Tina Wiegand: Saisonstart 2018 zur Werra-Meißner-Rallye

Der VW Lupo GTI von Tina Wiegand bei der Rallyeshow am Sachsenring 2018
Lupinchen, Tina Wiegands VW Lupo GTI, bei der Rallyeshow am Sachsenring 2018. Foto: Sandra Krause

Tina Wiegand startet an diesem Wochenende mit ihrer Co-Pilotin Natalie Kafka in die neue Rallye-Saison. Heute geht es in Hessen zur Werra-Meißner-Rallye, einer Rallye 70 mit 64 Wertungskilometern auf Asphalt, an den Start.
Die genauen Spezifikationen des DMSB zur Rallye 70 findet ihr auf dessen Webseite.

„Ich freue mich extrem darauf, wieder hinter dem Lenkrad zu sitzen. Ich konnte bereits vor zwei Wochen auf dem Sachsenring ein wenig den Lupo testen, der über die Wintermonate überholt wurde.“, sagte Tina Wiegand. Weiterhin hofft sie, dass die „Defekthexe“ dieses Jahr nicht mitfährt.
Alle Infos zur Werra-Meißner-Rallye gibt es hier.

Rallye-Termine für das Duo Tina Wiegand/Natalie Kafka

10.03.18 – Werra-Meißner-Rallye
24.03.18 – Hessiches Bergland
28.04.18 – Fontane-Rallye
11.-12.05.18 – Thüringen-Rallye
25.-26.05.18 – Sachsen-Rallye
16.06.18 – Osterburg-Rallye
30.06.18 – Grabfeld-Rallye
07..07.18 – Rund um den Alheimer
27.-28.07.18 – Wartburg-Rallye
01.09.18 – Grünhain Rallye
25.08.18 – Mittelhessen-Rallye
28.-29.09.18 – Erzgebirgs-Rallye
06.10.18 – Bad Emstal
27.10.18 – Rallye Race Gollert

PrüstelGP: wechselhaftes Wetter erschwert 2. Test

PrüstelGP 2018 beim IRTA-Test in Jerez mit den Fahrern Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil
Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Die Mannen von PrüstelGP mussten beim Test mit einem Mix aus Kälte, Regen, Wind und Sonne auf der Grand-Prix-Strecke von Jerez de la Frontera kämpfen. Beim zweiten Test fand das Team also keine optimalen Testbedingungen vor. PrüstelGP-Piloten Jakub Kornfeil und Marco Bezzecchi konnten trotzdem viele Runden fahren. Dabei wurde vor allem an der Abstimmung der Bikes gearbeitet und am Gefühl der beiden Fahrer für das neue Material.
Marco Bezzecchi konnte seinen guten Rhythmus der Vortests schnell wieder aufnehmen, heißt es in der Pressemitteilung des Teams. Er konnte konstant gute Rundenzeiten abliefern und fuhr am Ende die fünftschnellste Zeit. Die Crew um Jakub Kornfeil kämpfte mit Problemen und musste währenddessen weiter am Setup der Moto3-KTM des Tschechen feilen. Jakub kam jedoch über einen 22. Platz nicht hinaus.

Am Ende bedeutete Platz 5 mit 1:46.556 min (+ 0.611 s) für Marco Bezzecchi das beste KTM-Ergebnis des Tests. Auf dem 22. Platz stand für Jakub Kornfeil letztlich eine 1:47.615 min (+ 1.670 s) auf der Zeitentafel.

PrüstelGP 2018 beim IRTA-Test in Jerez
Die Crew bei den Setup-Arbeiten in der Box. – Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Stimmen zum Jerez-Test aus dem Team PrüstelGP

PrüstelGP 2018 beim IRTA-Test in Jerez mit Technischem Direktor Florian Chiffoleau und Fahrer Marco Bezzecchi
Marco Bezzecchi (re.) und Technischer Leiter Florian Chiffoleau (li.) – Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Marco Bezzecchi zum Ergebnis:
„Der Test war ziemlich gut, auch wenn er wegen der stündlich wechselnden Wetterbedingungen schwierig gewesen ist. Das Team hat gut gearbeitet. Wir haben noch einmal verschiedene Einstellungen am Bike testen können und verstehen das Bike immer besser“, erklärte der junge Italiener. „Jetzt freue ich mich auf Katar und kann es kaum erwarten, in die Saison zu starten. Ich möchte mich noch einmal bei meinem Team bedanken, bei KTM und der VR46 Riders Academy sowie natürlich bei unseren Sponsoren und Unterstützern“, sagte Marco zum Schluss.

