Saisonabschluss für Tina Wiegand bei der Lausitz Rallye

Tina Wiegand startete beim größten Schotter-Rallye-Spektakel Mitteleuropas als Co-Pilotin von Christopher Wackernackel im Suzuki Swift.

Tina Wiegand bei der Lausitz Rallye
Foto: Marcel Sänger

Mit einer guten Vorbereitung und voll motiviert ging es für das Duo am vergangenen Wochenende in die Lausitz.
„Wir waren total gespannt, wie sich unser Swift bei diesem Untergrund auf den schwierigen Prüfungen macht“, sagte Tina Wiegand nach dem Recce auf den sandigen Wertungsprüfungen.

Nach einem verhaltenen Start in die ersten WPs ging es auf den letzten Kilometern recht gut vorwärts, und beide waren recht zufrieden.
Am Samstag sollte an die gute Leistung angeknüpft werden, doch bereits auf der zweiten Prüfung des Tages machte die Kupplung des Suzukis beiden einen Strich durch die Rechnung. Sie blieben ohne Vortrieb liegen. Enttäuscht wurden Tina Wiegand und Christopher Wackernackel danach zum Service gebracht.

Doch trotz des unglücklichen Ausfalls gab es auch etwas zu feiern:
Christopher Wackernagel wurde mit dem Suzuki Swift Gesamtzweiter in der ADMV Rallye-Meisterschaft. Damit ist er mit seinem ersten Rallye-Jahr mehr als zufrieden.

Keine Winterpause für Tina Wiegand

Nun steht für das ganze Team die Winterpause an. Ausruhen steht trotzdem nicht auf dem Programm, und Tina Wiegand ist sehr optimistisch:
„Neben weiteren Starts als Co-Pilot wartet noch mein Lupinchen auf mich. Der VW Lupo GTI bekommt über die Wintermonate ein Update, und wir versuchen die „Defekt-Hexe“ zu vertreiben, damit wir im kommenden Jahr wieder an den Start gehen können.“

Jan Bühn und Van Zon – Remeha – BMW starten 2018 wieder gemeinsam

Jan Bühn bei der IDM in Oschersleben 2017
Foto: rop

Jan Bühn wird auch in der Saison 2018 für das Van Zon-Remeha-BMW Superbike Team eine BMW S1000RR pilotieren. Der Kronauer wird an der Seite von Markus Reiterberger von der IDM in die Superstock-1000-Europameisterschaft wechseln. Nachdem Jan Bühn 2016 und 2017 jeweils den 3. Gesamtrang in der IDM Superbike einfahren konnte, wartet nun in der STK1000-EM eine neue Aufgabe auf den 26-jährigen Racer.

Jan Bühn bei der IDM in Oschersleben 2017
Foto: rop

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe in der Superstock-1000-Europameisterschaft“, sagte Jan Bühn. „Es ist natürlich perfekt, mit dem bestehenden Team in die EM aufzusteigen. Ich kenne das Team und das Potential seit zwei Jahren. Die Chemie stimmt einfach. Wir konnten unsere Performance stetig steigern und hoffen, diesen Trend auch in die EM mitnehmen zu können.“

STK1000-Europameisterschaft: Markus Reiterberger kam, sah und siegte

Markus Reiterberger bei der STK1000-EM in Jerez 2017
Foto: BMW & MPA Foto

Markus Reiterberger düpierte bei seinem Wildcard-Einsatz in der STK1000-Europameisterschaft im spanischen Jerez die Konkurrenz. Mit einem grandiosen Start-Ziel-Sieg und einer fehlerfreien Leistung rangen er und sein Team Van Zon – Remeha – BMW die starke Konkurrenz nieder.

Markus Reiterberger in der STK 1000 in Jerez 2017
Foto: BMW & MPA Foto

Was hauptsächlich als Lehrstunde für Markus Reiterberger und das Team zwecks des Europameisterschafts-Starts in der 2018er Saison gedacht war, gipfelte schließlich in einem mehr als eindrucksvollen Triumph.
Nach Schwierigkeiten im ersten Freien Training, das Reiti noch auf Platz 16 beendete, stellte er die BMW S1000RR im zweiten Freien Training auf den 7. Platz.
Im Qualifying konnte sich der Obinger noch einmal gewaltig steigern und fuhr auf Startplatz 1.

