Top20-Platzierungen für Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship in Barcelona

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Nach dem schwachen Ergebnis mit Startplatz 31 im Qualifying zur FIM CEV Moto3 Junior World Championship am vergangenen Freitag gab Max Kappler bei den Rennen am Samstag und am Sonntag noch einmal alles. Zwar konnte der Oberlungwitzer (noch) nicht in die Punkte fahren, aber der 20. und der 19. Platz in den Rennen 5 und 6 der Saison belegen seine Leistungssteigerung.

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Die beiden Rennen zur Moto3 Junior World Championship waren allerdings mal wieder nichts für schwache Nerven.
Während der erste Lauf bereits nach der ersten Runde abgebrochen und danach verkürzt gefahren wurde, musste das zweite Rennen vorzeitig beendet werden. Sensibilisiert durch den schweren Unfall beim letzten Grand-Prix-Rennen zur Moto2 gingen beide Rennen nicht über die volle Distanz von 17 Runden.

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Max Kappler hatte diesmal in beiden Rennen sehr gute Starts. Bevor das erste Rennen nach einer Runde abgebrochen werden musste, lag er bereits aussichtsreich auf Platz 20.
Im anschließenden Rennen, das über 10 Runden ging, gelang Max erneut ein guter Start. Danach wurde der junge Oberlungwitzer dann aber vergleichsweise schnell wieder nach hinten durchgereicht. Allerdings ging ab der Hälfte des Rennens ein deutlicher Ruck durch Max und er konnte seine Leistung steigern. So konnte er letztlich die Gruppe, in der er kämpfte, gewinnen und den 20. Platz einfahren. Das bedeutete hinsichtlich seines Startplatzes eine Verbesserung um immerhin 11 Positionen.

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Auch im zweiten Rennen zur Moto3 Junior World Championship in Barcelona kam Max Kappler bereits als 23. aus der ersten Runde zurück. Durch die Positionskämpfe, in die er sofort verwickelt wurde, verlor er aber leider den Anschluss an die Gruppe davor, die bis um Platz 10 kämpfte.
Zwar versuchte Max, die sich auftuende Lücke zu schließen, aber die Konkurrenten innerhalb seiner Gruppe kämpften lieber um die Positionen, als zusammenzuarbeiten und so den Anschluss zur Gruppe davor wieder herzustellen. So baute sich schnell ein Rückstand zu den Vorausfahrenden auf. Als das Rennen abgebrochen wurde, lag Max auf Platz 18. Da bei Rennabbruch jedoch stets die letzte Runde vor dem Abbruch gewertet wird, verlor er allerdings seinen 18. Rang wieder – wegen gerade einmal einer Tausendstelsekunde.

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola
Stimmen zum Rennen der Moto3 Junior World Championship in Barcelona

„Das Ende des Wochenendes ist mehr oder weniger zufriedenstellend. Ich habe alles gegeben, um eine deutlich bessere Platzierung als Platz 31 im Qualifying zu erreichen“, sagte Max Kappler zu seiner Leistung. „Das erste Rennen wurde nach Runde eins abgebrochen“, führte er weiter aus. „Im zweiten Teil konnte ich meine Rundenzeit erneut verbessern und meine Taktik ging voll auf, sodass ich die Gruppe gewinnen konnte. Im zweiten Rennen konnte ich den nächsten wichtigen Schritt machen. Ich kam als 19. ins Ziel. Aber ich hab gezeigt, dass ich’s kann und mit der Hilfe von meinem großartigen Team und meiner Familie können wir es schaffen.“

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

„Die Ergebnisse der beiden Rennen zeigen, dass wesentlich mehr möglich gewesen wäre, stünde Max einfach in der Startaufstellung weiter vorn“, sagte Grit Kappler nach dem Rennwochenende der Moto3 Junior World Championship in Barcelona. „Daran müssen und werden wir zwingend arbeiten. Trotz des erneuten punktelosen Wochenendes nehmen wir aus Barcelona viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen mit zum nächsten Event in Spanien an den Circuito de Albacete, bevor es dann im Juli mit einer Wildcard an den Sachsenring geht. Das ganze Team arbeitet gemeinsam mit Max hart weiter.“