PrüstelGP 2018 beim IRTA-Test in Jerez mit Fahrer Jakub Kornfeil
Jakub Korfeil haderte mit der Abstimmung und war mit dem Test nicht zufrieden. – Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Jakub Kornfeil zum Testin Jerez:
„Mit dem Test bin nicht wirklich glücklich. Nicht nur wegen des Wetters, sondern auch die Fortschritte mit dem Bike liefen nicht so wie geplant“, verlautbarte er. „Das Team hat über alle drei Testtage eine gute Arbeit geleistet, und das KTM-Bike bringt viel Potenzial mit sich, aber ich hätte mir mehr Testrunden gewünscht, um das Bike noch besser zu verstehen und meinen Fahrstil anzupassen“, führte Jakub weiter aus. „Das Stop-and-Go-Verhalten ist komplett anders als auf der Mahindra. Wir werden die Trainings in Katar nochmal nutzen, um das Setup am Bike zu verbessern und das erste Rennen der Saison mit einem möglichst guten Ergebnis starten zu können“, fügte er abschließend hinzu.

PrüstelGP Technischer Leiter Florian Chiffoleau 2018 beim IRTA-Test in Jerez
Der Technische Leiter des Teams, Florian Chiffoleau, misst die Temperatur auf dem Track. – Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Florian Chiffoleau (Technical Director PrüstelGP):
„Gleich zu Beginn des Tests am Dienstag hatten wir noch nasse Streckenbedingungen, später trocknete es ab. Das nutzten wir gleich, um verschiedene Setups zu testen. Marco konnte schnell an die Leistungen der Vortests anknüpfen. Trotz eines kleines Sturzes am zweiten Tag war Marco in der Lage, konstant gute Rundenzeiten zu fahren“ eklärte der Crew Chief und fügte weiter hinzu: „Aufgrund der kalten Temperaturen hatten wir noch leichte Probleme mit dem Grip, doch hier sind wir auf dem richtigen Weg und arbeiten uns stetig nach vorn. Bei Jakub dauerte es etwas länger, das richtige Gefühl zum Bike aufzubauen. Die Performance wurde nach und nach verbessert, einige Komponenten müssen aber noch idealer aufeinander abgestimmt werden.“
Als schlussendliches Fazit zum Test sagte Florian Chiffoleau: „Wir freuen uns nun auf das erste Rennen in Katar. Beide Fahrer sind in der Lage gute Platzierungen einzufahren.“

Was die Test-Ergebnisse wert sind, wird sich bereits am kommenden Wochenende zeigen. Dann startet der MotoGP-Zirkus in die neue Saison.
In der Moto3-Saison 2017 lag PrüstelGP mit Jakub Kornfeil bei den Vorsaison-Tests aussichtsreich in den Top10 – damals jedoch noch auf Peugeot/Mahindra.
Wir drücken Team und Fahrern die Daumen für eine erfolgreiche Saison.

PrüstelGP Academy: Nachwuchsarbeit in Sachsen

PrüstelGP Academy 2018
Die PrüstelGP Academy: Lennox Lehmann, Freddie Heinrich, Marvin Siebdraht und Riding Coach Dirk Reißmann (v. r. n. l.) – Foto: rop

PrüstelGP, das Moto3-WM-Team vom Sachsenring, hat die PrüstelGP Academy ins Leben gerufen. Mit dieser Institution sollen deutsche Nachwuchs-Talente gefördert werden. Bei der Präsentation des Moto3-Weltmeisterschafts-Teams wurden auch diese Nachwuchsfahrer vorgestellt.

Mit Marvin Siebdraht unterstützt man 2018 einen jungen Fahrer im European Talent Cup. Marvin stand nach dem Aus des ADAC Northern European Cup (NEC) sozusagen auf der Straße. Das Team von IntactGP, für das er im NEC fuhr, bot dem jungen Sachsen keine Alternative für 2018.

Freddie Heinrich, den das Team auch schon in der Saison 2017 finanziell förderte, startet erneut in der RFME CEV Moto4, der Spanischen Meisterschaft.

Neu zum Förderkader der PrüstelGP Academy hinzugekommen ist auch Lennox Lehmann, der 2018 im ADAC Junior Cup antreten wird.

