Platz 1 in der IDM Superstock 300 für Max Kappler

Max Kappler am Nürburgring 2017
Foto: Nico Schneider/KAPPLER-Motorsport

Das Debüt von Max Kappler in der neuen IDM Superstock 300-Klasse ist richtig gut gelungen. Der junge Oberlungwitzer, der aus der Moto3-Junior-Weltmeisterschaft in die IDM wechselte, siegt im ersten Rennen in seiner Klasse. Zwar kam er nach harten Positionskämpfen nur als insgesamt 7. ins Ziel, aufgrund des Reglements wird er in der IDM jedoch als Sieger gewertet.

Max Kappler 2017 am Nürburgring
Foto: Nico Schneider/KAPPLER-Motorsport

Das Reglement greift derart, weil die vor ihm ins Ziel gekommenen Niederländer mit einer anderen ECU (aus dem R3-Cup) fahren als die IDM-Piloten. Diese Elektronik-Steuerung holt rund 1,5 PS mehr aus dem Bike heraus.
Lange lag Max aussichtsreich auf Podiumskurs. Er musste sich jedoch in den letzten beiden Runden den PS-stärkeren Yamahas der Niederländer beugen.

Max Kappler in der IDM Superstock 300 2017 am Nürburgring
Foto: Nico Schneider/KAPPLER-Motorsport

„Wir sind jetzt schon super stolz auf unsere Fahrer und die Crew“, schrieb das Team Freudenberg auf dessen Facebook-Seite nach den Qualifyings. Max Kappler hatte in der neuen IDM Superstock 300-Klasse seine Yamaha R3 bereits im Training auf Gesamtplatz 4 gestellt. Aufgrund des technischen Reglements startete er jedoch von Platz 1 ins Rennen.

„Insgesamt merkt man bei Max, dass der Spaß am Rennfahren wieder da ist“, heißt es seitens des Managements von Max Kappler. „Windschattenkämpfe und Überholmanöver waren bei Max permanent an der Reihe. Sachen, die in den letzten beiden Jahren wegen fehlendem Selbstvertrauen sehr selten waren. Und dieses ganz wichtige Vertrauen in sich selbst ist bei Max urplötzlich wieder da. Es macht Spaß, ihm beim Fahren zuzusehen.“

Max Kappler und Jan-Ole Jähnig vom Team Freudenberg
Foto: Nico Schneider/KAPPLER-Motorsport
Max Kappler im Vorfeld des heutigen Rennens

„Die beiden Zeittrainings waren so richtig nach meinem Geschmack. Ich hatte vor allem im 2. Zeittraining packende Windschattenduelle, die aber wichtig für schnellen Rundenzeiten waren“, so der junge Oberlungwitzer. „Ich denke, dass ich an einigen Stellen ein paar kleine Vorteile habe und werde versuchen, diese morgen auszuspielen. Auf alle Fälle hat es heute richtig Spaß gemacht. Davon will ich mehr.“ Seinem Team war Max Kappler überaus dankbar und fand entsprechende Worte: „Danke an das gesamte Team von Yamaha Freudenberg, allen voran Christian und Siggi für die tolle Arbeit.“

IDM-Start 2017 für Arnaud Friedrich am Nürburgring

Arnaud Friedrich von Van Zon-Remeha-BMW beim Portimao-Test 2017
Arnaud Friedrich startet 2017 in der IDM für das Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team. Foto: ©DanielScholz/ThomasHankel/Torpedo.de 2017

Voller Vorfreude blickt Arnaud Friedrich auf den Start der 2017er IDM-Saison am kommenden Wochenende am Nürburgring. Vom 12. bis 14.05.2017 werden er und die anderen Fahrer auf der Rennstrecke in der Eifel zu erleben sein.
„Ich kann es kaum noch erwarten, wieder Rennen zu fahren und bin auf das IDM-Feeling gespannt“, sagt Arnaud. „Wie professionell es im Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team abläuft, hat mir ja bereits der Test in Portimao gezeigt.“
„Ich trainiere natürlich intensiv“, erklärt er weiter, „auch wenn wir vorab relativ wenig getestet haben. Der letzte Test am Nürburgring fiel buchstäblich ins Wasser. Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich, gute Ergebnisse abzuliefern.“