Markus Reiterberger - STK1000-EM 2017 in Jerez
Foto: BMW & MPA Foto

Am Rennsonntag dann gewann Markus Reiterberger den Start und führte das Feld einige Runden an. Nachdem dann sein Markenkollege Federico Santi, der auch schon über Superbike-WM-Erfahrung verfügt, einige Führungskilometer vor Reiti gesammelt hatte, übernahm dieser wieder das Zepter.
Mit einigen schnellen und fehlerfreien Runden fuhr Markus einen komfortablen Vorsprung heraus, den er über die restliche Renndistanz halten und verwalten konnte. Mit mehr als 5 Sekunden Vorsprung holte er sich den Sieg im letzten Lauf der STK1000-Europameisterschaft vor Illia Mykhalchyk und Toprak Razgatlioglu.

Markus Reiterberger beim Start in der STK 1000 in Jerez 2017
Foto: BMW & MPA Foto
Markus Reiterberger und Werner Daemen zum Erfolg

„Generell konnten wir uns von Session zu Session immer steigern und dann sogar die Pole Position einfahren“, sagte Markus Reiterberger. „Dass wir das so schnell umsetzen können, haben wir so nicht erwartet. Im Rennen habe ich mich wohl gefühlt. Nachdem mich Sandi überholt hatte, hab ich mit Angriffen der anderen Verfolger gerechnet. Die sind aber ausgeblieben. Hab dann gemerkt, dass ich schneller fahren kann und konnte Sandi kontern. Ich war dann ein paar Runden wirklich am Limit, hab ein paar Sekunden Abstand herausfahren können und den Vorsprung ins Ziel verwaltet.
Ein Wahnsinns-Wochenende. Mein Team hat mir ein geiles Bike hingestellt, Pirelli und Öhlins haben uns sehr gut unterstützt und wir haben alle an einem Strang gezogen. Wir wollten ganz vorne mitfahren, aber dass wir sowohl die Pole Position als auch den Sieg hier einfahren können hätte ich nicht gedacht. Das war eine sehr gute Generalprobe fürs nächste Jahr, auch wenn wir weiter an uns arbeiten müssen.“

Foto: BMW & MPA Foto

Teamchef Werner Daemen kommentierte den Sieg mit den Worten: „Das war ein mehr als erfolgreicher Roll-out. Markus ist sehr gut gefahren und hat uns mit seinen Rundenzeiten beeindruckt. Das Team hat hervorragend gearbeitet und taktisch clever agiert. Wir haben natürlich noch viel Arbeit vor uns, müssen noch viel lernen, können aber mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein. Das sind gute Voraussetzungen für unser Vorhaben in 2018.“

Arnaud Friedrich beim IDM-Saisonfinale zweimal in den Punkten

Arnaud Friedrich beim Saisonfinale der IDM in Hockenheim 2017
Foto: rop

Mit einem 15. Platz in Lauf eins und dem 13. Platz im zweiten Lauf beendete Arnaud Friedrich die IDM-Saison 2017. Damit konnte er am vergangenen Wochenende vor einer großartigen Kulisse am Hockenheimring noch einmal in beiden Rennen punkten. Mit seinen Leistungen trug er außerdem zum IDM-Team-Erfolg seines Van Zon – Remeha – Superbike Team bei.
Der Youngster aus Limbach-Oberfrohna landete am Ende auf dem 15. Rang der Gesamtwertung bei insgesamt 41 IDM-Startern. Zudem erntete er Anerkennung als „Rookie of the year“.

