Hitzeschlacht zur Osterburg-Rallye Weida in Thüringen

Tina Wiegand und Monique Voigt bei der Osterburg Rallye 2016
Tina Wiegand und Monique Voigt bei der Osterburg Rallye 2016. Foto: Jule Dittrich

Die Osterburg-Rallye Weida im thüringischen Landkreis Greiz absolvierten Tina Wiegand und ihre Co-Pilotin Monique Voigt im neu abgestimmten VW Lupo meisterhaft.
Die Beiden beendeten die Rallye in ihrer Klasse auf dem 6. Platz und auf Gesamtrang 44.

Am Samstag, dem 25. Juni 2016, führten bei der Rallye insgesamt sechs Wertungsprüfungen durch das Thüringer Land. Bei den heißen Temperaturen von mehr als 30 °C und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit war die Gesamtdistanz von 35 Kilometern eine extrem große Herausforderung. Zudem waren die abwechslungsreichen Prüfungen noch äußerst anspruchsvoll. Doch Tina und Monique meisterten die Herausforderungen ausgezeichnet.

„Monique und ich hatten sehr viel Spaß im Auto und haben dabei super harmoniert“, sagte Tina nach der Hitzeschlacht bei Weida. „Die hohen Außentemperaturen ließen uns in unserem „Lupinchen“ richtig kochen, und wir waren über jeden kühlen Luftzug im Fahrzeug sehr dankbar.“ Die Rallye analysierte sie kurz mit den Worten: „Die Zeiten lassen noch Luft nach oben, aber wir werden daran arbeiten.“

Osterburg-Rallye Weida 2016
Tina Wiegand und Co-Pilotin Monique Voigt bei der AvD Rallye-Sachsen 2016. Foto: Marcel Sänger/Archiv

Die Osterburg-Rallye wartete auf der Strecke mit 99 Prozent reinen Asphalt-Wertungskilometern auf. Tina Wiegand freute sich bereits im Vorfeld auf diese besondere Rallye und reiste mit viel Zuversicht zur 45. Auflage der Osterburg-Rallye Weida in Thüringen an. Dort gingen sie und ihre Co-Pilotin Monique mit einem sehr gut vorbereiteten und mit vielen Neuteilen ausgestatteten „Lupinchen“ an den Start.

Die Zeitenjagd bei der kleinen Rallye im Landkreis Greiz war für Tina etwas ganz Besonderes. Hier begann nämlich Ihre Rallye-Karriere. Bei der Osterburg-Rallye startete sie das erste Mal als Co-Pilotin und ebenfalls erstmals als Fahrerin ihres VW Lupo GTI.

Osterburg-Rallye Weida 2016
Tina Wiegand und Monique Voigt bei der AvD Rallye-Sachsen 2016. Foto: Marcel Sänger/Archiv

Aktuell freut sich die erzgebirgische Rallye-Amazone auf den nächsten Einsatz mit ihrem VW Lupo GTI. Dieser wird in rund zwei Wochen bei der Rallye Thüringen erfolgen. Dort wird sie beim Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft mit Henry Wichura an den Start gehen.
Mit der Rallye Thüringen wird die begeisterte Rallyefahrerin eine der schnellsten Rallyes in Deutschland in Angriff nehmen.

Der HR Classic Cup – lizenzfreier Rennsport für Hobby-Racer

Maschinen des HR Classic Cups bei den Rennen 1 und 2 in Most 2016
Ganz verschiedene Motorrad-Baujahre und -Klassen und treten in einem großen gemischten Fahrerfeld gegeneinander an. Foto: rp

Es gibt ihn noch, den Rennsport für jedermann. Neben zahlreichen europäischen Classic-Rennserien und -veranstaltungen gibt es seit Jahren den HR Classic Cup. Das ist eine Serie, in der mit historischen Rennmotorrädern und auch serienmäßigen Old- und Youngtimern lizenzfrei Rennen gefahren werden können. Dabei sind Vergaser-Zweitakt- und Viertaktmotorräder bis Baujahr 2001 zugelassen.
Natürlich dürfen Rennsportbegeisterte mit Motorrädern ab Baujahr 2002 auch an den Start gehen – jedoch außerhalb der Wertung.

Startaufstellung des HR Classic Cups bei den Rennen 1 und 2 in Most 2016
Hobby-Racer auf seriennahen Maschinen treten gegeneinander an, ebenso wie sich alte Hasen auf ihren Rennmaschinen mit jungen Wilden messen. Der Spaß am Motorrad(renn)fahren eint sie alle. Foto: rp

„Da für Maschinen um das Baujahr 1990 im Rahmen des ADMV keine Rennen mit Zeitnahme, sondern nur Gleichmäßigkeitsfahrten, möglich waren, suchte ich nach einer anderen Möglichkeit“, erklärte Harald Rippl, Gründer des Cups und ein Urgestein des DDR-Zweirad-Straßenrennsports. „Mit meiner Idee, alle Maschinen von 80 ccm bis 750 ccm in einem Rennen lizenzfrei fahren zu lassen, fand ich bei Thomas Thieme von Bike Promotion Gehör. 2004 führten wir die ersten Rennen unter dem Namen „HR Classic Cup“ durch.“

Harald Rippl, Gründer des HR Classic Cups bei den Rennen 3 und 4 iam Lausitzring 2016
Harald Rippl, Gründer des HR Classic Cups. Foto: rp

Allerdings machte sich Harald Rippl mit dieser Idee nicht nur Freunde. Im Gegenteil – er hatte mit heftigem Gegenwind zu kämpfen:
„Da das nicht im Sinne anderer Veranstalter war, wurde ich persönlich von Funktionären des ADMV angefeindet“, erklärte er. „Aber mein Konzept hat sich bewährt. Wir veranstalten die Rennen in Schleiz, am Lausitzring in Most und am Sachsenring uneigennützig und halten die Startgelder, die ausschließlich an Bike Promotion abgeführt werden, in erschwinglichen Grenzen. Inzwischen hat sich unsere Veranstaltung bis nach Holland herumgesprochen und wird auch in Tschechien angenommen. Sogar die Firma Motul unterstützt den HR Classic Cup.“

