Team Freudenberg präsentiert Fahrer-Trio für die SSP 300-WM

Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Foto: rop

Mit der Vorstellung des „Freudenberg KTM World SSP Team“ wurde am vergangenen Samstag die erste WM-Saison des Teams in der World SSP300 offiziell eingeläutet.
Im Rahmen der Motorrad-Messe Sachsenkrad präsentierte die Streckensprecher-Legende vom Sachsenring Bernd Fulk, der auch die Stimme der IDM ist, die Crew.
Luca Grünwald, Jan-Ole Jähnig und Max Kappler sowie die Team-Chefs Carsten und Michael Freudenberg stellten sich den Fragen der Pressevertreter und standen auch den Partnern des Teams Rede und Antwort.

Michael Freudenberg - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Teamchef Michael Freudenberg. – Foto: rop

Michael Freudenberg musste lange warten, um einmal in der WM mitfahren zu können. Und mit sichtlichem Stolz erklärte er: „Das haben wir alles in Eigenarbeit geleistet. Natürlich hat die so offene und ehrliche Partnerschaft mit KTM und auch mit Yamaha einen entscheidenden Anteil daran.“
Außerdem ließ er sich nicht nehmen, die großen Leistungen des Teams Freudenberg zu würdigen: „Wir haben es als Team geschafft, in all den Jahren insgesamt sieben Fahrer in Weltmeisterschaften zu bringen. Und das alles haben wir ohne die Unterstützung eines Leistungszentrums des ADAC oder die Hilfe des DMSB geschafft.“ Carsten Freudenberg, zweiter Kopf des Teams, erklärte zum Bike: „Wir haben gemeinsam mit KTM ein reines Racebike entwickelt – die KTM RC 390 R.“

Carsten Freudenberg - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Teamchef Carsten Freudenberg im Interview mit Bernd Fulk. – Foto: rop
Freudenberg KTM World SSP Team: Fahrer-Stimmen
Luca Grünwald, Max Kappler, Jan-Ole Jähnig - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Luca Grünwald, Max Kappler, Jan-Ole Jähnig im Interview mit Racetrack-News. – Foto: rop

Max Kappler sagte als Ausblick zur WM-Saison 2018: „Wir müssen ab dem ersten Rennen voll dabei sein und mindestens in die Top 15 fahren – wenn nicht sogar in die Top 10. Je nachdem, wie die Konkurrenz ist, sollten wir auch weiter vorne landen. Ich denke, vor allem sind wir als Team gut aufgestellt und können uns auch untereinander helfen. Dass wir mit bei der Musik sein können, haben wir ja auch bei den Wildcard-Einsätzen am Lausitzring gezeigt.

Luca Grünwald - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Luca Grünwald. – Foto: rop.

Luca Grünwald ließ Presse, Freunde und Sponsoren wissen: „Natürlich müssen wir soweit vorne wie möglich ankommen! Ich denke realistisch sind konstante Top-10-Plätze. Aber das kann ich erst richtig einschätzen, wenn ich das Motorrad mal gefahren bin. Wichtig wird auf alle Fälle die Konstanz sein. Es sind nicht so viele Rennen. Da wiegt ein Ausfall umso schwerer.“

Jan-Ole-Jähnig - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Jan-Ole Jähnig. – Foto: rop

Jan-Ole Jähnig, amtierender IDM-Supersport300-Meister erklärte: „Mein Ziel ist es erstmal, Punkte zu sammeln – natürlich auch Ergebnisse in den Top 10. Das sollte mit dem Team und dem Motorrad möglich sein. Es liegt also quasi an uns.“ Lachend fügte er hinzu: „Naja, Top 10 bin ich in der WM ja schon gefahren.“

KTM RC 390 R - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Die KTM RC 390 R. – Foto: rop

Nach der internen Präsentation und den dazugehörenden Fototerminen folgte im Anschluss die öffentliche Präsentation auf der großen Showbühne der Motorrad-Messe Sachsenkrad in Dresden.
Wie groß das Interesse am Motorsport in Sachsen ist, zeigte die große Publikums-Resonanz bei der öffentlichen Teamvorstellung in der Messehalle und zur nachfolgenden Autogrammstunde.

Max Kappler mit Team Freudenberg und KTM in der WM

Max Kappler 2018 auf KTM in der SSP300-WM
Foto: Kappler Motorsport

Jetzt ist es also fix: Max Kappler aus Oberlungwitz steht als zweiter Fahrer für die Supersport 300-WM fest. Er wird in der kommenden Saison für das Freudenberg KTM World SSP Team an den Start gehen.