Arnaud Friedrich beim Saisonfinale der IDM in Hockenheim 2017
Foto: rop

Trotzdem war Arnaud mit den Ergebnissen des Wochenendes nicht wirklich zufrieden. Technische Widrigkeiten im ersten Rennen und Reifenprobleme im zweiten Rennen vereitelten bessere Platzierungen.„Das Wochenende war wieder einmal beispielhaft für die ganze Saison“, sagte der junge Limbach-Oberfrohnaer. „In Lauf eins hatte ich außer mit meinen Konkurrenten noch mit einer defekten Bremse zu kämpfen. Nach einem guten Start und dem guten Zug nach vorne ging mir in Lauf zwei der Reifen ein. Somit war auch hier schlussendlich nicht mehr drin.“ Weiter erklärte er: „Diese Dinge sind schon frustrierend, wenn du brennst und weißt, dass du in die Top 10 fahren könntest – noch dazu wenn man sieht, wie motiviert und professionell das ganze Team arbeitet. Naja, ich habe alles geben. Es hat halt nicht sein sollen.“

Arnaud Friedrich beim Saisonfinale der IDM in Hockenheim 2017
Foto: rop
Lob vom Teamchef für Arnaud Friedrich

Bei aller Enttäuschung Arnauds fand Teamchef Werner Daemen beim Team-Meeting Worte voll des Lobes für den motivierten jungen Fahrer. „Arnaud gibt stets sein Bestes. Er sitzt mit den Mechanikern, Reifentechnikern und Data-Recording-Jungs zusammen und lernt sehr viel, weil er immer besser werden will.“

Zum Saisonfinale ging Arnauds großer Dank noch einmal an alle Beteiligten: „Ich danke meinem Spitzen-Team, das die ganze Saison wirklich tolle Arbeit geleistet hat. Ich danke ganz herzlich allen Partnern, Sponsoren, Freunden und Fans, denn ohne euch funktioniert das alles nicht. Es war mir eine Ehre, die Saison vor so einer großartigen Kulisse und dem zahlreichen Publikum beenden zu dürfen.“

Arnaud Friedrich: Nochmal Vollgas am Hockenheimring!

Arnaud Friedrich in der IDM Superbike 2017
Foto: rop/Archiv

Arnaud Friedrich startet am kommenden Wochenende, vom 29.09. bis 01.10.2017, am Hockenheimring beim Saisonfinale der IDM. Er will dort an die guten Ergebnisse von Oschersleben anknüpfen und noch einmal alles geben. So könnte er in der Meisterschaft noch ein paar Punkte und Platzierungen gutmachen. Dort liegt Arnaud derzeit mit 37 Punkten auf dem 15. Rang.

Arnaud Friedrich in der IDM Superbike 2017
Foto: rop/Archiv

„In Oschersleben habe ich mit der erneuten Top10-Platzierung gezeigt, dass da noch mehr drin ist“, erklärte der Youngster aus Limbach-Oberfrohna. „Ich muss vor allem in den ersten Runden mehr pushen und bei der Musik dabei sein. Damit wären dann auch noch bessere Endergebnisse drin.“ führte der 17-Jährige vom Van Zon – Remeha – BMW Superbike Team weiter aus.

Arnaud Friedrich zum Event in Hockenheim

Auch in Hockenheim läuft die IDM nach dem neuen Veranstaltungsplan mit jeweils einem Rennen am Samstag und Sonntag ab. „Es ist schon eine Umstellung und recht anstrengend, gleich am Samstag das erste Rennen zu fahren. Die Variante mit den beiden Rennen am Sonntag fand ich persönlich besser“, sagte Arnaud Friedrich dazu.

Arnaud Friedrich in der IDM Superbike 2017
Foto: rop/Archiv

Arnauds abschließende Worte: „Ich werde noch einmal alles geben – für mich und mein Team, das die ganze Saison schon wirklich tolle Arbeit leistet. Ich würde mich riesig freuen, beim letzten Event der Saison alle Partner, Sponsoren, Freunde und Fans am Hockenheimring begrüßen zu können.“

Gelungenes Finale des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Meltewitz

ADAC Sachsen Jugend Enduro Cup 2017 in Meltewitz
Foto: Peter Teichmann

Der ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup ist beendet und hat seit dem 23.09.2017 nun schon die zweite komplette Saison auf dem Buckel. Doch bevor der letzte Fahrer am Samstag den Zielstrich überquerte, zeigten die 65 Teilnehmer zum Saison-Ausklang nochmals ganz großen Offroad-Sport.

