Die IDM SSP300 in Oschersleben

Max Kappler Freudenberg WorldSSP Team IDM SSP300 in der Motorsportarena Oschersleben
Max Kappler vom Team Freudenberg WorldSSP Team. – Foto: rop

In der IDM SSP300 sorgte zwischen den überwiegend holländischen Fahrern erwartungsgemäß das Freudenberg WorldSSP Team mit seinen Talenten für ordentlich Wirbel.

Rennen 1 der IDM SSP300

Max Kappler holte einen Sieg im ersten Rennen. Mit 1,8 Sekunden Rückstand folgte ihm der Niederländer Victor Steeman. Jan-Ole Jähnig kletterte im ersten Lauf ebenfalls aufs Podium: Platz 3. Aber auch der IDM-Neuling Toni Erhard (Kiefer Racing) bestätigte mit einem 4. Rang in Lauf 1 eindrucksvoll sein fahrerisches Niveau.

Jan-Ole Jähnig Freudenberg WorldSSP Team IDM SSP300 in der Motorsportarena Oschersleben
Jan-Ole Jähnig vom Freudenberg WorldSSP Team. – Foto: rop
Der zweite Lauf der IDM SSP300

Im zweiten Rennen fuhr der Erzgebirgler Toni Erhard (ehem. Red Bull Rookies Cup) hinter dem niederländischen Sieger Victor Steeman sogar auf den 2. Platz. Für Max Kappler reichte es im 2. Lauf nach vielen Positionswechseln immerhin zu P3. Jan-Ole konnte im zweiten Rennen die Pace des Spitzentrios nicht ganz mitgehen und landete etwas enttäuscht „nur“ auf Platz 4.

Troy Beinlich - Beinlich Racing - IDM SSP300 in der Motorsportarena Oschersleben
Troy Beinlich (Beinlich Racing) in der Motorsportarena Oschersleben. – Foto: rop

Der Thüringer Troy Beinlich blieb mit Sturzpech in Lauf 1 und einem 14. Rang im 2. Rennen hinter den Erwartungen zurück. (Das Team Beinlich Racing würde dieses Wochenende wahrscheinlich lieber komplett streichen, bedenkt man auch Sturzpech und technische Probleme von Chris bei den 600ern.)

Mein Fazit:
Für mich waren das zwei sensationelle, kamfbetonte Rennen mit einer spürbaren KTM-Dominanz gegenüber den Yamahas. Von Kawasaki war leider – ganz anders als in der World SSP300 – nichts zu sehen. Die „Kawas“ blieben sogar weit hinter der einzigen Honda im Feld zurück.

Raymond Roche: Superbike-Weltmeister bei der Sachsenring Classic

Raymond Roche 1987 in Brno. - Foto Frank Bischoff
Raymond Roche 1987 in Brno. – Foto Frank Bischoff

Mit Raymond Roche geht ein ehemaliger Superbike-Weltmeister im Rahmen der ADAC Sachsenring Classic an den Start.
Der mittlerweile 61-jährige Franzose gewann 1990 den Titel in dieser Klasse.
Roche wurde darüber hinaus in den Jahren 1991 und 1992 Superbike–Vizeweltmeister. In der ewigen Bestenliste der erfolgreichsten Superbike-Fahrer liegt er mit 23 Siegen auf dem 11. Platz.

Roche ging vor seiner Superbike-Karriere in den Jahren 1978 bis 1989 auch in der Motorrad-WM an den Start. 1984 errang er auf einer 500-Kubikzentimeter-Honda den dritten Gesamtrang und damit sein bestes Ergebnis.

Raymond Roche zum Jubiläum am Start

Die ADAC Sachsenring Classic feiert 2018 ihr fünfjähriges Jubiläum. Im Vorjahr kamen rund 47.000 Besucher zur Veranstaltung. Dieses Jahr werden mehr als 650 Teilnehmer erwartet, wobei in diesem Jahr als Highlights die Seitenwagen-WM und die Präsentationsläufe der CLASSIC KINGS zu nennen sind.

Tickets und weitere Infos gibt es auf der Webseite der Veranstaltung.

Max Kappler mit Platz 15 im 1. Rennen

Max Kappler 2018 in der World SSP300
Foto: KAPPLER Motorsport

Der Oberlungwitzer Max Kappler kehrte mit Platz 15 und einem WM-Punkt im Gepäck nach Deutschland zurück.
Max und sein Team Freudenberg Racing sind sich nicht ganz sicher, ob die Freude über den erkämpften Punkt oder die Enttäuschung über Verpasstes im ersten Lauf in der World-SSP300-Klasse überwiegt.