DiePrüstelGP Academy: Lennox Lehmann, Freddie Heinrich, Marvin Siebdraht und Riding Coach Dirk Reißmann (v. r. n. l.)
Die jungen Talente der PrüstelGP Academy: Lennox Lehmann, Freddie Heinrich, Marvin Siebdraht (v. r. n. l.). Dirk Reißmann (ganz links) fungiert als Riding Coach.  – Foto: rop

Details zu den Fahrern der PrüstelGP Academy

Marvin Siebdraht startet im European Talent Cup.
Marvin Siebdraht - Fahrer der PrüstelGP Academy 2018
Marvin Siebdraht im Gespräch mit Stefan Nebel. – Foto: rop

Der 14-Jährige aus dem sächsischen Wildenfels (bei Zwickau) fuhr 2016 im Moriwaki 250 ccm Junior Cup den 9. Platz ein. Im ADAC Northern Europe Cup erreichte er 2017 mit IntactGP den 7. Gesamtrang.
Für den im European Talent Cup, in dem er antritt, liegt das Mindestalter bei 12 Jahren. Gefahren wird mit 250-ccm-Bikes mit Einzylinder-Viertakt-Motoren. Die Renndistanz liegt zwischen 60 und 90 Kilometern.

Auf Marvins Homepage findet ihr noch weitere Details.

Freddie Heinrich fährt wieder RFME CEV Moto4.
Freddie Heinrich - PrüstelGP Academy 2018
Freddie Heinrich im Interview mit Stefan Nebel, dem Moderator der Team-Präsentation. Foto: rop

Der 13-jährige Sachse aus Berthelsdorf bei Lunzenau geht auch 2018 wieder mit dem spanischen Team Llinsual HMA Racing in der Klasse Moto4 (Einzylinder-Viertakt-Motoren mit 150 ccm) an den Start.
Freddie gewann 2016 den ADAC Mini Bike Cup in der Kategorie „Nachwuchs“. Seine Rookie-Saison in der Spanischen RFME CEV Moto4-Meisterschaft beendete er auf Gesamtrang 10. In seiner ersten Saison erreichte Freddie sogar schon eine erste Podiums-Platzierung.

Mehr zu Freddie könnt ihr auch hier nachlesen.

Lennox Lehmann geht im ADAC Junior Cup powered by KTM an den Start.
Lennox Lehmann - Youngster in der PrüstelGP Academy 2018
Stefan Nebel stellte Lennox Lehmann den Journalisten vor. – Foto: rop

Der 12-jährige Dresdner startet 2018 auf einer KTM RC 390 Cup. Das sind Einzylinder-4-Takt-Maschinen mit etwa 38 PS. Lennox muss sich zwischen Fahrern aus sieben Nationen und 23 permanenten Startern behaupten.
Der Elbflorenzer sicherste sich in der Saison 2017 den 2. Platz der DMSJ Deutsche Mini Bike Meisterschaft (Nachwuchsklasse) sowie den 2. Platz im ADAC Mini Bike Cup (Nachwuchsklasse).

Weitere Infos zu Lennox findet ihr hier.

PrüstelGP Academy und die Nachwuchsförderung

„Der klare Fokus des Teams liegt auf der Moto3-WM“, sagte Florian Prüstel, Teamchef von PrüstelGP, zur Pressekonferenz am 23.02.2018. „Dort werden wir alle Kräfte bündeln. Darum haben wir auch Dirk Reißmann als Sportlichen Direktor und Riding Coach verpflichtet. Er wird bei jedem WM-Rennen zugegen sein.“

Damit wurde deutlich – und daraus machte Florian Prüstel auch gar keinen Hehl – dass der Löwenanteil der Nachwuchsförderung jenseits der finanziellen Unterstützung bei den Familien und Sponsoren der jungen Fahrer selbst liegen wird.
Gab es früher noch die Möglichkeit, im Leistungszentrum des ADAC Sachsen auf den und abseits der Rennstrecken zu trainieren, liegt die Last der Saisonvorbereitung nun allein auf den Schultern der Eltern. Hier ist ein hohes privates Engagement gefordert – zeitlich und finanziell – wenn man seinem Junior eine bestmögliche Saison angedeihen lassen will.

Die PrüstelGP Academy: Lennox Lehmann, Freddie Heinrich, Marvin Siebdraht und Riding Coach Dirk Reißmann (v. r. n. l.)
Die PrüstelGP Academy: Riding Coach Dirk Reißmann, European Talent Cup-Pilot Marvin Siebdraht, RFME CEV Moto4-Fahrer Freddie Heinrich und ADAC Junior Cup-Starter Lennox Lehmann (v. l. n. r.). Die Maschie im Vordergrund ist Marvins Bike für den ETC. – Foto: rop

Getreu dem Motto „Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.“ wäre die persönliche Gegenwart des Teamchefs oder des Sportlichen Direktors von PrüstelGP bei den Partner-Teams und Youngstern gewiss noch förderlicher als die rein monetäre Unterstützung. So sind sie bei Trainings und Rennen auf sich allein gestellt. Allerdings ist in Deutschland schon allein eine solche finanzielle Unterstützung keine Selbstverständlichkeit und dem Team PrüstelGP hoch anzurechnen.

