Sarah Heide und die IDM Supersport 300

Sarah Heide auf der Yamaha YZF-R3 in der Motorsportarena Oschersleben. - Foto: ©Sarah Heide/PHOTO-BK.COM
Sarah Heide auf ihrer neuen 300er-Yamaha in der Motorsportarena Oschersleben. – Foto: ©Sarah Heide/PHOTO-BK.COM

Für Sarah Heide, ehemalige Superbike-Fahrerin in der IDM, geht es (hoffentlich noch) 2020 in der Klasse IDM Supersport 300 an den Start.
Dafür sattelte die Zwickauerin vom Team Suzuki-Laux von der 1000er Suzuki GSX-R auf eine Yamaha YZF-R3 um.
Statt „höher, schneller, weiter“ kann man der sichtlich gereiften Rennfahrerin ein „ergonomischer, effizienter, cleverer“ attestieren.

Umstieg und kein Abstieg

„Klar war der Umstieg erstmal komisch“, erklärte Sarah Heide nach dem ersten Test 2019 in Spanien. „Auf der Geraden denkst du echt, du stehst im Vergleich zu den Superbikes, und alle zischen an dir vorbei.“ Schmunzelnd fügte sie hinzu: „ Aber dafür bin ich noch voll am Gas, wenn die bereits ankern. Und in den Kurven fährst du denen dann nach Belieben links und rechts um die Ohren.“
Team-Chef Stefan Laux dazu: „Dieses Laufenlassen durch die Kurven ist schon immer mehr Sarahs Fahrstil. Das konnte sie schon immer gut. Mit der 300er sollte ihr das sehr in die Karten spielen.“ Zu den ersten Kilometern in Spanien sagte er: „Das sah schon sehr vielversprechend aus. Der Umstieg fällt ihr anscheinend leichter als erwartet.“

In Oschersleben arbeitete Sarah weiter daran, ihren Fahrstil an die YZF-R3 anzupassen. - Foto: ©Sarah Heide
In Oschersleben arbeitete Sarah weiter daran, ihren Fahrstil an die YZF-R3 anzupassen. – Foto: ©Sarah Heide

Am Wochenende vom 30. und 31. Mai 2020 war nun für Sarah Heide der erste Test nach der Winter- und Corona-Pause. Dafür ging es mit dem neuen Team-Kollegen Marco Fetz, der in der IDM Superbike Sarahs Kilo-Gixxer übernimmt, in die Motorsportarena Oschersleben.

„Der Test war gut. Ich muss mich nur noch etwas mehr auf die kleine Rennsemmel anpassen“, gab eine zufriedene Sarah Heide zu Protokoll. So kurz nach der langen Pause blieb leider auch ein unfreiwilliger Bodenkontakt nicht aus. Auf die Frage nach ihrem Sturz wiegelte Sarah ab: „Der Sturz war nicht schlimm – nur ein kleiner Konzentrationsfehler von mir.“
Stefan Laux sagte dazu mit einem Schmunzeln: „Sagen wir mal so: Die Erdanziehungskraft war in Oschersleben an einer Stelle größer als die Trägheit der Masse.“ Ansonsten zog er ein Laux-typisches markantes Fazit: „Alles gut.“

Sarah fühlt sich auf der kleinen "Yamsel" inzwischen sichtlich wohl. - Foto: ©Sarah Heide/PHOTO-BK.COM
Sarah fühlt sich auf der kleinen „Yamsel“ inzwischen sichtlich wohl. – Foto: ©Sarah Heide/PHOTO-BK.COM

Sarah Heide – das Umdenken und Einlenken

Die Verletzungen und insbesondere die schwere Knie-Verletzung in der vergangenen Saison zwangen Sarah Heide und Team-Chef Stefan Laux zum Umdenken. Die körperlich schwer beherrschbaren Superbikes taten ihr Übriges dazu. Hier setzt vielen Frauen einfach deren Physiologie Grenzen, die selbst durch extremes Training oft nicht entscheidend genug veränderbar sind.

Das mussten sich auch Sarah und ihr Chef eingestehen.
„Ich hatte mir schon eine Weile darüber Gedanken gemacht, dass die Superbike-Klasse für Sarah ganz schön heavy ist“, erklärte Stefan Laux Ende 2019. „Dadurch, dass sie so oft verletzt war, wurde die Sache auch nicht einfacher. Ich denke, dass es die richtige Entscheidung war, den Stecker zu ziehen und sich neu aufzustellen“, führte er weiter aus.

Sarah hier noch auf der Suzuki GSX-R 1000 beim IDM-Lauf 2019 am Eurospeedway Lausitz. - Foto: ©Roman Pfüller/RP-KonText/Asphaltgeflüster.de
Sarah hier noch auf der Suzuki GSX-R 1000 beim IDM-Lauf 2019 am Eurospeedway Lausitz. – Foto: ©Roman Pfüller/RP-KonText/Asphaltgeflüster.de

Sarah Heide sagte dahingehend: „Es war schwierig für mich – auch durch meine Verletzungen – mich weiterhin zu motivieren, wenn ich sah, dass ich trotz meines harten Trainings auf der Strecke nicht weiter nach vorne kam. Es kostete mich extrem viel Kraft, wenn ich eine Sekunde drauf legen wollte und zermürbte mich.“ Zu ihrem endgültigen Schlussstrich bei den Superbikes erklärte sie: „Auf dem Schleizer Dreieck – mit der erneuten Verletzung am Knie – gab es dann den endgültigen Impuls, etwas ändern zu müssen. Zusammen mit meinem Teamchef arbeiteten wir das neue Projekt heraus, in der SSP 300 an den Start zu gehen.“

Sarah Heide und dem Team Suzuki-Laux wünschen wir für die neuen Wege selbstverständlich alles Gute und viel Erfolg. Wir bleiben natürlich auch weiterhin am Hinterrad und an der Seite des Teams.