Zu seinen Zielen führt der junge Limbach-Oberfrohnaer aus: „Ich bin hochmotiviert und will für mich und das Team natürlich das Maximale herausholen. Die Top Ten sind mein erklärtes Ziel.“
Für seine Sponsoren und Partner ist Arnaud voll des Lobes und der Dankbarkeit: „Ohne deren grandiose Unterstützung und ihren Glauben an mich wäre es kaum möglich gewesen, diesen Traum zu leben. Ich danke all meine Sponsoren noch einmal ganz herzlich für ihre Unterstützung.“

Auch der neue Chef von Arnaud Friedrich ist gespannt

„Arnaud hat mich positiv überrascht“, erklärte Werner Daemen, Chef des Van Zon-Remeha-BMW Superbike Teams, bereits bei den Vorsaison-Tests in Portimao. Er hat den inzwischen 17 Jahre alten Youngster erst kurz vor dem Start in die neue IDM-Superbike-Saison verpflichtet. „Ich wollte auch unbedingt einen jungen deutschen Nachwuchsfahrer im Team haben“, so Werner Daemen.

Das Rennwochenende kann man live auf dem Youtube-Channel der IDM verfolgen.

Einen tollen Artikel von Andreas Weinand mit vielen weiteren Infos zu Arnaud findet ihr auch auf der Webseite von moto-maniac.news.

Markus Reiterberger 2017 beim Van Zon-Remeha BMW Superbike Team

Markus Reiterberger startet 2017 in der IDM
Markus Reiterberger startet 2017 wieder bei seinem alten Team in der IDM. Foto: rop

Markus Reiterberger bestreitet die IDM-Saison 2017 beim Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team.
Bessere News können sich die Fans und Markus selbst gewiss nicht vorstellen.
Nach den durchwachsenen Ergebnissen und den ganzen Gerüchten um die teaminternen Querelen bei Althea Racing kam kürzlich das Aus für den jungen Bajuwaren.
Jetzt gaben das Van Zon-Remeha BMW Superbike Team und Markus Reiterberger die tolle Nachricht bekannt.

Auf der Webseite des Teams heißt es dazu sinngemäß weiter:
Er fährt zusätzlich im Team LRP Poland in der Langstrecken WM und fokussiert einen Wildcard beim deutschen Lauf der WorldSBK auf dem Lausitzring.

Weiterhin heißt es auf der Team-Webseite, dass Markus‘ klares Ziel sei, Rennkilometer zu sammeln und den IDM-Titel ein weiteres Mal einzufahren. Neben den Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Oschersleben und auf dem Slovakiaring, stelle die Wildcard zum deutschen Lauf zur WorldSBK das Highlight des Jahres dar.

Werner Daemen (Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team) am Lausitzring 2016.
Werner Daemen am Lausitzring 2016. Foto: rop
Statements vom Teamchef und Markus Reiterberger

Werner Daemen:
„Mit Lukas und Markus haben wir zwei besonders talentierte Fahrer und gute Jungs. Zusammen mit Bartłomiej Lewandowski von LRP Poland, Markus und Lukas haben wir uns intensive Gedanken gemacht, wie wir das Beste für alle Parteien rausholen können und haben die beste Lösung für die fahrerische Entwicklung der beiden Piloten gefunden. Markus hat nach seiner Zeit in der WorldSBK in der IDM, EWC und mit mindestens einer WorldSBK Wildcard ein sehr gutes Paket vor sich. Lukas steht dagegen im Team RLP Poland vor einer echten Chance und Herausforderung. Ich bin froh, dass wir in der Konstellation ein jeweils wirklich starkes Paket aufstellen konnten. Die Kooperation zwischen unserem IDM Team und LRP Poland ist sehr vielversprechend.“

Markus Reiterberger:
„Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin wieder mit meinem Team zusammen arbeiten zu können. Ich will so schnell wie möglich wieder auf die S 1000 RR und Runden drehen. Mit der IDM in meinem alten Team, der Langstrecken WM im Team LRP Poland und mindestens einer WorldSBK Wildcard könnte ich nicht glücklicher sein. Endlich habe ich Chance mich wieder zu beweisen. Ich freue mich auf die „neue“ Saison. Mir war klar, dass ich nach dem WorldSBK Ausflug unbedingt wieder in der IDM und Langstrecke angreifen will. Das mir das ermöglicht wurde ist der Hammer.“

