ADAC SimRacing Cup mit neuen Terminen

ADAC SimRacing Cup 2020 mit neuen Terminen
Foto: ADAC Sachsen e. V./ADAC Südbayern e. V.

Der ADAC SimRacing Cup startet bald in seine KickOff-Saison. Dafür gibt nur noch wenige freie Startplätze.
Um Interessierten noch etwas Zeit zur Einschreibung zu geben, wurde der Termin für den Nennschluss nun um eine Woche nach hinten verschoben: auf den 02.11.2020.

Der Cup wird bundesweit in einer Region an den Start gehen, soll aber in Zukunft in verschiedenen Regionen parallel starten, um mehr SimRacern eine Teilnahme am Cup zu ermöglichen.

ADAC SimRacing Cup – der neue Zeitplan

Durch die Zusammenlegung der ursprünglich geplanten Regionen Süd und Nord ergeben sich neue Termine und ein geänderter Zeitplan für die virtuellen Rennen:

EventTerminStrecke
Liga-Qualifikation04.11.2020Laguna Seca
Event 117.-19.11.2020Zandvoort
Event 201.-03.12.2020Imola
Event 315.-17.12.2020Nürburgring GP
Event 412.-14.01.2021Zolder
aktualisierter Terminplan der Saison

Kurze Cup-Regelkunde

Die Liga-Qualifikation, bei der sich entscheidet, welche Fahrer in welcher Liga fahren, findet am Mittwoch, den 04.11.2020, statt.
Der Rahmenzeitplan der drei Ligen teilt sich auf drei unterschiedliche Wochentage auf: Liga 3 fährt dienstags, Liga 2 mittwochs und Liga 1 am Donnerstag.
Beginn ist jeweils um 17:45 Uhr mit der Fahrereinsatzbestätigung. Anschließend erfolgt das Briefing, danach die Trainings, das Qualifying und die Rennen. Abschließend finden die Siegerinterviews statt. Gegen 21:00 Uhr wird das jeweilige Event abgeschlossen sein.

Alle Informationen zum ADAC SimRacing Cup und das Einschreibeformular gibt es online auf der Cup-Webseite.

ADAC Kart Cup präsentierte sich in Wackersdorf

Ostdeutscher ADAC Kart Cup präsentierte sich 2020 in Wackersdorf
Foto: ADAC Sachsen/Michael Schulz

Der Ostdeutsche ADAC Kart Cup präsentierte sich am vergangenen Wochenende (dem 17. und 18.10.2020) im oberpfälzischen Wackersdorf erneut in Bestform, obwohl sich die Entwicklung des COVID-19-Infektionsgeschehens aktuell zuspitzt und ein Beherbergungsverbot im Freistaat Bayerns drohte.
Insgesamt 115 Teilnehmer honorierten die Zusammenarbeit mit dem Süddeutschen ADAC Kart Cup. Hier machte Serienkoordinator Mathias Lesch den Zusammenhalt unter den Regionalserien für den Erfolg verantwortlich: „Wenn wir weiterhin unseren Sport ausüben wollen, ist es an jedem Einzelnen sich in der Sache einzubringen.“

Spannende Rennen im ADAC Kart Cup 2020
Foto: ADAC Sachsen/Michael Schulz

Spannende Rennen bei besten Bedingungen

Bei besten Rahmenbedingungen sahen alle Beteiligten hochkarätige Rennen. Auch das Wetter hielt sich an diesem Wochenende an die Prognosen. Alle drei Wertungsläufe der acht Motorenklassen hielten viel Spannung parat. Doch auch wenn die OAKC-Pilotinnen und -Piloten das Glück nicht immer auf ihrer Seite hatten, fanden vorzeitige Titel-Entscheidungen an diesem Wochenende nicht statt. Diese verschieben sich auf das große Saisonfinale in 14 Tagen.

packende Zweikämpfe beim ADAC Kart Cup 2020 in Wackersdorf
Foto: ADAc Sachsen/Michael Schulz

Ostdeutscher ADAC Kart Cup mit spannendem Finale

Das Finale des OAKC findet auf dem 850 Meter langen Lausitzer Rundkurs im sächsischen Lohsa statt. Die Titel-Entscheidungen aller Klassen werden vom 31.10. bis 01.11.2020 dort ausgetragen. Serienkoordinator und Bahnbetreiber Mathias Lesch freut sich bereits auf seine Fahrerschaft: „Daheme ist es eben am schönsten.“

Weitere Infos findet Ihr auch auf der Webseite des ADAC Sachsen.

ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup im Gembdental

Lauf des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Großlöbichau - Foto: Peter Teichmann
Foto: Peter Teichmann

Am 06. September 2020 starteten 50 Teilnehmer zum zweiten Lauf des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Großlöbichau. Unter den Teilnehmern waren auch sieben junge Enduro-Fahrerinnen.

Nach der Schlammschlacht in Hilmersdorf im Erzgebirge in der Vorwoche zeigte sich im Gembdental bei Jena das Wetter von seiner allerbesten Seite. Sonne satt und angenehme Temperaturen sorgten für optimale äußere Bedingungen. Der MSTC Gembdental e.V. im ADAC legte sich ins Zeug, um den Teilnehmern eine super Veranstaltung mit einer abwechslungsreichen Runde und einer großartigen Sonderprüfung zu präsentieren.

