Das Team Peugeot Motocycles Saxoprint und Alexis Masbou gehen getrennte Wege

Peugeot Motocycles Saxoprint trennt sich von Alexis Masbou
Foto: Peugeot Motocycles Saxoprint/Fritz Glänzel

Das Team Peugeot Motocycles Saxoprint und Alexis Masbou kamen zu dem Schluss, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Nach den anfänglichen Top-Leistungen des Franzosen – 2015 glänzte er noch mit einem Saison-Auftaktsieg in Qatar – zeigte dessen Formkurve beständig bergab. Auch der Hersteller-Wechsel des Teams Saxoprint RTG von Honda auf Peugeot und die Umstrukturierung innerhalb des Teams, das seit 2016 als Peugeot Motocycles Saxoprint mit Maschinen des französischen Herstellers an den Start geht, brachten bei Alexis Masbou keine Änderung. Es lief nicht mehr viel zusammen.

Peugeot Motocycles Saxoprint Alexis Masbou am Sachsenring 2016
Alexis Masbou beim Grand Prix am Sachsenring 2016. Foto: rp

„Nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte 2016, in welcher der erfahrene Pilot aus Frankreich mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, um sich an die brandneue Peugeot Moto3 Rennmaschine des Teams zu gewöhnen, entschieden beide Parteien die Zusammenarbeit in guten Einvernehmen zu lösen“, heißt es in der Pressemitteilung des Teams vom 8. August 2016.

Teammanager Terrell Thien wird dort mit den Worten zitiert:
„Nach etlichen gemeinsamen Gesprächen während der vergangenen Wochen mit dem Management des Teams und unserem Fahrer Alexis kamen wir zu dem Entschluss, unsere Zusammenarbeit zu beenden. Alexis hat eine schwierige erste Saisonhälfte erlebt. Er war oftmals nicht in der Lage das Motorrad entsprechend abzustimmen. Das führte unbefriedigenden Ergebnissen für beide Seiten. Nach neun Rennen ist sein Punktestand immer noch bei null. Diese Tatsache ist inakzeptabel. Die Geschäftsleitung sowie alle Teammitglieder in Peugeot Motocycles SAXOPRINT wünschen Alexis alles Gute und viel Erfolg für seine weitere Karriere.”

Peugeot Motocycles Saxoprinttrennt sich von Alexis Masbou
Teammanager Terrell Thien (hinten links) neben Alexis Masbou. Foto: Peugeot Motocycles Saxoprint/Friedrich Weisse

Nun zog das Team also die Reißleine. Nach den zuletzt stets mittelmäßigen Leistungen, die wohl der Demotivation des Fahrers als auch den Ungereimtheiten im Team sowie den nicht ganz konkurrenzfähigen Maschinen geschuldet waren, ist das die einzig logische Konsequenz.

Peugeot Motocycles Saxoprint trennt sich von Alexis Masbou
Alexis Masbou (vorne rechts) bei der Sponsoren-Veranstaltung des Teams am Sachsenring. Foto: rp

Das Alter von Alexis Masbou kam bei den Verhandlungen noch erschwerend hinzu. Nächstes Jahr hätte er mit seinen 29 Jahren nämlich nicht mehr in der Moto3-Klasse starten dürfen.
Damit wird bei Peugeot Motocycles Saxoprint Platz für frisches Blut, für einen „jungen Wilden“ aus der Junior-WM, der jetzt seinen Willen beweisen und in der Moto3-Weltmeisterschaft Leistung zeigen kann.

Albert Arenas Ovejero fährt für das Team Peugeot Motocycles Saxoprint

Ab sofort ersetzt Albert Arenas Ovejero, der bisher in Spanien in der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship startete, den Franzosen. Arenas fährt in der Moto3-Junior-WM für das Team MRW-Mahindra-Aspar und liegt in der Gesamtwertung derzeit auf Platz 6. Die Mahindra MGP3O, die Arenas in Spanien pilotiert, ist baugleich mit der Moto3-Maschine von Peugeot.

Mit Ingo Prüstel, Inhaber der Spedition Prüstel, der seit dem Grand Prix am Sachsenring offiziell als neuer Team-Eigner feststeht, ist nun wieder Stabilität ins Team zurückgekehrt. Unter der Geschäftsführung seines Sohnes Florian Prüstel sind die Wege für die Zukunft des Teams bereits ein ganzes Stück weit geebnet.

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