Lukas Trautmann mit Entwicklungsarbeit

Hinsichtlich des Teamkollegen Lukas Trautmann verlautbart das Team, dass dieser mit dem polnischen Kooperationspartner LRP Poland zusammenarbeiten wird. Trautmann bestreite die polnische Meisterschaft, um dort die Entwicklung des Superbikes voranzutreiben. Zudem nehme Lukas an der Langstrecken-WM in der EWC-Klasse teil.
„Van Zon-Remeha-BMW und LRP Poland intensivieren die Kooperation in den nationalen Meisterschaften und in der Langstrecken Weltmeisterschaft (EWC)“, heißt es seitens des Teams.

Quelle: Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team

 

Arnaud Friedrich 2017 mit Top-Team in der IDM

Arnaud in der Startaufstellung am Schleizer Dreieck 2016. Foto: rop

Lange herrschte Stille, jetzt ist die Katze endlich aus dem Sack: Arnaud Friedrich startet 2017 für das Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team in der IDM. Stolz gaben Team-Manager Werner Daemen und Arnaud diese Neuigkeit bekannt. Rico Penzkofer, der Chef des Teams Penz13.com, hat bei den Vertragsverhandlungen vermittelt und unterstützt.

Arnaud Friedrich IDM Schleizer Dreieck 2016
2016 hat Arnaud noch am Schleizer Dreieck mit Pepijn Bijsterbosch vom Team Van Zon Remeha gefightet. Foto: rop

Arnaud wird in der kommenden Saison an der Seite von Lukas Trautmann, Danny de Boer und Jahn Bühn als vierter Fahrer auf einer BMW S 1000 RR starten. Die starke Leistung des Youngsters aus Limbach-Oberfrohna in dessen Premieren-Saison hat das Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team auf ihn aufmerksam werden lassen. Der 16-Jährige beendete 2016 das STK1000-Klassement als 14. von 26 Fahrern.
Bedenkt man die 2016er Mannschaftsstärke und ebenso das Material im Vergleich zu den IDM-Top-Teams, ist Arnauds Leistung umso höher einzuschätzen. Das wurde wohl auch Werner Daemen augenscheinlich.

Arnaud Friedrich am Schleizer Dreieck 2016
Mit seinen 16 Lenzen richtig flott unterwegs: Arnaud Friedrich auf der BMW S 1000 RR. Foto: rop

„Ein so junger Fahrer braucht Track-Time und ein erfahrenes Team. So kann er sein Potential zeigen. Wir werden ihm keinen Druck machen und ihm die Unterstützung geben, damit er auf der Strecke sein Bestes geben kann”, äußerte sich Werner Daemen dazu auf der Webseite des Teams.

„Mein Ziel für 2017 sind die Top Ten. Zum Saisonende will ich einen Platz unter den ersten zehn Fahrern im Gesamtklassement erreichen“, erklärte Arnaud Friedrich. „Mein größter Dank gilt meinen treuen Sponsoren, die mir den IDM-Start auch 2017 wieder ermöglicht haben. Ein riesiges Dankeschön natürlich insbesondere auch an Rico Penzkofer.“

Arnaud Friedrich mit dem IDM-Team penz13.com 2016
Arnaud und sein Team penz13.com blicken auf eine erfolgreiche erste IDM-Saison 2016 zurück. Foto: rop

Seit gestern ist nun auch endlich offiziell, dass die IDM 2017 stattfinden wird. Über das Wann und das Wie herrschte ja geraume Zeit Stillschweigen. Gestern veröffentlichte die Speedweek auf deren Webseite einen entsprechend positiven Artikel dazu. (Mehr dazu hier.) 

Arnaud Friedrich bereits längst in der Saisonvorbereitung

Vergangene Woche war Arnaud mit seinem neuen Team zu Reifentests des italienischen Herstellers Pirelli in der portugiesischen Algarve in Portimão. Seine Rundenzeiten dort waren ein erstes Achtungszeichen für die kommende Saison. Wir dürfen definitiv gespannt sein.