News und Informatives zu Sarahs (Renn-)Action findet Ihr auch stets auf Ihrer Webseite.

Julian Puffe und HRP mit erstem Roll-Out

In der vergangenen Woche war für Julian Puffe und Alex Polita vom Team HRP-Holzhauer Racing Promotion die lange Zeit des Wartens endlich vorüber.
Am Wochenende hatten sie die Möglichkeit, vier Tage lang auf zwei verschiedenen Rennstrecken zu testen – erst in der Motorsportarena Oschersleben und gleich danach am Eurospeedway Lausitz.

Julian Puffe beim Roll-out 2020. - Foto: ©Julian Puffe/HRP - Holzhauer Racing Promotion
Endlich wieder im Sattel. – Foto: ©Julian Puffe/HRP – Holzhauer Racing Promotion

„Mit unheimlich viel Vorfreude fuhr ich nach Oschersleben in die Motorsport-Arena, wo ich zum ersten mal die neue Honda CBR 1000 RR-R in der Rennversion sah“, so der sichtlich begeisterte Julian Puffe. „Mein Team HRP – Holzhauer Racing Promotion hat während des Lock-downs viel Zeit und Energie in die Bikes gesteckt. Vor mir stand nun eine wunderschöne Honda Fireblade und ich wollte keine Sekunde länger nur daneben stehen.“

Julian Puffe und seine Erwartungen

„Wir hatten einen großen Testplan mit an die Strecke gebracht und endlich ging es wieder an die Arbeit“, erklärte der schnelle Thüringer. „Ich nutzte jede Runde dafür, mich mit dem neuen Bike vertraut zu machen und meinen Fahrstil anzupassen. Das Hauptaugenmerk lag darauf, eine Grundeinstellung für die Elektronik zu finden und so viele Daten wie nur möglich zu erfahren. „

Neue Honda, neue Abstimmungen - alte Leidenschaft. - Foto: ©Julian Puffe/HRP - Holzhauer Racing Promotion
Endlich wieder im Sattel. – Foto: ©Julian Puffe/HRP – Holzhauer Racing Promotion

Vier Tage – zwei Rennstrecken

Nach zwei absolvierten Testtagen in Oschersleben ging es noch am letzten Abend mit dem gesamten Team weiter zum Lausitzring. Schnell wurde die Box aufgebaut und alles vorbereitet für den anstehenden Morgen. Weiter ging das Testprogramm mit der Abstimmung der Federelemente und dem Anpassen der Geometrie. Des Weiteren wurden diverse Racing-Parts und Sitzpositionen getestet. „Wir konnten in den vier Tagen unheimlich viel über das neue Motorrad lernen“, zieht ein zuversichtlicher Julian Puffe das Fazit. „All die Daten werden uns nun helfen, ein gutes Basis-Setup zu schaffen.“

Endlich wieder Schräglagen fahren in dieser schrägen Zeit! - Foto: ©Julian Puffe/HRP - Holzhauer Racing Promotion
Endlich wieder Schräglagen fahren in dieser schrägen Zeit! – Foto: ©Julian Puffe/HRP – Holzhauer Racing Promotion

Julian Puffe blickt positiv in die Zukunft

Julian Puffe weiter: „Auch wenn es noch nicht um eine Zeitenjagd ging, war es ein unglaubliches Gefühl, nach dieser langen Zeit wieder auf dem Motorrad zu sitzen.“ Jetzt werden bei HRP-Holzhauer Racing Promotion noch ein paar Handgriffe getätigt, bis es in wenigen Wochen wieder auf die Piste geht.

„Wir werden aus der rennfreien Zeit das beste machen und treten umso stärker beim ersten Rennen an“, ist sich Julian Puffe sicher.

Mehr Infos findet Ihr auch auf der Webseite von Julian.

Julian Puffe gast endlich wieder an!

Julian Puffe ließ es seit der vergangenen Woche beim Motocross- und Supermoto-Training endlich wieder fliegen. Gemeinsam mit Toni Finsterbusch, Max Enderlein und anderen Racern ging er auf die Pisten.

Julian Puffe kann endlich wieder auf dem Bike trainieren. - Foto: ©Julian Puffe
Julian Puffe endlich wieder beim Motocross-Training 2020 – Foto: ©Julian Puffe

„Nach dieser langen Zeit ohne motorisierte Zweiräder, ist nun endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, so Julian Puffe. Seit der vergangenen Woche haben einige Kart-Bahnen und Motocross-Strecken wieder ihre Tore geöffnet. „Zusammen mit meiner Trainingsgruppe stieg ich wieder ins Rundstrecken-Training ein und wir drehten etliche Meter auf verschieden Motocross- und Supermoto-Strecken“, frohlockte der Puffinator. „Ein Wahnsinns Gefühl endlich wieder am Gasgriff zu drehen!“

In sämtlichen Sozialen Medien waren verzweifelte Statements der ganzen Fahrverrückten aus allen Serien zu lesen. Jeder hatte und hat Hummeln im Hintern. Jedermann – Fahrer wie auch Fans – vermissen das Race-Feeling schmerzlich.