Lauf des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Großlöbichau - Foto: Peter Teichmann
Foto: Peter Teichmann

Als früh morgens die Schülerklassen des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup auf die Strecke gingen, war noch Vorsicht geboten, denn in den ersten Runden sorgte der Morgentau für die ein oder andere rutschige Passage. Wenig beeindruckt drehten die Youngster am Gasgriff. Nach sechs Runden stand Marvin Kretschel als Sieger in der Klasse Schüler 50 ganz oben auf dem Treppchen, während die Teilnehmer der Kategorie Schüler 65 noch einen Durchgang mehr zu absolvieren hatten. Hier hatte am Ende Lenny Reimer die Nase vorn wie schon in der Vorwoche in Hilmersdorf.

Lauf des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Großlöbichau - Foto: Peter Teichmann
Foto: Peter Teichmann

Unmittelbar im Anschluss gingen die Klassen Jugend 125 sowie 85 A und 85 B auf den Kurs, der nun deutlich anspruchsvoller gesteckt war. Nicht nur die Gesamtlänge wurde an die größeren Fahrer angepasst, sondern auch die Streckenabschnitte gestalteten sich mit manch kniffliger Auf- und Abfahrt deutlich kerniger. Nach vier Blöcken à zwei Runden siegte Timm Ziegler in der Kategorie 85 B.

Zwei Durchgänge mehr mussten die Fahrer der anderen beiden Wertungsklassen absolvieren. Felix Melnikoff konnte dabei nahtlos an die starke Vorstellung von Hilmersdorf anknüpfen und binnen acht Tagen erneut einen überlegenen Sieg in der Klasse 85 A einfahren.
Bei den 125igern waren die Top Drei der Vorwoche teilweise verletzungsbedingt nicht am Start. Fritz Stamnitz nutzte die Gunst der Stunde und sicherte sich erstmals den obersten Podestplatz.
Die Ladies-Wertung gewann erneut Lina Süßmuth.

Lauf des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Großlöbichau - Foto: Peter Teichmann
Foto: Peter Teichmann

Das Aus für den ADAC Sachsen Enduro-Jugend-Cup nach nur zwei Läufen

Mit der überaus gelungenen Veranstaltung in Großlöbichau ist der ADAC Sachsen Enduro-Jugend-Cup nach nur zwei Läufen allerding bereits wieder beendet. Alle weiteren ursprünglich geplanten Saison-Rennen mussten der COVID-19-Pandemie geschuldet abgesagt werden.

Sarah Heide und die IDM Supersport 300

Sarah Heide auf der Yamaha YZF-R3 in der Motorsportarena Oschersleben. - Foto: ©Sarah Heide/PHOTO-BK.COM
Sarah Heide auf ihrer neuen 300er-Yamaha in der Motorsportarena Oschersleben. – Foto: ©Sarah Heide/PHOTO-BK.COM

Für Sarah Heide, ehemalige Superbike-Fahrerin in der IDM, geht es (hoffentlich noch) 2020 in der Klasse IDM Supersport 300 an den Start.
Dafür sattelte die Zwickauerin vom Team Suzuki-Laux von der 1000er Suzuki GSX-R auf eine Yamaha YZF-R3 um.
Statt „höher, schneller, weiter“ kann man der sichtlich gereiften Rennfahrerin ein „ergonomischer, effizienter, cleverer“ attestieren.

Umstieg und kein Abstieg

„Klar war der Umstieg erstmal komisch“, erklärte Sarah Heide nach dem ersten Test 2019 in Spanien. „Auf der Geraden denkst du echt, du stehst im Vergleich zu den Superbikes, und alle zischen an dir vorbei.“ Schmunzelnd fügte sie hinzu: „ Aber dafür bin ich noch voll am Gas, wenn die bereits ankern. Und in den Kurven fährst du denen dann nach Belieben links und rechts um die Ohren.“
Team-Chef Stefan Laux dazu: „Dieses Laufenlassen durch die Kurven ist schon immer mehr Sarahs Fahrstil. Das konnte sie schon immer gut. Mit der 300er sollte ihr das sehr in die Karten spielen.“ Zu den ersten Kilometern in Spanien sagte er: „Das sah schon sehr vielversprechend aus. Der Umstieg fällt ihr anscheinend leichter als erwartet.“

In Oschersleben arbeitete Sarah weiter daran, ihren Fahrstil an die YZF-R3 anzupassen. - Foto: ©Sarah Heide
In Oschersleben arbeitete Sarah weiter daran, ihren Fahrstil an die YZF-R3 anzupassen. – Foto: ©Sarah Heide

Am Wochenende vom 30. und 31. Mai 2020 war nun für Sarah Heide der erste Test nach der Winter- und Corona-Pause. Dafür ging es mit dem neuen Team-Kollegen Marco Fetz, der in der IDM Superbike Sarahs Kilo-Gixxer übernimmt, in die Motorsportarena Oschersleben.