Fahrer des HR Classic Cups bei den Läufen 3 und 4 am Lausitzring 2016
Eine Honda VFR 400 (#52) bei der Kurvenhatz mit einer Kawasaki ZXR 750 (#262) und einer Kawasaki ZXR 400 (#919). Foto: rp

Das Fahrerfeld ist sowohl hinsichtlich des Alters der Fahrer als auch hinsichtlich des Baujahres der Maschinen bunt gemischt. Viele ehemals erfolgreiche Cup-Maschinen aus den Achtzigern und Neunzigern werden dabei oft von nicht minder erfolgreichen Fahrern pilotiert.
Beispielsweise fahren Harald Merkl, Deutscher Straßenmeister (der BRD) in der Klasse 250 ccm von 1975, auf einer Yamaha TZ 250 im HR Classic Cup ebenso wie Siegfried Schröter, der schon in den frühen Siebzigern am Sachsenring auf einer MZ-RE mitfuhr.

Siggi Schröter (links) beim Fachsimpeln mit Harald Merkel im Rahmen des HR Classic Cups bei den Rennen 1 und 2 in Most 2016
Siggi Schröter (links) beim Fachsimpeln mit Harald Merkl (rechts) bei den ersten beiden Läufen der Saison 2016 in Most. Foto: rp

Auch Stefan Tennstädt, 1985 Gewinner der Klasse 250 ccm der Motorrad-Straßenmeisterschaft der DDR startete schon im Rahmen des HR Classic Cups.
Aber auch viele reine Hobby-Fahrer kommen aus ganz Deutschland zu den Rennen dieser Serie.

Andy Junghans bei den Läufen 3 und 4 des HR Classic Cups am Lausitzring 2016
Andy Junghans (#2) auf einer Honda CBR 600 (PC25) bei den Rennen 3 und 4 der 2016er Saison am Lausitzring. Im Hintergrund eine MZ Skorpion (#56). Foto: rp

Andy Junghans, Sohn von Peter Junghans, des ehemaligen DDR-Meisters in der Klasse 125 ccm von 1983 und 1988, der in die Rennsport-Fußstapfen seines Vaters getreten ist, fährt neben anderen Rennen wie dem legendären Fischereihafen Rennen in Bremerhaven oder im Rahmen der IRRC in Hořice auch in diesem Classic Cup mit. Der Rennsport hat in seiner Familie eine lange Tradition. Schon sein Großvater Heinz Junghans war Rennfahrer und Rahmenbauer.
Andy, der eine freie Werkstatt betreibt, ist inzwischen auch für die technische Abnahme der Motorräder an der Rennstrecke verantwortlich.

Andy Junghans und Eric Reinhardt von VC minus im Rahmen des HR Classic Cups bei den Rennen 1 und 2 in Most 2016
Andy Junghans und Eric Reinhardt, die mit „VC minus“ eine Werkstatt zur Motoren-Instandhaltung und -Reparatur sowie für Individual-Tuning und Rahmenbau betreiben, kümmern sich um die Technische Abnahme der Maschinen beim HR Classic Cup. Foto: rp
Aktuelle Termine für den HR Classic Cup 2016:

Oschersleben: 23. – 24. Juli (zwei Rennen)
Most 2: 6. – 7. August (zwei Rennen)
Most 3: 10.-11. September (zwei Rennen)

Startaufstellung des HR Classic Cups bei den Läufen 3 und 4 am Lausitzring 2016
In der bunt gemischten Startaufstellung zum Lauf 2 zum HR Classic Cup am Lausitzring 2016. Foto: rp
Aktuelle Klasseneinteilung beim HR Classic Cup 2016

Classic Zweitakt bis Baujahr 2001

Classic 125 (abgekürzt: CL 2T 125) 125 ccm Einzylinder Zweitakt

Classic 250 Division 1 (abgekürzt: CL 2T 250 D1) 125 ccm Zweizylinder Zweitakt, 250 ccm Einzylinder Zweitakt

Classic 250 Division 2 (abgekürzt: CL 2T 250 D2) 250 ccm Zweitakt min. 2 Zylinder

Classic über 250 ccm (abgekürzt: CL 2T ü250) über 250 ccm Zweitakt

Classic Viertakt bis Baujahr 2001

Classic Supersport 400 (abgekürzt: CL SSP 400) 400 ccm Vierzylinder, bis 660 ccm max. 1 Zylinder (Vergasermodelle)

Classic Supersport 600 (abgekürzt: CL SSP 600) 600 ccm Viertakt (Vergasermodelle)

Classic Superbike 750 (abgekürzt: CL SBK 750) 750 ccm Vierzylinder (Vergasermodelle), 1000 ccm Zweizylinder (Vergasermodelle)

 

Top20-Platzierungen für Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship in Barcelona

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Nach dem schwachen Ergebnis mit Startplatz 31 im Qualifying zur FIM CEV Moto3 Junior World Championship am vergangenen Freitag gab Max Kappler bei den Rennen am Samstag und am Sonntag noch einmal alles. Zwar konnte der Oberlungwitzer (noch) nicht in die Punkte fahren, aber der 20. und der 19. Platz in den Rennen 5 und 6 der Saison belegen seine Leistungssteigerung.

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Die beiden Rennen zur Moto3 Junior World Championship waren allerdings mal wieder nichts für schwache Nerven.
Während der erste Lauf bereits nach der ersten Runde abgebrochen und danach verkürzt gefahren wurde, musste das zweite Rennen vorzeitig beendet werden. Sensibilisiert durch den schweren Unfall beim letzten Grand-Prix-Rennen zur Moto2 gingen beide Rennen nicht über die volle Distanz von 17 Runden.