Julian Puffe beim Supermoto-Training 2020 - Foto: ©Julian Puffe
Der „Puffinator“ am vergangenen Wochenende am Erzgebirgsring beim Supermoto-Training. – Foto: ©Julian Puffe

„Die Winterpause nach einer Saison ist meist sehr lang. In dieser Zeit bereitet man sich akribisch auf das anstehende Rennjahr vor und kann es kaum erwarten, wieder aufs Bike zu steigen“, verlautbarte der lange Thüringer in seiner aktuellen Pressemitteilung. „Topfit und mit hohen Erwartungen flog ich zusammen mit meinem neuen Team HRP-Honda nach Spanien zum ersten Test. Nachdem alles super lief und ich endlich den Winterrost abschütteln konnte, kam der Lock-down durch die Corona-Krise. Kurz nachdem alles wieder begann wurde alles auf null gefahren.“

Wie es für Julian Puffe weiterging? „Ich hielt mich weiterhin mit körperlichen Training fit und fuhr etliche Kilometer auf dem Rennrad. In meinem E-Mail-Postfach bekam ich eine Nachricht nach der anderen, dass Rennveranstaltungen abgesagt werden.“

Julian Puffe und seine Rennfahrer-Kollegen haben sich's ordentlich gegeben! - Foto: ©Julian Puffe
Julian und seine Rennfahrer-Kollegen haben sich’s ordentlich gegeben! – Foto: ©Julian Puffe

Julian Puffe und die IDM

„Auch seitens der IDM Saison 2020 gibt es erste gute Anzeichen“, weiß der Schleizer zu berichten. „Der Promoter der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft plant, bis zu sechs Rennveranstaltungen noch in diesem Jahr durchzuführen. Zwei bis drei Veranstaltungen sind als Geister-Rennen in Planung die im Live-Stream übertragen werden sollen“, so Julian Puffe. „Nach der Aufhebung des Großveranstaltungs-Verbots sollen weitere Rennen unter normalen Voraussetzungen stattfinden.“

Der Neuling im Team Holzhauer Racing Promotion kann die nächsten Testkilometer auf der nagelneuen Fireblade kaum erwarten. „Bald werden auch die ersten Testfahrten auf der großen Rennstrecke wieder möglich sein. Dann können wir endlich unser Testprogramm mit der neuen Honda CBR 1000 RR-R fortführen“ teilt Julian Puffe freudig mit. „Bis dahin werde ich keine Trainingsgelegenheit verpassen, um bestens für den Saisonstart gerüstet zu sein!“

Mehr Infos findet Ihr auch stets auf der Webseite des Puffinators.

Sachsenring Classic mit deutschen GP-Assen

Bei der 6. ADAC Sachsenring Classic stehen die deutschen Motorrad-Grand-Prix-Asse der Achtziger- und Neunzigerjahre im Mittelpunkt. Die „Classic“ findet vom 08. bis 10. Mai 2020 statt.

Anton Mang auf Kawasaki - Foto: Thomas Haas
Anton Mang auf Kawasaki – Foto: Thomas Haas

Mang, Wimmer, Bradl und Co. zur Sachsenring Classic am Start

Der 5-fache Weltmeister Anton Mang ist mit seiner Kawasaki der Stargast bei der diesjährigen „Classic“. Der „Toni“ aus Inning ist mit 42 Grand-Prix-Siegen der erfolgreichste deutsche Motorradrennfahrer. Viele Fans werden auch die fünf GP-Erfolge des inzwischen 70-jährigen in Brünn noch in bester Erinnerung haben.

Toni Mang mit seiner Kawasaki - Foto: Michael Sonnick
Toni Mang mit seiner Kawasaki – Foto: Michael Sonnick

Der 5-fache Grand-Prix-Sieger und 250-ccm-Vizeweltmeister von 1991, Helmut Bradl, kommt ebenfalls zum Sachsenring. Der Vater von Moto2-Weltmeister Stefan Bradl lieferte sich 1991 packende Duelle mit dem späteren Weltmeister Luca Cadalora. Der Zahlinger wird am Ring auf seine ehemaligen Konkurrenten Harald Eckl, Jochen Schmid und Martin Wimmer treffen.

Harald Eckl (Vohenstrauß) war 1990 und 1991 Deutscher Meister in der 250-ccm-Klasse. Nach seiner GP-Karriere war Eckl Teamchef vom Aprilia-Team mit Peter Öttl und Steve Jenkner sowie Teamchef vom Kawasaki-Superbike- und -MotoGP-Team.

Jochen Schmid holte 1987 und 1988 die DM-Titel in der 250-ccm-Klasse. In der WM war der Mann aus Backnang 1992 WM-Siebenter. Später stieg er in die Superbike-Klasse um und errang 1995 seinen dritten DM-Titel. Jochen Schmid startete 1996 auch beim Debüt auf dem neuen Sachsenring und stand im zweiten Superbike-Lauf mit Platz 3. auf dem Podium.

Der Münchner Martin Wimmer gewann drei Grand-Prix-Läufe und wurde 1982 und 1985 zweimal WM-Vierter in der 250-ccm-Klasse. Wimmer holte sich vier Deutsche Meistertitel.

Bernd Kassner gelang 1992 der DM-Titelgewinn in der 250-ccm-Kategorie und fuhr auch in der WM in die Punkteränge. Noch erfolgreicher – mit vier DM-Titeln – war sein Onkel Helmut Kassner (Karlsfeld). Helmut Kassner siegte 1974 beim Deutschland-GP auf dem Nürburgring in der 250- und 350-ccm-Klasse – allerdings streikten dort damals die Spitzenpiloten aus Sicherheitsgründen.

Aus dem bayrischen Obing kommen mit Adi Stadler und Markus Ober ebenfalls zwei Deutsche Meister (250 ccm) zum Sachsenring. Stadler startete zuerst in der 125-ccm-Klasse und wurde 1987 Europameister. In der WM stand er 1990 beim GP in Assen als Dritter auf dem Podium. 1993 errang Stadler den DM-Titel. Markus Ober feierte 1997 den DM-Titel. In der WM nahm er 1999 in der 500-ccm-Klasse teil.