Arnaud Friedrich IDM Lausitzring 2016
Arnaud bei der IDM-Hatz 2016 am Lausitzring. Foto rop

Bei ersten Tests für die neue Saison Anfang Februar in Almeria (Spanien) durfte sich Arnaud ein paar Runden mit Moto2-Pilot Alex Marquez, dem kleinen Bruder des amtierenden MotoGP-Weltmeisters Marc Marquez, messen. Die beiden Piloten hatten sichtlich Spaß dabei. Auch die Zeiten und das Fahrgefühl beim jungen Limbacher passten. Arnaud hat die Verletzung und den mentalen Dämpfer, die er sich bei der letzten Saison-Veranstaltung 2016 am Hockenheimring zugezogen hatte, gut überwunden.

Klasse Auftritt von Arnaud Friedrich zur IDM am Schleizer Dreieck

Arnaud Friedrich in der Startaufstellung zur IDM am Schleizer Dreieck
Foto: rp

Bei den beiden Läufen zur IDM auf dem Schleizer Dreieck am vergangenen Sonntag lieferte der junge Limbach-Oberfrohnaer Arnaud Friedrich eine beeindruckende Leistung ab.
Im ersten Rennen landete er auf dem 12. Platz in der Klasse STK 1000 und damit auf Gesamtrang 19. Beim zweiten Lauf legte er sogar noch eine Schippe nach und errang in seiner Klasse Platz 10 sowie den 15. Gesamtrang.
Damit lieferte der junge Rennfahrer, der bei der IDM mit einer BMW S1000 RR für das Team penz13.com von Rico Penzkofer startet, sein bislang bestes Saison-Ergebnis ab.

Arnaud Friedrich in der STK1000 zur IDM am Schleizer Dreieck
Foto: rp

Von Startplatz 20 ging der junge Limbacher an diesem Wochenende in die beiden Rennen.
Den Start zum ersten IDM-Lauf am Sonntagvormittag hatte Arnaud mal wieder etwas verpatzt und musste sich dadurch Runde für Runde durch das starke Fahrerfeld nach vorne kämpfen. Das gelang dem 16-jährigen Youngster allerdings so gut, dass am Ende mit Platz 12 ein erneuter Punkterang für ihn heraussprang.

Arnaud Friedrich in der STK1000 zur IDM am Schleizer Dreieck
Foto: rp

Als am Nachmittag die Startampel für das zweite Rennen erlosch, erwischte Arnaud Friedrich diesmal einen wesentlich besseren Start. Durch seinen Blitzstart und die guten Rundenzeiten lag er zeitweise im Gesamtklassement sogar auf dem 12. Platz. Aber einige der wesentlich erfahreneren und älteren Piloten, die er anfangs förmlich überrumpelt hatte, spielten dann im Laufe der Rennrunden ihre Erfahrung aus. So wurde es für Arnaud am Ende ein grandioser 15. Gesamtrang und ein richtig starker 10. Platz in der Klasse STK 1000.

Arnaud Friedrich in der STK1000 zur IDM am Schleizer Dreieck
Foto: rp
Arnaud im Gesamtklassement

In seiner ersten IDM-Saison liegt Arnaud Friedrich in der Gesamtwertung der Klasse STK 1000 nun mit 35 Punkten auf dem 13. Rang.

Arnaud Friedrich mit schwierigem Rennwochenende bei der IDM am Lausitzring

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Das Doppel-R der BMW S 1000 RR von Arnaud Friedrich stand am Wochenende vom 4. und 5. Juni 2016 beim Motorsport Festival am Lausitzring wohl für „Rennunfall und Regenwetter“.