„Der Test war gut. Ich muss mich nur noch etwas mehr auf die kleine Rennsemmel anpassen“, gab eine zufriedene Sarah Heide zu Protokoll. So kurz nach der langen Pause blieb leider auch ein unfreiwilliger Bodenkontakt nicht aus. Auf die Frage nach ihrem Sturz wiegelte Sarah ab: „Der Sturz war nicht schlimm – nur ein kleiner Konzentrationsfehler von mir.“
Stefan Laux sagte dazu mit einem Schmunzeln: „Sagen wir mal so: Die Erdanziehungskraft war in Oschersleben an einer Stelle größer als die Trägheit der Masse.“ Ansonsten zog er ein Laux-typisches markantes Fazit: „Alles gut.“

Sarah fühlt sich auf der kleinen "Yamsel" inzwischen sichtlich wohl. - Foto: ©Sarah Heide/PHOTO-BK.COM
Sarah fühlt sich auf der kleinen „Yamsel“ inzwischen sichtlich wohl. – Foto: ©Sarah Heide/PHOTO-BK.COM

Sarah Heide – das Umdenken und Einlenken

Die Verletzungen und insbesondere die schwere Knie-Verletzung in der vergangenen Saison zwangen Sarah Heide und Team-Chef Stefan Laux zum Umdenken. Die körperlich schwer beherrschbaren Superbikes taten ihr Übriges dazu. Hier setzt vielen Frauen einfach deren Physiologie Grenzen, die selbst durch extremes Training oft nicht entscheidend genug veränderbar sind.

Das mussten sich auch Sarah und ihr Chef eingestehen.
„Ich hatte mir schon eine Weile darüber Gedanken gemacht, dass die Superbike-Klasse für Sarah ganz schön heavy ist“, erklärte Stefan Laux Ende 2019. „Dadurch, dass sie so oft verletzt war, wurde die Sache auch nicht einfacher. Ich denke, dass es die richtige Entscheidung war, den Stecker zu ziehen und sich neu aufzustellen“, führte er weiter aus.

Sarah hier noch auf der Suzuki GSX-R 1000 beim IDM-Lauf 2019 am Eurospeedway Lausitz. - Foto: ©Roman Pfüller/RP-KonText/Asphaltgeflüster.de
Sarah hier noch auf der Suzuki GSX-R 1000 beim IDM-Lauf 2019 am Eurospeedway Lausitz. – Foto: ©Roman Pfüller/RP-KonText/Asphaltgeflüster.de

Sarah Heide sagte dahingehend: „Es war schwierig für mich – auch durch meine Verletzungen – mich weiterhin zu motivieren, wenn ich sah, dass ich trotz meines harten Trainings auf der Strecke nicht weiter nach vorne kam. Es kostete mich extrem viel Kraft, wenn ich eine Sekunde drauf legen wollte und zermürbte mich.“ Zu ihrem endgültigen Schlussstrich bei den Superbikes erklärte sie: „Auf dem Schleizer Dreieck – mit der erneuten Verletzung am Knie – gab es dann den endgültigen Impuls, etwas ändern zu müssen. Zusammen mit meinem Teamchef arbeiteten wir das neue Projekt heraus, in der SSP 300 an den Start zu gehen.“

Sarah Heide und dem Team Suzuki-Laux wünschen wir für die neuen Wege selbstverständlich alles Gute und viel Erfolg. Wir bleiben natürlich auch weiterhin am Hinterrad und an der Seite des Teams.

News und Informatives zu Sarahs (Renn-)Action findet Ihr auch stets auf Ihrer Webseite.

Julian Puffe und HRP mit erstem Roll-Out

In der vergangenen Woche war für Julian Puffe und Alex Polita vom Team HRP-Holzhauer Racing Promotion die lange Zeit des Wartens endlich vorüber.
Am Wochenende hatten sie die Möglichkeit, vier Tage lang auf zwei verschiedenen Rennstrecken zu testen – erst in der Motorsportarena Oschersleben und gleich danach am Eurospeedway Lausitz.

Julian Puffe beim Roll-out 2020. - Foto: ©Julian Puffe/HRP - Holzhauer Racing Promotion
Endlich wieder im Sattel. – Foto: ©Julian Puffe/HRP – Holzhauer Racing Promotion

„Mit unheimlich viel Vorfreude fuhr ich nach Oschersleben in die Motorsport-Arena, wo ich zum ersten mal die neue Honda CBR 1000 RR-R in der Rennversion sah“, so der sichtlich begeisterte Julian Puffe. „Mein Team HRP – Holzhauer Racing Promotion hat während des Lock-downs viel Zeit und Energie in die Bikes gesteckt. Vor mir stand nun eine wunderschöne Honda Fireblade und ich wollte keine Sekunde länger nur daneben stehen.“

Julian Puffe und seine Erwartungen

„Wir hatten einen großen Testplan mit an die Strecke gebracht und endlich ging es wieder an die Arbeit“, erklärte der schnelle Thüringer. „Ich nutzte jede Runde dafür, mich mit dem neuen Bike vertraut zu machen und meinen Fahrstil anzupassen. Das Hauptaugenmerk lag darauf, eine Grundeinstellung für die Elektronik zu finden und so viele Daten wie nur möglich zu erfahren. „

Neue Honda, neue Abstimmungen - alte Leidenschaft. - Foto: ©Julian Puffe/HRP - Holzhauer Racing Promotion
Endlich wieder im Sattel. – Foto: ©Julian Puffe/HRP – Holzhauer Racing Promotion