Er erwischte einen richtig guten Start in das Rennen und konnte mit nach der ersten Runde bereits drei Positionen gut machen. Max Kappler kämpfte sich darauf immer weiter nach vorn und fuhr mit 2.10,3 Min. eine Rundenzeit, die gegenüber dem Zeittraining eine Sekunde schneller war.

Zur Rennmitte wurden jedoch größere Probleme deutlich. Aufgrund dessen konnte er nur in der zweiten Fahrergruppe mit sieben Fahrern um den 10. Platz kämpfen.
In den letzten beiden Runden zeigte sich Max weiter angriffslustig und versuchte, sich für die letzte Runde optimal in Position zu bringen. Platz 10 schien möglich.
Letztlich überquerte Max Kappler als 15. die Ziellinie. Damit war der 1. WM-Punkt eingefahren.

Max Kappler 2018 in der World SSP300
Foto: KAPPLER Motorsport
Fazit von Max Kappler zum Rennwochenende

Max resümierte das Wochenende in Aragón wie folgt: „Unser Ziel für das Rennen lautete, gleich vom Start weg hart zu pushen. Das ist mir auch ziemlich gut gelungen und mein Start war ok. Ich hielt die Pace in meiner Gruppe mit. Allerdings bekam ich nach ein paar Runden vorne Fahrwerksprobleme. Zum Teil hatte ich Chattering, und mir ist beim tiefen Hineinbremsen in die Kurven das Vorderrad eingeklappt, sodass ich die Linie nicht mehr halten konnte.

Damit bekam ich Probleme beim Herausbeschleunigen und Schwierigkeiten, mich in der Gruppe durchzusetzen. Mit dem 15. Platz am Ende bin ich aber trotzdem zufrieden, denn in die Punkte zu fahren war mein Ziel.
Jetzt freue ich mich aufs nächste Wochenende in Assen. Ich muss nochmals dem Team sowie meinen Fahrerkollegen danken, denn ich finde, wir haben gut zusammengearbeitet!“

Max Kappler 2018 in der World SSP300
Foto: KAPPLER Motorsport

Grit Kappler, Chefin bei KAPPLER Motorsport, sagte nach dem Saisonstart: „Leider verhinderten massive Fahrwerksprobleme eine bessere Platzierung. Diese Probleme gilt es nun schnellstmöglich zu analysieren und zu beheben.“ Sie ist sich nach dem ersten Rennwochenende sicher: „Max kann dann problemlos in den Top10 mithalten.“

Am kommenden Wochenende geht es bereits im niederländischen Assen mit dem 2. Lauf der World SSP300 weiter.

Das Video-Statement von Max Kappler zum Rennen könnt ihr hier anschauen.

Die Infos vom Team Freudenberg Racing findet ihr auf der Facebook-Seite des Teams.

Superstock 1000 Europameisterschaft startet dieses Wochenende

Markus Reiterberger startet 2018 für alpha racing Van Zon BMW in der Superstock 1000 Europameisterschaft
„Reiti“ in der IDM in Aktion. – Foto: rop

Die Superstock 1000 Europameisterschaft gastiert dieses Wochenende zum ersten Lauf der Saison im spanischen MotorLand Aragón. Die STK1000-EM geht im Rahmenprogramm des ersten Laufs der Superbike-Weltmeisterschaft auf europäischem Boden an den Start.
Die Kundensport-Mannschaft von BMW Motorrad Motorsport trifft in Aragón auf die europäische Elite, Werksmannschaften und ambitionierte Nachwuchsfahrer.

Markus Reiterberger und Jan Bühn gehen für das Team alpha Racing-Van Zon-BMW in der EM an den Start. Reiterberger, dreifacher deutscher Meister und früherer WM-Teilnehmer in der World Superbike Championship der Dorna, war bereits in den Jahren 2011 und 2012 in der Superstock 1000 Europameisterschaft unterwegs. Nach seinem siegreichen Gaststart im vergangenen Jahr gilt „Reiti“ als einer der Titel-Kandidaten. Für Jan Bühn, den deutschen Supersport-Meister von 2015, ist es der erste Einsatz in der Superstock 1000 Europameisterschaft.

Das Team um Werner Daemen hat mit der Vorbereitung auf die STK1000 EM und die IDM Superbike einen herausfordernden Winter hinter sich. Neben dem EM-Team startet alpha Racing-Van Zon-BMW mit Illia Mykhalchyk, Julian Puffe und Christof Höfer auch noch in der IDM.