Das erste Rennen des Wochenendes hatte sich für den jungen Mann aus Limbach-Oberfrohna eigentlich schon in der ersten Runde erledigt. Bereits in der dritten Kurve kollidierte Arnaud mit dem Schweizer Florian Hüsler, Startnummer 81, der eine etwas optimistische Linienwahl getroffen hatte.
Hüsler hatte sich in der Rechtskurve neben Arnaud Friedrich gesetzt und blockierte ihm so die Linie, die dieser für die Vorbereitung der nächsten Linkskurve gewählt hatte. Durch die Berührung mit Florian Hüsler kam Arnaud zu Sturz und auch Hüsler musste weit gehen. Zum Glück blieb Arnaud bei dem Sturz unverletzt. Zudem befindet sich an dieser Stelle der Strecke eine große Rasen- und Asphalt-Auslaufzone, sodass das Motorrad nur auf der Seite rutschte und intakt blieb.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Dadurch konnte Arnaud Friedrich das Rennen zwar wieder aufnehmen, musste aber dem Feld hinterherhetzen und so ein recht einsames Rennen fahren. Im Lauf des Rennens verkürzte er den Rückstand auch zusehends, konnte sich aber bis zum Rennende nur noch den vorletzten Platz und im Klassement der Superstock 1000 damit Rang 16 sichern.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Der Auftakt zum zweiten Rennen war für Arnaud wesentlich besser. Er fuhr gute Zeiten und war in Schlagdistanz zu den Kontrahenten vor ihm. Jedoch hatte Petrus scheinbar andere Pläne. Ein extremer Gewitterguss sorgte dafür, dass das zweite Rennen in Runde vier abgebrochen und sogar komplett abgesagt werden musste. Dadurch wurde Arnaud Friedrich in der SST 1000 auf dem 14. Platz gewertet. Damit fuhr er wieder zwei Punkte ein, wäre allerdings gern das Rennen über die volle Distanz gefahren.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Arnaud Friedrich sagte nach dem Rennen: „Es war eine tolle Atmosphäre mit einer phantastischen Kulisse und einem vollen Fahrerlager. Schade, dass das Wetter am Sonntag nicht mitgespielt hat.“

Beim Motorsport Festival am Lausitzring fuhr die IDM bei einem Riesen-Event vor rund 75.000 Zuschauern im Rahmen der DTM, der ADAC GT Masters, der ADAC Formel 4 und des Porsche Carrera Cups.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Vom 8. bis 10. Juli 2016 geht es im belgischen Zolder weiter. Dort möchte Arnaud seine Ergebnisse und den Gesamtrang möglichst verbessern und weitere Punkte einfahren.

Arnaud Friedrich vom Team penz13.com im Gespräch

Arnaud Friedrich beim Test Autodrom Most mit penz13.com
Arnaud spulte bei seinen Trainingsrunden im Autodrom Most am Wochenende vom 23. und 24. April zahlreiche Testkilometer ab. Foto: rp

Im Rahmen der Team-Präsentation von penz13.com am Sachsenring konnte ich mit Arnaud Friedrich, der am Wochenende vom 30. April zum 1. Mai 2016 sein erstes Rennen in der IDM in der Klasse Superstock 1000 bestreiten wird, ein Gespräch führen.
Außerdem habe ich ihn am vergangenen Wochenende im Autodrom Most getroffen, wo er mit seinem neuen Team weitere Testkilometer abspulte. Arnaud hat in Most bei Rennen zum BMW S 1000 RR Cup und der Klasse SBKopen weitere Rennerfahrung sammeln können.
Ich habe dort Freunde beim HR Classic Cup begleitet und gleich noch die Chance genutzt, kurz mit ihm und seinem Vater André zu sprechen.

Arnaud Friedrich beim Training mit penz13.com in Most
Arnaud Friedrich beim Training in Most. Im ersten Lauf zum BMW S 1000 RR Cup wurde er Sechster. Foto: rp

RP: Wie kam das Gespräch mit Rico Penzkofer zustande?
Arnaud Friedrich: „Naja, der Kontakt zu Gordon besteht ja schon länger. Wir kennen uns persönlich. Und als für uns die Richtung dann klar war, hab ich Rico einfach mal über Facebook angeschrieben.“

RP: Gab es noch andere Interessenten beziehungsweise Optionen?
Arnaud Friedrich: Nicht wirklich. Die Supersport-Klasse in der IDM war nach unserem Dafürhalten am Absterben. Wir wollten zwar erst privat dort weitermachen, entschieden uns aber dann doch für den professionelleren Weg mit der besseren Perspektive. „

RP: Wann stand eigentlich fest, dass Du für penz13.com in der IDM starten wirst?
Arnaud Friedrich: „Die Gespräche liefen schon fast ein Jahr. Aber kurz vor Weihnachten 2015 stand dann fest, dass wir zusammenarbeiten werden.“

