Krankenhaus-Bericht eines Verunfallten – Teil 5

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weiterführende Erkenntnisse aus dem Krankenhaus-Alltag:

24. OP-Hemd und Thrombose-Strümpfe sind altbekannt. Aber diese neumodischen halbtransparenten Netz-Höschen – skurril. Wenig kleidsam, wohl aber effizient. So ein fein gewebtes Netz, dass da scheinbar auch nicht die kleinste Sprotte durch die Maschen geht. Wer weiß, was sich da unter Narkose alles verselbständigt. Kleinvieh macht schließlich auch Mist.

25. Das Schild „Nüchtern“ über meinem Bett kommt – insbesondere hier in Bayern – einer öffentlichen Bloßstellung gleich! Fehlt nur noch mein Name drauf…! Ich fühle mich ziemlich unwohl.

26. Der Pawlowsche Reflex funktioniert. Der Essens-Wagen rollt draußen heran und mir läuft der Sabber wie einer Deutschen Dogge mit der Aussicht auf eine Rinderbeinscheibe. Sie haben mich inzwischen gut konditioniert.

27. Die Toilettenspülung ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Die links und rechts in Ellbogenhöhe am Spülkasten angebrachten Drücker betätigt man quasi automatisch, sobald man sich zum Klopapierhalter dreht. Dabei sorgt die ausgeklügelte Wasserführung dafür, dass einem das Vergnügungszentrum wohltuend kühl umspült wird.

28. Die Chef-Visite am Montagmorgen gleicht der Szene der Hausdurchsuchung der römischen Kohorte bei der Volksfront von Judäa in Monty Pythons „Das Leben des Brian“.

Ich beobachte weiter…

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