Zum Start der Superstock 1000 Europameisterschaft sagt das Team:
Werner Daemen startet 2018 mit seinem Team alpha racing Van Zon BMW in der Superstock 1000 Europameisterschaft und in der IDM.
Werner Daemen startet 2018 mit seinem Team alpha racing Van Zon BMW in der Superstock 1000 Europameisterschaft und in der IDM. – Foto: rop

Werner Daemen, Team-Chef von alpha Racing-Van Zon-BMW

„Wir haben ambitionierte Ziele und möchten mit beiden Fahrern ganz vorne mitfahren. Natürlich ist die öffentliche Erwartungshaltung nach dem Wildcard Sieg von Markus im letzten Jahr hoch, aber die Konkurrenz ist stark. Die STK1000 ist neu für uns – da kann alles passieren. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind sehr gut vorbereitet.“

Markus Reiterberger startet 2018 für alpha racing Van Zon BMW in der Superstock 1000 Europameisterschaft
Markus Reiterberger startet 2018 für alpha racing Van Zon BMW in der Superstock 1000 Europameisterschaft. – Foto: rop

Markus Reiterberger

„Endlich geht’s los. Aragón ist eine geile Strecke. Unser Test vor drei Wochen ist schon gut gelaufen und wir haben ein gutes Basissetup erarbeitet. Daran werden wir natürlich weiter feilen um hoffentlich aufs Podium fahren zu können. Am besten ganz nach oben.“

Jan Bühn startet 2018 für alpha racing Van Zon BMW in der Superstock 1000 Europameisterschaft
Jan Bühn geht 2018 ebenfalls in der Superstock 1000 Europameisterschaft auf Punktejagd – hier beim IDM-Lauf in Oschersleben. – Foto: rop

Jan Bühn

„Ich freue mich natürlich im Rahmen der World Superbike dabei zu sein. Die Stock1000 ist einer der härtesten Klassen, aber ich bin bereit mich zu messen. Meine Vorbereitung lief super und das Team und BMW haben unsere Bikes optimal vorbereitet. Ein Dank noch an meine Sponsoren rund um meinen langjährigen Unterstützer Georg Räth und der Firma EGS, die mir das erst möglich gemacht haben.“

Zeitplan zur FIM Superstock 1000 Europameisterschaft

MotorLand Aragón 13.-15. 04.2018

FR 09:00 – 09:30 Free Practice 1
FR 14:15 – 14:45 Free Practice 2
SA 09:45 – 10:15 Free Practice 3
SA 15:00 – 15:30 Qualifying Practice
SO 10:00 – 10:15 Warm Up
SO 15:15 Start Rennen (live with Video Pass WorldSBK)

Zehn Fakten zur Thailand-Runde der WorldSBK

WorldSBK am Lausitzring 2017
Der amtierende Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) liegt in der Gesamtwertung aktuell hinter Marco Melandri (Ducati) und Tom Sykes (Kawasaki). Foto: rop

Die FIM Superbike World Championship (WorldSBK) befindet sich im Countdown zur zweiten Runde der Saison. In Thailand wird es am Wochenende in den Klassen Superbike und Supersport erneut auf Punktejagd gehen.
Vorab ein paar Fakten für die Statistik-Fans:

1. Jonathan Rea (Kawasaki Racing Team) hat hier nie ein Rennen schlechter als auf dem zweiten Platz belegt. Er erzielte fünf von sechs Siegen.

2. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) hat das einzige Rennen gewinnen können, das sein Teamkollege Jonathans Rea hier nicht gewonnen hat: den zweiten Lauf 2016.

Tom Sykes vor Chaz Davies - WorldSBK am Lausitzring 2017
Tom Sykes vor Chaz Davies. Foto: rop

3. Jonathan Rea hat sowohl im letzten Jahr als auch im Jahr 2015 jede einzelne Runde (!) auf dem Chang International Circuit angeführt.

4. In Buriram wird Marco Melandri (Aruba.it Racing – Ducati) versuchen, seinen dritten Sieg in Folge zu erzielen. Er hat bereits drei Siege in der WorldSBK errungen: im Jahr 2012 im zweiten Rennen in Aragon und einen Doppelsieg in Brünn.

Marco Melndri vor Jonathan Rea - WorldSBK am Lausitzring 2017
Marco Melandri führt nach seinem Doppelsieg von Phillip Island die Weltmeisterschaft an. Foto: rop

5. Thailand ist die einzige Strecke des Kalenders 2018, auf der Tom Sykes bereits Rennen gefahren ist, aber noch nie auf Pole-Position stand.

6. Es gibt im aktuellen Kalender nur drei Strecken, auf denen sich Chaz Davies (Aruba.it Racing – Ducati) nie für die erste Reihe qualifiziert hat. Das sind Buriram, Misano und Jerez.