RP: Was kostet eine derartige STK1000-Saison in der IDM?
Arnaud Friedrich: „Für so eine Saison kann man gut und gerne 50.000 bis 70.000 Euro rechnen. Da fallen ja die Kosten für das Motorrad, die Nenngebühren sowie Kosten für Reifen, Sprit, eventuelle Ersatzteile und so weiter an, die man mit einkalkulieren muss.“

RP: Wie gestaltet sich die Sponsorensuche für eine derartige Serie?
Arnaud Friedrich: „Die Sponoren-Suche ist gewiss für alle sehr schwierig. Aber unser Vorteil ist die Nähe zum Sachsenring. Hier im Umkreis ist die Begeisterung für den Rennsport groß. Da findet man leichter einen Geldgeber als anderswo. Und mit meinem Vater André als Manager funktioniert das recht gut.“

Arnaud Friedrich bei der Team-Präsentation von penz13.com am Sachsenring
Arnaud Friedrich auf seinem neuen Bike bei der Team-Präsentation von penz13.com am Sachsenring. Foto: rp

RP: Was hast Du für Ziele für die erste STK1000-Saison?
Arnaud Friedrich: „Das Fahrerfeld in der IDM ist zum Beispiel durch den großen Zustrom aus dem Alpe Adria Cup stark gewachsen. Für die erste Saison wäre es gut, wenn ich konstant zwischen Platz 20 und 25 ankommen würde.“

RP: Wen siehst Du als härteste Konkurrenten?
Arnaud Friedrich: „Darüber mache ich mir in dem starken Fahrerfeld in meiner ersten Saison keine wirklichen Gedanken. Erst einmal ankommen und viel lernen ist die Devise.“

RP: Was erwarten Rico und das Team von penz13.com von Dir?
Arnaud Friedrich: „In der ersten Saison sollten wir die Ziele nicht zu hoch stecken. Erst einmal muss ich mich auf dem Bike und im Klassement zurechtfinden, sitzenbleiben und die Rennen beenden und natürlich so viel wie möglich lernen.“

RP: Hast Du Respekt vor der wesentlichen Mehrleistung der neuen Maschine oder ist das ein Arbeitsgerät wie jedes andere?
Arnaud Friedrich: „Es ist schon ein Umstieg von der Yamaha R6 auf die BMW S 1000 RR. Insbesondere die Elektronik muss ich erst einmal verstehen lernen. Von daher ist das Motorrad im Umgang schwieriger. Aber das zusätzliche Gewicht und die Mehrleistung sehe ich absolut nicht als Problem an.“

Arnaud Friedrich mit Vater und Manager André
IDM-STK1000-Pilot Arnaud Friedrich mit Vater und Manager André am Sachsenring. Foto: rp

RP: Welche Strecken magst Du besonders, eher Rundkurse oder lieber Natur-Rennstrecken?
Arnaud Friedrich: „Ich mag die schnelleren und flüssigen Strecken wie Schleiz und Zolder. Zolder ist wegen der Kuppen, wo man fast springt, zwar recht gefährlich, aber trotzdem mag ich die Strecke, vor allem den ersten Sektor. Winkelige Strecken wie der Sachsenring liegen mir nicht so. Aber hier hätte ich den Heimvorteil vieler tausend absolvierter Runden.“

RP: Wie empfindest Du die hiesige Sportförderung insbesondere im Zweiradsport?
Arnaud Friedrich: „Die Sportförderung ist zum Teil schon gegeben. Aber es könnte natürlich weitaus besser sein. Insbesondere der ADAC Sachsen fördert junge Talente. Aber ab einem gewissen Punkt ist man auf sich allein gestellt und auf die Gunst von Sponsoren und Freunden angewiesen. Mein Fitness-Coach Yücel Demirel trainiert mich zum Beispiel kostenlos.“

RP: Wie unterstützen Dich Deine Eltern dabei?
Arnaud Friedrich: „Naja, sie stehen vollkommen hinter mir. André ist mein Manager und mein Riding Coach, meine Mutter kümmert sich um die Versorgung und das Catering. Und Kathrin macht eben die Presse-Arbeit.“

