Joshua Bauer mit furiosem Rennen in Spanien

Joshua Bauer bei der Pre-Moto3 2016 in Jerez
Foto: Team Joshua Bauer Racing 58 / Pepe Sanchis Photo

Joshua Bauer hat in der Spanischen Motorradmeisterschaft RFME ein weiteres Achtungszeichen gesetzt. Der Fahrer vom Leistungszentrum des ADAC Sachsen fuhr auf dem Grand-Prix-Kurs von Jerez de la Frontera in der Klasse Pre-Moto3 das erste Mal unter die ersten Zehn.
Der 12-jährige Limbacher beendete das zweite Rennen am Pfingstsonntag als Neunter. In einem furiosen Finish im Kampf Ellenbogen gegen Ellenbogen war er auf der Zielgeraden die Winzigkeit von einer Tausendstelsekunde schneller als der Spanier Adam Iniguez.

Joshua Bauer bei der Pre-Moto3 2016 in Jerez
Foto: Team Joshua Bauer Racing 58

„Mein Start ins erste Rennen war sehr gut. Mir gelang es, mich auf die 6. Position zu schieben. Ich wurde aber schon ab Runde 3 in heftige Positionskämpfe verwickelt und dadurch etwas aus meinem Rhythmus gebracht“, resümierte Joshua den ersten Lauf des Wochenendes. „Besonders die letzte Kurve vor Start und Ziel nutzten meine Gegner, um mich auszubremsen. Also ging es munter von Platz 6 auf 14 und wieder zurück auf 10. Die Kämpfe waren sehr unterhaltsam aber auch sehr anstrengend für mich. Und so beendete ich das erste Rennen auf Platz 12 – nicht ganz das, was ich mir vorgenommen hatte, aber immerhin noch Meisterschaftspunkte.“
Damit hatte der junge Vogtländer aber zumindest das gleiche Ergebnis wie beim Saisonauftakt in Albacete erreicht.

Joshua Bauer bei der Pre-Moto3 2016 in Jerez
Foto: Team Joshua Bauer Racing 58 / Pepe Sanchis Photo

In seinem Fazit zum zweiten Rennen erklärte Joshua Bauer:
„Am Sonntag stürzte ich im Warmup, weil ich nicht voll konzentriert war. Das Rennen ging ich dann entsprechend fokussiert an. Der Start war wieder sehr gut, und ich fand mich erneut in einer Kampfgruppe zwischen Platz 8 und 15 wieder. Es ging heftig zur Sache und ich kämpfte gegen Rennende um Platz 9. Ich hatte aus dem ersten Rennen gelernt, und diesmal überholte mich in der letzten Kurve niemand mehr. Und genau in dieser Kurve setzte ich in der letzen Runde auf der Kurvenaußenseite ein Überholmanöver an, um dann Ellbogen an Ellbogen mit meinem Gegner über die Ziellinie zu fahren.“

Joshua Bauer bei der Pre-Moto3 2016 in Jerez
Foto: Team Joshua Bauer Racing 58 / Pepe Sanchis Photo

Das Talent aus Limbach im Vogtland ist der jüngste Pilot in einem hochkarätigen Fahrerfeld. In der Spanischen Meisterschaft liegt Joshua Bauer, der für das spanische Team Monlau-Competicion von Emilio Alzamora startet, gegenwärtig mit 15 Punkten auf Platz 11 der Gesamtwertung.

„Die Veranstaltung in Jerez war extrem wichtig für mich, da ich hier zwei Rennen fahren konnte“, erklärte er abschließend. „Leider begannen wir am Donnerstag bei regnerischem Wetter, was eigentlich nicht die Regel für diese Jahreszeit in Andalusien ist. Trotzdem konnte ich ein gutes Gefühl aufbauen und kam mit den Regenreifen gut zurecht. Ich hatte keinen Crash und mit viel Vertrauen beendete ich den Tag. Ab Freitag schien endlich die ersehnte Sonne und in nur zwei Sessions kam ich ganz gut in Fahrt. Am Samstag konnte ich mich in den zwei Qualis kontinuierlich steigern und qualifizierte mich für die 3. Startreihe auf Platz 8. Ich habe wieder extrem dazu gelernt, besonders die harten Kämpfe waren sehr lehrreich. Meinen Abstand zur Spitze konnte ich wieder verringern und war erstmals ich vor einem meiner Teamkollegen. Das gibt mir viel Selbstvertrauen und als nächstes kommt eine meiner Lieblingsstrecken – vamos a Alcarras.“

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