort liegt Arnaud derzeit mit 37 Punkten auf dem 15. Rang.

Arnaud Friedrich in der IDM Superbike 2017
Foto: rop/Archiv

„In Oschersleben habe ich mit der erneuten Top10-Platzierung gezeigt, dass da noch mehr drin ist“, erklärte der Youngster aus Limbach-Oberfrohna. „Ich muss vor allem in den ersten Runden mehr pushen und bei der Musik dabei sein. Damit wären dann auch noch bessere Endergebnisse drin.“ führte der 17-Jährige vom Van Zon – Remeha – BMW Superbike Team weiter aus.

Arnaud Friedrich zum Event in Hockenheim

Auch in Hockenheim läuft die IDM nach dem neuen Veranstaltungsplan mit jeweils einem Rennen am Samstag und Sonntag ab. „Es ist schon eine Umstellung und recht anstrengend, gleich am Samstag das erste Rennen zu fahren. Die Variante mit den beiden Rennen am Sonntag fand ich persönlich besser“, sagte Arnaud Friedrich dazu.

Arnaud Friedrich in der IDM Superbike 2017
Foto: rop/Archiv

Arnauds abschließende Worte: „Ich werde noch einmal alles geben – für mich und mein Team, das die ganze Saison schon wirklich tolle Arbeit leistet. Ich würde mich riesig freuen, beim letzten Event der Saison alle Partner, Sponsoren, Freunde und Fans am Hockenheimring begrüßen zu können.“

Endlich wieder ein Top10-Ergebnis für Arnaud Friedrich

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop

Am vergangenen Wochenende fand die vorletzte Runde der IDM in der Motorsportarena Oschersleben statt. Arnaud konnte mit Platz 13 im ersten und Platz 10 im zweiten Rennen nicht nur erneut punkten, sondern endlich wieder ein Ergebnis unter den ersten Zehn erkämpfen.

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop

„Schon in den letzten Rennen hab ich mit Top-10-Zeiten gezeigt, dass da noch was drin ist“, erklärte der sächsische Youngster vom Van Zon – Remeha – BMW Superbike Team.
Ins Rennen ging er von Startplatz 12. In Lauf 1 schloss Arnaud in den Kurven auf seine Vorderleute auf, fand jedoch während der gesamten Runden keinen Weg vorbei. „Das war ziemlich ärgerlich für mich. Aber ich habe gekämpft und alles versucht“, erklärte er nach dem Rennen.

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop

Besser lief es für den 17-jährigen Limbach-Oberfrohnaer in Rennen 2. Hier konnte er nach harten Positionskämpfen den 10. Platz einfahren.
„Das zweite Rennen lief gut. Ich habe mir Lucy Glöckner Ende der Start-Ziel-Geraden geschnappt und fuhr bis auf zwei Sekunden an Dominik Vincon heran. Um ihn zu holen, hätte ich noch zwei, drei Runden mehr gebraucht“, zog Arnaud sein Fazit. „Ich muss vor allem in den ersten Runden mehr pushen, denn später passen meine Rundenzeiten ja immer. Damit wären dann auch noch bessere Ergebnisse drin.“

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop

Arnaud Friedrich zum veränderten IDM-Ablauf

Zum neuen Veranstaltungsablauf mit den Rennen an Samstag und Sonntag sagte er: „Es war schon eine Umstellung, gleich am Samstag das erste Rennen zu fahren. Die Variante mit den beiden Rennen am Sonntag finde ich besser.
Großer Dank geht wieder an mein Team Van Zon – Remeha – BMW für die tolle Arbeit und das top Bike, an Pirelli für das wirklich gute Reifenmaterial, an LSG Racing sowie an alle Sponsoren und Fans die zum Teil auch persönlich mit vor Ort waren.“

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop

Neuer Angriff von Arnaud in Oschersleben

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2017
Foto: rop

In der Motorsportarena Oschersleben will Arnaud mit seiner BMW S 1000 RR vom Van Zon – Remeha – BMW Superbike Team erneut angreifen und Punkte holen. Am kommenden Wochenende geht der IDM-Zirkus in die vorletzte Runde.