RP: Wohin soll karrieremäßig mal die Reise gehen?
Arnaud Friedrich: „Inzwischen ganz klar in Richtung Superbike-WM. Die MotoGP ist nicht mehr wirklich das Thema.“

RP: Was wird die Fans auf Deiner neuen Homepage, die ja derzeit im Umbau ist, erwarten?
Arnaud Friedrich: „Wir wollten die Seite einfach erwachsener gestalten, in einem neuen Design. Dafür haben wir auch extra eine Agentur beauftragt. Die Farben werden dann an das BMW-Design angelehnt.“

Arnaud Friedrich bei den Tests in Most Ende April 2016
Mit dem vierten Platz in Lauf eins und dem ersten Platz im zweiten Rennen zur SBKopen bestätigte Arnaud bei den Tests in Most Ende April 2016, dass er für das IDM-Abenteuer bereit ist. Foto: rp

Teampräsentation von penz13.com für die IDM SST 1000

 

penz13.com Teampräsentation am Sachsenring
Gordon Unger, Rico Penzkofer, Arnaud Friedrich, Kathrin Kühnert und André Friedrich (v.l.n.r.) bei der Teampräsentation am Sachsenring. Foto: rp

Am Dienstag, dem 19. April 2016, war es soweit: Das Team von penz13.com stellte im Pressezentrum des VSZ „Am Sachsenring“ offiziell den Fahrer für die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) in der Klasse Superstock 1000 vor: Arnaud Friedrich aus Limbach-Oberfrohna.
Sichtlich mit Stolz erfüllt, gab André Friedrich, Vater und Manager von Arnaud, den geladenen Sponsoren, Partnern und Gästen einen Ausblick auf die 2016er Saison in der IDM.

penz13.com Arnaud Friedrich IDM SST 1000
Der 16-jährige Arnaud Friedrich aus Limbach-Oberfrohna wird 2016 in der IDM SST 1000 starten. Foto: rp

Der Limbacher Arnaud Friedrich ist 2016 der jüngste Fahrer im Feld der IDM SST 1000. Mit seinen 16 Jahren benötigte er sogar eine Ausnahmegenehmigung, um dort starten zu dürfen.
Das junge Talent fuhr 2015 im Rahmenprogramm der IDM im Yamaha R6 Dunlop Cup auf einen sehr achtbaren 5. Platz.
Vater und Manager André Friedrich, der am Sachsenring als Instruktor und Fahrsicherheitstrainer arbeitet, sagte zur Entwicklung: „Für uns stand die Frage, ob wir noch ein Jahr so weitermachen oder umsteigen. Da wir aber auch perspektivisch für Arnaud arbeiten wollen, war der Weg klar, denn die Wertigkeit des Yamaha R6 Dunlop Cups ist leider nicht so sonderlich hoch. Außerdem war das Fahrerfeld recht überschaubar geworden, und einfach mit einer Handvoll Leuten im Kreis fahren, ist auch nicht das Gelbe.“

penz13.com BMW S 1000 RR IDM SST 1000
Rund 180 kg Kampfgewicht und satte 200 PS am Hinterrad sind die Eckdaten der BMW S 1000 RR, mit der Arnaud in der SST 1000 antreten wird. Foto: rp

Zu den Aussichten für die 2016er Saison äußerte Andre Friedrich: „Wir werden sehen, wie es läuft. Es ist alles neu. Die Pirelli-Reifen sind neu. Das Bike ist schwerer und stärker. Außerdem ist die BMW voller Elektronik, die Arnaud erst einmal verstehen lernen muss. Aber das Team ist absolut spitze. Auch gehört die IDM neben der Britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) zu den Top-Serien in Europa und ist hochprofessionell organisiert.“

penz13.com André Friedrich Arnaud Friedrich
Stolz präsentierte André Friedrich seinen Sohn auf dessen neuem Arbeitsgerät am Sachsenring. Foto: rp