Nichtsdestotrotz sind die Gebaren in der spanischen (und auch italienischen) Motorradsport-Szene bekannt. Diese unterscheiden sich zwar inzwischen nur noch marginal von den Gepflogenheiten, die sich leider auch hier in Deutschland etabliert haben. Allerdings ist Spanien eben recht weit weg. Und mit der WM mit ihren 19 Rennen bleibt auch nicht wirklich Zeit für eine „Erfolgskontrolle“ bei den Youngstern vor Ort.

Eine Frage, die man sich zudem stellen kann: Welchen Vorteil sollte sich ein spanisches Team von der Förderung eines deutschen Fahrers versprechen, wenn es noch dazu ein oder zwei landeseigene Talente im Kader hat?

Wir wünschen den drei Piloten der PrüstelGP Academy jedenfalls viel Erfolg für die anstehende Saison und natürlich auch darüber hinaus! Bleibt sitzen, Jungs, und beweist den vielen Schwarzmalern, dass der durchaus vorhandene deutsche Zweiradsport-Nachwuchs auch leistungs- und konkurrenzfähig ist!

PrüstelGP: vieles neu in der Moto3-Saison 2018

Das Team PrüstelGP, das sächsische Team in der Moto3-Weltmeisterschaft, präsentierte sich heute der Öffentlichkeit.

PrüstelGP 2018 mit Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil
In neuen Farben geht es 2018 auf Punktejagd. Foto: rop

In der ehemaligen Halle des Leistungszentrums des ADAC Sachsen am Sachsenring, der neuen Team-Basis, moderierte Stefan Nebel die Pressekonferenz.
Dort stellte Team-Chef Florian Prüstel seine neue Fahrer-Paarung für die aktuelle Saison vor. Mit Jakub Kornfeil, dem erfahrenen Tschechen, auf den man auch schon in der vergangenen Saison baute, sowie mit VR46-Academy-Pilot Marco Bezzecchi geht der sächsische Rennstall 2018 auf Punktejagd.

Ebenso präsentierte PrüstelGP erstmals die nagelneu gestalteten KTM-Bikes. Nach dem Wechsel von Peugeot/Mahindra auf KTM ist man nun guter Dinge, endlich wieder konkurrenzfähig zu sein. Die Top10-Ergebnisse der ersten Tests in Valencia versprechen viel. Der IRTA-Test in Jerez wird weitere Erkenntnisse bringen und zeigen, wo man sich einzuordnen hat.

Prüstel GP mit Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil 2018
2018 setzte man auf KTM und eine neue Fahrerpaarung – Marco Bezzecchi (links) und Jakub Kornfeil (rechts). – Foto: rop
Jakub Kornfeil zur Neuaufstellung

„Es sind schon große Veränderungen zu spüren“, erklärte Jakub. „Ich werde wie immer mein Bestes geben. Die Zusammenarbeit zwischen Marco und mir ist diese Saison insbesondere wichtig“, führte er weiter aus. „Ich muss das Bike nun noch besser kennenlernen. Jerez wird dann mehr zeigen.“

Marco Bezzecchi zum neuen Team

„Ich will natürlich schnell sein – wie immer“, gab Marco unmissverständlich zu verstehen. „Ich mag das Bike sehr, und wir haben derzeit schon eine gute Pace“, erklärte er.
Moderator Stefan Nebel glaubt sogar, dass Marco in der Lage ist, mit diesem Paket aufs Podium zu fahren.

PrüstelGP mit Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil am Sachsenring 2018
Auf KTM, mit neuen Piloten und veränderter Struktur greift das Team 2018 wieder an. – Foto: rop
Ausblick von PrüstelGP Team-Chef Florian Prüstel

„Wir wollen mit Jakub und Marco konstant in die Punkte fahren“, ließ der Team-Chef durchblicken. Außerdem erklärte er: „Wir hatten schon zu Peugeot/Mahindra-Zeiten immer den Wunsch und das Ziel, mit KTM zu arbeiten.
Zu Marco Bezzecchi befragt sagte Florian Prüstel: „Schon seit der Trennung von Alexis Masbou standen wir wegen Marco mit Mahindra und der VR46-Academy in Verhandlungen. Wir haben seit damals eine sehr gute Beziehung. Und nun ist er bei uns angekommen.“

PrüstelGP im Februar 2018 am Sachsenring
Riding Coach Dirk Reißmann soll Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil (v. l. n. r.) in der Spur halten. – Foto: rop

Als Riding Coach und Sportlichen Direktor verpflichtete das Team den ehemaligen Kopf des Leistungszentrums des ADAC Sachsen am Sachsenring Dirk Reißmann.