Der Ausrichter SHC Meltewitz e.V. im ADAC stellte auf seinem Streckenareal eine erstklassige Enduro-Runde für die Kinder und Jugendlichen auf die Beine.
Den Wertungsklassen entsprechend wurden einzelne Sektionen der Etappen aber auch der Sonderprüfung so angepasst, dass der Grat zwischen Anspruch und Fahrbarkeit für jedermann optimal getroffen wurde.

ADAC Sachsen Jugend Enduro Cup 2017 in Meltewitz
Foto: Peter Teichmann
Die Sieger des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup in Meltewitz

Am Vormittag gingen zunächst die Kids in der Kategorie bis 65 cm³ zusammen mit den Jüngsten (Klasse bis 50 cm³) auf die Strecke. Doch ausgerechnet beim Saisonfinale des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup mussten sich die beiden bis dato ungeschlagenen und schon als Cup-Sieger feststehenden Fritz Vogt (bis 50 cm³) vom SHC Meltewitz e. V. und Clemens Voigt (bis 65 cm³) vom Verein Endurofreunde Petersberg e. V. als jeweils Zweiter knapp geschlagen geben.
Bei den Jüngsten siegte erstmals der überglückliche Mark Tanneberger aus Finsterwalde. Bei den 65ern nutzte Erik Schmidt vom gastgebenden SHC Meltewitz e.V. seine Heimstärke und fuhr seinen ersten und viel umjubelten Sieg ein.

ADAC Sachsen Jugend Enduro Cup 2017 in Meltewitz
Foto: Peter Teichmann

In den beiden Jugendklassen des ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup standen mit Pascal Sadecki (bis 85 cm³) und Leon Seeger (bis 125 cm³), beide vom Off-Road Club Hilmersdorf e. V., die Gesamtsieger ebenfalls schon vorzeitig fest. Das hielt die beiden Youngster aus dem Erzgebirge jedoch nicht davon ab, auch beim Finale nochmals ihre Stärke zu demonstrieren. Mit dem jeweiligen Klassensieg trugen sie den Löwenanteil dazu bei, dass der Off-Road-Club Hilmersdorf e.V. im ADAC nicht nur die Tageswertung gewinnen, sondern auch den Titel in der ADAC Sachsen Ortsclub-Wertung verteidigen konnte.

Adrian Hähle mit starker fahrerischer Leistung in Most

Adrian Hähle IG Königsklasse 2017 in Most
Foto: Friedemann Dommenz/Hähle Racing

Das Saisonfinale der Internationalen-Zweitakt-Meisterschaft, der IG Königsklasse, führte das Team Hähle Racing um Adrian Hähle ins tschechische Most. Von dort nahmen sie einen dritten und einen vierten Platz mit nach Hause.

Bereits für den Freitag plante Adrian vier freie Trainingsläufe. Aber schon im ersten Turn überschlug sich die Maschine infolge eines Kolbenklemmers mehrfach. Adrian Hähle kam mit Prellungen davon. Die Ersatzmaschine funktionierte jedoch nicht richtig, sodass er nach jedem weiteren Training mit dem „Lumpen-Sammler“ zurück in die Box gebracht wurde.
Mit großem Einsatz des Teams konnte die Sturzmaschine instandgesetzt werden. Adrian Hähle sicherte sich in den Qualifying-Läufen damit schlussendlich sogar die viertschnellste Zeit der 125er.

Starke Performance von Adrian Hähle

Nach einem zähen Start ins erste Rennen am Samstag gelang es ihm dann, sich vom Mittelfeld abzusetzen. Letztlich überquerte er bei den 125ern als Dritter die Ziellinie.
Besonders bemerkenswert: Adrian Hähle konnte in diesem Lauf seine Rundenzeiten aus dem Vorjahr um mehr als zwei Sekunden steigern.
Auch der Start ins zweite Rennen am Sonntag war schlecht. Jedoch machte der Rennverlauf Hoffnung. Das Rennen wurde allerdings dann nach dem Sturz eines Fahrers abgebrochen und nicht erneut gestartet. Gewertet wurde der Stand aus Runde vier. Das bedeutete für Adrian Hähle den 4. Platz.