Vergünstigte Tickets für die Sachsenring Classic

Für die ADAC Sachsenring Classic gibt es im Vorverkauf vergünstigte Eintrittskarten. Alle Karten sind inklusive Zugang zum Fahrerlager und – je nach Verfügbarkeit – Tribünenzugang auf der T1 . Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
Weitere Informationen über die ADAC Sachsenring Classic gibt es auf deren Homepage.

Julian Puffe im Interview

Julian gab schon zum Saisonstart am Lausitzring 2019 Vollgas. - Foto: Roman Pfüller
Julian gab schon zum Saisonstart am Lausitzring 2019 Vollgas. – Foto: Roman Pfüller

Nach dem spektakulären Aus für Julian Puffe beim Team alpha Racing-Van Zon-BMW, dem schon die überraschende Suspendierung beim BMW-Werksteam in der Endurance-WM vorausgegangen war, folgte kürzlich der der nächste Kracher für den Thüringer – diesmal zum Glück ein positiver Paukenschlag:
Julian Puffe startet 2020 an der Seite von Alex Polita bei Holzhauer Racing Promotion in der IDM Superbike.

Für viele interessierte Beobachter und einige Insider war das der einzig logische Schritt. Es ist eine Win-Win-Situation für Teamchef Jens Holzhauer und auch für Julian. Mit seinen beiden Piloten hat Jens Holzhauer nun nicht nur Podiums- sondern auch Siegerkandidaten. Dem sollte zumindest so sein, wenn die 2020er Honda CBR 1000 RR-R das hält, was die technischen Daten sowie die ganzen Vorschusslorbeeren von Honda und deren (prominenten) Testern versprechen.

Julian Puffe 2020 bei HRP
Julian Puffe und Alex Polita starten 2020 in der IDM bei HRP. – Foto: © Team HRP

Julian Puffe stand mir bei einem kurzen Interview Rede und Antwort. Lest im Folgenden, was mir der Schleizer zur Saison 2019 und zur aktuellen Situation sagte.

2019 war mit dem Vizemeister-Titel deine bisher beste Saison in der IDM. Wie ist dein Resümee dazu?

JP: „Die ersten beiden Drittel der Saison liefen sehr gut. Ich konnte neben zwei Polepositions auch zwei Rennsiege feiern und war lange Zeit Tabellenführer. Das letzte Drittel war leider überschattet von Stürzen und einigen technischen Defekten. Aber ich weiß, woran ich in der kommenden Saison arbeiten muss und werde dann versuchen, alle Fehler meinerseits zu vermeiden.“

Wo lagen nach deiner Meinung die Schwierigkeiten in der zweiten Saisonhälfte bzw. am Saisonende?

JP: „Eigentlich begann alles in Most. Wir haben kein Set-up für das Bike hinbekommen. Dazu kamen technische Defekte sowie Stürze in beiden Rennen. Von da an war irgendwie der Wurm drin und nichts passte mehr zusammen. Aber das ist Rennsport. Es geht nicht immer nur bergauf. Daraus müssen wir lernen und stärker aus so einem Loch wieder rauskommen.“

Der "Puffinator" bei den für ihn schwierigen Rennen im Autodrom Most. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe bei den für ihn schwierigen Rennen im Autodrom Most. – Foto: Roman Pfüller

Wie hast du seitens des Teams erfahren, dass du in der EWC in Sepang nicht fahren wirst?
Geht es nur um das Rennen in Malaysia, wo du aussetzen wirst?

JP: „Das wurde mir gleich nach dem letzten IDM-Rennen in Hockenheim kommuniziert. Um ehrlich zu sein, hatte ich da schon so ein Gefühl, dass ich wohl gar nicht mehr fahren darf.“

Wie hast du erfahren, dass du nicht mehr für alpha Racing-Van Zon-BMW in der IDM fahren wirst?

JP: „Es ging am Ende ums Budget. Wir haben über eine Summe verhandelt die dann kurz vor Weihnachten verdoppelt wurde. Somit wurde ich schnell eliminiert.“

Was waren die genauen Gründe für das Aus bzw. wurden sie dir genannt?

JP: „Budget…“

Kennst Du Vladimir Leonov? Wie stark schätzt du ihn ein?

JP: „Vladimir ist schon damals SSP 600 gegen meinen Bruder gefahren. Er war eigentlich schon immer schnell unterwegs. Ich schätze ihn ziemlich stark ein.“

Wann fand das erste Gespräch mit HRP statt bzw. wann kam nach diesem Aus Jens Holzhauer auf dich zu?

JP: „Wenn wir uns im Fahrerlager begegnet sind haben wir uns schon des Öfteren unterhalten. Nach der Saison bestand kaum noch Kommunikation zu meinem alten Team. Irgendwann dachte ich mir, dass hier irgendwas nicht stimmt und dann habe ich mich auf die Suche nach etwas neuem gemacht.“

Welche anderen Optionen bzw. Anfragen gab es für dich?

JP: „Um ehrlich zu sein: nicht viel. Von da her bin ich froh, in so einem professionellen Team untergekommen zu sein.“

Julian Puffe im Tunnel - volle Konzentration in der Startaufstellung. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe im Tunnel – stets volle Konzentration in der Startaufstellung. – Foto: Roman Pfüller

Was traust du dir und dem Team mit der nagelneuen 2020er Fireblade zu? Honda und die Tester sind ja voll des Lobes über die radikale Fahrmaschine.