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Max Kappler hatte diesmal in beiden Rennen sehr gute Starts. Bevor das erste Rennen nach einer Runde abgebrochen werden musste, lag er bereits aussichtsreich auf Platz 20.
Im anschließenden Rennen, das über 10 Runden ging, gelang Max erneut ein guter Start. Danach wurde der junge Oberlungwitzer dann aber vergleichsweise schnell wieder nach hinten durchgereicht. Allerdings ging ab der Hälfte des Rennens ein deutlicher Ruck durch Max und er konnte seine Leistung steigern. So konnte er letztlich die Gruppe, in der er kämpfte, gewinnen und den 20. Platz einfahren. Das bedeutete hinsichtlich seines Startplatzes eine Verbesserung um immerhin 11 Positionen.

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Auch im zweiten Rennen zur Moto3 Junior World Championship in Barcelona kam Max Kappler bereits als 23. aus der ersten Runde zurück. Durch die Positionskämpfe, in die er sofort verwickelt wurde, verlor er aber leider den Anschluss an die Gruppe davor, die bis um Platz 10 kämpfte.
Zwar versuchte Max, die sich auftuende Lücke zu schließen, aber die Konkurrenten innerhalb seiner Gruppe kämpften lieber um die Positionen, als zusammenzuarbeiten und so den Anschluss zur Gruppe davor wieder herzustellen. So baute sich schnell ein Rückstand zu den Vorausfahrenden auf. Als das Rennen abgebrochen wurde, lag Max auf Platz 18. Da bei Rennabbruch jedoch stets die letzte Runde vor dem Abbruch gewertet wird, verlor er allerdings seinen 18. Rang wieder – wegen gerade einmal einer Tausendstelsekunde.

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola
Stimmen zum Rennen der Moto3 Junior World Championship in Barcelona

„Das Ende des Wochenendes ist mehr oder weniger zufriedenstellend. Ich habe alles gegeben, um eine deutlich bessere Platzierung als Platz 31 im Qualifying zu erreichen“, sagte Max Kappler zu seiner Leistung. „Das erste Rennen wurde nach Runde eins abgebrochen“, führte er weiter aus. „Im zweiten Teil konnte ich meine Rundenzeit erneut verbessern und meine Taktik ging voll auf, sodass ich die Gruppe gewinnen konnte. Im zweiten Rennen konnte ich den nächsten wichtigen Schritt machen. Ich kam als 19. ins Ziel. Aber ich hab gezeigt, dass ich’s kann und mit der Hilfe von meinem großartigen Team und meiner Familie können wir es schaffen.“

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

„Die Ergebnisse der beiden Rennen zeigen, dass wesentlich mehr möglich gewesen wäre, stünde Max einfach in der Startaufstellung weiter vorn“, sagte Grit Kappler nach dem Rennwochenende der Moto3 Junior World Championship in Barcelona. „Daran müssen und werden wir zwingend arbeiten. Trotz des erneuten punktelosen Wochenendes nehmen wir aus Barcelona viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen mit zum nächsten Event in Spanien an den Circuito de Albacete, bevor es dann im Juli mit einer Wildcard an den Sachsenring geht. Das ganze Team arbeitet gemeinsam mit Max hart weiter.“

Max Kappler bei der Moto3 Junior World Championship 2016 in Barcelona
Foto: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics, Agusti Nubiola

Alvaro Molina, der Riding-Coach von Max Kappler, sagte: „Max hat in beiden Rennen schon einmal ansatzweise gezeigt, was er kann. Das muss nunmehr beständig kommen. Leider fehlte uns der Trainingsfreitag, da wir dort das Motorrad vom Setup her in die falsche Richtung abgestimmt haben. Das haben wir aber erkannt, und konnten Max´ Bike noch einmal deutlich verbessern. Ich glaube fest daran, dass wir bald die gewünschten Ergebnisse sehen werden. Wir sind davon nicht mehr allzu weit entfernt, und wir arbeiten gemeinsam weiter hart daran.“

Arnaud Friedrich mit schwierigem Rennwochenende bei der IDM am Lausitzring

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Das Doppel-R der BMW S 1000 RR von Arnaud Friedrich stand am Wochenende vom 4. und 5. Juni 2016 beim Motorsport Festival am Lausitzring wohl für „Rennunfall und Regenwetter“.

Das erste Rennen des Wochenendes hatte sich für den jungen Mann aus Limbach-Oberfrohna eigentlich schon in der ersten Runde erledigt. Bereits in der dritten Kurve kollidierte Arnaud mit dem Schweizer Florian Hüsler, Startnummer 81, der eine etwas optimistische Linienwahl getroffen hatte.
Hüsler hatte sich in der Rechtskurve neben Arnaud Friedrich gesetzt und blockierte ihm so die Linie, die dieser für die Vorbereitung der nächsten Linkskurve gewählt hatte. Durch die Berührung mit Florian Hüsler kam Arnaud zu Sturz und auch Hüsler musste weit gehen. Zum Glück blieb Arnaud bei dem Sturz unverletzt. Zudem befindet sich an dieser Stelle der Strecke eine große Rasen- und Asphalt-Auslaufzone, sodass das Motorrad nur auf der Seite rutschte und intakt blieb.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Dadurch konnte Arnaud Friedrich das Rennen zwar wieder aufnehmen, musste aber dem Feld hinterherhetzen und so ein recht einsames Rennen fahren. Im Lauf des Rennens verkürzte er den Rückstand auch zusehends, konnte sich aber bis zum Rennende nur noch den vorletzten Platz und im Klassement der Superstock 1000 damit Rang 16 sichern.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Der Auftakt zum zweiten Rennen war für Arnaud wesentlich besser. Er fuhr gute Zeiten und war in Schlagdistanz zu den Kontrahenten vor ihm. Jedoch hatte Petrus scheinbar andere Pläne. Ein extremer Gewitterguss sorgte dafür, dass das zweite Rennen in Runde vier abgebrochen und sogar komplett abgesagt werden musste. Dadurch wurde Arnaud Friedrich in der SST 1000 auf dem 14. Platz gewertet. Damit fuhr er wieder zwei Punkte ein, wäre allerdings gern das Rennen über die volle Distanz gefahren.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Arnaud Friedrich sagte nach dem Rennen: „Es war eine tolle Atmosphäre mit einer phantastischen Kulisse und einem vollen Fahrerlager. Schade, dass das Wetter am Sonntag nicht mitgespielt hat.“

Beim Motorsport Festival am Lausitzring fuhr die IDM bei einem Riesen-Event vor rund 75.000 Zuschauern im Rahmen der DTM, der ADAC GT Masters, der ADAC Formel 4 und des Porsche Carrera Cups.