Bereits Ende November informierte das Team aus Bischofswerda, dass man nach den Erfolgen in der IDM 2017 plane mit insgesamt drei Fahrern auf KTM in der 300er Supersport-WM anzutreten.
Für den 20-jährigen IDM-Vize-Meister der Klasse Supersport 300, Max Kappler, geht damit der Traum von der WM-Teilnahme in Erfüllung. 2018 wird Max mit einer KTM RC 390 R an den Start gehen und um Punkte kämpfen.

„Wir sehen die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen ihm und seiner Crew vom Team Freudenberg als großen Pluspunkt für den gemeinsamen Aufstieg in die World SSP300“, sagt Grit Kappler, Inhaberin von Kappler Motorsport. „Mit dem eingespielten Team und dem Technikpaket sehen wir uns sehr gut für die Saison 2018 aufgestellt.“

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Max Kappler 2017 in der IDM Supersport 300 auf Yamaha. Foto: rop
Max Kappler zum WM-Einstieg

„Endlich können wir es verkünden. Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, jubelte Max Kappler „Mein Ziel war es stets in der Motorradweltmeisterschaft zu fahren, und das habe ich jetzt erreicht. Ich werde gemeinsam mit dem Freudenberg KTM World SSP Team in der Supersport300 World Championship an den Start gehen. Es ist ein cooles Gefühl, als erster sächsischer Fahrer zusammen mit einem sächsischen Team um Punkte in dieser Klasse kämpfen zu dürfen. Zudem freue ich mich auf die neue KTM RC390 R. Wir selber haben schon mit KTM zusammengearbeitet. Daher weiß ich, dass wir ein sehr starkes Paket haben, und dass mir mit dem Team um Carsten Freudenberg ein sehr kompetenter und familiärer Partner zur Seite steht.“
Weiter führte Max Kappler aus: „Ich möchte mich daher für diese Chance und das mir entgegengebrachte Vertrauen beim Team Freudenberg, bei KTM sowie all meinen Partnern und Sponsoren bedanken. Ohne sie wäre dieser Schritt nicht möglich gewesen. Ich will wie bisher viel Spaß haben und werde wie immer alles geben.“

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Hat 2017 in der IDM den Fahrspaß wiedergefunden: Max Kappler. Foto: rop
Der Teamchef zur Supersport-WM-Teilnahme von Max Kappler

„Es freut mich sehr, dass wir unsere beiden IDM-Piloten nun auf dem Sprung in die WM begleiten können“, so Carsten Freudenberg. Bereits während der Saison 2017 habe ich immer wieder erwähnt, dass mich das Team-play von Jan-Ole Jähnig und Max Kappler in dieser Saison mehr als begeistert hat. Sie haben bis zum Schluss gekämpft, waren aber stets fair und haben sich auf der Strecke die notwendige Luft zum Atmen gelassen. Das sind perfekte Voraussetzungen für uns als Team, da es für uns alle eine neue Herausforderung ist, die sicher auch die ein oder andere Unwägbarkeit mit sich bringt. Umso wichtiger ist es, dass die Crew und die Piloten in eine Richtung ziehen. Das passt bei uns.“

Platz 2 im 1. und Sieg im 2. Rennen für Max Kappler

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Nach den nicht ganz zufriedenstellenden Zeittrainings standen für Max Kappler zwei spannende Rennen um die Meisterschaftspunkte auf dem Programm. Nach dem Pech der letzten Rennen hatte sein Teamkollege Jan-Ole Jähnig die Meisterschaftsführung übernommen.

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Bereits im Warm-up probierte Max noch ein paar Sachen aus, die sofort besser funktionierten als noch im Training.
Der Start ins erste Rennen gelang Max Kappler perfekt: Er konnte bereits als Dritter in die erste Kurve einbiegen. Sein Teamkollege Jan-Ole Jähnig brannte aber gleich ein paar extrem schnelle Runden in den Asphalt, die Max so nicht mitgehen konnte. Einmal aus dem Windschatten heraus, war es für ihn nicht mehr möglich, die Lücke zu schließen.
Max Kappler positionierte sich in der letzten Runde taktisch klug, sodass er auf der langen Gegengeraden den Windschatten der zwei vor ihm platzierten Fahrern nutzen konnte und in der letzten Schikane den entscheidenden Angriff setzte. Max wurde als Gesamtzweiter des Rennens abgewunken. Das bedeutete auch einen Doppelsieg für das Yamaha Team Freudenberg.