JP: „Das werden wir bei ersten Rennen sehen. Ich glaube mein Team wird alles dafür geben, die Motorräder bis zum ersten Rennen konkurrenzfähig zu machen. Wir werden einfach unser bestes geben und schauen dann, wo wir rauskommen. Alles was man über das Motorrad hört und liest klingt gut. Das stimmt mich schon mal sehr positiv!“

Wann wirst du das erste Mal auf der 2020er Fireblade sitzen?

JP: „Wenn alles fertig wird bereits im Februar. Wahrscheinlicher ist aber Anfang März.“

Wie siehst du persönlich den Einstieg von Jonas Folger in die IDM?

JP: „Super gut für die Serie! Für mich ist es interessant, wo ich im Vergleich zu ihm stehe. Es wird eine interessante Geschichte.“

Welches Bike schätzt du in der IDM am stärksten ein? Kannst du eine Art persönliches Ranking nennen?

JP: „Schwer zu sagen – schon allein weil wir noch nicht genau wissen, wo wir uns mit der Honda einfinden. BMW, Yamaha, Kawasaki und Honda werden alle ein gutes Paket haben. Bei Suzuki bin ich mir nicht hundert Prozent sicher, ob sie mit ein paar Updates dazu stoßen können.“

Julian bei seinen starken Heimrennen am Schleizer Dreieck. - Foto: Roman Pfüller
Julian Puffe bei seinen starken Heimrennen am Schleizer Dreieck. – Foto: Roman Pfüller

2020 wird die IDM mit den Superbikes im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic am Sachsenring gastieren. Bist du dort am Ring schon gefahren?

JP: „Ich kenne die Strecke noch aus den Jahren 2011 bis 2013. Auf dem Sachsenring konnte ich 2013 im Yamaha R6 Dunlop Cup meinen ersten Sieg feiern. Ich freue mich riesig auf den Kurs.“

Was sind deine Wünsche für das neue Jahr bzw. die neue Saison?

JP: „Ich hoffe, dass das Startformat mit dem „reverse grid“ wieder abgelegt wird. Ansonsten kann ich es einfach kaum erwarten, dass es endlich wieder los geht. Ich wünsche mir einfach, dass es schon März ist und ich wieder auf dem Bike sitzen kann.“

Herzlichen Dank für deine offenen und ehrlichen Antworten, Julian.
Ich wünsche dir für deinen neuen Karriere-Abschnitt alles Gute und maximalen Erfolg.

Weitere Infos zum „Puffinator“ findet ihr auch auf seiner Webseite.

Erstklassige Bedingungen beim ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Dahlen

Nachdem der Saison-Auftakt des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Kemmlitz durch starke Regenfälle und Eiseskälte förmlich im Schlamm versank, hofften bei der Fortsetzung in Dahlen nun alle auf deutlich bessere Bedingungen. Und tatsächlich, das Wetter zeigte sich gnädig und verwöhnte alle Anwesenden mit angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Insgesamt 70 Teilnehmer fanden sich beim zweiten Lauf zum ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup am Dahlener Burgberg ein.

ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup 2019 in Dahlen
Foto: Peter Teichmann

Der Veranstalter, der MSC Dahlen e. V. im ADAC, hatte erneut eine erstklassige Strecke präpariert, die den Aktiven durchweg ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Die Etappe war abwechslungsreich und je nach Klassen unterschiedlich schwer gesteckt. Dazu kam eine sehr flüssig zu fahrende Sonderprüfung, die dennoch genügend Anspruch zu bieten hatte – ein Steinfeld und ein Reifen-Hindernis für die Größten inklusive.

Die Rennen der Klassen im Enduro Jugend Cup

Die beiden Schülerklassen bestritten den ersten Lauf des Tages. Nachdem das Rennen wetterbedingt für die Jüngsten in Kemmlitz abgesagt werden musste, konnte sich nun Willi Süßmuth vom MSC Hänchen e. V. im ADAC als Erster in die Siegerliste der Kategorie 50 ccm in der Saison 2019 eintragen. Auch in der Klasse 65 ccm stand mit Oskar Müller ein neues Gesicht ganz oben auf dem Podium. Dem Fahrer vom SHC Meltewitz e. V. im ADAC gelang der erste Tagessieg, nachdem er sich beim Saison-Auftakt noch knapp geschlagen geben musste.

Im Rennen der Jugendklasse 85 ccm B setzte sich erneut Felix Melnikoff vom MSC Hänchen e. V. im ADAC souverän durch. Damit führt er die Gesamtwertung überlegen mit der Maximalpunktzahl an. Eine ähnlich souveräne Vorstellung bot auch Clemens Voigt. Der junge Fahrer vom Verein Endurofreunde Petersberg e. V. dominierte seine Klasse nach Belieben und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg in der Klasse 85 ccm A.

ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Dahlen
Foto: Peter Teichmann

Ein wahrer Krimi spielte sich bei den Größten ab. Luca Wiesinger (AMC Roth e. V. im ADAC), Niclas-Leon Kallmeyer und Jeremy Nimmrich (beide Off-Road Club Hilmersdorf e. V. im ADAC) lieferten sich einen packenden Schlagabtausch.

Nach neun Wertungsprüfungen hatte Kallmeyer letztendlich denkbar knapp die Nase vorn. Nur eine Sekunde betrug der Vorsprung des Titelverteidigers auf Wiesinger, der lange Zeit geführt hatte. Nimmrich komplettierte als Dritter das Podest – mit weniger als zehn Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Die Damen im ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup

ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup 2019 in Dahlen
Foto: Peter Teichmann

Der Sieg in der Ladies-Wertung ging erstmals an Sina Dehne vom Off-Road Club Hilmersdorf e.V. im ADAC. Der Verein konnte auch die Mannschaftswertung für sich entscheiden.