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Alvaro Molina, der Riding-Coach von Max Kappler, sagte: „Max hat in beiden Rennen schon einmal ansatzweise gezeigt, was er kann. Das muss nunmehr beständig kommen. Leider fehlte uns der Trainingsfreitag, da wir dort das Motorrad vom Setup her in die falsche Richtung abgestimmt haben. Das haben wir aber erkannt, und konnten Max´ Bike noch einmal deutlich verbessern. Ich glaube fest daran, dass wir bald die gewünschten Ergebnisse sehen werden. Wir sind davon nicht mehr allzu weit entfernt, und wir arbeiten gemeinsam weiter hart daran.“

Erneut ein schwieriges Rennwochenende für Max Kappler

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Auf Platz 21 beendet Max Kappler am vergangenen Sonntag, dem 29. Mai 2016, das Rennen zur FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship im MotorLand Aragón in Spanien. Von Startplatz 26 gestartet ging Max mit 38 anderen Fahrern ins Rennen über 15 Runden. Einmal mehr wurde seine Arbeit und die des Teams SAXOPRINT RZT nicht belohnt.

Unter extrem windigen Bedingungen war es für Max Kappler schwierig, schnell einen guten Rhythmus zu finden. Dabei hatte er diesmal einen sehr guten Start erwischt und konnte bis zur ersten Kurve bereits mehr als zehn Plätze gutmachen. Allerdings musste Max durch den Sturz eines Fahrers direkt vor ihm seine Linie für die zweite Kurve verlassen und einen weiten Bogen fahren. Dadurch verlor er jedoch die bereits gewonnenen Plätze wieder und kam nur als 26. aus der ersten Runde zurück.

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Während der nächsten Runden konnte er sich in dieser dritten Gruppe des starken Starterfeldes sehr gut behaupten. Max leistete in der Gruppe auch mehr als die Hälfte des Rennens Führungsarbeit. Der extreme Wind und die langen Geraden behinderten ihn bei der Aufholjagd aber ganz entscheidend. Somit konnte er sich weder von seinen Kontrahenten absetzen noch die Lücke zur zweiten Gruppe schließen.

Max konzentrierte sich darauf, sich in der Gruppe gut zu platzieren und in der letzten Runde noch einen Angriff am Ende der einen Kilometer langen Geraden zu setzen. So wollte er zumindest den 20. Platz mit nach Hause nehmen. Aufgrund eines kleinen Rutschers in der letzten Kurve fehlten ihm jedoch letztlich gerade einmal 15 Tausendstel einer Sekunde zu Platz 20.

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

„Ich bin heute schon etwas sauer, dass ich gleich in der zweiten Kurve weit gehen musste. Aber sonst hätte ich Stefano Manzi überrollt“, sagte Max Kappler nach dem Rennen. „Das war mein bester Start bisher. Ich konnte zunächst mehr als zehn Plätze gutmachen und hatte mir auch die richtige Linie ausgewählt. Durch den weiten Bogen, den ich fahren musste, büßte ich alle bis dahin gewonnenen Plätze wieder ein. Leider musste ich mich dort erst wieder nach vorn kämpfen, doch da war der Anschluss an die andere Gruppe bereits verloren.
Auch wenn ich mit Platz 21 absolut unzufrieden bin, ich habe ein gutes Gefühl, dass wir uns step by step in die richtige Richtung weiterentwickeln. In Barcelona greife ich wieder an. Mein erstes Ziel: im Zeittraining deutlich weiter vorn stehen. Das ist ein absolutes Muss.“

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

„Auch wenn dieser Platz 21 wieder nicht dem entspricht, was wir uns am Anfang der Saison als Ziel vorgenommen haben, so arbeiten wir uns in kleinen Schritten voran“, teilt Team-Chefin Grit Kappler mit.“So haben wir einige Sachen in der Vorbereitung von Max umgestellt und werden diese weiter fortführen. Auch lernen wir das Bike immer besser zu verstehen und verändern es so, sodass Max schneller werden kann. Diesen Aufwand haben wir leider unterschätzt. Aber wir sind nach wie vor optimistisch, dass wir die selbst gesteckten Ziele bald erreichen werden.