Arnaud Friedrich bei der IDM 2017 am Lausitzring
Foto: rop

„Meine Pechsträhne sollte für 2017 nun endlich mal vorbei sein“, hofft Arnaud Friedrich. „Letztes Jahr sind wir hier nicht mit der IDM an den Start gegangen. 2015 konnte ich im Yamaha-R6-Cup jedoch einen 5. Platz einfahren“, erklärt der schnelle Limbach-Oberfrohnaer. „Mal schauen, wo ich mich mit der 1000er BMW platzieren kann.“

Arnaud Friedrich 2017 bei der IDM am Lausitzring
Foto: rop

Optimistisch äußert er: „Hochmotiviert bin ich auf jeden Fall. Und dass es zeitentechnisch für Top10-Platzierungen reichen würde, habe ich diese Saison schon oft gezeigt.“

Arnaud mit Pech am Lausitzring

Das ziemlich düstere Wochenende vom Lausitzring, wo die IDM Superbike 1000 im Rahmen der FIM World Superbike Championship startete, hat der Youngster inzwischen gut verwunden. Dort war Arnaud nach einem Trainingssturz in Q2 auch beim Rennen am Samstag nicht ins Ziel kommen. Bereits in der ersten Runde war er von einem anderen Fahrer abgeschossen worden.
In Lauf 2 am Sonntag hatte er Probleme, seinen Rhythmus zu finden. Im Laufe des Rennens konnte er sich jedoch fangen und erkämpfte mit vernünftigen Rundenzeiten ein paar Plätze zurück.
Ein 13. Platz und Platz 15 im Gesamtklassement war die bescheidenen Ausbeute des Wochenendes am Lausitzring.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2017
Foto: rop

Ein dankbarer Arnaud Friedrich

Trotz seines Frusts fand Arnaud dankbare Worte: „Danke an mein Team Van Zon – Remeha – BMW für die tolle Zusammenarbeit an diesem Wochenende, an LSG Racing, an Rico Penzkofer und Wanni Bagolan, die persönlich mit vor Ort waren sowie an alle Sponsoren und Fans fürs Daumendrücken. Gratulation natürlich an meinen Teamkollegen Markus Reiterberger zum Meistertitel und die besten Genesungswünsche an Danny de Boer. Wir seh‘n uns hoffentlich alle fit und munter in Oschersleben.“

Arnaud Friedrich bei der IDM 2017 am Lausitzring
Foto: rop

Mehr von Arnaud gibt’s auf seiner Homepage oder auch auf seiner Seite bei Facebook zu sehen und zu lesen.

Arnaud Friedrich: mit starken Aufholjagden in die Punkte

Arnaud Friedrich
Foto: Felix Wießmann/FW-Fotografie & Design

Bei den Läufen zur IDM Superbike auf dem TT Circuit in Assen fuhr Arnaud Friedrich am Wochenende in beiden Läufen in die Punkte und hat damit das Beste aus den bescheidenen Voraussetzungen herausgeholt. Nach einem Sturz im Qualifying musste der junge Limbach-Oberfrohnaer von Startplatz 30 ins Rennen gehen und kämpfte sich in beiden Läufen jeweils in die Punkteränge. Platz 12 im ersten und Platz 15 im zweiten Lauf waren die Endresultate in Assen.

Arnaud Friedrich IDM Superbike 2017 Assen
Foto: Felix Wießmann/FW-Fotografie & Design

Arnaud resümierte die Rennen mit den Worten: „Sonntag war tolles Rennwetter. Mit P30 hatte ich mich abgefunden, und es konnte nur abenteuerlich werden. Ich war bis in die Haarspitzen motiviert, und ich wusste, ich werde zwei klasse Rennen fahren. So kam es dann ja auch: Das erste Rennen machte richtig Spaß, und ich konnte mich mit tollen Zweikämpfen durchs Mittelfeld kämpfen. Leider gab‘s im zweiten Rennen den Abbruch und das vorzeitige Ende.“
Zu den Ergebnissen meinte er weiter: „P12 und P15 klingen jetzt nicht so nach der großen Beute, aber ich habe ein paar Pünktchen für die Meisterschaft ergattert, und mein Konto mit den Erfahrungswerten ist auch größer geworden. Es war einfach gesagt toller Rennsport in Assen.“

IDM Assen 2017 - Arnaud Friedrich
Foto: Felix Wießmann/FW-Fotografie & Design

Auch für sein Team, das Van Zon – Remeha – BMW Superbike Team, fand der schnelle Youngster wieder Worte voll des Lobes und der Dankbarkeit: „An dieser Stelle auch noch einmal danke an mein Team, das mich aufgemuntert und aus meiner kurzen mentalen Krise geholt hat. Danke für die tolle Zusammenarbeit, speziell an meine Jungs, Robert und Fabian, an BMW für das Hammer-Bike, meine Sponsoren und an euch da draußen fürs Daumendrücken. Wir sehen uns hoffentlich am kommenden Wochenende am Lausitzring.“

Mehr zum Rennen und zu den Ergebnissen seiner Team-Kollegen vom Van Zon – Remeha – Superbike Team könnt Ihr hier nachlesen.