Freddie Heinrich – Talent unter der Ägide von PrüstelGP

Freddie Heinrich Moto4 2017
Foto: Pepe Sanchis

Der junge Berthelsdorfer Freddie Heinrich startet aktuell in der Spanischen Meisterschaft (RFME-CEV) in der Klasse Moto4. Der schnelle kleine Sachse fährt dort beim Team Llinsual HMA Racing.

Freddie Heinrich, der ein wirkliches Talent ist, fuhr am Wochenende vom 03. und 04. Juni 2017 sogar schon seine erste Podiumsplatzierung, einen 3. Platz, gleich in seiner ersten Saison ein. Damit liegt er derzeit in der Gesamtwertung der Meisterschaft aussichtsreich auf Platz 4.

1. RUDA COMINO, MARCOS 95 Punkte
2. GARCIA TINOCO, ROBERTO 74 Punkte
3. MUÑOZ FERNANDEZ, DANIEL 38 Punkte
4. HEINRICH , FREDDIE 37 Punkte
5. WHATLEY , JOSHUA 35 Punkte
6. AVILA CORTES, JULEN 30 Punkte
7. FERNANDEZ ROBLEDILLO, ERIC 28 Punkte
8. LUQUE OLIVERO, FERNANDO 28 Punkte
9. HONZAK , ONDREJ 27 Punkte
10. SANCHEZ QUESADA, MAX 26 Punkte

Freddie Heinrich Moto4 RFME-CEV 2017
Foto: Pepe Sanchis

Dabei sah es nach dem Gewinn des Minibike Cups 2016 gar nicht so einfach für Freddie Heinrich aus. Aufgrund seines Alters war in Deutschland kein Aufstieg in eine höhere nationale Klasse möglich.

„Ich wollte gern weiter Motorradrennen fahren und an Meisterschaftsläufen teilnehmen“, sagte er uns. „Das funktioniert aber aufgrund meines Alters – ich bin erst 12 Jahre alt – in Deutschland nicht. Es gibt keine Klasse, in der ich starten dürfte. Deshalb führte mein Weg im Jahr 2017 nach Spanien.“

Freddie Heinrich im Minibike Cup
Freddie im Minibike Cup. Foto: Mike Lischka/Mik Pixx

Der schnelle kleine Sachse fährt dort in der Spanischen Meisterschaft mit einer 150-cm³-Rennmaschine in der Moto4. Mit der Unterstützung des ADAC Sachsen und des sächsischen Moto3-WM-Teams PrüstelGP bestreitet er die Saison beim Team Llinsual HMA Racing, bei dem auch ein weiterer Sachse, Nicolas Czyba, allerdings in der Klasse Pre Moto3 an den Start geht.

Freddie Heinrich RFME-CEV 2017
Freddie mit „Umbrella-Boy“ Nicolas Czyba. Foto: Pepe Sanchis
Das Nachwuchstalent Freddie Heinrich

„Ich hab im Oktober 2013 mit dem Motorsport angefangen. Ich nahm an einem Schnupperkurs auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal teil“, führt der schnelle Youngster aus. „Mit meinem Pocketbike durfte ich dann an weiteren Trainings teilnehmen. Ich war natürlich hellauf begeistert.“

„Ich bin seither Feuer und Flamme für den Motorradrennsport“, erklärt uns Freddie Heinrich weiter. „Und wegen meiner guten Ergebnisse 2014 erhielt ich 2015 einen Vertrag vom Leistungszentrum des ADAC Sachsen.“

Freddie Heinrich 2017 Moto4
Foto: Pepe Sanchis
Freddies Laufbahn in Fakten:

2017: RFME-CEV (Spanische Meisterschaft) in der Moto4

2016: ADAC Minibike Cup: Cup-Sieger, Deutscher Meister in der Klasse Nachwuchs
regionale Rennserien:
– Pocketbike Sachsenmeisterschaft
– Tschechische Minibike-Meisterschaft
– Simson Challenge, Klasse Minibike

2015: ADAC Minibike Cup: Cup-Sieger, Deutscher Meister in der Klasse Einsteiger

2014: ADAC Pocketbike Cup: Vizemeister

Freddie Heinrich 2017
Beim Motocross-Training. Foto: Fam. Heinrich

Natürlich ist der Motorradsport – trotz der insbesondere regional hohen Popularität – eine Sportart, die im Hinblick auf die Nachwuchsarbeit leider ein Schattendasein fristet. Das musste auch Freddie Heinrich und dessen Familie feststellen:

„Trotz der Unterstützung von PrüstelGP und des ADAC Sachsen ist es für mich und meine Eltern ein sehr hoher finanzieller Aufwand, den wir allein nicht bewältigen könnten“, erklärt er. „Darum sind wir stets auf der Suche nach motorsportbegeisterten Menschen und Unternehmen, die mein Talent erkennen, mich fördern und mir auch finanziell unter die Arme greifen wollen, sodass ich weiterhin erfolgreich meinem Sport nachgehen kann. Ich bin für jede Hilfe und Unterstützung überaus dankbar.“

Freddie Heinrich 2017
Supermoto-Training in Spanien. Foto: Fam. Heinrich

Dass diese Unterstützung kein reiner Gefälligkeitsdienst sein soll, sondern auch die Möglichkeit bietet, sich international zu präsentieren ist dem jungen Berthelsdorfer längst klar:
„Selbstverständlich biete ich im Gegenzug Werbeflächen auf meiner Renn-Kombi, dem Motorrad und unserem Team-Transporter an. Über weitere Möglichkeiten kann man sich natürlich ebenfalls gern mit mir und meinen Eltern unterhalten.“

Wir drücken dem kleinen „Fast Freddie“ jedenfalls die Daumen für seine Karriere und wünschen ihm maximale Erfolge.

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