7. Buriram ist die einzige Strecke, auf der Jonathan Rea alle Rennen beendet hat, bei denen er aus der ersten Reihe gestartet ist.

Jonathan Rea - WorldSBK am Lausitzring 2017
Der amtierende Weltmeister Jonathan Rea. – Foto: rop

8. Die FIM WorldSBK Championship hat bisher insgesamt 80 Rennen in Asien absolviert.

9. Der erfolgreichste Fahrer in Asien ist Jonathan Rea mit acht Siegen (fünf in Buriram, zwei in Losail und einem in Sepang). Rea überholte in dieser Statistik im letzten Jahr „King Carl“, Carl Fogarty, der sieben Mal in Asien gewonnen hat (zwei Siege in Johor, zwei in Sugo und drei Rennsiege in Sentul).

10. Ducati war bisher auf sechs der acht asiatischen Strecken in der Geschichte der WorldSBK siegreich: Johor, Losail, Sentul, Sepang, Shah Alam und Sugo. Auf dieser Liste fehlen nur Buriram und Istanbul.

Weitere Statistiken zur Karriere der jeweiligen Fahrern gibt es hier nachzulesen.
Zu den Ergebnissen der Fahrer auf dem Chang International Circuit in Buriram findet ihr hier noch mehr Infos.

(Quelle: worldsbk.com)

Tina Wiegand: Saisonstart 2018 zur Werra-Meißner-Rallye

Der VW Lupo GTI von Tina Wiegand bei der Rallyeshow am Sachsenring 2018
Lupinchen, Tina Wiegands VW Lupo GTI, bei der Rallyeshow am Sachsenring 2018. Foto: Sandra Krause

Tina Wiegand startet an diesem Wochenende mit ihrer Co-Pilotin Natalie Kafka in die neue Rallye-Saison. Heute geht es in Hessen zur Werra-Meißner-Rallye, einer Rallye 70 mit 64 Wertungskilometern auf Asphalt, an den Start.
Die genauen Spezifikationen des DMSB zur Rallye 70 findet ihr auf dessen Webseite.

„Ich freue mich extrem darauf, wieder hinter dem Lenkrad zu sitzen. Ich konnte bereits vor zwei Wochen auf dem Sachsenring ein wenig den Lupo testen, der über die Wintermonate überholt wurde.“, sagte Tina Wiegand. Weiterhin hofft sie, dass die „Defekthexe“ dieses Jahr nicht mitfährt.
Alle Infos zur Werra-Meißner-Rallye gibt es hier.

Rallye-Termine für das Duo Tina Wiegand/Natalie Kafka

10.03.18 – Werra-Meißner-Rallye
24.03.18 – Hessiches Bergland
28.04.18 – Fontane-Rallye
11.-12.05.18 – Thüringen-Rallye
25.-26.05.18 – Sachsen-Rallye
16.06.18 – Osterburg-Rallye
30.06.18 – Grabfeld-Rallye
07..07.18 – Rund um den Alheimer
27.-28.07.18 – Wartburg-Rallye
01.09.18 – Grünhain Rallye
25.08.18 – Mittelhessen-Rallye
28.-29.09.18 – Erzgebirgs-Rallye
06.10.18 – Bad Emstal
27.10.18 – Rallye Race Gollert

PrüstelGP: wechselhaftes Wetter erschwert 2. Test

PrüstelGP 2018 beim IRTA-Test in Jerez mit den Fahrern Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil
Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Die Mannen von PrüstelGP mussten beim Test mit einem Mix aus Kälte, Regen, Wind und Sonne auf der Grand-Prix-Strecke von Jerez de la Frontera kämpfen. Beim zweiten Test fand das Team also keine optimalen Testbedingungen vor. PrüstelGP-Piloten Jakub Kornfeil und Marco Bezzecchi konnten trotzdem viele Runden fahren. Dabei wurde vor allem an der Abstimmung der Bikes gearbeitet und am Gefühl der beiden Fahrer für das neue Material.
Marco Bezzecchi konnte seinen guten Rhythmus der Vortests schnell wieder aufnehmen, heißt es in der Pressemitteilung des Teams. Er konnte konstant gute Rundenzeiten abliefern und fuhr am Ende die fünftschnellste Zeit. Die Crew um Jakub Kornfeil kämpfte mit Problemen und musste währenddessen weiter am Setup der Moto3-KTM des Tschechen feilen. Jakub kam jedoch über einen 22. Platz nicht hinaus.

Am Ende bedeutete Platz 5 mit 1:46.556 min (+ 0.611 s) für Marco Bezzecchi das beste KTM-Ergebnis des Tests. Auf dem 22. Platz stand für Jakub Kornfeil letztlich eine 1:47.615 min (+ 1.670 s) auf der Zeitentafel.