Vier Tage – zwei Rennstrecken

Nach zwei absolvierten Testtagen in Oschersleben ging es noch am letzten Abend mit dem gesamten Team weiter zum Lausitzring. Schnell wurde die Box aufgebaut und alles vorbereitet für den anstehenden Morgen. Weiter ging das Testprogramm mit der Abstimmung der Federelemente und dem Anpassen der Geometrie. Des Weiteren wurden diverse Racing-Parts und Sitzpositionen getestet. „Wir konnten in den vier Tagen unheimlich viel über das neue Motorrad lernen“, zieht ein zuversichtlicher Julian Puffe das Fazit. „All die Daten werden uns nun helfen, ein gutes Basis-Setup zu schaffen.“

Endlich wieder Schräglagen fahren in dieser schrägen Zeit! - Foto: ©Julian Puffe/HRP - Holzhauer Racing Promotion
Endlich wieder Schräglagen fahren in dieser schrägen Zeit! – Foto: ©Julian Puffe/HRP – Holzhauer Racing Promotion

Julian Puffe blickt positiv in die Zukunft

Julian Puffe weiter: „Auch wenn es noch nicht um eine Zeitenjagd ging, war es ein unglaubliches Gefühl, nach dieser langen Zeit wieder auf dem Motorrad zu sitzen.“ Jetzt werden bei HRP-Holzhauer Racing Promotion noch ein paar Handgriffe getätigt, bis es in wenigen Wochen wieder auf die Piste geht.

„Wir werden aus der rennfreien Zeit das beste machen und treten umso stärker beim ersten Rennen an“, ist sich Julian Puffe sicher.

Mehr Infos findet Ihr auch auf der Webseite von Julian.

Julian Puffe gast endlich wieder an!

Julian Puffe ließ es seit der vergangenen Woche beim Motocross- und Supermoto-Training endlich wieder fliegen. Gemeinsam mit Toni Finsterbusch, Max Enderlein und anderen Racern ging er auf die Pisten.

Julian Puffe kann endlich wieder auf dem Bike trainieren. - Foto: ©Julian Puffe
Julian Puffe endlich wieder beim Motocross-Training 2020 – Foto: ©Julian Puffe

„Nach dieser langen Zeit ohne motorisierte Zweiräder, ist nun endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, so Julian Puffe. Seit der vergangenen Woche haben einige Kart-Bahnen und Motocross-Strecken wieder ihre Tore geöffnet. „Zusammen mit meiner Trainingsgruppe stieg ich wieder ins Rundstrecken-Training ein und wir drehten etliche Meter auf verschieden Motocross- und Supermoto-Strecken“, frohlockte der Puffinator. „Ein Wahnsinns Gefühl endlich wieder am Gasgriff zu drehen!“

In sämtlichen Sozialen Medien waren verzweifelte Statements der ganzen Fahrverrückten aus allen Serien zu lesen. Jeder hatte und hat Hummeln im Hintern. Jedermann – Fahrer wie auch Fans – vermissen das Race-Feeling schmerzlich.

Julian Puffe beim Supermoto-Training 2020 - Foto: ©Julian Puffe
Der „Puffinator“ am vergangenen Wochenende am Erzgebirgsring beim Supermoto-Training. – Foto: ©Julian Puffe

„Die Winterpause nach einer Saison ist meist sehr lang. In dieser Zeit bereitet man sich akribisch auf das anstehende Rennjahr vor und kann es kaum erwarten, wieder aufs Bike zu steigen“, verlautbarte der lange Thüringer in seiner aktuellen Pressemitteilung. „Topfit und mit hohen Erwartungen flog ich zusammen mit meinem neuen Team HRP-Honda nach Spanien zum ersten Test. Nachdem alles super lief und ich endlich den Winterrost abschütteln konnte, kam der Lock-down durch die Corona-Krise. Kurz nachdem alles wieder begann wurde alles auf null gefahren.“

Wie es für Julian Puffe weiterging? „Ich hielt mich weiterhin mit körperlichen Training fit und fuhr etliche Kilometer auf dem Rennrad. In meinem E-Mail-Postfach bekam ich eine Nachricht nach der anderen, dass Rennveranstaltungen abgesagt werden.“

Julian Puffe und seine Rennfahrer-Kollegen haben sich's ordentlich gegeben! - Foto: ©Julian Puffe
Julian und seine Rennfahrer-Kollegen haben sich’s ordentlich gegeben! – Foto: ©Julian Puffe

Julian Puffe und die IDM

„Auch seitens der IDM Saison 2020 gibt es erste gute Anzeichen“, weiß der Schleizer zu berichten. „Der Promoter der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft plant, bis zu sechs Rennveranstaltungen noch in diesem Jahr durchzuführen. Zwei bis drei Veranstaltungen sind als Geister-Rennen in Planung die im Live-Stream übertragen werden sollen“, so Julian Puffe. „Nach der Aufhebung des Großveranstaltungs-Verbots sollen weitere Rennen unter normalen Voraussetzungen stattfinden.“

Der Neuling im Team Holzhauer Racing Promotion kann die nächsten Testkilometer auf der nagelneuen Fireblade kaum erwarten. „Bald werden auch die ersten Testfahrten auf der großen Rennstrecke wieder möglich sein. Dann können wir endlich unser Testprogramm mit der neuen Honda CBR 1000 RR-R fortführen“ teilt Julian Puffe freudig mit. „Bis dahin werde ich keine Trainingsgelegenheit verpassen, um bestens für den Saisonstart gerüstet zu sein!“

Mehr Infos findet Ihr auch stets auf der Webseite des Puffinators.