Die nächste Runde des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup findet am 30.06.2019 in Neiden bei Torgau statt.

Weitere Infos rund um den Enduro Jugend Cup des ADAC Sachsen findet Ihr auch auf dem ADAC Motorsportportal Sachsen.

Arnaud Friedrich auf P12 bei den 24 Stunden von Le Mans

Arnaud Friedrich - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Arnaud Friedrich bei den 24 Stunden von Le Mans 2019 am Circuit Bugatti – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Arnaud Friedrich, der Youngster aus Limbach-Oberfrohna, fuhr bei seiner Frankreich-Premiere auf Platz 12 in der EWC-Wertung (Endurance World Championship). Mit seinen Fahrerkollegen Dominik Vincon und Bartłomiej Lewandowski vom Team LRP Poland belegte er den 25. Gesamtrang auf einer BMW S 1000 RR. Damit wurde das Team zweitbeste BMW in einem äußerst turbulenten Rennen, das für Arnaud und seine Teamkollegen den kuriosen Höhepunkt zwei Kurven vor der Ziellinie finden sollte.

O-Ton von Arnaud:
„Mir tut auf jeden Fall alles weh. Und das ist mal ganz was anderes als die Kurzstreckenrennen. Le Mans ist ein sehr schöner Eindruck für mich geworden, und ich würde das immer wieder machen“, sagte der 19-Jährige, der am Rennsonntag Geburtstag feierte, im Interview mit Toni Börner für Eurosport 2.

Arnaud Friedrich - Circuit Bugatti in Le Mans 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Ein Grund zum Jubeln für Arnaud Friedrich: die 24 Stunden von Le Mans erfolgreich beendet! – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Das Rennen von Arnaud Friedrich

Bereits in der ersten Runde musste Arnaud Friedrich einem Crash ausweichen und fand sich ganz am Ende des Feldes wieder. Innerhalb weniger Runden kämpfte sich der sächsische Pilot zurück und lag am Ende seines ersten Stints mit seiner BMW auf P26.

In der Nacht arbeitete sich das Team dann aussichtsreich und relativ sicher auf Gesamtrang 16 vor. Doch die 24 Stunden von Le Mans wären nicht wären nicht die 24 Stunden von Le Mans, wenn sie nicht ihren eigenen Gesetzen folgen würden.
Zudem kam in der Nacht erschwerend hinzu, dass Arnaud und Dominik abwechselnd fahren mussten, da sich Teamchef und Fahrerkollege Bartłomiej Lewandowski erst einmal schlafen legen musste.

Arnaud Friedrich - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Arnaud bei der legendären 24-Stunden-Hatz in Frankreich. – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Arnaud dazu im Interview mit Toni Börner: „Der Chef hat dann kurzfristig mal gesagt: „Ich geh dann mal schlafen.“ Da mussten wir uns halt abwechseln. Das war auch nicht das Problem. Aber wir müssen mal schauen, wie das jetzt weitergeht.“

Bartłomiej Lewandowski - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Bartłomiej Lewandowski während eines der Boxenstopps bei den 24 Stunden von Le Mans. – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Dominik Vincon sagte kurz vor Arnauds letztem Stint zu Toni Börner: „Ich bin auch ganz froh, dass das Rennen jetzt ein Ende nimmt. Die Nacht hab ich ganz gut überstanden. Aber als unser Chef dann mal ein kurzes Nickerchen gemacht hat und wir ein paar Extra-Stints gefahren sind, das hat mir schon ganz schön zu schaffen gemacht. Aber nichtsdestotrotz sind wir gut durchgekommen.“

Im Lauf der Nacht folgte ein längerer Boxenaufenthalt. Das Team kämpfte mit kleinen Motorproblemen. Gegen Mittag stürzte auch noch Team-Eigner „Bartek“ Lewandowski. So fanden sich Arnaud und das Team LRP Poland gegen Rennende auf P26 wieder.
In seinem letzten Stint, der Arnaud Friedrich über die Ziellinie führen sollte, kämpfte sich der junge Limbach-Oberfrohnaer noch auf den 25. Gesamtrang vor.

Dominik Vincon - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Dominik Vincon zeigte am Circuit Bugatti eine starke Performance. – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Arnaud Friedrich und die 24 Stunden von Le Mans – die unendliche Geschichte

Doch zwei Kurven vor der dem Zielstrich sah der Racer die sogenannte „Spiegelei-Flagge“ – orangefarbener Punkt auf schwarzem Grund – was bedeutet, dass der Fahrer aufgrund eines technischen Problems am Motorrad die Strecke unverzüglich verlassen muss. So sah der Pilot die Ziellinie nicht, und das Team wartete vergeblich an der Boxenmauer, um Arnaud zu gratulieren und sich selbst zu feiern.

Weder Team noch Fahrer konnten diese Aktion begreifen und legten Protest ein. Die Offiziellen begründeten die Disqualifikation mit angeblicher Rauchentwicklung aus dem Auspuff der BMW S 1000 RR. Nach dem Protest und dessen Prüfung wurde die Entscheidung jedoch zurückgenommen und das Team entsprechend auf P25 gesamt beziehungsweise Platz 12 der EWC gewertet. Somit gab es entsprechende WM-Punkte.