PrüstelGP 2018 beim IRTA-Test in Jerez
Die Crew bei den Setup-Arbeiten in der Box. – Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Stimmen zum Jerez-Test aus dem Team PrüstelGP

PrüstelGP 2018 beim IRTA-Test in Jerez mit Technischem Direktor Florian Chiffoleau und Fahrer Marco Bezzecchi
Marco Bezzecchi (re.) und Technischer Leiter Florian Chiffoleau (li.) – Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Marco Bezzecchi zum Ergebnis:
„Der Test war ziemlich gut, auch wenn er wegen der stündlich wechselnden Wetterbedingungen schwierig gewesen ist. Das Team hat gut gearbeitet. Wir haben noch einmal verschiedene Einstellungen am Bike testen können und verstehen das Bike immer besser“, erklärte der junge Italiener. „Jetzt freue ich mich auf Katar und kann es kaum erwarten, in die Saison zu starten. Ich möchte mich noch einmal bei meinem Team bedanken, bei KTM und der VR46 Riders Academy sowie natürlich bei unseren Sponsoren und Unterstützern“, sagte Marco zum Schluss.

PrüstelGP 2018 beim IRTA-Test in Jerez mit Fahrer Jakub Kornfeil
Jakub Korfeil haderte mit der Abstimmung und war mit dem Test nicht zufrieden. – Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Jakub Kornfeil zum Testin Jerez:
„Mit dem Test bin nicht wirklich glücklich. Nicht nur wegen des Wetters, sondern auch die Fortschritte mit dem Bike liefen nicht so wie geplant“, verlautbarte er. „Das Team hat über alle drei Testtage eine gute Arbeit geleistet, und das KTM-Bike bringt viel Potenzial mit sich, aber ich hätte mir mehr Testrunden gewünscht, um das Bike noch besser zu verstehen und meinen Fahrstil anzupassen“, führte Jakub weiter aus. „Das Stop-and-Go-Verhalten ist komplett anders als auf der Mahindra. Wir werden die Trainings in Katar nochmal nutzen, um das Setup am Bike zu verbessern und das erste Rennen der Saison mit einem möglichst guten Ergebnis starten zu können“, fügte er abschließend hinzu.

PrüstelGP Technischer Leiter Florian Chiffoleau 2018 beim IRTA-Test in Jerez
Der Technische Leiter des Teams, Florian Chiffoleau, misst die Temperatur auf dem Track. – Foto: © [2018] PrüstelGP / Fweisse
Florian Chiffoleau (Technical Director PrüstelGP):
„Gleich zu Beginn des Tests am Dienstag hatten wir noch nasse Streckenbedingungen, später trocknete es ab. Das nutzten wir gleich, um verschiedene Setups zu testen. Marco konnte schnell an die Leistungen der Vortests anknüpfen. Trotz eines kleines Sturzes am zweiten Tag war Marco in der Lage, konstant gute Rundenzeiten zu fahren“ eklärte der Crew Chief und fügte weiter hinzu: „Aufgrund der kalten Temperaturen hatten wir noch leichte Probleme mit dem Grip, doch hier sind wir auf dem richtigen Weg und arbeiten uns stetig nach vorn. Bei Jakub dauerte es etwas länger, das richtige Gefühl zum Bike aufzubauen. Die Performance wurde nach und nach verbessert, einige Komponenten müssen aber noch idealer aufeinander abgestimmt werden.“
Als schlussendliches Fazit zum Test sagte Florian Chiffoleau: „Wir freuen uns nun auf das erste Rennen in Katar. Beide Fahrer sind in der Lage gute Platzierungen einzufahren.“

Was die Test-Ergebnisse wert sind, wird sich bereits am kommenden Wochenende zeigen. Dann startet der MotoGP-Zirkus in die neue Saison.
In der Moto3-Saison 2017 lag PrüstelGP mit Jakub Kornfeil bei den Vorsaison-Tests aussichtsreich in den Top10 – damals jedoch noch auf Peugeot/Mahindra.
Wir drücken Team und Fahrern die Daumen für eine erfolgreiche Saison.

PrüstelGP Academy: Nachwuchsarbeit in Sachsen

PrüstelGP Academy 2018
Die PrüstelGP Academy: Lennox Lehmann, Freddie Heinrich, Marvin Siebdraht und Riding Coach Dirk Reißmann (v. r. n. l.) – Foto: rop

PrüstelGP, das Moto3-WM-Team vom Sachsenring, hat die PrüstelGP Academy ins Leben gerufen. Mit dieser Institution sollen deutsche Nachwuchs-Talente gefördert werden. Bei der Präsentation des Moto3-Weltmeisterschafts-Teams wurden auch diese Nachwuchsfahrer vorgestellt.