Sachsenring Classic mit deutschen GP-Assen

Bei der 6. ADAC Sachsenring Classic stehen die deutschen Motorrad-Grand-Prix-Asse der Achtziger- und Neunzigerjahre im Mittelpunkt. Die „Classic“ findet vom 08. bis 10. Mai 2020 statt.

Anton Mang auf Kawasaki - Foto: Thomas Haas
Anton Mang auf Kawasaki – Foto: Thomas Haas

Mang, Wimmer, Bradl und Co. zur Sachsenring Classic am Start

Der 5-fache Weltmeister Anton Mang ist mit seiner Kawasaki der Stargast bei der diesjährigen „Classic“. Der „Toni“ aus Inning ist mit 42 Grand-Prix-Siegen der erfolgreichste deutsche Motorradrennfahrer. Viele Fans werden auch die fünf GP-Erfolge des inzwischen 70-jährigen in Brünn noch in bester Erinnerung haben.

Toni Mang mit seiner Kawasaki - Foto: Michael Sonnick
Toni Mang mit seiner Kawasaki – Foto: Michael Sonnick

Der 5-fache Grand-Prix-Sieger und 250-ccm-Vizeweltmeister von 1991, Helmut Bradl, kommt ebenfalls zum Sachsenring. Der Vater von Moto2-Weltmeister Stefan Bradl lieferte sich 1991 packende Duelle mit dem späteren Weltmeister Luca Cadalora. Der Zahlinger wird am Ring auf seine ehemaligen Konkurrenten Harald Eckl, Jochen Schmid und Martin Wimmer treffen.

Harald Eckl (Vohenstrauß) war 1990 und 1991 Deutscher Meister in der 250-ccm-Klasse. Nach seiner GP-Karriere war Eckl Teamchef vom Aprilia-Team mit Peter Öttl und Steve Jenkner sowie Teamchef vom Kawasaki-Superbike- und -MotoGP-Team.

Jochen Schmid holte 1987 und 1988 die DM-Titel in der 250-ccm-Klasse. In der WM war der Mann aus Backnang 1992 WM-Siebenter. Später stieg er in die Superbike-Klasse um und errang 1995 seinen dritten DM-Titel. Jochen Schmid startete 1996 auch beim Debüt auf dem neuen Sachsenring und stand im zweiten Superbike-Lauf mit Platz 3. auf dem Podium.

Der Münchner Martin Wimmer gewann drei Grand-Prix-Läufe und wurde 1982 und 1985 zweimal WM-Vierter in der 250-ccm-Klasse. Wimmer holte sich vier Deutsche Meistertitel.

Bernd Kassner gelang 1992 der DM-Titelgewinn in der 250-ccm-Kategorie und fuhr auch in der WM in die Punkteränge. Noch erfolgreicher – mit vier DM-Titeln – war sein Onkel Helmut Kassner (Karlsfeld). Helmut Kassner siegte 1974 beim Deutschland-GP auf dem Nürburgring in der 250- und 350-ccm-Klasse – allerdings streikten dort damals die Spitzenpiloten aus Sicherheitsgründen.

Aus dem bayrischen Obing kommen mit Adi Stadler und Markus Ober ebenfalls zwei Deutsche Meister (250 ccm) zum Sachsenring. Stadler startete zuerst in der 125-ccm-Klasse und wurde 1987 Europameister. In der WM stand er 1990 beim GP in Assen als Dritter auf dem Podium. 1993 errang Stadler den DM-Titel. Markus Ober feierte 1997 den DM-Titel. In der WM nahm er 1999 in der 500-ccm-Klasse teil.

Vergünstigte Tickets für die Sachsenring Classic

Für die ADAC Sachsenring Classic gibt es im Vorverkauf vergünstigte Eintrittskarten. Alle Karten sind inklusive Zugang zum Fahrerlager und – je nach Verfügbarkeit – Tribünenzugang auf der T1 . Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
Weitere Informationen über die ADAC Sachsenring Classic gibt es auf deren Homepage.

Julian Puffe im Interview

Julian gab schon zum Saisonstart am Lausitzring 2019 Vollgas. - Foto: Roman Pfüller
Julian gab schon zum Saisonstart am Lausitzring 2019 Vollgas. – Foto: Roman Pfüller

Nach dem spektakulären Aus für Julian Puffe beim Team alpha Racing-Van Zon-BMW, dem schon die überraschende Suspendierung beim BMW-Werksteam in der Endurance-WM vorausgegangen war, folgte kürzlich der der nächste Kracher für den Thüringer – diesmal zum Glück ein positiver Paukenschlag:
Julian Puffe startet 2020 an der Seite von Alex Polita bei Holzhauer Racing Promotion in der IDM Superbike.

Für viele interessierte Beobachter und einige Insider war das der einzig logische Schritt. Es ist eine Win-Win-Situation für Teamchef Jens Holzhauer und auch für Julian. Mit seinen beiden Piloten hat Jens Holzhauer nun nicht nur Podiums- sondern auch Siegerkandidaten. Dem sollte zumindest so sein, wenn die 2020er Honda CBR 1000 RR-R das hält, was die technischen Daten sowie die ganzen Vorschusslorbeeren von Honda und deren (prominenten) Testern versprechen.

