Max Enderlein kürt sich in Spielberg zum Meister

Das M32 Racing Team mit Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig zeigte beim Lauf der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) am Red Bull Ring in Spielberg eindrucksvolle Trainingsleistungen und starke Qualifyings. Zwar konnte das Team diese Performance nur bedingt in gute Ergebnisse ummünzen, aber nichtsdestotrotz sicherte sich Max Enderlein in Österreich vorzeitig den Meistertitel in der Klasse IDM Supersport.

Max Enderlein am Red Bull Ring auf Titelkurs in der Klasse IDM Supersport - Foto: ©idm.de/Dino Eisele
Max Enderlein am Red Bull Ring auf Titelkurs in der Klasse IDM Supersport – Foto: ©idm.de/Dino Eisele

Nach den kombinierten Zeiten aus den beiden Freien Trainings lagen Max und Jan-Ole in den Top 5. Max hielt mit 1.38,329 min den 3. Platz während Jan-Ole mit einer 1.39,136 auf Platz 4 fuhr.
In den Qualifyings gab es für die beiden Jungs nochmals eine ordentliche Zeitenverbesserung. Am Ende stellte Jan-Ole seine Yamaha dank der Hilfe seines Teamkollegen mit einer 1.37,895 min auf den sensationellen 2. Startplatz hinter WM-Pilot und Gaststarter Patrick Hobelsberger. Max belegte mit einer Rundenzeit von 1.37,951 min Startplatz 4 hinter dem Lokalmatador Andreas Kofler.

Foto: ©idm.de/Dino Eisele
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Die Rennen von Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig

In den Rennen taten sich die beiden Piloten des M32 Racing Team dann doch sichtlich schwerer als erwartet. In Rennen 1 belegte Jan-Ole Jähnig den guten 4. und Max Enderlein den 6. Platz. Im zweiten Lauf – nach dem Re-Start, weil das Rennen durch einen Sturz abgebrochen werden musste – schied Jan-Ole sturzbedingt aus. Max kam erneut auf Platz 6 über den Zielstrich.
Durch die seine Platzierungen und den äußerst geringen Abstand zu seinem direkten Konkurrenten im Titelkampf Luca de Vleeschauwer, der jeweils auf P7 und P5 ins Ziel kam, konnte sich Max bereits am Red Bull Ring vorzeitig den Meistertitel der Klasse IDM Supersport sichern.

Foto: ©idm.de/Dino Eisele
Foto: ©idm.de/Dino Eisele

Max Enderlein:
„Wir sind am Freitag richtig gut in die Sessions reingekommen. Die Trainings und Qualifyings liefen eigentlich wirklich gut. Wir hatten mit Jan-Ole in Reihe 1 und mir auf Startplatz 4 gute Ausgangspositionen für die Rennen.

Ich persönlich bin am Sonntag mit dem Ziel in die Rennen gegangen, unbedingt an Hobelsberger dranzubleiben. Dessen Motorrad hatte spürbar mehr Leistung. Das hat im ersten Rennen relativ gut funktioniert, denn direkt nach dem guten Start konnte ich mich auf Platz 3 positionieren. Allerdings war nach einem kleinen Fahrfehler von mir der Windschatten weg. Von da an war es unsagbar schwierig, an der Spitze länger dranzubleiben. Dann kam der Zug von hinten und mit dieser Gruppe und den Attacken hatte ich gut zu tun, um die Position einigermaßen zu halten. Ich hab mich daraufhin auf Luca de Vleeschauwer konzentriert, um vor ihm ins Ziel zu kommen. Das ist mir ja auch schlussendlich gelungen. Unser Anspruch war allerdings nicht dieses Ergebnis, sondern das Podium.

Ähnlich verlief es dann auch im zweiten Rennen. Dort hab ich in Runde 2 oder 3 gemerkt, dass an meinem Motorrad die Kupplung rutscht und ich mich immer stärker werdenden Problemen zu kämpfen hab. Wir hatten Glück, dass wir durch den Rennabbruch das Motorrad nochmal runter kühlen konnten. Wir haben dadurch das Kupplungsproblem etwas mindern können. Mit kontrolliertem Fahren konnte ich das Rennen dann ganz gut beenden, aber ein Podestplatz war definitiv nicht drin. Ich hab mich wieder an die Fersen von Luca geheftet und das Rennen entsprechend taktisch zu Ende gefahren.

Ich bin nicht ganz so zufrieden mit den Einzelresultaten vom Wochenende, jedoch richtig happy mit dem Meistertitel, der natürlich richtig super toll ist. Wir haben das uns gesteckte Ziel vorfristig erreicht. Darauf sind wir alle mega stolz. Mein Dank gilt natürlich in erster Linie meiner Familie, die immer mit dabei ist und mich unterstützt, aber selbstverständlich auch dem ganzen Team sowie den Sponsoren und Unterstützern, ohne die das alles nicht möglich wäre.

Jetzt versuchen wir natürlich zum Saisonabschluss am Hockenheimring nochmals anzugreifen. Wir hatten zwar hier in Spielberg ein bisschen Pech, aber wir können trotzdem alle mächtig stolz sein, denn die Teamleistung war super. Jetzt geht’s also zum Finale nach Hockenheim.“

Foto: ©idm.de/Dino Eisele
Foto: ©idm.de/Dino Eisele

Jan-Ole Jähnig:
„Ich bin mit dem Wochenende eigentlich sehr zufrieden, auch wenn das letzte Rennen das Ergebnis ein bisschen trübt.

Das Rennwochenende hat gut angefangen. Wir waren von Beginn an gut vorne bei der Musik dabei. Die Qualis verliefen gut. Durch „Endu“ (Max Enderlein) konnte ich eine gute Rundenzeit fahren. Wir hatten eine gute Pace und konnten diese auch in den Rennen zeigen.

Leider hab ich in den Startphasen immer ziemlich viel verloren. Das ist auf jeden Fall ein Punkt, an dem ich noch arbeiten muss, weil ich mir dadurch die Rennen kaputtmache. Der Speed ist da, um vorne mitzufahren. Aber es ist natürlich bescheiden, wenn man am Start immer viele Positionen verliert.

Diese Situation ist natürlich auch ein Grund für den Sturz im letzten Rennen, weil ich irgendwo auf den Plätzen 6 oder 7 war und unbedingt wieder nach vorne wollte. Aber mit der Brechstange macht sich das immer schlecht. Ich hab logischerweise für das Rennen einen ganz anderen Ausgangspunkt, wenn ich gleich vorne bin und bleibe.

Aber ansonsten bin ich echt zufrieden mit dem Wochenende und hoffe, dass wir in Hockenheim beim Saisonfinale noch einmal angreifen können.“

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