Arnaud Friedrich bei der IDM am Lausitzring 2016
Foto: rp

Vom 8. bis 10. Juli 2016 geht es im belgischen Zolder weiter. Dort möchte Arnaud seine Ergebnisse und den Gesamtrang möglichst verbessern und weitere Punkte einfahren.

Ein 3. und ein 5. Platz für Adrian Hähle in der IG Königsklasse in Assen

Adrian Hähle in der IG Königsklasse
Foto: rp/Archiv

Nach den Erfolgen und guten Platzierungen von Adrian Hähle in den ersten beiden Läufen der IG Königsklasse auf dem Nürburgring – mit dem 4. Platz im ersten und dem 2. Platz zweiten Rennen – startete er am vergangenen Wochenende, dem vom 4. und 5. Juni, auf seiner Honda RS 125 im niederländischen Assen.

Für Adrian Hähle war die die Strecke in Assen völlig neu. Erschwerend kam noch eine Schrecksekunde im zweiten Zeittraining hinzu: Ein Vogel zerstörte bei voller Fahrt die Verkleidungsscheibe seiner Maschine, worauf der neue Mechaniker des Teams, Ilko Neubert, gleich gut zu tun hatte.
Somit ging Adrian am Samstag aus Startreihe 5 in das erste Rennen. Nach der Renndistanz von zwölf Runden kam er allerdings als starker Dritter seiner Klasse durchs Ziel.

Adrian Hähle in der IG Königsklasse
Foto: rp/Archiv

Nach einem guten Start ins zweite Rennen am Sonntag kämpfte sich Adrian Hähle erneut auf den 3. Platz in der 125er-Klasse nach vorn. Dann musste er jedoch einem zur Überrundung anstehenden Fahrer ausweichen, der zwar die blaue Fahne gesehen hatte und zur Seite fuhr, aber dabei eben genau die Linie kreuzte, auf der Adrian zum Überholen angesetzt hatte. Das bedeutete einen langen und riskanten Ausritt ins Kiesbett. Adrian konnte zwar einen Sturz vermeiden, verlor aber nicht nur viel Zeit sondern auch zwei Plätze, die er bis Rennende nicht mehr aufholen konnte. Am Ende kam er auf Platz 5 ins Ziel.

Adrian Hähle in der IG Königsklasse
Foto: rp/Archiv

Bereits am kommenden Wochenende wird Adrian Hähle als Gastfahrer an den Rennen der DMV Zweitakt-Trophy im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic teilnehmen. Das ist natürlich auch gleichzeitig eine gute Trainingsmöglichkeit für die Rennen der IG Königsklasse auf dem Sachsenring am 2. Juli 2016, in der 125er, 250er, 500er Renn- und 250er Sportmaschinen gemeinsam starten.

Adrian Hähle in der IG Königsklasse
Foto: rp/Archiv

Aktuelle Informationen gibt es auf der Team-Website und auf
der Facebook-Seite des Teams.

Erneut ein schwieriges Rennwochenende für Max Kappler

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Auf Platz 21 beendet Max Kappler am vergangenen Sonntag, dem 29. Mai 2016, das Rennen zur FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship im MotorLand Aragón in Spanien. Von Startplatz 26 gestartet ging Max mit 38 anderen Fahrern ins Rennen über 15 Runden. Einmal mehr wurde seine Arbeit und die des Teams SAXOPRINT RZT nicht belohnt.

Unter extrem windigen Bedingungen war es für Max Kappler schwierig, schnell einen guten Rhythmus zu finden. Dabei hatte er diesmal einen sehr guten Start erwischt und konnte bis zur ersten Kurve bereits mehr als zehn Plätze gutmachen. Allerdings musste Max durch den Sturz eines Fahrers direkt vor ihm seine Linie für die zweite Kurve verlassen und einen weiten Bogen fahren. Dadurch verlor er jedoch die bereits gewonnenen Plätze wieder und kam nur als 26. aus der ersten Runde zurück.

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Während der nächsten Runden konnte er sich in dieser dritten Gruppe des starken Starterfeldes sehr gut behaupten. Max leistete in der Gruppe auch mehr als die Hälfte des Rennens Führungsarbeit. Der extreme Wind und die langen Geraden behinderten ihn bei der Aufholjagd aber ganz entscheidend. Somit konnte er sich weder von seinen Kontrahenten absetzen noch die Lücke zur zweiten Gruppe schließen.

Max konzentrierte sich darauf, sich in der Gruppe gut zu platzieren und in der letzten Runde noch einen Angriff am Ende der einen Kilometer langen Geraden zu setzen. So wollte er zumindest den 20. Platz mit nach Hause nehmen. Aufgrund eines kleinen Rutschers in der letzten Kurve fehlten ihm jedoch letztlich gerade einmal 15 Tausendstel einer Sekunde zu Platz 20.

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

„Ich bin heute schon etwas sauer, dass ich gleich in der zweiten Kurve weit gehen musste. Aber sonst hätte ich Stefano Manzi überrollt“, sagte Max Kappler nach dem Rennen. „Das war mein bester Start bisher. Ich konnte zunächst mehr als zehn Plätze gutmachen und hatte mir auch die richtige Linie ausgewählt. Durch den weiten Bogen, den ich fahren musste, büßte ich alle bis dahin gewonnenen Plätze wieder ein. Leider musste ich mich dort erst wieder nach vorn kämpfen, doch da war der Anschluss an die andere Gruppe bereits verloren.
Auch wenn ich mit Platz 21 absolut unzufrieden bin, ich habe ein gutes Gefühl, dass wir uns step by step in die richtige Richtung weiterentwickeln. In Barcelona greife ich wieder an. Mein erstes Ziel: im Zeittraining deutlich weiter vorn stehen. Das ist ein absolutes Muss.“

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

„Auch wenn dieser Platz 21 wieder nicht dem entspricht, was wir uns am Anfang der Saison als Ziel vorgenommen haben, so arbeiten wir uns in kleinen Schritten voran“, teilt Team-Chefin Grit Kappler mit.“So haben wir einige Sachen in der Vorbereitung von Max umgestellt und werden diese weiter fortführen. Auch lernen wir das Bike immer besser zu verstehen und verändern es so, sodass Max schneller werden kann. Diesen Aufwand haben wir leider unterschätzt. Aber wir sind nach wie vor optimistisch, dass wir die selbst gesteckten Ziele bald erreichen werden.