Team PRÜSTEL GP neu formiert

Team PRÜSTEL GP 2018 neu formiert
Das Team PRÜSTEL GP geht 2018 mit neuem Bike, neuen Farben und einer neuen Fahrerpaarung an den Start. Foto: © [2018] PrüstelGP
Am 23. Februar 2018 präsentiert sich der neu aufgestellte sächsische Rennstall PRÜSTEL GP am Sachsenring bei der Pressekonferenz zur offiziellen Team-Vorstellung.
Bereits der Team-Name verrät: es gibt einige Neuerungen im Moto3-Team aus Callenberg.

Am 23. Februar, 11.00 Uhr, werden die Rennstall-Eigner Ingo und Florian Prüstel gemeinsam mit dem neuen Sportdirektor Dirk Reißmann das aktuelle Fahrer-Duo, das aus dem Tschechen Jakub Kornfeil und dem aus der VR46 Academy stammenden Italiener Marco Bezzecchi besteht, der Öffentlichkeit präsentieren, verlautbart das Team in einer Pressemitteilung
„Nach ersten erfolgreichen Tests im November mit Marco Bezzecchi auf der 2017er KTM, freut sich das Team nun, die neuen KTM-Bikes vorstellen zu können und einen Einblick in die sehr intensive Zusammenarbeit zwischen KTM und Prüstel GP zu geben“, heißt es dort weiter.

Wie bereits schon länger unter Insidern gemunkelt, bestätigen sich nun die Gerüchte um den Weggang des Hauptsponsors SAXOPRINT und das stärkere Engagement von Kornfeils Sponsoring-Partner REDOX.
Das Team schreibt dazu: „Trotz Verlust des langjährigen Hauptsponsors SAXOPRINT, konnte durch ein gemeinsames Engagement mit KTM, RedoX und PRÜSTEL sowie den bestehenden als auch neuen Sponsoren und Unterstützern eine solide und nachhaltige Basis entwickelt werden. Mit dem wachsenden Ausbau des Sponsorenpools im Netzwerk mittelständischer Unternehmen blickt das Team Prüstel GP positiv in die Zukunft.“

Team Prüstel GP will einen deutschen Piloten

Auch das Ziel, einen deutschen Fahrer in die Moto3-WM zu haben, bleibt weiter im Fokus des Teams. „Für Ingo und Florian Prüstel ist dies ein strategischer Ansatz mit dem Ziel, schon ab 2019 deutschen Fahrern die Möglichkeit zu schaffen, erfolgreich in der Weltmeisterschaft zu debütieren“, heißt es in der Teammitteilung. „Um nicht zuletzt auch den deutschen Motorsport zu unterstützen, arbeitet das Prüstel GP-Team im Hintergrund bereits über viele Monate an einem nachhaltigen Nachwuchsprojekt. 2017 wurde mit Freddie Heinrich bereits ein erster Fördervertrag vereinbart und eine Saison in der spanischen Meisterschaft (CEV) absolviert. Weitere Schritte folgten nun 2018 im Projekt „Prüstel GP Academy“. Alle Prüstel GP-Piloten werden am 23. Februar am Sachsenring mit ihren Meisterschaftsklassen vorgestellt. Zu dieser Veranstaltung sind alle Presse- und Medienvertreter herzlich eingeladen.“

Team Freudenberg präsentiert Fahrer-Trio für die SSP 300-WM

Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Foto: rop

Mit der Vorstellung des „Freudenberg KTM World SSP Team“ wurde am vergangenen Samstag die erste WM-Saison des Teams in der World SSP300 offiziell eingeläutet.
Im Rahmen der Motorrad-Messe Sachsenkrad präsentierte die Streckensprecher-Legende vom Sachsenring Bernd Fulk, der auch die Stimme der IDM ist, die Crew.
Luca Grünwald, Jan-Ole Jähnig und Max Kappler sowie die Team-Chefs Carsten und Michael Freudenberg stellten sich den Fragen der Pressevertreter und standen auch den Partnern des Teams Rede und Antwort.