Julian Puffe 2020 bei HRP
Julian Puffe und Alex Polita starten 2020 in der IDM bei HRP. – Foto: © Team HRP

Julian Puffe stand mir bei einem kurzen Interview Rede und Antwort. Lest im Folgenden, was mir der Schleizer zur Saison 2019 und zur aktuellen Situation sagte.

2019 war mit dem Vizemeister-Titel deine bisher beste Saison in der IDM. Wie ist dein Resümee dazu?

JP: „Die ersten beiden Drittel der Saison liefen sehr gut. Ich konnte neben zwei Polepositions auch zwei Rennsiege feiern und war lange Zeit Tabellenführer. Das letzte Drittel war leider überschattet von Stürzen und einigen technischen Defekten. Aber ich weiß, woran ich in der kommenden Saison arbeiten muss und werde dann versuchen, alle Fehler meinerseits zu vermeiden.“

Wo lagen nach deiner Meinung die Schwierigkeiten in der zweiten Saisonhälfte bzw. am Saisonende?

JP: „Eigentlich begann alles in Most. Wir haben kein Set-up für das Bike hinbekommen. Dazu kamen technische Defekte sowie Stürze in beiden Rennen. Von da an war irgendwie der Wurm drin und nichts passte mehr zusammen. Aber das ist Rennsport. Es geht nicht immer nur bergauf. Daraus müssen wir lernen und stärker aus so einem Loch wieder rauskommen.“

Der "Puffinator" bei den für ihn schwierigen Rennen im Autodrom Most. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe bei den für ihn schwierigen Rennen im Autodrom Most. – Foto: Roman Pfüller

Wie hast du seitens des Teams erfahren, dass du in der EWC in Sepang nicht fahren wirst?
Geht es nur um das Rennen in Malaysia, wo du aussetzen wirst?

JP: „Das wurde mir gleich nach dem letzten IDM-Rennen in Hockenheim kommuniziert. Um ehrlich zu sein, hatte ich da schon so ein Gefühl, dass ich wohl gar nicht mehr fahren darf.“

Wie hast du erfahren, dass du nicht mehr für alpha Racing-Van Zon-BMW in der IDM fahren wirst?

JP: „Es ging am Ende ums Budget. Wir haben über eine Summe verhandelt die dann kurz vor Weihnachten verdoppelt wurde. Somit wurde ich schnell eliminiert.“

Was waren die genauen Gründe für das Aus bzw. wurden sie dir genannt?

JP: „Budget…“

Kennst Du Vladimir Leonov? Wie stark schätzt du ihn ein?

JP: „Vladimir ist schon damals SSP 600 gegen meinen Bruder gefahren. Er war eigentlich schon immer schnell unterwegs. Ich schätze ihn ziemlich stark ein.“

Wann fand das erste Gespräch mit HRP statt bzw. wann kam nach diesem Aus Jens Holzhauer auf dich zu?

JP: „Wenn wir uns im Fahrerlager begegnet sind haben wir uns schon des Öfteren unterhalten. Nach der Saison bestand kaum noch Kommunikation zu meinem alten Team. Irgendwann dachte ich mir, dass hier irgendwas nicht stimmt und dann habe ich mich auf die Suche nach etwas neuem gemacht.“

Welche anderen Optionen bzw. Anfragen gab es für dich?

JP: „Um ehrlich zu sein: nicht viel. Von da her bin ich froh, in so einem professionellen Team untergekommen zu sein.“

Julian Puffe im Tunnel - volle Konzentration in der Startaufstellung. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe im Tunnel – stets volle Konzentration in der Startaufstellung. – Foto: Roman Pfüller

Was traust du dir und dem Team mit der nagelneuen 2020er Fireblade zu? Honda und die Tester sind ja voll des Lobes über die radikale Fahrmaschine.

JP: „Das werden wir bei ersten Rennen sehen. Ich glaube mein Team wird alles dafür geben, die Motorräder bis zum ersten Rennen konkurrenzfähig zu machen. Wir werden einfach unser bestes geben und schauen dann, wo wir rauskommen. Alles was man über das Motorrad hört und liest klingt gut. Das stimmt mich schon mal sehr positiv!“

Wann wirst du das erste Mal auf der 2020er Fireblade sitzen?

JP: „Wenn alles fertig wird bereits im Februar. Wahrscheinlicher ist aber Anfang März.“

Wie siehst du persönlich den Einstieg von Jonas Folger in die IDM?

JP: „Super gut für die Serie! Für mich ist es interessant, wo ich im Vergleich zu ihm stehe. Es wird eine interessante Geschichte.“

Welches Bike schätzt du in der IDM am stärksten ein? Kannst du eine Art persönliches Ranking nennen?

JP: „Schwer zu sagen – schon allein weil wir noch nicht genau wissen, wo wir uns mit der Honda einfinden. BMW, Yamaha, Kawasaki und Honda werden alle ein gutes Paket haben. Bei Suzuki bin ich mir nicht hundert Prozent sicher, ob sie mit ein paar Updates dazu stoßen können.“

Julian bei seinen starken Heimrennen am Schleizer Dreieck. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe bei seinen starken Heimrennen am Schleizer Dreieck. – Foto: Roman Pfüller

2020 wird die IDM mit den Superbikes im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic am Sachsenring gastieren. Bist du dort am Ring schon gefahren?