Arnaud Friedrich - 24 h Le Mans Circuit Bugatti 2019 ©Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP
Arnaud – alles gegeben und beinahe alles wieder verloren – aber zum Glück ging die Geschichte gut aus. – Foto: Team LRP Poland/Lukasz Swiderek/PSP

Trotz des beendeten Rennens und des guten 12. Platzes behalten die 24 Stunden von Le Mans auf dem Circuit Bugatti für Arnaud Friedrich einen Beigeschmack, denn schon 2018 durfte er kurioserweise nicht starten, weil er für das Rennen einen Tag zu jung war. Der Youngster ist damals als jüngster Teilnehmer bei den 24 Stunden von Le Mans genau am Renntag 18 Jahre alt geworden. Somit erreichte er das vorgeschriebene Mindestalter zu spät und seine Trainingszeiten wurden ihm aberkannt. Dadurch durfte er dann schlussendlich am Rennen nicht teilnehmen.

Weitere Infos zu Arnaud, seinem Team und den Rennen findet Ihr zum Beispiel auch auf Arnauds Facebook-Seite und ebenso auf der Facebook-Seite des Teams LRP Poland.

Max Kappler mit Top10-Ergebnis im Motorland Aragon

Max Kappler kehrt mit Rang 10 und den ersten 6 Meisterschaftspunkten aus dem Motorland Aragon zurück. – Ein toller Einstand des Oberlungwitzers in die 2019er Saison der SUPERSPORT300 World Championship!

Max Kappler im Motorland Aragon.
Max Kappler im Motorland Aragon. – Foto: KAPPLER Motorsport

In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Rennen, in dem er zeitweise auf Platz 3 fuhr und um das Podium mitkämpfte, zeigte Max Kappler, dass er richtig schnell Motorrad fahren kann.
Das Ergebnis dieses ersten Rennens ist mehr als versöhnlich, bedenkt man die Probleme und Pechsträhnen in der Saison 2018.

Max Kappler auf seiner KTM RC390 R.
Max Kappler auf seiner KTM RC390 R. – Foto: KAPPLER Motorsport

„Ich bin richtig happy mit dem Wochenende“, so Max Kappler. „Vor dem Wochenende hätte uns das bestimmt keiner zugetraut, wenn man sieht, wie ich letztes Jahr aufgehört habe. Ich hatte ein gutes Gefühl mit dem Bike und ein super Selbstvertrauen. Ein riesiges Kompliment an das Team!“ Abschließend sagte er: „Von dem, was der Michael über den Winter getüftelt hat, profitieren wir jetzt.“

Max Kappler im Motorland Aragon.
Ein zufriedener Max Kappler im Motorland Aragon. – Foto: KAPPLER Motorsport.

Bereits im Warm-up am kühlen Sonntagmorgen bestätigte Max Kappler mit der sechstschnellsten Zeit nochmals seine bisher gezeigten Leistungen.
Im Rennen dann gelang ihm ein sehr guter Start und er konnte gleich noch ein paar Plätze gutmachen. Einmal im Flow kämpfte er sich immer weiter nach vorn, fuhr permanent um die vierte und fünfte Position.
In Runde 8 dann wurde Max bei den extrem vielen Positionskämpfe sogar auf dem 3. Rang geführt. Ein kleiner Fehler sorgte dann letztendlich dafür, dass er als 10. abgewunken wurde.
„Trotzdem, wir sind absolut zufrieden mit den gezeigten Leistungen von Max“, sagten Grit und Torsten Kappler nach dem Rennen. „So fuhr er im Rennen die zweitschnellste KTM-Rundenzeit, und er konnte seine Rundenzeit noch einmal gegenüber dem Qualifying um vier Zehntelsekunden verbessern.“

Max Kappler blickt positiv auf das Rennen in Assen.
Max Kappler vom Freudenberg KTM WorldSSP Team blickt positiv auf das Rennen in Assen. – Foto: KAPPLER Motorport

Ausblick auf das nächste Rennen von Max Kappler

„Trotz des tollen Einstieges in die diesjährige WM-Saison arbeiten wir hart weiter und wollen noch besser werden“, erklären Grit und Torsten Kappler von KAPPLER-Motorsport. „Es gilt, noch einmal das Wochenende aufzuarbeiten und alles zu analysieren. Dann gilt es schon wieder, sich auf das kommende Wochenende einzustimmen. Denn dann geht es für Max bereits am Mittwoch in die Niederlande nach Assen“, so Kapplers weiter. „Auf der dortigen GP-Strecke findet dann der 2. WM-Lauf für die SUPERSPORT300 World Championship statt. Wir sind gespannt, wie Max sich dort schlägt.“

Ergebnisse Rennen:

  1. MANUEL GONZALEZ – Kawasaki
  2. HUGO DE CANCELLIS – Yamaha
  3. SCOTT DEROUE – Kawasaki
  4. JAN-OLE JäHNIG – Freudenberg KTM Junior Team – KTM
  5. ANDY VERDOÏA – Yamaha
  6. VICTOR STEEMAN – Freudenberg KTM Junior Team – KTM
  7. OMAR BONOLI – Yamaha
  8. BRUNO IERACI – Kawasaki
  9. KOEN MEUFFELS – Freudenberg KTM WorldSSP Team – KTM
  10. MAXIMILIAN KAPPLER – Freudenberg KTM WorldSSP Team – KTM

Adrian Hähle hoch zwei!

Adrian Hähle bei den Rennen zur DMV-Zweitakt-Trophy 2018 in Most
Foto: Jens Kaiser / Hähle Racing

Adrian Hähle – nennt ihn „Mr. Doppelt-oder-nichts“!
Adi und seinem Team Hähle Racing gelingt ein weiterer Doppelschlag: zweimal Platz 1 in der DMV-Zweitakt-Trophy im Autodrom Most in Tschechien.