Max Kappler und das Team SAXOPRINT RZT bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Das Team arbeitet gut zusammen, sowohl die Technik-Crew um Heiko Reinhold als auch Max‘ Riding-Coach, Alvaro Molina, der seit dieser Saison an Bord ist. Beide verfügen über umfangreiche fahrerische und technische Kenntnisse und helfen, das Gesamtpaket immer weiter zu verbessern. Wir arbeiten weiter hart daran, Max voranzubringen. Dafür möchten wir uns bei allen Sponsoren und Unterstützern für das Vertrauen und die bisherige Geduld bedanken.“

Bereits bei den Trainings-Sessions zeichneten sich Schwierigkeiten für Max Kappler ab.

Unter hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad standen am Samstag im MotorLand Aragón in Spanien die beiden Zeittrainings auf dem Programm. Nach den gelösten technischen Problemen vom zweiten freien Training am Freitag ging Max am Samstagmorgen zuversichtlich ins erste Zeittraining. Auch wenn er seine Rundenzeit weiter verbessern konnte, belegte er vorläufig nur den 25. Rang.

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Im zweiten Zeittraining konnte er erneut seine Rundenzeit verbessern. Anders als im ersten Zeittraining gelang ihm das im zweiten leider nicht in allen Sektoren. So verbesserte er sich zwar um vier Zehntel, jedoch wäre theoretisch eine ganze Sekunde möglich gewesen.
„Damit hätte er zumindest eine Startreihe weiter vorn gestanden“, sagte Grit Kappler. „So ist es die 9. Startreihe und es gilt, wieder einmal 11 Plätze gutzumachen, um in die wichtigen Punkteränge zu fahren. Sofern Max erneut eine so spektakuläre Aufholjagd wie in Valencia gelingt, ist einiges möglich. Aber das werden wir sehen“

Max Kappler bei der FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship 2016 im MotorLand Aragón in Spanien
Fotos: KAPPLER-Motorsport / Race-Pics / Agusti Nubiola

Max Kappler dazu: „Zufriedenheit sieht anders aus. Jetzt gilt es für mich, morgen wieder mehr als die berühmten 100 Prozent zu geben. Aufgeben ist nicht, ich kämpfe – auch wenn der Weg in die Punkte schwierig wird. Mein Motorrad läuft richtig gut. Auch haben wir eine gute Abstimmung gefunden. Jetzt liegt es einzig an mir, das Bestmögliche herauszuholen.“

AvD-Sachsen-Rallye 2016: Tina Wiegand mit technischen Problemen

AvD-Sachsen-Rallye 2016 Tina Wiegand und Monique Voigt auf "Lupinchen"
Foto: Stefan Metzger

Tina Wiegand und Monique Voigt starteten sehr aussichtsreich in die AvD-Sachsen-Rallye 2016, wurden jedoch durch mehrere Defekte gestoppt. Die zwei Rallye-Ladys haben dadurch ihr gestecktes Ziel leider nicht erreichen können.

Herrliches Wetter mit strahlender Sonnenschein, mehrere tausend Zuschauer – darunter Freunde und Fans – an der Strecke und die kleine Schwester, die an den Wertungsprüfungen wartete, waren nur einige der Punkte, die Tina bei ihrer Heim-Rallye anspornten.

AvD-Sachsen-Rallye 2016 Tina Wiegand und Monique Voigt mit ihrem VW Lupo GTI
Foto: Rene Stephan

Der Freitagabend begann mit der Start-Ziel-Prüfung und dem berühmten Stadtrundkurs „Glück-Auf-Brücke“. Auf beiden Prüfungen der AvD-Sachsen-Rallye 2016 waren Tina und Monique mit guten Zeiten unterwegs. Doch auf der Verbindung zur zweiten Schleife schlug die Defekt-Hexe unerbittlich zu. Die beiden schnellen Ladys mussten ihr „Lupinchen“, den VW Lupo GTI, mit einer defekten Lichtmaschine abstellen. Tinas Service-Crew holte den kleinen Lupo von dort schnell zum Service und reparierte ihn umgehend. Somit konnte das Damen-Team am Samstagmorgen bereits wieder an den Start.

AvD-Sachsen-Rallye 2016 Tina Wiegand und Monique Voigt auf "Lupinchen"
Foto: Marcel Sänger

Beide wollten am Samstag mit guten Zeiten einige Sekunden aufholen, was ihnen anfangs auch gut gelang. Doch im Laufe der Mittagsstunden schlug die Defekt-Hexe dann erneut zu. Dieses Mal versagte die Bremse komplett ihren Dienst. Doch statt aufzugeben, fuhren die beiden Rallye-Ladys die letzten fünf Wertungsprüfungen nur mit Handbremse und präzise getimten Gangwechseln bis zum Schluss durch.

Da die AvD-Sachsen-Rallye 2016 für die Beiden wiederum eine Heim-Rallye war, wollten sie die schnelle Veranstaltung bis zum Schluss durchfahren. Durch diesen neuerlichen Defekt konnten sie ihr Ziel für den Samstag, sich nach vorn zu arbeiten, leider wieder nicht erreichen.