Obwohl Adrian nur an acht der insgesamt 14 Rennen zur Internationalen-Zweitakt-Meisterschaft 2017 teilgenommen hat, liegt er mit einem Sieg, vier zweiten Plätzen, je einem dritten und einem vierten Platz )sowie einem technischen Ausfall) in der Punktewertung der 125er-Klasse auf dem 5. Gesamtrang.

Weiterführende Infos findet ihr auf der Team-Webseite und auf der Facebook-Seite des Teams.

Schlüpfrige Heimrallye – Tina Wiegand mit Problemen bei der Rallye Grünhain


Die Rallye Grünhain direkt vor der Haustür von Tina Wiegand ist für die Rallye-Amazone stets etwas besonderes. Nach einem recht guten und lustigen Aufschrieb waren Tina und Co-Pilotin Anne-Katharina Stein hochmotiviert.
In die erste Prüfung starteten sie mit neuen Michelin-Reifen. Doch leider kamen diese nicht auf Temperatur, wodurch die Rallye eine Rutschpartie wurde. Als dann auf der vierten Prüfung noch der Regen dazu kam, glich die Zeitenjagd noch mehr einer Schlittenfahrt.

Tina Wiegand bei der Rallye Grünhain 2017
Foto: René Stephan

Doch auf den letzten Prüfungen konnte Tina Wiegand wieder ein wenig Zeit gutmachen. Dabei sprang auf dem Stadtrundkurs sogar die 20. Zeit heraus. Doch diese hatte leider nicht lange Bestand, da aufgrund der Berührung einer Schikane eine Strafzeit angerechnet wurde. Diese Strafe kostete das Damen-Team leider drei Plätze.

Tina Wiegand bei der Rallye Grünhain 2017
Foto: Marko Unger
Rallye-Fazit von Tina Wiegand

„Im Großen und Ganzen sind Anne und ich hier zufrieden, auch wenn wir nicht das Optimale herausgeholt haben. Ich freue mich jetzt, am kommenden Wochenende den Platz zu tauschen und als Co-Pilotin bei der Rallye Bad Schmiedeberg an den Start zu gehen“, sagte Tina Wiegand nach der Rallye. Die junge Zwönitzerin startet dort an Seite von Christopher Wackernagel im Schottercup.

Tina Wiegand bei der Rallye Grünhain 2017
Foto: René Stephan

Weitere Informationen zu Tina Wiegand findet ihr ihrer Website oder auf ihrer Facebook-Seite.

Platz 2 im 1. und Sieg im 2. Rennen für Max Kappler

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Nach den nicht ganz zufriedenstellenden Zeittrainings standen für Max Kappler zwei spannende Rennen um die Meisterschaftspunkte auf dem Programm. Nach dem Pech der letzten Rennen hatte sein Teamkollege Jan-Ole Jähnig die Meisterschaftsführung übernommen.

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Bereits im Warm-up probierte Max noch ein paar Sachen aus, die sofort besser funktionierten als noch im Training.
Der Start ins erste Rennen gelang Max Kappler perfekt: Er konnte bereits als Dritter in die erste Kurve einbiegen. Sein Teamkollege Jan-Ole Jähnig brannte aber gleich ein paar extrem schnelle Runden in den Asphalt, die Max so nicht mitgehen konnte. Einmal aus dem Windschatten heraus, war es für ihn nicht mehr möglich, die Lücke zu schließen.
Max Kappler positionierte sich in der letzten Runde taktisch klug, sodass er auf der langen Gegengeraden den Windschatten der zwei vor ihm platzierten Fahrern nutzen konnte und in der letzten Schikane den entscheidenden Angriff setzte. Max wurde als Gesamtzweiter des Rennens abgewunken. Das bedeutete auch einen Doppelsieg für das Yamaha Team Freudenberg.