Mit Marvin Siebdraht unterstützt man 2018 einen jungen Fahrer im European Talent Cup. Marvin stand nach dem Aus des ADAC Northern European Cup (NEC) sozusagen auf der Straße. Das Team von IntactGP, für das er im NEC fuhr, bot dem jungen Sachsen keine Alternative für 2018.

Freddie Heinrich, den das Team auch schon in der Saison 2017 finanziell förderte, startet erneut in der RFME CEV Moto4, der Spanischen Meisterschaft.

Neu zum Förderkader der PrüstelGP Academy hinzugekommen ist auch Lennox Lehmann, der 2018 im ADAC Junior Cup antreten wird.

DiePrüstelGP Academy: Lennox Lehmann, Freddie Heinrich, Marvin Siebdraht und Riding Coach Dirk Reißmann (v. r. n. l.)
Die jungen Talente der PrüstelGP Academy: Lennox Lehmann, Freddie Heinrich, Marvin Siebdraht (v. r. n. l.). Dirk Reißmann (ganz links) fungiert als Riding Coach.  – Foto: rop

Details zu den Fahrern der PrüstelGP Academy

Marvin Siebdraht startet im European Talent Cup.
Marvin Siebdraht - Fahrer der PrüstelGP Academy 2018
Marvin Siebdraht im Gespräch mit Stefan Nebel. – Foto: rop

Der 14-Jährige aus dem sächsischen Wildenfels (bei Zwickau) fuhr 2016 im Moriwaki 250 ccm Junior Cup den 9. Platz ein. Im ADAC Northern Europe Cup erreichte er 2017 mit IntactGP den 7. Gesamtrang.
Für den im European Talent Cup, in dem er antritt, liegt das Mindestalter bei 12 Jahren. Gefahren wird mit 250-ccm-Bikes mit Einzylinder-Viertakt-Motoren. Die Renndistanz liegt zwischen 60 und 90 Kilometern.

Auf Marvins Homepage findet ihr noch weitere Details.

Freddie Heinrich fährt wieder RFME CEV Moto4.
Freddie Heinrich - PrüstelGP Academy 2018
Freddie Heinrich im Interview mit Stefan Nebel, dem Moderator der Team-Präsentation. Foto: rop

Der 13-jährige Sachse aus Berthelsdorf bei Lunzenau geht auch 2018 wieder mit dem spanischen Team Llinsual HMA Racing in der Klasse Moto4 (Einzylinder-Viertakt-Motoren mit 150 ccm) an den Start.
Freddie gewann 2016 den ADAC Mini Bike Cup in der Kategorie „Nachwuchs“. Seine Rookie-Saison in der Spanischen RFME CEV Moto4-Meisterschaft beendete er auf Gesamtrang 10. In seiner ersten Saison erreichte Freddie sogar schon eine erste Podiums-Platzierung.

Mehr zu Freddie könnt ihr auch hier nachlesen.

Lennox Lehmann geht im ADAC Junior Cup powered by KTM an den Start.
Lennox Lehmann - Youngster in der PrüstelGP Academy 2018
Stefan Nebel stellte Lennox Lehmann den Journalisten vor. – Foto: rop

Der 12-jährige Dresdner startet 2018 auf einer KTM RC 390 Cup. Das sind Einzylinder-4-Takt-Maschinen mit etwa 38 PS. Lennox muss sich zwischen Fahrern aus sieben Nationen und 23 permanenten Startern behaupten.
Der Elbflorenzer sicherste sich in der Saison 2017 den 2. Platz der DMSJ Deutsche Mini Bike Meisterschaft (Nachwuchsklasse) sowie den 2. Platz im ADAC Mini Bike Cup (Nachwuchsklasse).

Weitere Infos zu Lennox findet ihr hier.

PrüstelGP Academy und die Nachwuchsförderung

„Der klare Fokus des Teams liegt auf der Moto3-WM“, sagte Florian Prüstel, Teamchef von PrüstelGP, zur Pressekonferenz am 23.02.2018. „Dort werden wir alle Kräfte bündeln. Darum haben wir auch Dirk Reißmann als Sportlichen Direktor und Riding Coach verpflichtet. Er wird bei jedem WM-Rennen zugegen sein.“

Damit wurde deutlich – und daraus machte Florian Prüstel auch gar keinen Hehl – dass der Löwenanteil der Nachwuchsförderung jenseits der finanziellen Unterstützung bei den Familien und Sponsoren der jungen Fahrer selbst liegen wird.
Gab es früher noch die Möglichkeit, im Leistungszentrum des ADAC Sachsen auf den und abseits der Rennstrecken zu trainieren, liegt die Last der Saisonvorbereitung nun allein auf den Schultern der Eltern. Hier ist ein hohes privates Engagement gefordert – zeitlich und finanziell – wenn man seinem Junior eine bestmögliche Saison angedeihen lassen will.