AvD-Sachsen-Rallye 2016 Tina Wiegand und Monique Voigt auf ihrem VW Lupo GTI
Foto: Marcel Sänger

Doch diese Stolpersteine, die harten Wertungsprüfungen ohne Bremse und die gemeinsame Zieldurchfahrt haben Tina Wiegand und ihre Co-Pilotin Monique Voigt noch stärker zusammengeschweißt. Nun freuen sie sich auf die nächste gemeinsame Rallye. Doch vorher muss ihr „Lupinchen“ erst einmal wieder fit gemacht werden, dass dem Start zur ADMV Osterburg Rallye 2016 in Weida nichts im Wege steht.

Joshua Bauer mit furiosem Rennen in Spanien

Joshua Bauer bei der Pre-Moto3 2016 in Jerez
Foto: Team Joshua Bauer Racing 58 / Pepe Sanchis Photo

Joshua Bauer hat in der Spanischen Motorradmeisterschaft RFME ein weiteres Achtungszeichen gesetzt. Der Fahrer vom Leistungszentrum des ADAC Sachsen fuhr auf dem Grand-Prix-Kurs von Jerez de la Frontera in der Klasse Pre-Moto3 das erste Mal unter die ersten Zehn.
Der 12-jährige Limbacher beendete das zweite Rennen am Pfingstsonntag als Neunter. In einem furiosen Finish im Kampf Ellenbogen gegen Ellenbogen war er auf der Zielgeraden die Winzigkeit von einer Tausendstelsekunde schneller als der Spanier Adam Iniguez.

Joshua Bauer bei der Pre-Moto3 2016 in Jerez
Foto: Team Joshua Bauer Racing 58

„Mein Start ins erste Rennen war sehr gut. Mir gelang es, mich auf die 6. Position zu schieben. Ich wurde aber schon ab Runde 3 in heftige Positionskämpfe verwickelt und dadurch etwas aus meinem Rhythmus gebracht“, resümierte Joshua den ersten Lauf des Wochenendes. „Besonders die letzte Kurve vor Start und Ziel nutzten meine Gegner, um mich auszubremsen. Also ging es munter von Platz 6 auf 14 und wieder zurück auf 10. Die Kämpfe waren sehr unterhaltsam aber auch sehr anstrengend für mich. Und so beendete ich das erste Rennen auf Platz 12 – nicht ganz das, was ich mir vorgenommen hatte, aber immerhin noch Meisterschaftspunkte.“
Damit hatte der junge Vogtländer aber zumindest das gleiche Ergebnis wie beim Saisonauftakt in Albacete erreicht.

Joshua Bauer bei der Pre-Moto3 2016 in Jerez
Foto: Team Joshua Bauer Racing 58 / Pepe Sanchis Photo

In seinem Fazit zum zweiten Rennen erklärte Joshua Bauer:
„Am Sonntag stürzte ich im Warmup, weil ich nicht voll konzentriert war. Das Rennen ging ich dann entsprechend fokussiert an. Der Start war wieder sehr gut, und ich fand mich erneut in einer Kampfgruppe zwischen Platz 8 und 15 wieder. Es ging heftig zur Sache und ich kämpfte gegen Rennende um Platz 9. Ich hatte aus dem ersten Rennen gelernt, und diesmal überholte mich in der letzten Kurve niemand mehr. Und genau in dieser Kurve setzte ich in der letzen Runde auf der Kurvenaußenseite ein Überholmanöver an, um dann Ellbogen an Ellbogen mit meinem Gegner über die Ziellinie zu fahren.“

Joshua Bauer bei der Pre-Moto3 2016 in Jerez
Foto: Team Joshua Bauer Racing 58 / Pepe Sanchis Photo

Das Talent aus Limbach im Vogtland ist der jüngste Pilot in einem hochkarätigen Fahrerfeld. In der Spanischen Meisterschaft liegt Joshua Bauer, der für das spanische Team Monlau-Competicion von Emilio Alzamora startet, gegenwärtig mit 15 Punkten auf Platz 11 der Gesamtwertung.

„Die Veranstaltung in Jerez war extrem wichtig für mich, da ich hier zwei Rennen fahren konnte“, erklärte er abschließend. „Leider begannen wir am Donnerstag bei regnerischem Wetter, was eigentlich nicht die Regel für diese Jahreszeit in Andalusien ist. Trotzdem konnte ich ein gutes Gefühl aufbauen und kam mit den Regenreifen gut zurecht. Ich hatte keinen Crash und mit viel Vertrauen beendete ich den Tag. Ab Freitag schien endlich die ersehnte Sonne und in nur zwei Sessions kam ich ganz gut in Fahrt. Am Samstag konnte ich mich in den zwei Qualis kontinuierlich steigern und qualifizierte mich für die 3. Startreihe auf Platz 8. Ich habe wieder extrem dazu gelernt, besonders die harten Kämpfe waren sehr lehrreich. Meinen Abstand zur Spitze konnte ich wieder verringern und war erstmals ich vor einem meiner Teamkollegen. Das gibt mir viel Selbstvertrauen und als nächstes kommt eine meiner Lieblingsstrecken – vamos a Alcarras.“

24-Stunden-Enduro auf dem Endurogelände Langensteinbach bei Penig

Endurogelände Langensteinbach 24-Stunden-Enduro 2016

Traditionsgemäß ist für viele Fans und Freunde des Endurosports Pfingsten seit Jahren fest verplant. Nicht mit Bier, Birkenzweig und Bollerwagen geht’s auf Tour, sondern mit Helm, Harnisch und stollenbereift auf zwei Rädern.
Im Endurogelände Langensteinbach bei Penig findet alljährlich die etwas andere Pfingst-Partie – die 24-Stunden-Enduro – statt.

24 Stunden Endurosport – das bedeutet (auch in Penig) 24 Stunden „auf dem Bock“. Es geht einen Tag lang bergauf und -ab, über Sprunghügel, durch Schlammpfützen, über Stock und Stein – eine Tortur für Mensch und Material – für Bandscheiben und Bremsscheiben.
Mit der Kamera um den Hals habe ich vielleicht ein Achtel des 30 Hektar großen Geländes in der Sandgrube bei Penig „erkundet“. Nach dieser Springer-, Renner- und Kletterei hatte ich dann zumindest den Hauch einer Ahnung, was die Verrückten dort in den nächsten fast 24 Stunden körperlich erwartete. Und, Jungs und Mädels, Ihr habt definitiv meinen Respekt!