Max Kappler und das Team SAXOPRINT RZT bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Das Team arbeitet gut zusammen, sowohl die Technik-Crew um Heiko Reinhold als auch Max‘ Riding-Coach, Alvaro Molina, der seit dieser Saison an Bord ist. Beide verfügen über umfangreiche fahrerische und technische Kenntnisse und helfen, das Gesamtpaket immer weiter zu verbessern. Wir arbeiten weiter hart daran, Max voranzubringen. Dafür möchten wir uns bei allen Sponsoren und Unterstützern für das Vertrauen und die bisherige Geduld bedanken.“

Bereits bei den Trainings-Sessions zeichneten sich Schwierigkeiten für Max Kappler ab.

Unter hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad standen am Samstag im MotorLand Aragón in Spanien die beiden Zeittrainings auf dem Programm. Nach den gelösten technischen Problemen vom zweiten freien Training am Freitag ging Max am Samstagmorgen zuversichtlich ins erste Zeittraining. Auch wenn er seine Rundenzeit weiter verbessern konnte, belegte er vorläufig nur den 25. Rang.

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Im zweiten Zeittraining konnte er erneut seine Rundenzeit verbessern. Anders als im ersten Zeittraining gelang ihm das im zweiten leider nicht in allen Sektoren. So verbesserte er sich zwar um vier Zehntel, jedoch wäre theoretisch eine ganze Sekunde möglich gewesen.
„Damit hätte er zumindest eine Startreihe weiter vorn gestanden“, sagte Grit Kappler. „So ist es die 9. Startreihe und es gilt, wieder einmal 11 Plätze gutzumachen, um in die wichtigen Punkteränge zu fahren. Sofern Max erneut eine so spektakuläre Aufholjagd wie in Valencia gelingt, ist einiges möglich. Aber das werden wir sehen“

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Max Kappler dazu: „Zufriedenheit sieht anders aus. Jetzt gilt es für mich, morgen wieder mehr als die berühmten 100 Prozent zu geben. Aufgeben ist nicht, ich kämpfe – auch wenn der Weg in die Punkte schwierig wird. Mein Motorrad läuft richtig gut. Auch haben wir eine gute Abstimmung gefunden. Jetzt liegt es einzig an mir, das Bestmögliche herauszuholen.“

Max Kappler enttäuscht von Lauf zwei in Le Mans

Max Kappler
Foto: KAPPLER Motorsport – Fritz Glänzel

Der Oberlungwitzer Max Kappler blieb mit Platz 21 beim zweiten Lauf zur FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship in Le Mans hinter seinen und den Erwartungen des Teams zurück.

Für das Rennen am Samstagnachmittag entschied sich das Team nach intensiven Diskussionen für den Reifen mit der weicheren Gummimischung. Max hatte bis dahin das meiste Vertrauen in diesen Pneu gefunden. Diese Wahl sollte sich aber recht schnell als nachteilig herausstellen. Durch die zahlreichen Trainingssitzungen der WM-Klassen und die relativ hohen Temperaturen am Samstagnachmittag hatten sich die Grip-Verhältnisse deutlich verändert. Max musste schon in der ersten Schikane in Runde eins einen Highsider abfangen. Bereits zu Beginn des Rennens – vor allem beim Herausbeschleunigen aus den Kurven – konnte Max nur vergleichsweise langsam ans Gas gehen. Der weichere Hinterreifen war für die veränderten Bedingungen einfach nicht stabil genug.

Max Kappler
Foto: KAPPLER-Motorsport – Agusti Nubiola

Hinzu kam, dass Max dennoch versuchte, noch mehr zu pushen, was für die Fahrwerkseinstellung in diesem Moment zu viel war. So beendete er das Rennen ohne jede Chance auf eine Punkteplatzierung. Mit entsprechendem Rückstand landete Max auf einen für ihn und das Team unbefriedigenden 21. Platz.