Michael Freudenberg - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Teamchef Michael Freudenberg. – Foto: rop

Michael Freudenberg musste lange warten, um einmal in der WM mitfahren zu können. Und mit sichtlichem Stolz erklärte er: „Das haben wir alles in Eigenarbeit geleistet. Natürlich hat die so offene und ehrliche Partnerschaft mit KTM und auch mit Yamaha einen entscheidenden Anteil daran.“
Außerdem ließ er sich nicht nehmen, die großen Leistungen des Teams Freudenberg zu würdigen: „Wir haben es als Team geschafft, in all den Jahren insgesamt sieben Fahrer in Weltmeisterschaften zu bringen. Und das alles haben wir ohne die Unterstützung eines Leistungszentrums des ADAC oder die Hilfe des DMSB geschafft.“ Carsten Freudenberg, zweiter Kopf des Teams, erklärte zum Bike: „Wir haben gemeinsam mit KTM ein reines Racebike entwickelt – die KTM RC 390 R.“

Carsten Freudenberg - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Teamchef Carsten Freudenberg im Interview mit Bernd Fulk. – Foto: rop
Freudenberg KTM World SSP Team: Fahrer-Stimmen
Luca Grünwald, Max Kappler, Jan-Ole Jähnig - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Luca Grünwald, Max Kappler, Jan-Ole Jähnig im Interview mit Racetrack-News. – Foto: rop

Max Kappler sagte als Ausblick zur WM-Saison 2018: „Wir müssen ab dem ersten Rennen voll dabei sein und mindestens in die Top 15 fahren – wenn nicht sogar in die Top 10. Je nachdem, wie die Konkurrenz ist, sollten wir auch weiter vorne landen. Ich denke, vor allem sind wir als Team gut aufgestellt und können uns auch untereinander helfen. Dass wir mit bei der Musik sein können, haben wir ja auch bei den Wildcard-Einsätzen am Lausitzring gezeigt.

Luca Grünwald - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Luca Grünwald. – Foto: rop.

Luca Grünwald ließ Presse, Freunde und Sponsoren wissen: „Natürlich müssen wir soweit vorne wie möglich ankommen! Ich denke realistisch sind konstante Top-10-Plätze. Aber das kann ich erst richtig einschätzen, wenn ich das Motorrad mal gefahren bin. Wichtig wird auf alle Fälle die Konstanz sein. Es sind nicht so viele Rennen. Da wiegt ein Ausfall umso schwerer.“

Jan-Ole-Jähnig - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Jan-Ole Jähnig. – Foto: rop

Jan-Ole Jähnig, amtierender IDM-Supersport300-Meister erklärte: „Mein Ziel ist es erstmal, Punkte zu sammeln – natürlich auch Ergebnisse in den Top 10. Das sollte mit dem Team und dem Motorrad möglich sein. Es liegt also quasi an uns.“ Lachend fügte er hinzu: „Naja, Top 10 bin ich in der WM ja schon gefahren.“

KTM RC 390 R - Freudenberg KTM World SSP Team auf der Sachsenkrad 2018
Die KTM RC 390 R. – Foto: rop

Nach der internen Präsentation und den dazugehörenden Fototerminen folgte im Anschluss die öffentliche Präsentation auf der großen Showbühne der Motorrad-Messe Sachsenkrad in Dresden.
Wie groß das Interesse am Motorsport in Sachsen ist, zeigte die große Publikums-Resonanz bei der öffentlichen Teamvorstellung in der Messehalle und zur nachfolgenden Autogrammstunde.

Max Kappler mit Team Freudenberg und KTM in der WM

Max Kappler 2018 auf KTM in der SSP300-WM
Foto: Kappler Motorsport

Jetzt ist es also fix: Max Kappler aus Oberlungwitz steht als zweiter Fahrer für die Supersport 300-WM fest. Er wird in der kommenden Saison für das Freudenberg KTM World SSP Team an den Start gehen.

Bereits Ende November informierte das Team aus Bischofswerda, dass man nach den Erfolgen in der IDM 2017 plane mit insgesamt drei Fahrern auf KTM in der 300er Supersport-WM anzutreten.
Für den 20-jährigen IDM-Vize-Meister der Klasse Supersport 300, Max Kappler, geht damit der Traum von der WM-Teilnahme in Erfüllung. 2018 wird Max mit einer KTM RC 390 R an den Start gehen und um Punkte kämpfen.