Endurogelände Langensteinbach 24-Stunden-Enduro 2016

Doch nun zu den Fakten.
Am Samstag dem 14. Mai 2016 war bereits gegen 11 Uhr der offizielle Parkplatz vor dem Endurogelände Langensteinbach gut gefüllt. Und es strömten noch immer zahlreiche Besucher in Richtung Sandgrube. Auf dem Platz vor dem eigentlichen Enduro-Gelände reihten sich die Zelte und Transporter der Teilnehmer aneinander – zwei Reihen, dann die „Boxengasse“, dahinter wieder zwei Reihen. Nicht nur hiesige KFZ-Kennzeichen waren zu sehen. Auch Autos aus Köln, Wuppertal und anderen Ecken Deutschlands waren zu entdecken.

Endurogelände Langensteinbach 24-Stunden-Enduro 2016
Kein Le-Mans-Start! Beim 24-Stunden-Enduro-Lauf hieß es klassisch „Hände hoch – noch 20 Sekunden bis zum Start“. Danach gab Rennleiter Thomas Pfau das Startsignal.

Rennleiter Thomas Pfau sagte zur Vielzahl der Angereisten: „Die Teilnehmer der 24-Stunden-Enduro kommen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern aus Österreich, der Schweiz und sogar aus Slowenien hierher.“
Zur Starterzahl und zum Reglement erklärte er: „Wir haben hier rund 100 Fahrer auf der Strecke. Diese starten in insgesamt drei Klassen. In der Solo-Klasse, den Ein-Fahrer-Teams, haben 33 Teilnehmer genannt, von denen aber sechs oder sieben fehlen. In Klasse 2, den Zweier-Teams, haben 15 Teams genannt, von denen jedoch zwei fehlen. Und letztlich ist da noch die Klasse mit den Vierer-Teams. Dort sind alle 60 genannten Teams da.“
Hier könnt Ihr die bestätigte Starterliste noch einmal nachlesen.

Endurogelände Langensteinbach 24-Stunden-Enduro 2016

Die Platzierungen in den drei Klassen sahen am Ende der 24-Stunden-Enduro wie folgt aus:

Solo-Klasse:
Platz 1: #18 Christoph Harter, Österreich, Duro Racing auf KTM 250 EXC
Platz 2: #3 Toni Pampel, Deutschland, HET-Reinsdorf 1 auf KTM 300 EXC
Platz 3: #31 Matthias Polster, Deutschland, YAMAHA Racing by neubert-racing.com auf Yamaha WR 250 2-Takt
Das Gesamtklassement könnt Ihr hier einsehen.

2er-Klasse:
Platz1: #200 Peter Steger, Claus Fischer, beide Deutschland, RACE Project 1 auf Husqvarna FE 501 und Husqvarna FE 350
Platz 2: #205 Frederik Sachse, Steve Graichen, beide Deutschland, Neubert Racing Team auf KTM 200 EXC und KTM 250 EXC-F
Platz 3: #207 Frank Vrielmann, Florian Willms, beide Deutschland, MXshop Vorrink Beta Racing Team 1 auf Beta RR 250 und Beta MX Shop Vorrink RR 300
Das Endstand im Klassement könnt Ihr hier nachlesen.

4er-Klasser:
Platz 1: #457 Marcus Kugler, Edward Hübner, Toni Pester, Jens Pester, alle Deutschland, Enduro Café Penig auf Yamaha WR 250F, Sherco SE-R 300, Huqvarna FE 350, Honda CRF
Platz 2: #438 Lars van Oldekamp, André Almelo, Stefan Wollschläger, Adrian Panyr, alle Deutschland, MXshop Vorrink Beta Racing Team 2 auf KTM SXF 250, zweimal Beta RR 350 und Beta RR 300
Platz 3: #448 Alex Heu, Björn Pape, Dennis Baudrexl, Erich Hörgstetter, alle Deutschland, Gindert Race`n Fun 1 auf Sherco SE-F 300 Racing, Sherco SE-F 300 Factory, Sherco DE 300 Racing und TM Racing EN 300.
Den Endstand im Gesamtklassement ist hier einsehbar.

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Doch so schön die Veranstaltung auf dem Endurogelände Langensteinbach auch ist, so schwer ist es für den Veranstalter, die „Motorsportvereinigung Chemnitz Land e. V.“ Burgstädt, diese auszurichten. Der Verein hat derzeit rund 80 Mitglieder mit einer Altersspanne zwischen 7 und über 60 Jahren.

Thomas Pfau, der auch Schatzmeister des Vereins ist, sagte dahingehend: „Die Nenngelder, die wir hier verlangen, decken unsere Gesamtkosten für die Veranstaltung nicht wirklich. Wir bezahlen hier Versicherungen, Strom, Toiletten-Miete und so weiter. Die externen Helfer bekommen neben Speisen und Getränken auch eine kleine Aufwandsentschädigung. Unsere Mitglieder arbeiten zum Glück ehrenamtlich. Früher haben wir mit der gastronomischen Versorgung noch ein paar Euro verdient. Aber heutzutage bringen zum Beispiel die ganzen Teams ihre eigene Verpflegung mit.“

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Auch die Behörden bereiten dem Verein immer wieder Probleme. „Im Vorfeld schien alles soweit klar zu sein“, erklärte Thomas Pfau. „Da haben alle Behörden ihr OK gegeben und die notwendigen Genehmigungen erteilt. Am Donnerstag stand auf einmal die Polizei auf der Matte und hatte plötzlich erhebliche Bedenken zwecks der Sicherheit bei der Veranstaltung. Dieses Mal konnten wir diese Bedenken noch einmal zerstreuen. Für die kommenden Jahre und Events müssen wir jedoch ein Sicherheitskonzept erarbeiten.“ Einmal erstellt, sollte das (mit den Behörden) dann, laut Aussage von Thomas Pfau, jedoch auch in zukünftigen Jahren funktionieren.