JP: „Ich kenne die Strecke noch aus den Jahren 2011 bis 2013. Auf dem Sachsenring konnte ich 2013 im Yamaha R6 Dunlop Cup meinen ersten Sieg feiern. Ich freue mich riesig auf den Kurs.“

Was sind deine Wünsche für das neue Jahr bzw. die neue Saison?

JP: „Ich hoffe, dass das Startformat mit dem „reverse grid“ wieder abgelegt wird. Ansonsten kann ich es einfach kaum erwarten, dass es endlich wieder los geht. Ich wünsche mir einfach, dass es schon März ist und ich wieder auf dem Bike sitzen kann.“

Herzlichen Dank für deine offenen und ehrlichen Antworten, Julian.
Ich wünsche dir für deinen neuen Karriere-Abschnitt alles Gute und maximalen Erfolg.

Weitere Infos zum „Puffinator“ findet ihr auch auf seiner Webseite.

Erstklassige Bedingungen beim ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Dahlen

Nachdem der Saison-Auftakt des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Kemmlitz durch starke Regenfälle und Eiseskälte förmlich im Schlamm versank, hofften bei der Fortsetzung in Dahlen nun alle auf deutlich bessere Bedingungen. Und tatsächlich, das Wetter zeigte sich gnädig und verwöhnte alle Anwesenden mit angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Insgesamt 70 Teilnehmer fanden sich beim zweiten Lauf zum ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup am Dahlener Burgberg ein.

ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup 2019 in Dahlen
Foto: Peter Teichmann

Der Veranstalter, der MSC Dahlen e. V. im ADAC, hatte erneut eine erstklassige Strecke präpariert, die den Aktiven durchweg ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Die Etappe war abwechslungsreich und je nach Klassen unterschiedlich schwer gesteckt. Dazu kam eine sehr flüssig zu fahrende Sonderprüfung, die dennoch genügend Anspruch zu bieten hatte – ein Steinfeld und ein Reifen-Hindernis für die Größten inklusive.

Die Rennen der Klassen im Enduro Jugend Cup

Die beiden Schülerklassen bestritten den ersten Lauf des Tages. Nachdem das Rennen wetterbedingt für die Jüngsten in Kemmlitz abgesagt werden musste, konnte sich nun Willi Süßmuth vom MSC Hänchen e. V. im ADAC als Erster in die Siegerliste der Kategorie 50 ccm in der Saison 2019 eintragen. Auch in der Klasse 65 ccm stand mit Oskar Müller ein neues Gesicht ganz oben auf dem Podium. Dem Fahrer vom SHC Meltewitz e. V. im ADAC gelang der erste Tagessieg, nachdem er sich beim Saison-Auftakt noch knapp geschlagen geben musste.

Im Rennen der Jugendklasse 85 ccm B setzte sich erneut Felix Melnikoff vom MSC Hänchen e. V. im ADAC souverän durch. Damit führt er die Gesamtwertung überlegen mit der Maximalpunktzahl an. Eine ähnlich souveräne Vorstellung bot auch Clemens Voigt. Der junge Fahrer vom Verein Endurofreunde Petersberg e. V. dominierte seine Klasse nach Belieben und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg in der Klasse 85 ccm A.

ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Dahlen
Foto: Peter Teichmann

Ein wahrer Krimi spielte sich bei den Größten ab. Luca Wiesinger (AMC Roth e. V. im ADAC), Niclas-Leon Kallmeyer und Jeremy Nimmrich (beide Off-Road Club Hilmersdorf e. V. im ADAC) lieferten sich einen packenden Schlagabtausch.

Nach neun Wertungsprüfungen hatte Kallmeyer letztendlich denkbar knapp die Nase vorn. Nur eine Sekunde betrug der Vorsprung des Titelverteidigers auf Wiesinger, der lange Zeit geführt hatte. Nimmrich komplettierte als Dritter das Podest – mit weniger als zehn Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Die Damen im ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup

ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup 2019 in Dahlen
Foto: Peter Teichmann

Der Sieg in der Ladies-Wertung ging erstmals an Sina Dehne vom Off-Road Club Hilmersdorf e.V. im ADAC. Der Verein konnte auch die Mannschaftswertung für sich entscheiden.

Die nächste Runde des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup findet am 30.06.2019 in Neiden bei Torgau statt.

Weitere Infos rund um den Enduro Jugend Cup des ADAC Sachsen findet Ihr auch auf dem ADAC Motorsportportal Sachsen.

Arnaud Friedrich auf P12 bei den 24 Stunden von Le Mans

Arnaud Friedrich - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Arnaud Friedrich bei den 24 Stunden von Le Mans 2019 am Circuit Bugatti – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Arnaud Friedrich, der Youngster aus Limbach-Oberfrohna, fuhr bei seiner Frankreich-Premiere auf Platz 12 in der EWC-Wertung (Endurance World Championship). Mit seinen Fahrerkollegen Dominik Vincon und Bartłomiej Lewandowski vom Team LRP Poland belegte er den 25. Gesamtrang auf einer BMW S 1000 RR. Damit wurde das Team zweitbeste BMW in einem äußerst turbulenten Rennen, das für Arnaud und seine Teamkollegen den kuriosen Höhepunkt zwei Kurven vor der Ziellinie finden sollte.