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Kurz vor Beginn des zweiten Rennens begann zu regnen.
„Was tun? Das Bike komplett auf Regen umbauen oder pokern und das Bike im Wesentlichen auf Trockenabstimmung belassen? Wir entschieden uns für die Regenvariante“, so Grit Kappler nach dem Rennen. „Wegen des fehlenden Regentrainings entschied die Rennleitung, zwei Einführungsrunden zu fahren“, erklärte sie weiter. „Max fühlte sich sofort wohl, dies sah man auf Anhieb. Bereits aus der ersten Einführungsrunde kam Max mit einem Vorsprung von 50 Metern auf die anderen 20 Fahrer.“

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Der Start von Max Kappler war ebenfalls wieder richtig gut, allerdings konnten sich 3 Fahrer aus den holländischen R3-Cup vom Rest des Feldes absetzen. Dahinter – teilweise mit einem Vorsprung von bis zu fünf Sekunden auf den Fünftplatzierten – fuhr Max zeitweise ein einsames Rennen.
„Nach ein paar heiklen Situationen eingangs der Start- und Zielgeraden, in denen Max einem Sturz auf der regennassen Strecke gerade noch verhindern konnte, schrumpfte dieser Vorsprung auf unter eine Sekunde“, resümierte Grit Kappler das zweite Rennen.“ Max fand jedoch das Vertrauen genau zum richtigen Zeitpunkt wieder und legte eine schnelle Runde nach der anderen auf der noch immer nassen Strecke hin. Letztlich distanzierte Max seinen Teamkollegen Jan-Ole Jähnig in der deutschen Wertung um ganze zehn Sekunden.“

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop
Max Kappler noch mit Chancen auf den Meistertitel

Mit dem 2. Platz im ersten Rennen und seinem Sieg im verregneten 2. Rennen konnte Max Kappler den Abstand zum Meisterschaftsführenden Jan-Ole Jähnig konstant bei 19 Punkten halten. Somit wird die Entscheidung um die Meisterschaft in der SSP 300 bei der letzten IDM-Veranstaltung (vom 29.09. bis 01.10.2017) auf dem Hockenheimring fallen.

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Max Kappler startet in der World SSP300 am Lausitzring

Max Kappler am Nürburgring 2017
Max Kappler am Nürburgring 2017. Foto: Nico Schneider/KAPPLER-Motorsport (Archiv)

Max Kappler, der aktuell Führende in der deutschen Supersport300-Meisterschaft, wurde am 24.07.2017 durch die DORNA für die Teilnahme an der World SSP300 bestätigt. Die Serie startet im Rahmen des deutschen Laufs zur FIM Superbike World Championship.
Dieses Event der WorldSBK findet vom 18. bis 20. August auf dem Lausitzring statt.

„Wir freuen uns über das Vertrauen in Max und werden alles daran setzen, dass die Teilnahme ebenso erfolgreich wird, wie die Gaststarts in der Moto3 World Championship auf dem Sachsenring in den Jahren 2014 bis 2016“, teilt Kappler Motorsport in der aktuellen Pressemeldung mit.

„Max war zuletzt vor einer Woche zum Testen in der Lausitz. Es konnten erneut zahlreiche Daten gesammelt und das Bike weiter verbessert werden“, erklärt das Team weiter. „Zudem konnte Max bei den zahlreichen Runden seinen Fahrstil ebenfalls weiter verbessern und noch intensiver mit dem Bike arbeiten.“

Max Kappler in der IDM Superstock 300 2017 am Nürburgring
Foto: Nico Schneider / KAPPLER-Motorsport (Archiv)

Bis zum Start auf dem Lausitzring Mitte August stehen für Max Kappler aber zunächst erst einmal noch zwei Veranstaltungen in der deutschen SSP300-Meisterschaft auf dem Programm. Das sind zunächst am kommenden Wochenende die Rennen auf dem Schleizer Dreieck. In 14 Tagen geht es dann in Assen weiter. Danach steht dann der Lauf auf dem Lausitzring an.

Max Kappler in der IDM Superstock 300 am Nürburgring 2017
Max Kappler in der IDM Superstock 300 am Nürburgring 2017. Foto: Nico Schneider/KAPPLER-Motorsport (Archiv)

Max Kappler zum Wildcard-Einsatz:

„Ich freue mich riesig über die Wildcard auf dem Lausitzring. Ich möchte mich bei allen – bei meinen Sponsoren, beim Team Yamaha-Freudenberg und Yamaha Deutschland und natürlich bei meiner Familie – für die Unterstützung und das in mich gelegte Vertrauen bedanken. Es wird eine tolle Herausforderung werden, mich in der Supersport-300-Klasse mit den permanenten WM-Fahrern zu messen. Meine bisherige Saison verlief sehr positiv, wir verstehen das Motorrad von Mal zu Mal besser und wir konnten uns daher schon in vielen Dingen deutlich verbessern. Ich fühle mich bereit, in der WM anzugreifen und viele Erfahrungen zu sammeln. Zunächst will ich das Event genießen, Spaß haben und so gut wie möglich abschließen. Schließlich will ich mich für die neue WM-Saison empfehlen.“