„Ich will in dieser ersten Saison erst einmal mitfahren und vor allem von den besten Fahrern lernen. Die Platzierungen sind 2016 vorerst noch zweitrangig“, sagte Arnaud zu den Zielen, der er sich für die kommende Saison gesteckt hat. „Die Fahrer sind alles definitiv keine Nasenbohrer. Da sind schon ein paar sehr schnelle Leute dabei“, führte er weiter aus. „Aber ich will mich dieses Jahr dort bewähren. Und wenn ich konstant im Mittelfeld mitfahren kann, bin ich schon zufrieden.“
(Das komplette Interview mit Arnaud gibt es in Kürze ebenfalls hier zu lesen.)

penz13.com André Friedrich Rico Penzkofer Arnaud Friedrich
Die Blickrichtung der „alten Hasen“ André Friedrich und Rico Penzkofer ist definitiv die gleiche, und der Blick von SST-1000-Neuling Arnaud verrät, dass er weiß, wo er etwas lernen kann. Foto: rp

Rico Penzkofer, Teamchef von penz13.com, sagte: „Für das erste Jahr mit Arnaud erwarten wir nicht zu viel. Es wird für ihn vor allem ein Lehrjahr werden, in dem es gilt mitzufahren, anzukommen und möglichst viel zu lernen.“
Der umtriebige Teamchef von penz13.com hat mehrere Eisen im Feuer. Das Team ist aber vor allem durch die Endurance-WM und das Road Racing sowie frühere Einsätze in der IDM bekannt.

penz13.com Teampräsentation am Sachsenring IDM SST 1000
Die BMW S 1000 RR kennt Teamchef Rico Penzkofer aus dem Effeff. Er ist damit selbst schon erfolgreich Rennen gefahren und setzt auch in der Endurance-WM und dem Road Racing auf die starken Bayern. Foto: rp

„In der Endurance-WM arbeiten wir von penz13.com mit BMW France zusammen. In der IDM mit Arnaud funktioniert das jedoch über BMW Deutschland. Wir sind in der Langstrecken-WM sehr stark eingebunden. Aber wo es terminlich machbar ist, werden wir natürlich in der IDM mit vor Ort und bei Arnaud sein.“

Wer jetzt vermutete, Arnaud würde nicht richtig unterstützt, den konnte Rico Penzkofer beruhigen: „Unser Team arbeitet schon viele Jahre sehr eng und erfolgreich mit dem BMW-Team von Werner Daemen zusammen. Unsere Teams helfen sich untereinander und werden das auch 2016 in der IDM tun.“ Werner Daemens Team Van Zon-Remeha-BMW holte 2015 mit Markus Reiterberger den IDM-Titel in der Superbike-Kategorie und tritt dieses Jahr wieder mit Mathieu Gines als Fahrer an.

penz13.com BMW S 1000 RR IDM SST 1000
Durch die Einsätze der BMW bei penz13.com im Road Racing, in der Endurance-WM und durch die Erfahrungen mit BMW in der IDM hat Arnaud bereits viele Daten und Einstellungen zur Verfügung, die ihm den Umstieg in die SST 1000 erleichtern sollten. Foto: rp

Auf die Frage, wie er gerade auf Arnaud als Fahrer gekommen sei, antwortete Rico Penzkofer: „Der Kontakt mit unserem Team von penz13.com und vor allem unserem Mechaniker Gordon Unger besteht schon länger. Außerdem kenne ich Arnauds Vater und Manager André noch aus gemeinsamen Rennfahrer-Zeiten. Wir haben uns zusammengesetzt und waren uns im Großen und Ganzen recht schnell einig. Wir wollten mit penz13.com einfach auch team-perspektivisch ein junges Talent in der IDM unterstützen, fördern und aufbauen. Und wir wissen ja zudem noch um die Schwierigkeit der Förderung junger Nachwuchsrennfahrer und wollen hier unterstützen.“

Terminkalender der IDM für 2016

29. April bis 1. Mai – Lausitzring
6. bis 8. Mai – Nürburgring
3. bis 5. Juni – Lausitzring (im Rahmen der DTM)
8. bis 10. Juli – Circuit Zolder
29. bis 31. Juli – Schleizer Dreieck
12. bis 14. August – TT Circuit Assen
16. bis 18. September – Lausitzring (im Rahmen der WorldSBK)
23. bis 25. September – Hockenheimring

Weiterführende Informationen finden Sie natürlich auch auf der Webseite des Veranstalters.