Das Team Hähle Racing stand am vergangenen Wochenende vor einer schwierigen Entscheidung. Zum einen konnte das Team in  der Motorsportarena Oschersleben die Chance auf den Meistertitel der Internationalen-Zweitakt-Meisterschaft, der IG Königsklasse, in der Klasse bis 125 ccm wahren. Zum anderen bestand die Option, bei den Rennen der DMV-Zweitakt-Trophy auf dem Autodrom Most an den Start zu gehen.
Die Entscheidung fiel für das tschechische Most. Ein Grund dafür war unter anderem, dass sich der tödliche Unfall von Jonas Hähle in Oschersleben in dieser Woche zum dritten Mal jährt.

Adrian Hähle und sein Renn-Sonntag

Nach drei Zeittrainings ging Adrian Hähle von Startplatz 3 hinter zwei 250er-Piloten (Hans-Peter Loda auf Yamaha TZ 250 und Frank Koch auf Honda NSR 250) in die Rennen.
Bei 27 °C Außentemperatur und mit einem einwandfrei arbeitenden Motorrad trennten ihn am Ende des ersten Rennens nur drei Sekunden auf den Erstplatzierten Frank Koch auf seiner 250er NSR.
Mit einer Runde von 1:50,1 min konnte Adrian Hähle in diesem Rennen zudem eine neue persönliche Bestzeit in Most aufstellen.

Der Start ins zweite Rennen erfolgte dann bei einer fast tropischen Temperatur von inzwischen 35 °C. Die hohen Temperaturen hatten einen deutlichen Leistungsverlust und langsamere Rundenzeiten bei allen Maschinen zur Folge.
Am Ende überquerte Adrian Hähle als Vierter aller Fahrer und als Erster der 125er die Ziellinie.
Adi gewann also beide Rennen der 125er-Klasse souverän. Chapaeu!

Weiterführende Infos findet ihr wie immer auf der Team-Webseite und auf der Facebook-Fanpage des Teams.

Schlangestehen bei der Autogrammstunde von PrüstelGP

Jakub Kornfeil - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Jakub Kornfeil signierte für Jung und Alt Poster und Autogrammkarten. – Foto: rop

Das sächsische Moto3-WM-Team PrüstelGP lud heute 14:00 Uhr ins Autohaus LUEG zur Autogrammstunde.
Im gläsernen Bau am Sachsenring gegenüber der Besico-Tribühne herrschte reges Treiben. Die Fans standen in Zweierreihe Schlange, um ein Autogramm ihrer Idole zu erhaschen.

Marco Bezzecchi - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Marco Bezzecchi taten vom vielen Schreiben sichtlich die Finger weh. – Foto: rop

Authentizität bei PrüstelGP großgeschrieben

Fan-nah und bodenständig, wie man die Callenberger Mannen der Team-Führung von PrüstelGP kennt, erfüllten auch der mit nur zwei Punkten Rückstand derzeit WM-Zweite Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil, aktuell WM-Achter, die Wünsche der zahlreichen Fans. Plakate, Autogrammkarten, T-Shirts und mehr wurden signiert.

PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Foto: rop

Neben den sportlichen Fragen der Fans waren auch sehr persönliche zu Familie und Heimat der Fahrer des Teams PrüstelGP zu vernehmen. Und selbstverständlich kam immer wieder der spektakuläre Sprung von Jakub Kornfeil beim Großen Preis von Frankreich in LeMans zur Sprache, den wohl niemand – weder die Fans noch Kornfeil selbst – jemals vergessen wird.

Marco Bezzecchi - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Foto: rop

PrüstelGP und die Zukunft

„Der Druck auf uns und die Fahrer ist schon enorm gewachsen und deutlich zu spüren“, sagte mir Teamchef Florian Prüstel auf meine Frage nach dem Umgang mit der unerwarteten Favoriten-Rolle. Das Team PrüstelGP mischt seit dem Wechsel zu KTM plötzlich dauerhaft in der Weltspitze der Moto3 mit.

Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Olaf Schöber, Geschäftsführer sowie Leiter Vertrieb Pkw und Nfz im Autohaus LUEG, zwischen Marco Bezzechi (li.) und Jakub Kornfeil (re.). Foto: rop

Ingo Prüstel, den Team-Eigner fragte ich, wie denn die Zukunft des Teams hinsichtlich ihres Top-Piloten Marco Bezzecchi aussehe. „Er hat mit uns einen bestehenden Vertrag bis 2019“, ließ er mich wissen. Er fügte aber hinzu: „Was wird, wenn Marco Weltmeister werden sollte, vermag aktuell noch niemand zu sagen. Es besteht ja dann auch noch die eventuelle Möglichkeit zum Aufstieg in die Moto2.“ Auch KTM mit dem Werksteam hat  natürlich selbst ein reges Interesse am Italiener. Und selbstverständlich hat auch noch die VR46 Academy ein Wörtchen mitzureden.
Es wird also definitv ein äußerst spannendes Jahr für und mit PrüstelGP in der Moto3-Weltmeisterschaft.

Florian Prüstel - PrüstelGP Autogrammstunde am Sachsenring 2018
Teamchef Florian Prüstel im Gespräch mit Fans und Partnern. – Foto: rop

Lobend sprachen sowohl Florian als auch Ingo Prüstel von der hochprofessionellen Zusammenarbeit mit KTM und auch mit der VR46 Academy.

Auf meine Frage zur PrüstelGP Academy und der teaminternen Nachwuchsförderung (Ich schrieb bereits in einem früheren Artikel darüber.) erklärte mir Florian, dass sich auch dahingehend bald etwas zum Positiven ändern wird. Doch dazu in einem in Kürze folgenden Beitrag mehr.