„Wir sehen die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen ihm und seiner Crew vom Team Freudenberg als großen Pluspunkt für den gemeinsamen Aufstieg in die World SSP300“, sagt Grit Kappler, Inhaberin von Kappler Motorsport. „Mit dem eingespielten Team und dem Technikpaket sehen wir uns sehr gut für die Saison 2018 aufgestellt.“

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Max Kappler 2017 in der IDM Supersport 300 auf Yamaha. Foto: rop
Max Kappler zum WM-Einstieg

„Endlich können wir es verkünden. Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, jubelte Max Kappler „Mein Ziel war es stets in der Motorradweltmeisterschaft zu fahren, und das habe ich jetzt erreicht. Ich werde gemeinsam mit dem Freudenberg KTM World SSP Team in der Supersport300 World Championship an den Start gehen. Es ist ein cooles Gefühl, als erster sächsischer Fahrer zusammen mit einem sächsischen Team um Punkte in dieser Klasse kämpfen zu dürfen. Zudem freue ich mich auf die neue KTM RC390 R. Wir selber haben schon mit KTM zusammengearbeitet. Daher weiß ich, dass wir ein sehr starkes Paket haben, und dass mir mit dem Team um Carsten Freudenberg ein sehr kompetenter und familiärer Partner zur Seite steht.“
Weiter führte Max Kappler aus: „Ich möchte mich daher für diese Chance und das mir entgegengebrachte Vertrauen beim Team Freudenberg, bei KTM sowie all meinen Partnern und Sponsoren bedanken. Ohne sie wäre dieser Schritt nicht möglich gewesen. Ich will wie bisher viel Spaß haben und werde wie immer alles geben.“

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Hat 2017 in der IDM den Fahrspaß wiedergefunden: Max Kappler. Foto: rop
Der Teamchef zur Supersport-WM-Teilnahme von Max Kappler

„Es freut mich sehr, dass wir unsere beiden IDM-Piloten nun auf dem Sprung in die WM begleiten können“, so Carsten Freudenberg. Bereits während der Saison 2017 habe ich immer wieder erwähnt, dass mich das Team-play von Jan-Ole Jähnig und Max Kappler in dieser Saison mehr als begeistert hat. Sie haben bis zum Schluss gekämpft, waren aber stets fair und haben sich auf der Strecke die notwendige Luft zum Atmen gelassen. Das sind perfekte Voraussetzungen für uns als Team, da es für uns alle eine neue Herausforderung ist, die sicher auch die ein oder andere Unwägbarkeit mit sich bringt. Umso wichtiger ist es, dass die Crew und die Piloten in eine Richtung ziehen. Das passt bei uns.“

Saisonabschluss für Tina Wiegand bei der Lausitz Rallye

Tina Wiegand startete beim größten Schotter-Rallye-Spektakel Mitteleuropas als Co-Pilotin von Christopher Wackernackel im Suzuki Swift.

Tina Wiegand bei der Lausitz Rallye
Foto: Marcel Sänger

Mit einer guten Vorbereitung und voll motiviert ging es für das Duo am vergangenen Wochenende in die Lausitz.
„Wir waren total gespannt, wie sich unser Swift bei diesem Untergrund auf den schwierigen Prüfungen macht“, sagte Tina Wiegand nach dem Recce auf den sandigen Wertungsprüfungen.

Nach einem verhaltenen Start in die ersten WPs ging es auf den letzten Kilometern recht gut vorwärts, und beide waren recht zufrieden.
Am Samstag sollte an die gute Leistung angeknüpft werden, doch bereits auf der zweiten Prüfung des Tages machte die Kupplung des Suzukis beiden einen Strich durch die Rechnung. Sie blieben ohne Vortrieb liegen. Enttäuscht wurden Tina Wiegand und Christopher Wackernackel danach zum Service gebracht.

Doch trotz des unglücklichen Ausfalls gab es auch etwas zu feiern:
Christopher Wackernagel wurde mit dem Suzuki Swift Gesamtzweiter in der ADMV Rallye-Meisterschaft. Damit ist er mit seinem ersten Rallye-Jahr mehr als zufrieden.

Keine Winterpause für Tina Wiegand

Nun steht für das ganze Team die Winterpause an. Ausruhen steht trotzdem nicht auf dem Programm, und Tina Wiegand ist sehr optimistisch:
„Neben weiteren Starts als Co-Pilot wartet noch mein Lupinchen auf mich. Der VW Lupo GTI bekommt über die Wintermonate ein Update, und wir versuchen die „Defekt-Hexe“ zu vertreiben, damit wir im kommenden Jahr wieder an den Start gehen können.“

Jan Bühn und Van Zon – Remeha – BMW starten 2018 wieder gemeinsam

Jan Bühn bei der IDM in Oschersleben 2017
Foto: rop

Jan Bühn wird auch in der Saison 2018 für das Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team eine BMW S1000RR pilotieren. Der Kronauer wird an der Seite von Markus Reiterberger von der IDM in die Superstock-1000-Europameisterschaft wechseln. Nachdem Jan Bühn 2016 und 2017 jeweils den 3. Gesamtrang in der IDM Superbike einfahren konnte, wartet nun in der STK1000-EM eine neue Aufgabe auf den 26-jährigen Racer.