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Kurz vor Beginn des zweiten Rennens begann zu regnen.
„Was tun? Das Bike komplett auf Regen umbauen oder pokern und das Bike im Wesentlichen auf Trockenabstimmung belassen? Wir entschieden uns für die Regenvariante“, so Grit Kappler nach dem Rennen. „Wegen des fehlenden Regentrainings entschied die Rennleitung, zwei Einführungsrunden zu fahren“, erklärte sie weiter. „Max fühlte sich sofort wohl, dies sah man auf Anhieb. Bereits aus der ersten Einführungsrunde kam Max mit einem Vorsprung von 50 Metern auf die anderen 20 Fahrer.“

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Der Start von Max Kappler war ebenfalls wieder richtig gut, allerdings konnten sich 3 Fahrer aus den holländischen R3-Cup vom Rest des Feldes absetzen. Dahinter – teilweise mit einem Vorsprung von bis zu fünf Sekunden auf den Fünftplatzierten – fuhr Max zeitweise ein einsames Rennen.
„Nach ein paar heiklen Situationen eingangs der Start- und Zielgeraden, in denen Max einem Sturz auf der regennassen Strecke gerade noch verhindern konnte, schrumpfte dieser Vorsprung auf unter eine Sekunde“, resümierte Grit Kappler das zweite Rennen.“ Max fand jedoch das Vertrauen genau zum richtigen Zeitpunkt wieder und legte eine schnelle Runde nach der anderen auf der noch immer nassen Strecke hin. Letztlich distanzierte Max seinen Teamkollegen Jan-Ole Jähnig in der deutschen Wertung um ganze zehn Sekunden.“

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop
Max Kappler noch mit Chancen auf den Meistertitel

Mit dem 2. Platz im ersten Rennen und seinem Sieg im verregneten 2. Rennen konnte Max Kappler den Abstand zum Meisterschaftsführenden Jan-Ole Jähnig konstant bei 19 Punkten halten. Somit wird die Entscheidung um die Meisterschaft in der SSP 300 bei der letzten IDM-Veranstaltung (vom 29.09. bis 01.10.2017) auf dem Hockenheimring fallen.

Max Kappler IDM SSP 300 in Oschersleben 2017
Foto: rop

Endlich wieder ein Top10-Ergebnis für Arnaud Friedrich

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop

Am vergangenen Wochenende fand die vorletzte Runde der IDM in der Motorsportarena Oschersleben statt. Arnaud konnte mit Platz 13 im ersten und Platz 10 im zweiten Rennen nicht nur erneut punkten, sondern endlich wieder ein Ergebnis unter den ersten Zehn erkämpfen.

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop

„Schon in den letzten Rennen hab ich mit Top-10-Zeiten gezeigt, dass da noch was drin ist“, erklärte der sächsische Youngster vom Van Zon – Remeha – BMW Superbike Team.
Ins Rennen ging er von Startplatz 12. In Lauf 1 schloss Arnaud in den Kurven auf seine Vorderleute auf, fand jedoch während der gesamten Runden keinen Weg vorbei. „Das war ziemlich ärgerlich für mich. Aber ich habe gekämpft und alles versucht“, erklärte er nach dem Rennen.

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop

Besser lief es für den 17-jährigen Limbach-Oberfrohnaer in Rennen 2. Hier konnte er nach harten Positionskämpfen den 10. Platz einfahren.
„Das zweite Rennen lief gut. Ich habe mir Lucy Glöckner Ende der Start-Ziel-Geraden geschnappt und fuhr bis auf zwei Sekunden an Dominik Vincon heran. Um ihn zu holen, hätte ich noch zwei, drei Runden mehr gebraucht“, zog Arnaud sein Fazit. „Ich muss vor allem in den ersten Runden mehr pushen, denn später passen meine Rundenzeiten ja immer. Damit wären dann auch noch bessere Ergebnisse drin.“

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop
Arnaud Friedrich zum veränderten IDM-Ablauf

Zum neuen Veranstaltungsablauf mit den Rennen an Samstag und Sonntag sagte er: „Es war schon eine Umstellung, gleich am Samstag das erste Rennen zu fahren. Die Variante mit den beiden Rennen am Sonntag finde ich besser.
Großer Dank geht wieder an mein Team Van Zon – Remeha – BMW für die tolle Arbeit und das top Bike, an Pirelli für das wirklich gute Reifenmaterial, an LSG Racing sowie an alle Sponsoren und Fans die zum Teil auch persönlich mit vor Ort waren.“

Arnaud Friedrich IDM 2017 Motorsportarena Oschersleben
Foto: rop