„Rang 21 im 3. Rennen der Saison ist das Ergebnis, das wir aus Frankreich mit zurückbringen konnten“, sagte Grit Kappler zum zweiten Lauf zur Moto3 Junior World Championship in Le Mans . „Auch wenn das bei Weitem nicht das Ergebnis ist, das wir uns vorgestellt haben, so können wir dennoch festhalten, dass sich Max in vielen Belangen deutlich verbessern konnte. Hier wirkt sich bereits die enge Zusammenarbeit von Technikcrew um Heiko Reinhold sowie unserem Riding-Coach Alvaro Molina aus.“

Max Kappler
Foto: KAPPLER Motorsport – Fritz Glänzel

Max sagte zu seinem Wochenende in Le Mans: „Natürlich bin ich enttäuscht von den Ergebnissen. Mein Ziel habe ich bisher klar verpasst. Die letzte Entscheidung für den Hinterreifen liegt aber bei mir. Ich habe leider etwas daneben gelegen, hatte jedoch in beiden Zeittrainings und am Samstagmorgen im Warmup mit der „S“-Mischung das beste Gefühl. Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Ich weiß, dass wir für Aragon gut aufgestellt sind, und ich gewinne immer mehr Vertrauen.“

Max Kappler
Foto: KAPPLER-Motorsport – Agusti Nubiola

„Ich glaube an Max und sein Leistungsvermögen. Wir sind mit dem Bike auf dem absolut richtigen Weg“, sagte Max‘ Riding Coach Alvaro Molina. „Auch bestätigen uns die Daten, dass sich Max seit unserem ersten Treffen deutlich verbessert und massiv gesteigert hat. Wir lagen hier in Le Mans mit dem Hinterradreifen daneben. Schade, denn dadurch wurde Max um die Möglichkeit gebracht, weiter nach vorn zu kommen. Aber das wird. Jetzt schauen wir nach vorn, nach Aragon. Ich bin mir sicher, dass wir bereits dort von Max deutlich bessere Ergebnisse sehen werden.“

Max Kappler
Foto: KAPPLER-Motorsport – Agusti Nubiola

Das Wochenende begann für Max am Freitag mit den beiden Zeittrainings, in denen er sich im zweiten bis kurz vor Schluss auf Platz 16 behaupten konnte. Erst in den letzten Minuten wurde Max noch um acht Plätze auf den 24. Startplatz zurückgeschoben. „Keine gute Ausgangsposition, um in die anvisierten Punkteränge zu fahren“, analysierte Team-Chefin Grit Kappler. „Dennoch gelang es Max, seine Rundenzeit aus dem ersten Qualifying um 1,3 Sekunden zu verbessern und dazu konstante Rundenzeiten zu fahren“

Foto: KAPPLER-Motorsport - Agusti Nubiola
Foto: KAPPLER-Motorsport – Agusti Nubiola

„Dennoch nehmen wir für die weitere Saison wieder wichtige Informationen mit“, ist das Fazit von Grit Kappler. „Wir kommen bei der Abstimmung der KTM immer weiter voran. Auch konnten wir den Rückstand weiter verringern, auch wenn es die Platzierungen in Zeittraining und Rennen nicht widerspiegeln.“

 

Fotos: KAPPLER-Motorsport, Fritz Glänzel, Race-Pics, Agusti Nubiola

Aufholjagd in der Moto3 Junior World Championship bleibt unbelohnt

Max Kappler hat am vergangenen Sonntag in Valencia einen Punkte-Rang nur knapp vepasst. Ganze 24 Tausendstel trennten ihn davon.
Von Platz 30 war er in das Rennen der FIM Repsol CEV Moto3 Junior World Championship gestartet, nachdem er im Training mit der Abstimmung und dem Gefühl zum Vorderrad haderte.