Die PrüstelGP Academy: Lennox Lehmann, Freddie Heinrich, Marvin Siebdraht und Riding Coach Dirk Reißmann (v. r. n. l.)
Die PrüstelGP Academy: Riding Coach Dirk Reißmann, European Talent Cup-Pilot Marvin Siebdraht, RFME CEV Moto4-Fahrer Freddie Heinrich und ADAC Junior Cup-Starter Lennox Lehmann (v. l. n. r.). Die Maschie im Vordergrund ist Marvins Bike für den ETC. – Foto: rop

Getreu dem Motto „Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.“ wäre die persönliche Gegenwart des Teamchefs oder des Sportlichen Direktors von PrüstelGP bei den Partner-Teams und Youngstern gewiss noch förderlicher als die rein monetäre Unterstützung. So sind sie bei Trainings und Rennen auf sich allein gestellt. Allerdings ist in Deutschland schon allein eine solche finanzielle Unterstützung keine Selbstverständlichkeit und dem Team PrüstelGP hoch anzurechnen.

Nichtsdestotrotz sind die Gebaren in der spanischen (und auch italienischen) Motorradsport-Szene bekannt. Diese unterscheiden sich zwar inzwischen nur noch marginal von den Gepflogenheiten, die sich leider auch hier in Deutschland etabliert haben. Allerdings ist Spanien eben recht weit weg. Und mit der WM mit ihren 19 Rennen bleibt auch nicht wirklich Zeit für eine „Erfolgskontrolle“ bei den Youngstern vor Ort.

Eine Frage, die man sich zudem stellen kann: Welchen Vorteil sollte sich ein spanisches Team von der Förderung eines deutschen Fahrers versprechen, wenn es noch dazu ein oder zwei landeseigene Talente im Kader hat?

Wir wünschen den drei Piloten der PrüstelGP Academy jedenfalls viel Erfolg für die anstehende Saison und natürlich auch darüber hinaus! Bleibt sitzen, Jungs, und beweist den vielen Schwarzmalern, dass der durchaus vorhandene deutsche Zweiradsport-Nachwuchs auch leistungs- und konkurrenzfähig ist!

PrüstelGP: vieles neu in der Moto3-Saison 2018

Das Team PrüstelGP, das sächsische Team in der Moto3-Weltmeisterschaft, präsentierte sich heute der Öffentlichkeit.

PrüstelGP 2018 mit Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil
In neuen Farben geht es 2018 auf Punktejagd. Foto: rop

In der ehemaligen Halle des Leistungszentrums des ADAC Sachsen am Sachsenring, der neuen Team-Basis, moderierte Stefan Nebel die Pressekonferenz.
Dort stellte Team-Chef Florian Prüstel seine neue Fahrer-Paarung für die aktuelle Saison vor. Mit Jakub Kornfeil, dem erfahrenen Tschechen, auf den man auch schon in der vergangenen Saison baute, sowie mit VR46-Academy-Pilot Marco Bezzecchi geht der sächsische Rennstall 2018 auf Punktejagd.

Ebenso präsentierte PrüstelGP erstmals die nagelneu gestalteten KTM-Bikes. Nach dem Wechsel von Peugeot/Mahindra auf KTM ist man nun guter Dinge, endlich wieder konkurrenzfähig zu sein. Die Top10-Ergebnisse der ersten Tests in Valencia versprechen viel. Der IRTA-Test in Jerez wird weitere Erkenntnisse bringen und zeigen, wo man sich einzuordnen hat.

Prüstel GP mit Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil 2018
2018 setzte man auf KTM und eine neue Fahrerpaarung – Marco Bezzecchi (links) und Jakub Kornfeil (rechts). – Foto: rop
Jakub Kornfeil zur Neuaufstellung

„Es sind schon große Veränderungen zu spüren“, erklärte Jakub. „Ich werde wie immer mein Bestes geben. Die Zusammenarbeit zwischen Marco und mir ist diese Saison insbesondere wichtig“, führte er weiter aus. „Ich muss das Bike nun noch besser kennenlernen. Jerez wird dann mehr zeigen.“

Marco Bezzecchi zum neuen Team

„Ich will natürlich schnell sein – wie immer“, gab Marco unmissverständlich zu verstehen. „Ich mag das Bike sehr, und wir haben derzeit schon eine gute Pace“, erklärte er.
Moderator Stefan Nebel glaubt sogar, dass Marco in der Lage ist, mit diesem Paket aufs Podium zu fahren.