O-Ton von Arnaud:
„Mir tut auf jeden Fall alles weh. Und das ist mal ganz was anderes als die Kurzstreckenrennen. Le Mans ist ein sehr schöner Eindruck für mich geworden, und ich würde das immer wieder machen“, sagte der 19-Jährige, der am Rennsonntag Geburtstag feierte, im Interview mit Toni Börner für Eurosport 2.

Arnaud Friedrich - Circuit Bugatti in Le Mans 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Ein Grund zum Jubeln für Arnaud Friedrich: die 24 Stunden von Le Mans erfolgreich beendet! – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Das Rennen von Arnaud Friedrich

Bereits in der ersten Runde musste Arnaud Friedrich einem Crash ausweichen und fand sich ganz am Ende des Feldes wieder. Innerhalb weniger Runden kämpfte sich der sächsische Pilot zurück und lag am Ende seines ersten Stints mit seiner BMW auf P26.

In der Nacht arbeitete sich das Team dann aussichtsreich und relativ sicher auf Gesamtrang 16 vor. Doch die 24 Stunden von Le Mans wären nicht wären nicht die 24 Stunden von Le Mans, wenn sie nicht ihren eigenen Gesetzen folgen würden.
Zudem kam in der Nacht erschwerend hinzu, dass Arnaud und Dominik abwechselnd fahren mussten, da sich Teamchef und Fahrerkollege Bartłomiej Lewandowski erst einmal schlafen legen musste.

Arnaud Friedrich - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Arnaud bei der legendären 24-Stunden-Hatz in Frankreich. – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Arnaud dazu im Interview mit Toni Börner: „Der Chef hat dann kurzfristig mal gesagt: „Ich geh dann mal schlafen.“ Da mussten wir uns halt abwechseln. Das war auch nicht das Problem. Aber wir müssen mal schauen, wie das jetzt weitergeht.“

Bartłomiej Lewandowski - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Bartłomiej Lewandowski während eines der Boxenstopps bei den 24 Stunden von Le Mans. – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Dominik Vincon sagte kurz vor Arnauds letztem Stint zu Toni Börner: „Ich bin auch ganz froh, dass das Rennen jetzt ein Ende nimmt. Die Nacht hab ich ganz gut überstanden. Aber als unser Chef dann mal ein kurzes Nickerchen gemacht hat und wir ein paar Extra-Stints gefahren sind, das hat mir schon ganz schön zu schaffen gemacht. Aber nichtsdestotrotz sind wir gut durchgekommen.“

Im Lauf der Nacht folgte ein längerer Boxenaufenthalt. Das Team kämpfte mit kleinen Motorproblemen. Gegen Mittag stürzte auch noch Team-Eigner „Bartek“ Lewandowski. So fanden sich Arnaud und das Team LRP Poland gegen Rennende auf P26 wieder.
In seinem letzten Stint, der Arnaud Friedrich über die Ziellinie führen sollte, kämpfte sich der junge Limbach-Oberfrohnaer noch auf den 25. Gesamtrang vor.

Dominik Vincon - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Dominik Vincon zeigte am Circuit Bugatti eine starke Performance. – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Arnaud Friedrich und die 24 Stunden von Le Mans – die unendliche Geschichte

Doch zwei Kurven vor der dem Zielstrich sah der Racer die sogenannte „Spiegelei-Flagge“ – orangefarbener Punkt auf schwarzem Grund – was bedeutet, dass der Fahrer aufgrund eines technischen Problems am Motorrad die Strecke unverzüglich verlassen muss. So sah der Pilot die Ziellinie nicht, und das Team wartete vergeblich an der Boxenmauer, um Arnaud zu gratulieren und sich selbst zu feiern.

Weder Team noch Fahrer konnten diese Aktion begreifen und legten Protest ein. Die Offiziellen begründeten die Disqualifikation mit angeblicher Rauchentwicklung aus dem Auspuff der BMW S 1000 RR. Nach dem Protest und dessen Prüfung wurde die Entscheidung jedoch zurückgenommen und das Team entsprechend auf P25 gesamt beziehungsweise Platz 12 der EWC gewertet. Somit gab es entsprechende WM-Punkte.

Arnaud Friedrich - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Arnaud – alles gegeben und beinahe alles wieder verloren – aber zum Glück ging die Geschichte gut aus. – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Trotz des beendeten Rennens und des guten 12. Platzes behalten die 24 Stunden von Le Mans auf dem Circuit Bugatti für Arnaud Friedrich einen Beigeschmack, denn schon 2018 durfte er kurioserweise nicht starten, weil er für das Rennen einen Tag zu jung war. Der Youngster ist damals als jüngster Teilnehmer bei den 24 Stunden von Le Mans genau am Renntag 18 Jahre alt geworden. Somit erreichte er das vorgeschriebene Mindestalter zu spät und seine Trainingszeiten wurden ihm aberkannt. Dadurch durfte er dann schlussendlich am Rennen nicht teilnehmen.

Weitere Infos zu Arnaud, seinem Team und den Rennen findet Ihr zum Beispiel auch auf Arnauds Facebook-Seite und ebenso auf der Facebook-Seite des Teams LRP Poland.