Moto3 Junior World Championship Max Kappler Valencia
Trotz der Schwierigkeiten im Qualifying zeigte der Oberlungwitzer Max Kappler bei seiner Aufholjagd in Valencia bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship eine achtbare Leistung. Fotos: KAPPLER-Motorsport

Max versuchte am Rennwochenende in den beiden Läufen zur Moto3 Junior-WM noch so viele Plätze wie möglich gutzumachen. Mit den Plätzen 16 und 17 gelang ihm dabei im Rennen eine unglaubliche Aufholjagd. Mehr noch: Max konnte im ersten Rennen sogar seine persönliche Bestzeit des Wochenendes fahren, die knapp eine Sekunde schneller als seine Zeit aus dem Qualifying war.
Zwar profitierte er auch von dem einen oder anderen Sturz der vor ihm fahrenden Konkurrenten, jedoch konnte durch seine konzentrierte Arbeit und die des Teams das Bike immer besser abgestimmt werden, sodass Max diese gute Renn-Pace hatte.

Moto3 Junior World Championship Max Kappler Valencia 2016
Max ist noch immer dabei, die für ihn neue KTM kennenzulernen. Sein Riding-Coach Alvaro Molina hilft ihm dabei, die richtige Abstimmung zu finden und gibt ihm auch fahrerische Tipps. Foto: KAPPLER-Motorsport

Das erste wie auch das zweite Rennen begann Max mit einem eher verhaltenen Start. Aber er fand den Anschluss an die große Gruppe der ersten 20 der insgesamt 36 Fahrer.
Im ersten Rennen entwickelte sich anschließend ein harter Kampf um den letzten Punkteplatz. Max wollte aus der letzten Kurve heraus aus dem Windschatten den auf Platz 15 liegenden Filippo Fuligni aus dem Team von Moto2-Weltmeisterschafts-Fahrer Alex Rins überholen. Durch einen kleinen Rutscher beim Herausbeschleunigen fehlten ihm auf der Ziellinie letztlich aber 0,024 Sekunden, um den ersten Meisterschaftspunkt einzufahren. „Schade, aber dennoch waren wir mit der Leistung mehr als zufrieden“, sagte Teamchefin Grit Kappler.

Moto3 Junior World Championship Max Kappler Valencia 2016
Durch einen kleinen Rutscher beim Herausbeschleunigen aus dem Windschatten fehlten auf der Ziellinie letztlich 0,024 Sekunden zum ersten Meisterschaftpunkt. Foto: KAPPLER-Motorsport

Im zweiten Rennen zur Moto3 Junior World Championship verlor Max zunächst auf Platz 19 liegend den Anschluss an die Gruppe vor ihm. Er fuhr sich jedoch Runde um Runde immer näher an die Gruppe vor ihm heran. Nach der sechsten Rennrunde hatte er den Anschluss geschafft und attackierte weiter. Bis auf Platz 16 fuhr er nach vorn, ehe er von nachlassenden Reifen und Chattering-Problemen von der Gruppe abreißen lassen musste.
„Letztlich beendete er das 2. Rennen zwar ebenfalls außerhalb der Punkteränge, dennoch zeigte er eine großartige Leistung und deutete an, was möglich ist“, resümerte Grit Kappler. „Zudem belegen die Rundenzeiten, dass die Spitze aufgrund des extremen Windes im zweiten Rennen rund eine Sekunde pro Runde langsamer fuhr. Max verlor dagegen nur 0,6 Sekunden. Also wieder eine Verbesserung von Max“, fügte sie als positives Fazit hinzu. „Alles in allem können wir festhalten, dass Max innerhalb des Wochenendes deutliche Schritte nach vorn gemacht hat. Das Problem des fehlenden Vertrauens ins Vorderrad, das ihn schon viel zu lange einbremst, wird schrittweise abgebaut. Dies sieht man sofort.“

Moto3 Junior World Championship
Max als Fahrer und die Mechaniker des Teams sowie der Riding-Coach arbeiteten das ganze Wochenende hart daran, das Bike besser abzustimmen und Max ein besserers Gefühl fürs Vorderrad zu geben. Foto: KAPPLER-Motorsport

„Daneben haben wir mit unserer Entscheidung, einen Riding-Coach zu verpflichten, richtig gelegen“, machte Grit Kappler weiter deutlich. Die Zusammenarbeit mit dem spanischen Riding-Coach Alvaro Molina, die erst bei dieser Veranstaltung der Moto3 Junior World Championship begonnen hat, zahlte sich bereits in Valencia bereits aus.
Alvaro Molina versteht seine Aufgabe viel umfassender, als nur fahrerische Tipps zu geben. Er betreut Max auch in den Zeiten zwischen den Trainingssitzungen und bespricht zudem intensiv die Abstimmung des Motorrades mit den Mechanikern.