Wie sich das Konzept für ein 30 Hektar großes Gelände gestalten wird, bleibt allerdings abzuwarten. Sollten jedoch entsprechende Absperrungen, mehr Sicherheitspersonal und weitere kostspielige Maßnahmen damit verbunden sein, könnte die 24-Stunden-Enduro 2016 durchaus die letzte Veranstaltung dieser Art auf dem Endurogelände Langensteinbach gewesen sein, denn eine derartige Kostenexplosion könnte der Verein nicht tragen. Und eine entsprechende Erhöhung der Nenngelder für die Starter und der Eintrittspreise für die Gäste würde gewiss beide Gattungen nur vergraulen.

Bleibt also zu hoffen, dass der Amtsschimmel selbst gern über Stock und Stein reitet, und sich auf dem Endurogelände Langensteinbach zukünftig mit den Enthaftungserklärungen der Starter und dem gesunden Menschenverstand der Besucher zufriedenstellen lässt.

Max Kappler enttäuscht von Lauf zwei in Le Mans

Max Kappler
Foto: KAPPLER Motorsport – Fritz Glänzel

Der Oberlungwitzer Max Kappler blieb mit Platz 21 beim zweiten Lauf zur FIM CEV Repsol Moto3 Junior World Championship in Le Mans hinter seinen und den Erwartungen des Teams zurück.

Für das Rennen am Samstagnachmittag entschied sich das Team nach intensiven Diskussionen für den Reifen mit der weicheren Gummimischung. Max hatte bis dahin das meiste Vertrauen in diesen Pneu gefunden. Diese Wahl sollte sich aber recht schnell als nachteilig herausstellen. Durch die zahlreichen Trainingssitzungen der WM-Klassen und die relativ hohen Temperaturen am Samstagnachmittag hatten sich die Grip-Verhältnisse deutlich verändert. Max musste schon in der ersten Schikane in Runde eins einen Highsider abfangen. Bereits zu Beginn des Rennens – vor allem beim Herausbeschleunigen aus den Kurven – konnte Max nur vergleichsweise langsam ans Gas gehen. Der weichere Hinterreifen war für die veränderten Bedingungen einfach nicht stabil genug.

Max Kappler
Foto: KAPPLER-Motorsport – Agusti Nubiola

Hinzu kam, dass Max dennoch versuchte, noch mehr zu pushen, was für die Fahrwerkseinstellung in diesem Moment zu viel war. So beendete er das Rennen ohne jede Chance auf eine Punkteplatzierung. Mit entsprechendem Rückstand landete Max auf einen für ihn und das Team unbefriedigenden 21. Platz.

„Rang 21 im 3. Rennen der Saison ist das Ergebnis, das wir aus Frankreich mit zurückbringen konnten“, sagte Grit Kappler zum zweiten Lauf zur Moto3 Junior World Championship in Le Mans . „Auch wenn das bei Weitem nicht das Ergebnis ist, das wir uns vorgestellt haben, so können wir dennoch festhalten, dass sich Max in vielen Belangen deutlich verbessern konnte. Hier wirkt sich bereits die enge Zusammenarbeit von Technikcrew um Heiko Reinhold sowie unserem Riding-Coach Alvaro Molina aus.“

Max Kappler
Foto: KAPPLER Motorsport – Fritz Glänzel

Max sagte zu seinem Wochenende in Le Mans: „Natürlich bin ich enttäuscht von den Ergebnissen. Mein Ziel habe ich bisher klar verpasst. Die letzte Entscheidung für den Hinterreifen liegt aber bei mir. Ich habe leider etwas daneben gelegen, hatte jedoch in beiden Zeittrainings und am Samstagmorgen im Warmup mit der „S“-Mischung das beste Gefühl. Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Ich weiß, dass wir für Aragon gut aufgestellt sind, und ich gewinne immer mehr Vertrauen.“

Max Kappler
Foto: KAPPLER-Motorsport – Agusti Nubiola

„Ich glaube an Max und sein Leistungsvermögen. Wir sind mit dem Bike auf dem absolut richtigen Weg“, sagte Max‘ Riding Coach Alvaro Molina. „Auch bestätigen uns die Daten, dass sich Max seit unserem ersten Treffen deutlich verbessert und massiv gesteigert hat. Wir lagen hier in Le Mans mit dem Hinterradreifen daneben. Schade, denn dadurch wurde Max um die Möglichkeit gebracht, weiter nach vorn zu kommen. Aber das wird. Jetzt schauen wir nach vorn, nach Aragon. Ich bin mir sicher, dass wir bereits dort von Max deutlich bessere Ergebnisse sehen werden.“

Max Kappler
Foto: KAPPLER-Motorsport – Agusti Nubiola

Das Wochenende begann für Max am Freitag mit den beiden Zeittrainings, in denen er sich im zweiten bis kurz vor Schluss auf Platz 16 behaupten konnte. Erst in den letzten Minuten wurde Max noch um acht Plätze auf den 24. Startplatz zurückgeschoben. „Keine gute Ausgangsposition, um in die anvisierten Punkteränge zu fahren“, analysierte Team-Chefin Grit Kappler. „Dennoch gelang es Max, seine Rundenzeit aus dem ersten Qualifying um 1,3 Sekunden zu verbessern und dazu konstante Rundenzeiten zu fahren“

Foto: KAPPLER-Motorsport - Agusti Nubiola
Foto: KAPPLER-Motorsport – Agusti Nubiola

„Dennoch nehmen wir für die weitere Saison wieder wichtige Informationen mit“, ist das Fazit von Grit Kappler. „Wir kommen bei der Abstimmung der KTM immer weiter voran. Auch konnten wir den Rückstand weiter verringern, auch wenn es die Platzierungen in Zeittraining und Rennen nicht widerspiegeln.“

 

Fotos: KAPPLER-Motorsport, Fritz Glänzel, Race-Pics, Agusti Nubiola