PrüstelGP mit Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil am Sachsenring 2018
Auf KTM, mit neuen Piloten und veränderter Struktur greift das Team 2018 wieder an. – Foto: rop
Ausblick von PrüstelGP Team-Chef Florian Prüstel

„Wir wollen mit Jakub und Marco konstant in die Punkte fahren“, ließ der Team-Chef durchblicken. Außerdem erklärte er: „Wir hatten schon zu Peugeot/Mahindra-Zeiten immer den Wunsch und das Ziel, mit KTM zu arbeiten.
Zu Marco Bezzecchi befragt sagte Florian Prüstel: „Schon seit der Trennung von Alexis Masbou standen wir wegen Marco mit Mahindra und der VR46-Academy in Verhandlungen. Wir haben seit damals eine sehr gute Beziehung. Und nun ist er bei uns angekommen.“

PrüstelGP im Februar 2018 am Sachsenring
Riding Coach Dirk Reißmann soll Marco Bezzecchi und Jakub Kornfeil (v. l. n. r.) in der Spur halten. – Foto: rop

Als Riding Coach und Sportlichen Direktor verpflichtete das Team den ehemaligen Kopf des Leistungszentrums des ADAC Sachsen am Sachsenring Dirk Reißmann.

Team PRÜSTEL GP neu formiert

Team PRÜSTEL GP 2018 neu formiert
Das Team PRÜSTEL GP geht 2018 mit neuem Bike, neuen Farben und einer neuen Fahrerpaarung an den Start. Foto: © [2018] PrüstelGP
Am 23. Februar 2018 präsentiert sich der neu aufgestellte sächsische Rennstall PRÜSTEL GP am Sachsenring bei der Pressekonferenz zur offiziellen Team-Vorstellung.
Bereits der Team-Name verrät: es gibt einige Neuerungen im Moto3-Team aus Callenberg.

Am 23. Februar, 11.00 Uhr, werden die Rennstall-Eigner Ingo und Florian Prüstel gemeinsam mit dem neuen Sportdirektor Dirk Reißmann das aktuelle Fahrer-Duo, das aus dem Tschechen Jakub Kornfeil und dem aus der VR46 Academy stammenden Italiener Marco Bezzecchi besteht, der Öffentlichkeit präsentieren, verlautbart das Team in einer Pressemitteilung
„Nach ersten erfolgreichen Tests im November mit Marco Bezzecchi auf der 2017er KTM, freut sich das Team nun, die neuen KTM-Bikes vorstellen zu können und einen Einblick in die sehr intensive Zusammenarbeit zwischen KTM und Prüstel GP zu geben“, heißt es dort weiter.

Wie bereits schon länger unter Insidern gemunkelt, bestätigen sich nun die Gerüchte um den Weggang des Hauptsponsors SAXOPRINT und das stärkere Engagement von Kornfeils Sponsoring-Partner REDOX.
Das Team schreibt dazu: „Trotz Verlust des langjährigen Hauptsponsors SAXOPRINT, konnte durch ein gemeinsames Engagement mit KTM, RedoX und PRÜSTEL sowie den bestehenden als auch neuen Sponsoren und Unterstützern eine solide und nachhaltige Basis entwickelt werden. Mit dem wachsenden Ausbau des Sponsorenpools im Netzwerk mittelständischer Unternehmen blickt das Team Prüstel GP positiv in die Zukunft.“

Team Prüstel GP will einen deutschen Piloten

Auch das Ziel, einen deutschen Fahrer in die Moto3-WM zu haben, bleibt weiter im Fokus des Teams. „Für Ingo und Florian Prüstel ist dies ein strategischer Ansatz mit dem Ziel, schon ab 2019 deutschen Fahrern die Möglichkeit zu schaffen, erfolgreich in der Weltmeisterschaft zu debütieren“, heißt es in der Teammitteilung. „Um nicht zuletzt auch den deutschen Motorsport zu unterstützen, arbeitet das Prüstel GP-Team im Hintergrund bereits über viele Monate an einem nachhaltigen Nachwuchsprojekt. 2017 wurde mit Freddie Heinrich bereits ein erster Fördervertrag vereinbart und eine Saison in der spanischen Meisterschaft (CEV) absolviert. Weitere Schritte folgten nun 2018 im Projekt „Prüstel GP Academy“. Alle Prüstel GP-Piloten werden am 23. Februar am Sachsenring mit ihren Meisterschaftsklassen vorgestellt. Zu dieser Veranstaltung sind alle Presse- und Medienvertreter herzlich eingeladen.“