Moto3 Junior World Championship
Die Entscheidung, einen Riding-Coach für Max zu verpflichten, stellte sich bei den ersten beiden Läufen am Wochenende in Valencia als richtig heraus. Foto: KAPPLER-Motorsport

Grit Kappler sagte zur Meisterschaft als solches: „Die Moto3 Junior World Championship mit ihren fast 40 Startern in Valencia wird immer mehr zu einer zweiten Weltmeisterschaft. Nicht weniger als 32 Werksmotorräder von KTM, Honda, Mahindra – hier sogar das 2016er Modell – und Husqvarna fahren um die Meisterschaftspunkte. Auch was sonst an Equipment aufgefahren wird, ist beachtlich.
Das Nachwuchsteam von Alex Rins tritt hier mit nicht weniger als fünf Fahrern an, das Asia Talent Team ebenfalls mit fünf Fahrern. Daher sind wir aktuell mit den beiden Rennergebnissen zufrieden, wissen aber, dass noch weitere Steigerungen notwendig sind. Die werden kommen. Da sind wir uns sicher.“

Moto3 Junior World Championship
Der Oberlungwitzer und sein Team sind mit den beiden Rennergebnissen zufrieden. Aber allen ist bewusst, dass das erst der Beginn der 2016er Saison war und eine Leistungssteigerung notwendig ist. Foto: KAPPLER-Motorsport

Nächste Station ist in drei Wochen in Le Mans im Rahmen des MotoGP-Wochenendes.

Saisonstart für Max Kappler mit eigenem Team

Max Kappler SAXOPRINT RZT Racing beim Test
Bei den Vorsaison-Tests muss sich Max nun erst einmal an die KTM gewöhnen und das Bike auf seinen Fahrstil abstimmen. Foto: Team SAXOPRINT RZT Racing

Sachsenring/Oberlungwitz. Max Kappler wird auch 2016 in der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship wieder an den Start gehen.
„Das können wir nach intensiven Gesprächen mit unseren langjährigen Sponsoren mitteilen. In dieser Saison nehmen wir das Heft selbst in die Hand, gemeinsam mit RZT als unserem Partner für die technische Betreuung und Logisitik“, sagte Teamchefin Grit Kappler.
„Aufgrund der Möglichkeit von KTM ein Werks-Motorrad aus der Saison 2015 erwerben zu können, haben wir in den vergangenen Wochen umfangreiche Planungen und Gespräche geführt, um Max die Fortsetzung des Motorsports zu ermöglichen und dabei ein konkurrenzfähiges Technikpaket einzusetzen. Gemeinsam mit Heiko Reinhold, dem Chefmechaniker von Max aus der letzten Saison, werden wir die Saison 2016 in der Moto3 Junior World Championship beginnen.“

Max Kappler vom Team SAXOPRINT RZT Racing
Jetzt heißt es, das Bike optimal abzustimmen und dabei auch die ideale Sitzposition für Max zu finden. Foto: Team SAXOPRINT RZT Racing

Max Kappler wird 2016 im Team „SAXOPRINT RZT Racing“ um die wichtigen Meisterschaftspunkte kämpfen. Dabei wird Heiko Reinhold/RZT sowohl die technische Betreuung wie auch den logistischen Bereich abdecken. Die gesamte Organisation im Hintergrund übernimmt KAPPLER-Motorsport selbst.
„Hinzukommt noch der Wechsel der Technik. Max fuhr in den letzten Jahren eine FTR-Honda aus der Saison 2013 mit diversen technischen Updates am Motor. In dieser Saison geht er mit einer 2015er Werks-KTM aus dem Aki Ajo GP-Team an den Start“, so Grit Kappler.
Max will sich mit seinen sportlichen Leistungen für die Moto3-WM empfehlen, denn das erklärte Ziel ist 2017 die Teilnahme an der Moto3 World Championship.
„Wir sind optimistisch, dass Max in dieser Saison sein Ziele erreichen kann und sich für das kommende Jahr für die Moto3-WM empfehlen wird“, so Grit Kappler weiter.