Jan Bühn bei der IDM in Oschersleben 2017
Foto: rop

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe in der Superstock-1000-Europameisterschaft“, sagte Jan Bühn. „Es ist natürlich perfekt, mit dem bestehenden Team in die EM aufzusteigen. Ich kenne das Team und das Potential seit zwei Jahren. Die Chemie stimmt einfach. Wir konnten unsere Performance stetig steigern und hoffen, diesen Trend auch in die EM mitnehmen zu können.“

STK1000-Europameisterschaft: Markus Reiterberger kam, sah und siegte

Markus Reiterberger bei der STK1000-EM in Jerez 2017
Foto: BMW & MPA Foto

Markus Reiterberger düpierte bei seinem Wildcard-Einsatz in der STK1000-Europameisterschaft im spanischen Jerez die Konkurrenz. Mit einem grandiosen Start-Ziel-Sieg und einer fehlerfreien Leistung rangen er und sein Team Van Zon – Remeha – BMW die starke Konkurrenz nieder.

Markus Reiterberger in der STK 1000 in Jerez 2017
Foto: BMW & MPA Foto

Was hauptsächlich als Lehrstunde für Markus Reiterberger und das Team zwecks des Europameisterschafts-Starts in der 2018er Saison gedacht war, gipfelte schließlich in einem mehr als eindrucksvollen Triumph.
Nach Schwierigkeiten im ersten Freien Training, das Reiti noch auf Platz 16 beendete, stellte er die BMW S1000RR im zweiten Freien Training auf den 7. Platz.
Im Qualifying konnte sich der Obinger noch einmal gewaltig steigern und fuhr auf Startplatz 1.

Markus Reiterberger - STK1000-EM 2017 in Jerez
Foto: BMW & MPA Foto

Am Rennsonntag dann gewann Markus Reiterberger den Start und führte das Feld einige Runden an. Nachdem dann sein Markenkollege Federico Santi, der auch schon über Superbike-WM-Erfahrung verfügt, einige Führungskilometer vor Reiti gesammelt hatte, übernahm dieser wieder das Zepter.
Mit einigen schnellen und fehlerfreien Runden fuhr Markus einen komfortablen Vorsprung heraus, den er über die restliche Renndistanz halten und verwalten konnte. Mit mehr als 5 Sekunden Vorsprung holte er sich den Sieg im letzten Lauf der STK1000-Europameisterschaft vor Illia Mykhalchyk und Toprak Razgatlioglu.

Markus Reiterberger beim Start in der STK 1000 in Jerez 2017
Foto: BMW & MPA Foto
Markus Reiterberger und Werner Daemen zum Erfolg

„Generell konnten wir uns von Session zu Session immer steigern und dann sogar die Pole Position einfahren“, sagte Markus Reiterberger. „Dass wir das so schnell umsetzen können, haben wir so nicht erwartet. Im Rennen habe ich mich wohl gefühlt. Nachdem mich Sandi überholt hatte, hab ich mit Angriffen der anderen Verfolger gerechnet. Die sind aber ausgeblieben. Hab dann gemerkt, dass ich schneller fahren kann und konnte Sandi kontern. Ich war dann ein paar Runden wirklich am Limit, hab ein paar Sekunden Abstand herausfahren können und den Vorsprung ins Ziel verwaltet.
Ein Wahnsinns-Wochenende. Mein Team hat mir ein geiles Bike hingestellt, Pirelli und Öhlins haben uns sehr gut unterstützt und wir haben alle an einem Strang gezogen. Wir wollten ganz vorne mitfahren, aber dass wir sowohl die Pole Position als auch den Sieg hier einfahren können hätte ich nicht gedacht. Das war eine sehr gute Generalprobe fürs nächste Jahr, auch wenn wir weiter an uns arbeiten müssen.“

Foto: BMW & MPA Foto

Teamchef Werner Daemen kommentierte den Sieg mit den Worten: „Das war ein mehr als erfolgreicher Roll-out. Markus ist sehr gut gefahren und hat uns mit seinen Rundenzeiten beeindruckt. Das Team hat hervorragend gearbeitet und taktisch clever agiert. Wir haben natürlich noch viel Arbeit vor uns, müssen noch viel lernen, können aber mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein. Das sind gute Voraussetzungen für unser Vorhaben in 2018.“