Max Kappler KTM Team SAXOPRINT RZT Racing
So sieht die neue Maschine von Max für die Saison 2016 in der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship aus – eine Werks-KTM vom Team von Aki Ajo GP aus der 2015er Weltmeisterschaft. Foto: SAXOPRINT RZT Racing

„In dieser Saison liegt der Fokus des Teams auf der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship. Dort werden bei acht Veranstaltungen wieder zwölf Rennen gefahren. Parallel plant das Team um Max auch drei Gaststarts in der Moto3-Weltmeisterschaft, wobei neben dem Start zum Heimrennen auf dem Sachsenring auch wieder für den tschechischen Grand Prix in Brünn eine Wildcard beantragt werden soll“, erklärte Grit Kappler.
Als drittes Event wird sich das Team für den österreichischen Grand Prix auf dem Red Bull Ring in der Steiermark um eine Wildcard bewerben. Die Strecke dort kennt Max bereits aus seiner Zeit in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft und hat gute Erinnerungen daran.

Max Kappler bei KTM in Mattighofen
Max nimmt bei KTM in Mattighofen sein neues Arbeitsgerät, eine Vorjahres-Werks-KTM aus dem Aki Ajo GP-Team, in Empfang. Foto: Team SAXOPRINT RZT Racing

Unter diesen Voraussetzungen fuhr man am 10. Februar nach Mattighofen und holte dort eine letztjährige Werks-KTM für Max ab.
Seither gilt es, bei den insgesamt drei Vorsaison-Tests das neue Bike bestmöglich zu verstehen und auf Max anzupassen.
Für Max Kappler geht es nun darum, sich schnellstmöglich an das Bike zu gewöhnen und seiner Crew viele Informationen und Daten zu liefern.
Neben Heiko Reinhold als Chefmechaniker wird auch Angel Pina Garcia als Mechaniker wieder mit von der Partie sein. Neu im Technik-Trio ist Ruben Moreno, zuständig für die Datenauswertung und Datenanalyse mit Max.
„Derzeit sind wir noch auf der Suche nach einem Riding-Coach, der das Team aber spätestens zum letzten Test in Valencia vom 31. März bis 1. April 2016 verstärken wird“ sagte Grit Kappler.

Nach einem ersten Rollout in Cartagena Ende Februar stand an den vergangenen Tagen der zweite Test im Rahmen der Dunlop-Testtage in Albacete auf dem Plan.
Nach einem witterungsbedingt kurzen ersten Testtag konnte das Team am zweiten Tag ausreichend Kilometer fahren und zahlreiche Daten sammeln. Dabei gelang es dem Team immer besser, das Bike weiter auf Max abzustimmen. Aber auch Max versteht das Motorrad immer besser und nutzt die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten von Runde zu Runde mehr aus.

Los geht es in der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship am 14. April mit der ersten Veranstaltung auf dem Circuito Ricardo Tormo vor den Toren Valencias.

Termine für die Rennen von Max Kappler:

17. April  – Spanien – Circuit Ricardo Tormo, Valencia
8. Mai – Frankreich, Le Mans
22. Mai – Aragon, Motorland Aragón
12. Juni – Katalonien, Circuit de Catalunya
3. Juli – Spanien, Circuito de Albacete (geplanter Wildcard-Einsatz in der Moto3-WM)
17. Juli – Deutschland, Sachsenring (geplanter Wildcard-Einsatz in der Moto3-WM)
14. August – Österreich, Red Bull Ring (geplanter Wildcard-Einsatz in der Moto3-WM)
21. August – Tschechien, Brno
28. August – Portugal, Circuito do Algarve
2. Oktober – Spanien, Circuito de Jerez
20. November – Valencia, Circuit Ricardo Tormo Valencia